AT92261B - Verfahren zur Herstellung eines Verdickungsmittels für Druckfarben und Appretur. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Verdickungsmittels für Druckfarben und Appretur.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung eines Verdickungsmittels für Druckfarben und Appretur. Bekanntlich haben die Wurzeln der Manioca-, Arrowroot u. dgl. Pflanzen im allgemeinen einen Stärkegehalt von 70-80% und fast gar keine Eiweissstoffe. Sie sind aber von feinen Adern von Zellulose durchzogen. Wenn man diese Wurzeln in getrocknetem Zustande, wie sie aus den tropischen Ländern geliefert werden, nacheinander dem Brechen, Sichten sowie Mahlen und Sichten unterwirft und letzteres mehrmals wiederholt, so kommt man zu einem Endprodukt, das 92% Stärke, 7% Wasser, 0. 75% Fett und 0-25% andere Beimengungen enthält, aber praktisch vollständig frei von Zellulose ist. Unterwirft man dieses Produkt einer Behandlung mit Säuren oder Oxydationsmitteln, wie sie in dem Verfahren zur Herstellung von löslicher Stärke gebräuchlich sind, so erhält man ein Endprodukt, welches alle Eigenschaften eines leicht aus den Fasern zu entfernenden Verdickungsmittels für Druckfarben oder eines Appreturmittels zum Appretieren von Textilwaren hat. Dagegen kann man zwar beim Behandeln dieser Wurzelsorten nach dem nassen Verfahren das Fett und die Beimengungen entfernen, behält aber immer noch 2-3 % Zellulose in der Stärke zurück, da sich die Schichten beim Absitzen nur unvollkommen trennen lassen, so dass dieses auf nassem Wege erhaltene Produkt wegen der Zellulosebeimengung sich als Verdickungsmittel für Druckfarben und ähnliche Zwecke nicht eignet. Selbst durch nachherige Mahlen und Sichten lässt sich beim nassen Verfahren die Zellulose nicht mehr entfernen, indem sie durch die nasse Behandlung so fein zerteilt ist, dass sie durch alle Sichter durchgeht. Ein anderer Vorteil des Verfahrens nach der Erfindung ist seine Billigkeit, wobei man ausserdem noch alle in der Wurzel enthaltene Stärke erhält, während bei der Behandlung auf nassem Wege immer 10-12% Verluste eintreten. Es hat sich nun herausgestellt, dass die nach dem Verfahren der Erfindung gewonnenen Produkte beim Verkochen mit Wasser eine schleimige, klebrige Masse ergeben, die sich sehr gut zum Verdicken von Druckfarben, als Schlichte, als Appretur- und Klebmittel verwenden lässt. Ferner sind die aus diesem Produkte hergestellten Abbauprodukte viel ausgiebiger, und die Aufkochungen sind haltbarere als aus gewöhnlichen Stärkearten. So wird z. B. eine Aufkochung von löslicher Kartoffelstärke nach kurzem Stehen stockig und verliert die Klebkraft, während das aus Maniocastärke nach der Erfindung gewonnene Produkt fortwährend schmierig und klebrig bleibt, was hauptsächlich bei einem Verdickungsmittel für Druckfarben von-Wichtigkeit ist. Das Verfahren nach der Erfindung kann z. B. folgenderweise durchgeführt werden : Die im vorigen angeführten trockenen Wurzeln, welche aus langen Stücken bestehen, werden zwischen zwei Eisenwalzen gebrochen und dann in einer Mühle mit Eisensieben zu einem Griess vermahlen, wobei schon der grösste Teil der Stärke in Mehlform im Mahlgut enthalten ist. Dieses Mahlgut wird einem erstmaligen Sichten unterworfen, u. zw. am besten auf einem Sichter mit einem feinen Seidensieb Nr. 16. Bei dieser Operation gewinnt man ungefähr 30% der in den Wurzeln enthaltenen Stärke. Der Abfall wird nun entweder auf Mahlsteinen fein vermahlen, oder es können zu diesem Zwecke auch Mühlen, wie sie die Maschinenfabriken für Stärkefabrikation bauen, verwendet werden. Das erhaltene Mahlgut wird nun drei-bis viermal durch den oben angeführten Sichter gelassen, wobeimanzellulosefreie Stärke erhält, während die Zellulose als vollständig stärkefreierAbfallgewonnen wird. **WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : 1. Verfahren zur Herstellung eines Verdickungsmittels für Druckfarben und Appretur, dadurc gekennzeichnet, dass man stärkereiche, Kleb-und Fettstoffe enthaltende Wurzeln, z. B. Manioca oder Arrowroot, ausschliesslich auf trockenem Wege mahlt und sichtet, so dass man die in dem Ausgangsmaterial enthaltene Zellulose praktisch vollständig von Stärke trennt, ohne dass die Fett-und Klebstoffe aus der Stärke entfernt werden. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
Applications Claiming Priority (1)
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| AT92261T | 1913-07-01 |
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