DE9401C - Schraubenpflug - Google Patents
SchraubenpflugInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01B—SOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
- A01B33/00—Tilling implements with rotary driven tools, e.g. in combination with fertiliser distributors or seeders, with grubbing chains, with sloping axles, with driven discs
- A01B33/04—Tilling implements with rotary driven tools, e.g. in combination with fertiliser distributors or seeders, with grubbing chains, with sloping axles, with driven discs with tools on horizontal shaft parallel to direction of travel
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Soil Working Implements (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
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- Soil Sciences (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
Description
1879.
Klasse 45.
FRIEDR. KELLER in DARMSTADT. Schraubenpflug.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 18. Mai 1879 ab.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Schraubenpflug, welcher in den verschiedensten
Bodenarten, als: Beet-, Stürz-, Wende-Untergrund, überhaupt als Universalpflug Anwendung
finden kann.
Der neue Pflug, welcher in Hinsicht seiner Construction gar nichts mit den seitherigen
Pflügen gemein hat, beruht darauf, dafs die Arbeit des Pflügens durch einen Schraubenbohrer
bewirkt wird, der für die verschiedenen Bodenarten verschieden construirt ist, während
das Eggen durch zwei seitwärts bewegliche Zinkenarme besorgt wird, welche am hinteren
Theil des Pfluges angebracht sind.
Dadurch, dafs ein bewegliches Schar, eine Schraube an Stelle eines festen Schars gesetzt
wurde, soll die Zugkraft der Zugthiere sowie der Widerstand der Erde gegen das Wenden
und Zerkleinern bedeutend vermindert werden.
Der Schraubenbohrer erhält seine Bewegung von der Wagenaxe, vermittelst eines konischen
Getriebes, an dessen verlängertem Gestänge zwischen Bohrer und Triebstift ein Universalgelenk
angebracht ist, welches den Bohrer in stete Umdrehung versetzt, während eine Hebelvorrichtung
die bei der Arbeit nöthige Reibung schafft.
Dasselbe Getriebe kann zugleich zum Bewegen der beiden Eggenarme benutzt werden.
Der Apparat ist in beiliegender Zeichnung dargestellt, und zwar ist:
Fig. ι eine Seitenansicht des Pfluges,
Fig. 2 der Grundrifs,
Fig. 3 Ansicht des vorderen Theiles des Pfluges,
Fig. 4 Ansicht des hinteren Theiles des Pfluges.
Der Eisenrahmen ABCDEFG, Fig. 1
und 2, dient als Gestell des Pflugapparates; dasselbe wird von den Rädern getragen.
Der Pflugkarren besteht aus den parallelen Seitenbalken BC, GF und ED, welche bei
B und G in schräger Richtung nach A hin spitzwinklig zusammenlaufen und durch die drei
Ouerbalken B G, HE und CD fest verbunden sind.
Die Theile bestehen sämmtlich aus Eisen.
Parallel zu DE ist ein Balken JK angebracht, welcher an beiden Enden mit dem
Rahmen verbunden ist.
In den Punkten JL des Gestelles befinden
sich oben zwei mittelst Schrauben befestigte Metalllager, durch welche eine eiserne Welle
geht, auf welcher die beiden eisernen Laufräder R und R aufgekeilt sind.
In dem Punkte M, Fig. 1 und 2, dreht sich ein verticaler Eisenstift MN, an welchem sich
unten das Leitrad r des Karrens befindet, welches in dem Bügel OP, Fig. 2 und 3, so geführt
wird, dafs es sowohl seitwärts als auch auf- und abwärts zu bewegen ist.
Oben an dem Drehstift ist noch ein sogenannter Leinehalter angebracht, durch welchen,
wie in Fig. 3 angegeben, die Ackerleine zum Lenken der Zugthiere eingelegt wird.
Aufserhalb des Laufrades R', Fig. 2, liegt auf der Welle L L das Antriebsrad T, welches
mittelst einer Kupplung P Q nach R hin ausgerückt werden kann.
Dieses Rad T greift in ein Rad u ein, welches den vorn angebrachten Schraubenbohrer
in eine drehende Bewegung versetzt.
Das Getriebe sowohl als der Bohrer bekommen je nach der erforderlichen Geschwindigkeit
und der Dichtigkeit der umzuackernden Erde verschiedene Dimensionen.
Das Universalgelenk, welches gegen die Erde etwas geneigt ist, wird an seinem hinteren Theile,
Fig. 2, durch zwei Lager V und W, die an dem Pfluggestell bei α und b befestigt sind, gehalten.
Während das hintere Lager, das Gestänge vor einem Zurückweichen schützt, hat das
vordere den Zweck, das ganze Gelenk zu führen, sowie vor einem Gleiten zu sichern.
Mittelst der Spindelvorrichtung bei e kann der Bohrer auch während der Arbeit in jede
beliebige Höhenlage gebracht, sowie aus der Erde gehoben werden.
Um den Schraubenbohrer auch seitlich verschieben zu können, bildet das Lager der Spindel
e einen Support, welcher durch die Kurbel bei K leicht nach rechts und links bewegt und
mittelst einer Schraube G in der gewünschten Lage gehalten werden kann.
Oberhalb und längs des Pflugapparates liegt ein in der Axe MN des Bügels OP, Fig. 3,
eingesetzter Hebel, welcher in dem Punkte f, Fig. 2, in einer Parallelführung bewegt wird, so
dafs er in dem oberen Querbalken g der Ver-
ticalstütze nach rechts und links zu verschieben ist.
Dieser Hebel ist derart in der Axe MN angebracht, dafs sich das darunter befindliche
Leitrad r in gerader Richtung, sowie in einem viertel, halben und ganzen Kreise bewegen kann.
Wie man aus der Zeichnung ersieht, wird der Hebel als Lenkstange und zeitweise als Sitz
benutzt.
Zur Bewegung der beiden Eggenarme wird ein einfaches Excenter y, Fig. 4, angewendet,
welches zwischen dem Lager IV und dem Scharnier c, Fig. i, aufgekeilt und so mit dem Rahmen
verbunden ist, dafs es bei seiner Umdrehung die an dem Rahmen befestigten Eggenarme i K und/»? in der Richtung nach HF
und FH bewegt.
Eine weitere Anwendung dieses Pflugsystems ist aus Fig. 5 bis 9 ersichtlich, und zwar ist:
Fig. 5 eine Seitenansicht des Apparates,
Fig. 6 der Grundrifs desselben, .
Fig. 7 der hintere Querschnitt B-C,
Fig. 8 der obere Querschnitt A-B,
Fig. 9 die Seitenansicht der konischen Schraube mit Radseche.
Beim Vorwärtsbewegen des Pfluges auf dem Acker geht das gröfsere Rad R in der geackerten
Furche, dagegen müssen die zwei kleineren Räder r und R auf der Oberfläche
des Ackers laufen.
Bei den Punkten k und I des Pflugbaumes
sind die Bügel und Axen der Räder befestigt, welche derart eingerichtet sind, dafs die beiden
kleineren Räder auf die Fahrhöhe des gröfseren Rades gestellt werden können.
Die die beiden hinteren Räder verbindende Wellenaxe ist kurbelartig gebogen und mit einer
Schlittenführung versehen, um dem Rade eine Bewegung nach auf- und abwärts zu geben.
Die gewünschte Stellung kann mittelst der Stellschrauben fixirt werden.
Zu beiden Seiten des Triebrades R auf der Welle PR, Fig. 6, liegen zwei 6 6 zähnige konische
Räder T und T', welche auf der Hülse PP', aufweicher das Triebrad festgekeilt
ist, ruhen.
Die Stirnräder greifen bei u und te' in zwei
17 zähnige konische Triebe, von welchen ein
jeder eine Welle so bewegt, dafs die am unteren Ende bei W und W angebrachten Schneckenschrauben
5 und S' in stete Rotation versetzt werden.
Das Gestänge- Wu und. W u', Fig. 5 und 6,
ist deshalb etwas gegen die Erde geneigt und ruht in je drei Lagern, von denen die beiden
oberen vv" und v'v'" den Rädern u u' sichere
Führung geben . und ein Gleiten der Axen in ihrer Längsrichtung verhindern.
Die unteren Lager row' sind an den Scharhaltern
F und JF' befestigt.
Das Kolter G oder das Radsech G', Fig. 5 und 9 läuft vor dem Schar her, um die Erde
vertical abzuschneiden und kann vermittelst der Einrichtung bei H, Fig* 9, beliebig schräg gestellt
werden.
Die Verschiebung desselben, sowie des ganzen Schärkörpers nach auf- und abwärts wird mit
dem Pflugbaum Ao p t bewerkstelligt.
Dieserhalb ist der Pflugrahmen bei Z mit einer runden Hülse versehen, das Leitrad r,
Fig. 5, mit einer viereckigen Säule JV darin nach der verticalen Richtung verschiebbar und
von Zoll zu Zoll festzustellen.
Bei A befindet sich der Spannhaken mit seinem Regulator.
Der Pflugbaum reicht nach vorn soweit über den Scharkörper hinaus, dafs eine Linie, gezogen
von der Scharspitze durch den Kopf des Grindels A, genau nach dem Punkte führen
mufs, an welchem die Zugketten des Gespannes befestigt sind.
Der Ring an ζ dient zur Befestigung der
Wage bezw. des Zugscheits.
Die Stange ζ ζ' dient zur directen Ueber-.
tragung des Arbeite - Widerstandes auf den Rahmen.
Beim Aufheben der letzten Furche kann das Nebenrad R, Fig. 6, auf die linke Seite des
Laufrades R gebracht werden, wozu bei P eine Hülse mit einer Stellschraube vorgesehen ist.
Damit wird auch die Strebe i i, sowie das Sitzbrett g abgenommen und auf die andere
Seite gebracht.
■ Die Grabe- und Wendevorrichtung für den Erdstreifen besteht also aus:
dem Stahlmesser abcd,
dem Pflugschar η, Ν
der Griessäule mit ihrem Malterbette F, der concav gebogenen Sohle,
dem Scharhalter L,
dem Kolter G und dem Radsech G',
der Schneckenschräube G oder der konischen Schraube G", Fig. 9. ,
Das Sech ist an der Griessäule, welche ihren Sitz in der Scharsohle hat, befestigt.
Das Schar ist direct am Pflugbaum angebracht. . Um die beim Umdrehen der Schraube
entstehende Reibung auf ein Minimum zu red'uciren, hat Erfinder der Krümmung eine conr
vexe Form gegeben.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Der Scharkörper mit rotirender Wendevorrichtung oder Schar und Schraube in Combination. ' ■ . ■Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE9401C true DE9401C (de) |
Family
ID=286775
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT9401D Active DE9401C (de) | Schraubenpflug |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE9401C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE958163C (de) * | 1953-07-17 | 1957-02-14 | Rosa Haberzettel Geb Kloiber | Im Zugbetrieb arbeitendes Geraet zur Bodenkultivierung |
-
0
- DE DENDAT9401D patent/DE9401C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE958163C (de) * | 1953-07-17 | 1957-02-14 | Rosa Haberzettel Geb Kloiber | Im Zugbetrieb arbeitendes Geraet zur Bodenkultivierung |
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