DE74780C - Stiefelwichsmaschine - Google Patents

Stiefelwichsmaschine

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Publication number
DE74780C
DE74780C DENDAT74780D DE74780DA DE74780C DE 74780 C DE74780 C DE 74780C DE NDAT74780 D DENDAT74780 D DE NDAT74780D DE 74780D A DE74780D A DE 74780DA DE 74780 C DE74780 C DE 74780C
Authority
DE
Germany
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shaft
footwear
arm
brush
clamping device
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT74780D
Other languages
English (en)
Original Assignee
E. jess in Hamburg, Grindelhof-Allee 21 II
Publication of DE74780C publication Critical patent/DE74780C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47LDOMESTIC WASHING OR CLEANING; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47L23/00Cleaning footwear
    • A47L23/02Shoe-cleaning machines, with or without applicators for shoe polish

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  • Brushes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
EMIL JESS in HAMBURG. Siiefeiwichsmaschine.
Um das Schuhwerk gehörig bearbeiten zu können, wird das Oberleder des zu putzenden Schuhwerkes mittelst der in beiliegender Zeichnung dargestellten Spannvorrichtungen glatt gespannt.
Die Spannvorrichtung besteht im wesentlichen aus den durch Scharniere oder Blattgelenke verbundenen Armen ab e, die in das Schuhwerk hineingreifen und sich durch ein Kraftorgan spannen lassen.
In Fig. 1 ist der dem Oberleder des Schuhwerkes angepafste Arm α mit dem Arm b durch Scharniere schnabelartig verbunden. Letzterer trägt eine bei f drehbare Sperrklinke c, die in den auf der Welle J befestigten Zahn d eingreift und durch die Feder g beständig gegen letzteren gedrückt wird.
Die Feder e ist mit dem Arm α durch Niete verbunden und legt sich* an die Sohle des Schuhwerkes, während der Arm α gegen das Oberleder und der Arm b gegen die hintere Kappe des Schuhwerkes greift.
Beim Aufstecken des Schuhwerkes wird die Sperrklinke c von dem Zahn d abgehoben und durch entsprechendes Drehen des Armes b der Schnabel geschlossen. Nachdem dann das Schuhwerk herübergezogen, drückt man den Arm b mit dem die Sperrklinke haltenden Ende gegen die Welle J, wobei nach erfolgter Spannung der Zahn d ein Zurückgehen der Sperrklinke verhindert.
Bei den in den Fig. 2, 5 und 9 dargestellten Spannvorrichtungen ist der Arm b durch eine Feder ersetzt, die, nachdem sie zurückgebogen und das Schuhwerk herübergezogen ist, das Spannen des leizteren durch ihre Elasticität selbstthätig bewirkt.
Mittelst dieser Vorrichtungen läfst sich jedoch nur Schuhwerk mittlerer Gröfse spannen. Um nun der Spannvorrichtung einen gröfseren Hub zu verleihen, wird der Hebelarm b in den Fig. 3 und 4 mit einer Nase g versehen, an der die Feder e und die Sperrklinke c gelenkig befestigt sind.
Fig. 3 zeigt die Stellung der Spannvorrichtung für grofses, Fig. 4 für kleines Schuhwerk.
Die Spannvorrichtung kann auch nach Fig. ι ο dahin geändert werden, dafs der Arm α und die Feder e zu einem Körper vereinigt werden, wobei die Arme α und b mit dem an der Welle J aufgehängten Balancier g gelenkig verbunden sind, so dafs sie mit den Muffen hhl auf der Welle J in entgegengesetzter Richtung verschoben werden können, wodurch ein bedeutender Hub erzielt wird.
Die Vorrichtung zum Putzen von Schuhwerk nach Fig. 1 besteht im wesentlichen aus:
1. der Console A,
2. den Bürsten C C\
3. der gegen die Bürsten pendelartig beweglichen und in ihrer Lagerung verschiebbaren Welle J,
4. der drehbaren Lagerung H und
5. der Spannvorrichtung K.
In der mittelst Schrauben an einer Wand zu befestigenden Console A ist die Welle B drehbar gelagert. Auf letzterer sind die Bürsten C1 und das konische Rad D befestigt. Rechtwinklig zu der Welle B läuft einerseits die Welle E,
andererseits die Kurbel F, das in das Rad D eingreifende konische Rad G tragend, so dafs durch Drehen der Kurbel die Bürsten in Drehung versetzt werden.
Das Lager H ist mittelst des Bolzens h in der in eine Gabel auslaufenden Console A drehbar befestigt und trägt die Welle J. Letztere ist einerseits mit der Spannvorrichtung K, andererseits mit einer Handhabe L versehen und in dem Lager H drehbar und verschiebbar.
Nachdem nun das Schuhwerk mittelst der Spannvorrichtung K auf der Welle / befestigt ist, wird letztere mittelst der Handhabe L gegen die rotirende Staubbürste C, und nachdem die Wichse in bekannter Weise auf das Schuhwerk aufgetragen ist, gegen die Blankbürste C1 geführt.
Die Vorrichtung kann auch nach Fig. 2 dahin geändert werden, dafs umgekehrt die Bürsten verschiebbar und pendelartig gegen das drehbare Schuhwerk geführt werden.
Zu diesem Zwecke ist die Welle J mit Kreuzgewinde (Fig. 2) versehen und in der Console A gelagert, während die Welle B mit den Bürsten C C1 und der Kurbel F in dem Bügel M gelagert ist. Letzterer ist mittelst des Bolzens h gelenkig mit der Mutter N verbunden, deren Führungsstück i in eine Nuth der Console eingreift, so dafs durch Verschieben der Mutter N mittelst des Bügels M die Welle J in Drehung versetzt wird. Dabei ist zwecks Erzielung einer gleichgerichteten Bewegung Sorge getragen, dafs beim Abgang die Mutter N in den Rechtsgang, beim Aufgang in den Linksgang des Kreuzgewindes eingreift.
Nach Fig. 3 ist eine Abänderung dahin getroffen, dafs die Welle / feststeht, während die Bürsten erstere umkreisen.
In diesem Falle ist die Welle J mit der Grundplatte A fest verbunden und letztere an einer Wand zu befestigen, während die mit dem Bügel M gelenkig verbundene Muffe N auf der Welle J drehbar und verschiebbar ist.
Die in dem Bügel M gelagerte Bürste dient sowohl zum Entfernen von Staub, als auch zum Blankputzen.
Fig. 4 veranschaulicht die Stellung der Bürste zu dem Schuhwerk nach einer Viertelumdrehung der Muffe N.
Da nun aber eine ganze Umdrehung der Bürste C um das Schuhwerk nicht handlich ■ ist, so ist dafür Sorge getragen, dafs die Spannvorrichtung K ebenfalls drehbar ist. Zu diesem Zwecke besteht letztere aus zwei Theilen k und /, die mittelst der Schrauben m und η derart auf die Welle J gespannt werden, dafs die Spannvorrichtung K mittelst der Handhaben op schwer drehbar ist, während der mit der Welle J fest verbundene Ring q in eine Ausdrehung der Spannvorrichtung K zwecks Führung der letzteren greift.
Beim Putzen des Schuhwerkes führt man den Bügel M mittelst der Handhabe L so weit als thunlich um das Schuhwerk herum und dreht alsdann die Spannvorrichtung mittelst der Handhaben op, oder aber man zieht mittelst des Bügels M die Muffe N gegen die Spannvorrichtung K, so dafs die mit Einschnitten versehenen Berührungsflächen sich kuppeln, und dreht dann mittelst des Bügels M.
Die oben beschriebenen Vorrichtungen werden auch nach Fig. 5 dahin geändert, dafs das Verschieben und Drehen der Welle J von der Kurbelwelle aus unter Anwendung der eigenartig geformten Ringkörper O O1 O2 O3 bewirkt wird.
Letztere sind auf der in der Console A verschiebbaren Welle J in entsprechendem Abstand befestigt, so dafs zwischen je zwei Ringen ein wellenartiger Schlitz entsteht, und zwar ist die eine Schlitzfläche mit einem in der Zeichnung punktirten Zahnkranz versehen, die andere aber glatt bearbeitet.
Fig. 7 veranschaulicht den Ring O mit seinem Zahnkranz.
In diese wellenartigen, einerseits mit Zähnen versehenen Schlitze pafst das mit dem Schraubenrad P auf einer gemeinschaftlichen Welle sitzende Zahnrad Q, welches mittelst der über die Leitspindel R greifenden, an der Console A festzuschraubenden Klammer T in einem der drei Schlitze geführt werden kann. Die Leitspindel R ist in der Console A gelagert, greift in das Schraubenrad P ein und trägt das konische Rad D, welches in das auf der Welle E sitzende Rad G, Fig. 3, greift. Die Welle E ist ebenfalls in der Console A gelagert und wird mittelst der durch den Schnurlauf q in Verbindung stehenden Scheiben r s und der Zahnräder s1 tl von der Kurbelwelle B aus in Drehung gesetzt, wodurch das Schuhwerk eine den wellenartigen Schlitzen entsprechende Bewegung macht.
Hierbei ist es zweckmäfsig, die Welle J gegen nur eine Bürste zu führen und diese nach verrichteter Arbeit durch eine zweite zu ersetzen, welches am vortheilhaftesten durch die drehbaren Arme ν vl erzielt wird.
Letztere werden mittelst der mit Gewindezapfen versehenen Bolzen w Wx n>2, die in die Einschnitte der Arme ν ν1 hineinpassen (Fig. 8), mittelst der Flügelmuttern χ x1 zu einem Ganzen verbunden, wobei die in den Armen ν vl angebrachten Aussenkungen zur Aufnahme der Flügelmuttern xx1 bestimmt sind.
Das auf die Welle B aufgekeilte Zahnrad U greift in die um die Bolzen w τνλ η>λ drehbaren Zahnräder yjyly2, welche mit den Bürsten C C1 C'2 durch die Stifte ^ verkuppelt sind.
Das Armsystem ν ν1 ist in dem Rahmen M, Fig. 5, untergebracht, der mit den Armen Ai1 M'2 über die rotirende Welle E greift, so dafs er mittelst der Handhabe L pendelartig gegen das Schuhwerk geführt werden kann.
Zwecks Feststellung des Armsystems vv1 dient der an dem Rahmen M angebrachte Sperrhebel V, Fig. 5, der in einen der in den Armen ν ν1 angebrachten Schlitze greift. Durch Drehung der Bürstenwelle B mittelst der Kurbel F werden somit die Bürsten CC1 C'2 in Drehung versetzt, wobei nach Auslösen des Sperrhebels V sich das Armsystem ν ν1 in der Richtung der Kurbelbewegung dreht, wodurch sich die Bürsten willkürlich einstellen lassen.
Um im erforderlichen Falle die Welle / schneller bewegen zu können, sind die Räder s s'1 s2 mit ihren Naben zu einem Vorgelege verbunden, das um den in den Rahmen M genieteten Bolzen u mittelst eines der Deutlichkeit halber in der Zeichnung fortgelassenen bekannten Ausrückers verschoben werden kann, so dafs das Rad s1 aus dem Rad t1 ausgelöst und das Rad s2 in das Rad t eingerückt werden kann.
An Stelle der in Fig. 5 dargestellten wellenartigen Ringe O kann, wie Fig. 9 zeigt, eine Scheibe mit wellenartigen Nuthen angewendet werden. :
Hierbei ist die Welle E in dem auf den Stangen MM1 verschiebbaren Schlitten N gelagert und greift mit ihrem konischen Rad D in das auf der Welle J sitzende Rad G, während die Welle J in dem auf der Welle E pendelartig gegen die Bürste C drehbaren Arm H gelagert ist. Die Stangen MM1 dienen gleichzeitig zur Verbindung der Schraubzwingen AA1, in denen die Kurbelwelle B mit dem in Fig. 8 dargestellten und bereite oben näher beschriebenen Bürstensystem C C1 C'2 gelagert ist. Der zur Arretirung des letzteren dienende Sperrhebel V ist auf der Schraubzwinge ^1 gelagert.
Auf der Stange M1 ist der Bock T befestigt, in welchem die Welle i gelagert ist, die mit ihrem Zahnrad Q in die Nuth der Scheibe O und mit dem konischen Rad 0 in das Rad ρ greift. Letzteres sitzt auf der einerseits in der Schraubzwinge A, andererseits in dem Bock T gelagerten Welle k. Diese trägt die Zahnräder mn, wovon letzteres in das auf der Bürstenwelle B sitzende Rad / fafst.
Durch Drehen der Kurbel F wird somit die Scheibe O zur Drehung angetrieben, wobei der Abstand der Wellen E und i der wellenartigen Nuth ο entsprechend vergröfsert bezw. verkleinert wird und somit der Schlitten N mit der Welle / entsprechende Bewegungen macht. . .
Um im erforderlichen Falle diese Bewegungen beschleunigen zu können, ist die Welle B in ihren Lagerungen AA1 sammt dem Bürstensystem C C1 C2 mittelst der Kurbel -F ein wenig verschiebbar, so dafs das Zahnrad / aus dem Rad η ausgelöst und das Rad q in das Rad m eingerückt werden kann.
In den bisher beschriebenen Vorrichtungen war das Schuhwerk derart auf der Welle / befestigt, dafs die Sohle des ersteren mit der letzteren einen Winkel bildete. Durch Versuche hat sich aber herausgestellt, dafs die Anordnung des Schuhwerkes auf der Welle / in gestreckter Stellung weit vorteilhafter ist (Fig. 10), wobei die Sohle des Schuhwerkes mit der Welle J einen stumpfen Winkel χ zwischen 60 bis 8o° bildet, wodurch allerdings ein gröfserer Hub der Schuhwerk- bezw. der Bürstenwelle in der Längsrichtung erforderlich wird. Dieser läfst sich aber dadurch auf die Hälfte vermindern, dafs beide, die Bürstenwelle sowohl als auch die Schuhwerkwelle, verschiebbar sind und durch Hebel derart in Verbindung stehen, dafs durch Verschieben einer dieser Wellen sich die andere entgegengesetzt bewegt.
Nach Fig. 10 ist die Welle B mittelst der Kurbel F in dem Gestell A verschiebbar, während der zur Feststellung des Bürstensystems C C1 C2 dienende, mit dem Schlitz i versehene Sperrhebel V zwischen dem Arm ν und dem Stellring k zwecks Auslösung des Bürstensystems hochgehoben werden kann. Der Sperrhebel V ist gelenkig mit den Hebelarmen / m η verbunden. Letzterer trägt die über die Welle B verschiebbare Muffe 0, in welcher das die Schuhwerkwelle J tragende Lager H drehbar ist. Durch Verschieben des Bürstensystems nach rechts bewegt sich demnach die Muffe 0 sammt der Schuhwerkwelle nach links. Hierbei greift eine an dem Arm η befestigte Klinke ρ in das auf der Schuhwerkwelle sitzende Zahnrad D und schiebt letzteres um einen Zahn weiter. Beim Rückgang hebt sich die Klinke über den nächsten Zahn des Zapfenrades D hinweg und fällt beim Verlassen des letzteren in ihre ursprüngliche Lage.
Bei kleineren Maschinen ist nur eine Bürste C in den Armen ν ν1 gelagert, während der Hebel / unmittelbar mit diesen Armen derart verbunden ist, dafs er parallel zur Welle B steht und in einer Oeffnung des Gestelles A Führung hat, so dafs beim Verschieben des Armsystems ν vl durch die Bürstenwelle B der Arm / ebenfalls verschiebbar ist, wobei das Armsystem ν vl stets arretirt bleibt.
An Stelle des zu entgegengesetzter Bewegung der Welle / und der Bürstenwelle B dienenden Hebelarmes η kann eine über zwei Rollen r r1 laufende Schnur q angewendet wer-
den, mit welcher die Schuhwerkwelle bei J und die Kurbelwelle bei B verbunden sind, wobei die Rollen r r1 auch als Zahnräder und der Schnurlauf q als zwei in erstere greifende Zahnstangen ausgeführt werden können.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Eine Stiefelwichsmaschine, dadurch gekennzeichnet, dafs das Schuhwerk durch eine der Form desselben angepafste Spannvorrichtung festgehalten wird, wobei der Träger dieser Spannvorrichtung und die rotirende Bürstenwelle gegen einander sowohl in der Achsenrichtung', als senkrecht dazu beweglich sind.
    Eine Ausführungsform der unter i. gekennzeichneten Maschine, bei welcher durch die Rotation der Bürsten zugleich dem Schuhwerkträger mit Hülfe von wellenförmigen Führungen eine rotirende und gleichzeitig in Richtung seiner Achse hin- und hergehende Bewegung ertheilt wird.
    Eine Ausführungsform der unter i. gekennzeichneten Maschine, bei welcher die Schuhwerkwelle mit der Sohle des Schuhwerkes einen stumpfen Winkel bildet.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT74780D Stiefelwichsmaschine Expired - Lifetime DE74780C (de)

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DENDAT74780D Expired - Lifetime DE74780C (de) Stiefelwichsmaschine

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