DE747452C - Verfahren zur Herstellung von Futtermitteln aus den bei der Gewinnung von Trockenprodukten aus geschaelten Kartoffeln entstehenden Abfaellen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Futtermitteln aus den bei der Gewinnung von Trockenprodukten aus geschaelten Kartoffeln entstehenden Abfaellen

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DE747452C
DE747452C DER107474D DER0107474D DE747452C DE 747452 C DE747452 C DE 747452C DE R107474 D DER107474 D DE R107474D DE R0107474 D DER0107474 D DE R0107474D DE 747452 C DE747452 C DE 747452C
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DE
Germany
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waste
cakes
extraction
production
dry products
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Expired
Application number
DER107474D
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English (en)
Inventor
Ferdinand Holndonner
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Individual
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23KFODDER
    • A23K40/00Shaping or working-up of animal feeding-stuffs
    • A23K40/20Shaping or working-up of animal feeding-stuffs by moulding, e.g. making cakes or briquettes

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Fodder In General (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Futtermitteln aus den bei der Gewinnung von Trockenprodukten aus geschälten Kartoffeln entstehenden Abfällen Es ist bekannt, .daß die Wirtschaftlichkeit vieler Betriebe, welche Trockengut aus geschälten Kartoffeln herstellen, sehr wesentlich von -dem Umtange der hierbei angewendeten Abfallverwertung mit bestimmt wird. So wird z. B. beim Schälen von den Kartoffeln stets ein Teil des Fruchtfleisches losgerissen, so @daß die Schälabfälle noch einen erheblichen Anteil an wertvollen Nährstoffen enthalten und sich daher zu guten Futtermitteln aufarbeiten lasen. Zu diesem Zwecke pflegt man den genannten Abfällen, wie Schalen, Reibsel, Augen u: ,dgl., das überschüssige Wasser, z. B. in einer Schneckenpresse, abzupressen und den Rückstand durch Hitzebehandlung (z. B. auf einem Walzentrockrier) in ein versandfähiges Trockengut zu überführen. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufarbeiten von derartigen Abfällen, .das sich einerseits besonders sparsam und einfach gestaltet und,das andererseits zu einem Futtermittel führt, welches vom. Vieh besonders gern genommen, gilt vertragen und verdaut wird. Nach .dem Verfahren der Erfindung wenden :die oben angeführten Abfälle _ nach dem Abpressen lediglich zentrifugiert und dann zu handlichen Kuchen von solchem restlichen Feuchtigkeitsgehalt verpreßt, daß die Kuchen bei der anschließenden Lufttrocknung einer Sauergärung unterliegen. Das erfindungsgemäße Verfahren macht also jede Hitzebehandlung der Abfälle überflüssig, so daß die kostspielige Kohle für die Beheizung der Trockenapparate ,gespart wird. Trotzdem führt es zu einwandfrei versandfähigen Trockenprodukten, da die Kuchen bei der Lufttrocknung völlig hart und haltbar werden. Die bisher durch Hitzebehandlung herbcigeführte Aufschließung wird dabei durch eine Aufschließung auf dem Wege der Sauergärung ersetzt, und es ist bekannt, daß das Vieh angesäuertes Futter besonders gerne annimmt und gut verträgt. Es kommt jedoch in diesem Zusammenhang darauf an, daß die Sauergärung nicht zu einer Zersetzung, d.h. ztt einem Verderben führt, sondern .durch die fortschreitende Trocknung ausreichend gehemmt und schließlich zum Stillstand gebracht wird; der Feuchtigkeitsgehalt der Preßlinge darf daher beim Ansetzen zu der mit einer Sauergärung verbundenen Lufttrocknung bestimmte Grenzen -weder übernoch unterschreiten. Es hat sich nun überraschender Weise gezeigt, @daß man dies Ziel am besten durch einfaches, an das übliche Abpressen angeschlossenes Zentrifugieren der Abfälle erreichen kann. Die Erfindung ist also in der gekennzeichneten eigenartigen Kombination der angeführten Verfahrensschritte zu sehen, durch welche offenbar mit unerwartet einfachen Mitteln und mit besonders geringem Aufwand ein neuartiges Gut von nicht voraussehbaren Eigenschaften entsteht.
  • Zur Steigerung des -Nährstoffgehaltes der Preßlinge kann man diese vor der Verformung mit den wertvollen Anteilen versetzen, die aus dem Preßwasser gewinnbar sind. Insbesondere ist dieses Preßwasser verhältnismäßg eiweißreich,. was sich meistens in der Bildung von Schaum auf der Oberfläche des Preßwassers ausdrückt. Dieser Schaum, dessen Bildung noch durch mechanische Mittel, durch Schlagen, Rühren oder dadurch begünstigt «-erden kann, dar) das Preßwasser von der Schneckenpresse aus eine gewisse Höhe bis .zum Sammelbottich frei fällt, wird dem Kuchen vor der letzten Pressung zugesetzt. E:bensogut kann das Eiweiß durch bekannte Koagulierung aus dein-Przßwasser gewonnen und dann dent Kuchen zugefügt werden. Außerdem .kann man die im Preßwa'sser sieh absetzende Stärke, sofern man sie nicht gesondert verwerten will; in die Preßmasse geben.
  • Ausführungsbeispiel . Die bei der Verarbeitung von Kartoffeln entstehenden Abfälle (Schalen, Reibsel, Augen ) werden in der Schneckenpresse bis auf einen restlichen Wassergehalt von etwa
    6o bis 701,°o abgedrückt und dann in der
    Zentrifuge bis auf einen restlichen Wasser-
    gehalt von etwa '.Io his .I50;-0 entw:issert.
    :\ach dem Zentrifugieren wird das Gut tnit-
    tels einer Presse zu handlichen K=uchen ver-
    prel:)t. deren restlicher Wassergehalt dann bei
    etwa. 35 bis 11o °/o liegt, da beim Pressen natür-
    lich wiederum etwas Wasser abläuft. Diese
    1LUChen werden, etwa wie Handkäse, auf
    hölzernen Rosten zum Trocknen aufgestellt.
    Hierbei trocknet zunächst die Oberfläche ab,
    während im Inneren der einzelnen Kuchen
    eine Sauergärung eintritt, die aber mit fort-
    chreitender Lufttrocknung wieder abklingt.
    mach einigen Tagen sind die Kttcheil fest
    genug, um' ohne Verpackung versandt «-er_
    den zu können.
    Das nach dem erhndungsgemäße111 V@r-
    fahren hergestellte Futtermittel wird @ an
    (1.0m Vieh sehr gerne angenommen. Zur
    fütterung werden die Kuchen in mehr oder
    t@-eniger kleine Stücke zerteilt und finit einem
    Futtermittel. beispielsweise Häcksel, hle",
    Futtermehl ttsw., vermischt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. `',erfahren zur Herstellung von Fut- termitteln aus den bei der Gewinnung von Troclzenprodukten aus 5eschälten Kartoffeln entstehenden Abfällen, Schalen, Reibsel, Augen u. dgl., durch Pres- sen in Schneckenpressen 11114 Weiterver- arbeiten :dieser Abfälle, dadurch gekenn- zeichnet, daß das in der Schneckenpresse vorn Spül- und Frucht@vasser befreite Abfallgut lediglich zentrifugiert und dann zu handlichen Kuchen von solchen restlichen Feuchtigkeitsgehalt verI»-eßt wird, daß die Kuchen bei der anschlie- ßenden Lufttrocknung einer @anerg:irun unterliegen. a. Verfahren nach Anspruch 1, da- durch gekennzeichnet, daß der beim l-#nt- tv:cssern sich bildend, in an sich bekann- ter `'eise aufgefangene eiweißhaltige Schaum dein Teig der durch Verpressung herzustellenden K=uchen vor dir @"<rf@r- alltng zugesetzt wird. Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegen- standes vom Stand der Technik sind int 1--,r- teilungsverfahren folgUnde Druckschriften in Betracht gezogen worden: deutsche Patentschriften .. . -Nr.68d787, F,r;; 148, (,58 q50. 658 14(--, und 80 0;(.
DER107474D 1940-04-30 1940-04-30 Verfahren zur Herstellung von Futtermitteln aus den bei der Gewinnung von Trockenprodukten aus geschaelten Kartoffeln entstehenden Abfaellen Expired DE747452C (de)

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Citations (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE80976C (de) *
DE658146C (de) * 1935-04-04 1938-03-23 Walther Koeniger Dr Ing Verfahren zur Herstellung von Trockenkartoffeln
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DE684787C (de) * 1935-03-17 1939-12-05 Dorr Ges M B H Anlage zum Vorentwaessern von Kartofeln durch pressen

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