DE742941C - Verfahren zur Aufarbeitung des bei der Regenerierung von Altoelen mit Schwefelsaeure in der Kaelte anfallenden Saeureschlammes - Google Patents
Verfahren zur Aufarbeitung des bei der Regenerierung von Altoelen mit Schwefelsaeure in der Kaelte anfallenden SaeureschlammesInfo
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10G—CRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
- C10G17/00—Refining of hydrocarbon oils in the absence of hydrogen, with acids, acid-forming compounds or acid-containing liquids, e.g. acid sludge
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Description
- Verfahren zur Aufarbeitung des bei der Regenerierung von Altölen mit Schwefelsäure in der Kälte anfallenden Säureschlammes DieRegenerierungvon gebrauchten Mineralschmierölen durch Behandlung mit Schwefelsäure ist bekannt. Dabei werden die während des Gebrauchs in dem Schmieröl gebildeten Alterungsstoffe ausgeschieden. Der bei dieser Behandlung anfallende Säureschlamm wurde früher verbrannt oder vergraben, da eine rentierliche Aufarbeitung nicht lohnenswert war. In neuerer Zeit hat man auf verschiedenen Wegen eine nützliche Aufarbeitung versucht.
- Nach dem Verfahren gemäß der Erfindung gelingt es, aus dem bisher mehr oder weniger wertlosen Rückstand Stoffe zu isolieren, die einen verseifbaren Austauschstoff für gewisse Fettrohstoffe pflanzlicher und tierischer Herkunft liefern. Dabei ist wesentlich, daß das neue Verfahren auch mit wiederholt regenerierten Ölen durchführbar ist. Die Art der behandelten Schmieröle (Spi.ndelöle, Maschinenöle, Autoöle oder sonstige Abfallöle) spielt bei diesem Verfahren keine Rolle. Das Verfahren ist denkbar einfach, seine Durchführung erfordert keine besonderen Vorrichtungen.
- Das in großen Behältern gesammelte Altöl läßt man von den groben Verunreinigungen absitzen und bringt dann das so vorgereinigte Öl in einen geeigneten Kessel mit Rührwerk. Dort wind es so lange mit konzentrierter Schwefelsäure langsam gemischt, bis eine leichte Flockenbildung im Öl eintritt. Dabei ist zu beachten, daß die Temperatur des Gemisches 30° nicht überschreitet. Gegebenenfalls muß mit der weiteren Zugabe der Schwefelsäure so lange gewartet werden, bis die Wärmeentwicklung nachläßt. Nach dieser an sich bekannten Vorbehandlung beginnt das eigentliche Verfahren: Nachdem sich in dem Gemisch Flocken gebildet haben, wird es eine halbe Stunde gleichmäßig gerührt. Anschließend gibt man nochmals langsam ungefähr '/2 Prozent konzentrierte Schwefelsäure zu und rührt noch z Stunde, um die Schwefelsäure vollständig mit dem Altöl in Berührung zu bringen. Dabei fallen oxydierte Verbrennungsrückstände, hydroxylhaltige Oxydationsprodukte und Polvmerisate aus, die später verseift werden.
- Nach der Ausfällung läßt man den Säureschlamm von dem gereinigten Ö1 gut absitzen, was nach ungefähr 12 Stunden der Fall ist, trennt ab und bringt den Säureschlamm in einen säurefesten Kessel. Das zurückgebliebene abgesäuerte und von Rückständen befreite Mineralöl wird in bekannter Weise weitergereinigt und kann von neuem verwendet werden. Dem Säureschlamm fügt man je nach seiner Zähigkeit, d. h. je nach der Art des aufgearbeiteten Altöles, ungefähr 15 bis 30 Prozent eines leichten Spindelöls unter intensiver Rührung langsam zu, und zwar so lange, bis eine einigermaßen gleichmäßige Masse entsteht. Eine Erwärmung muß auch hier vermieden werden, wie überhaupt bei dem ganzen Verfahren jegliche Wännezugabe oder Selbsterhitzung unterbleiben muß. Dieser Mischung gibt man dann die gleiche Menge einer 5prozentigen Natr.iumchloridlösung zu und achtet darauf, daß die jeweilige Zugabe der Lösung erst dann fortgesetzt wird, wenn diese vQn der Masse aufgenommen bzw. damit emulgiert ist. Durch diese Emulgierung, die sich durch -Veränderung der Farbe (braun bis hellbraun) anzeigt, wird das Eindringen der Lösung in alle Teile des Gemisches erreicht. Ist die Einarbeitung dieser Lösung erfolgt, so überläßt man das Gemisch der Ruhe. Schon nach kurzer Zeit trennt sich die gebildete Etnulsion und es scheidet sich die wäßrige Säurelösung ab, in der die freie Schwefelsäure enthalten ist, während die gebundene Schwefelsäure in der öligen Schicht verbleibt. Mit der wäßrigen Lösung setzen sich noch vorhandene mechanische Verunreinigungen ab, die mit dieser entfernt werden. Das im Kessel zurückbleibende Produkt stellt den angestrebten Austauschstoff dar, dessen Bestandteile neben Mineralöl und Wasser carboxyl- und hydroxylhaltige Oxydationsprodukte und Palymerisate sind. Es wird anschließend mit Lauge verseift und vermag dann Wasser mit Mineralöl zu emulgieren. Es dient zur Herstellung von wasserlöslichen Metallbearbeitungsölen, Maschinenfetten, Spezialölen für die Elektrokeramik u.a.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Aufarbeitung.des bei der Regenerierung von Altölen mit Schwefelsäure in der Kälte anfallenden Säureschlammes nach Verdünnung mit Spindelöl, dadurch gekennzeichnet, daß man die Säureschlammöllösung in der Kälte mit der gleichen Menge 5 prozentiger 1 atriumchloridlösung emulgiert, nach Trennung der Emulsion die wäßrige Schicht in an sich bekannter Weise entfernt und die im Kessel zurückbleibende ölige Schicht mit Lauge behandelt.
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