DE879137C - Verfahren zur Reinigung von pflanzlichen oder tierischen OElen oder Fetten - Google Patents

Verfahren zur Reinigung von pflanzlichen oder tierischen OElen oder Fetten

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DE879137C
DE879137C DEM7181A DEM0007181A DE879137C DE 879137 C DE879137 C DE 879137C DE M7181 A DEM7181 A DE M7181A DE M0007181 A DEM0007181 A DE M0007181A DE 879137 C DE879137 C DE 879137C
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DE
Germany
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oil
fats
fat
animal oils
solution
Prior art date
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Expired
Application number
DEM7181A
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English (en)
Inventor
Otto Bruecke
Arthur Milbers
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GEA Group AG
Original Assignee
Metallgesellschaft AG
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Publication date
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11BPRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
    • C11B3/00Refining fats or fatty oils
    • C11B3/001Refining fats or fatty oils by a combination of two or more of the means hereafter
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11BPRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
    • C11B3/00Refining fats or fatty oils
    • C11B3/006Refining fats or fatty oils by extraction

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  • Fats And Perfumes (AREA)

Description

  • Verfahren zur Reinigung von pflanzlichen oder tierischen Ölen oder Fetten l-"as `'erfahren nach dem Patent 864 590 betrifft die Abtrennung von Phosphatiden, Albuminen, Vitaminen od. dgl. aus pflanzlichen oder tierischen Ölen oder Fetten oder deren Miszellen.
  • Die Abtrennung erfolgt mit verdünnten wäßrigen Alkoholen, z. B. Ätlivlalkohol od, dgl., und einer mehr oder weniger konzentrierten Salzlösung, die diese Stoffe aus den Ölen oder Fetten ausscheiden. Dabei können Alkohole und Salzlösungen nacheinander oder gleichzeitig, z. B. als Gemisch, zugesetzt werden. Die ausgeschiedenen Stoffe trennen sich scharf voneinander, und es bilden sich drei Schichten. Die oberste Schicht besteht aus dem behandelten Öl oder Fett, darunter befindet sich eine Schicht, die in der Hauptsache die Phosphatide enthält, und ferner eine Schicht, die aus der wäßrigen alkoholischen Salzlösung besteht und die :11bumine und ähnliche Stoffe enthalten kann. Je nach der Konzentration des Alkohols und des Salzes in der wäßrigen alkoholischen Salzlösung kann diese über oder unter der von den Phosphatiden gebildeten Schicht liegen.
  • Durch die Behandlung mit wäßriger, z. B. 25- bis 5oo/oiger alkoholischer Salzlösung, die im wesentlichen in einer innigen Mischung des Öles oder Fettes mit dieser Lösung bei normalen oder höheren Temperaturen, z. B. 5o bis soll, besteht, wird etwas Alkohol von dem Öl oder Fett aufgenommen. Diese Alkohole kann man in bekannter Weise aus dem Öl oder Fett durch Abdestillation entfernen. Ein Auswaschen mit Wasser ist auch möglich, aber weniger empfehlenswert, weil dann leicht Emulsionen entstehen können.
  • Es wurde nun gefunden, daß eine noch vorteilhaftere Abtrennung des Alkohols aus dem Öl oder Fett, das von den übrigen Schichten nach der Beliandluiig getrennt worden ist; darin besteht, daß man das Öl oder Fett mit einer konzentrierten Salzlösung, z. B. Glaubersalz-, Kochsalz- od. dgl. Lösung oder Gemischen derartiger Lösungen, behandelt. Überraschenderweise hat sich gezeigt, daß derartige Lösungen imstande sind, Alkohole praktisch restlos aus dem Öl oder Fett herauszunehmen. Dabei entsteht der weitere Vorteil, daß auch noch andere im 0I oder Fett enthaltene Stoffe, z. B. Bitterstoffe oder weitere Eiweiß- und Schleimstoffe, aus dem Öl oder Fett entfernt werden.
  • Die konzentrierte Salzlösung trennt sich gut vom Öl oder Fett und kann wiederholt verwendet werden. Danach läßt sich der Alkohol aus der Lösung durch Abdestillation zurückgewinnen. Andere Stoffe, die in der Lösung enthalten sind, können z. B. durch Filtration, gegebenenfalls nach .mehrmaliger Anwendung, daraus abgetrennt werden. Die Salzlösung kann auch beim Ansetzen der wäßrigen alkoholischen Salzlösung mitverwendet werden, die für die Abscheidung der Phosphatide usw. aus dem Öl oder Fett dient.
  • Das neue Verfahren kann in Kombination mit dem Hauptpatent auf alle Öle oder Fette angewendet werden, wie sie durch Extraktion oder Pressen von Ölsaaten od. dgl. anfallen, oder auf Öle oder Fette, aus denen schon ein Teil der Verunreinigungen, z. B. ein Teil der Phosphatide, ausgeschieden ist, oder auf Miszellen od. dgl. Öl- oder Fettlösungen. Beispiel I i oo kg gut abgesetztes Sojaöl, .das durch Extraktion mit Benzin gewonnen wurde, wurde in einem geschlossenen, mit einem gut wirkenden Rührer und mit einer kombinierten Heiz- und Kühlschlange versehenen Mischer auf 65° angewärmt und dann io kg eines Gemisches aus einem Teil 3oo/oigen Äthylalkohol mit einem Teil ioo/oiger Kochsalzlösung .unter intensivem Rühren beigegeben. Nach einer Einwirkzeit von 2o Minuten wurde der emulsionsartige Inhalt des Mischers in einen Absetzbehälter mit scharfem Konus abgelassen. Nach einer Absitzzeit von q.1/2 Stunden bildeten sich drei scharf voneinander getrennte Schichten. Die untere Schicht, die zuerst abgezogen wurde, bestand aus einer fast klaren, alkoholisch wäßrigen Salzlösung. Diese Lösung gelangte in einen Behälter, in dem sie bis zur Wiederverwendung aufbewahrt wurde. Die zweite Schicht, die dann am Konus des Absetzbehälters abgezogen wurde, war eine viskose, ölige, goldgelbe, fast blanke Flüssigkeit und bestand in der Hauptsache aus Lecithin Über der Lecithinschicht saß, ebenfalls in scharfer Trennung, das nur wenig getrübte 01. Dieses wurde im Behälter belassen, hierin auf 7o° angewärmt und dann unter lebhaftem Rühren mit io kg einer ioo/oigen Kochsalzlösung versetzt.. Nach einer Einwirkzeit von 15 Minuten wurde das Gut 2 Stunden der Ruhe überlassen. Die Salzlösung, die den in geringer Menge im Öl noch vorhandenen Alkohol aufgenommen hat, setzte sich in scharfer Trennung unter das fast blanke Öl. Sie wurde abgezogen und gleichfalls in ein Gefäß abgelassen, in dem sie bis zur Wiederverwendung aufbewahrt wurde.
  • Das behandelte Öl war frei von Lecithin, und es eignete sich vorzüglich für Raffination@szwecke. Auffallend war eine Minderung des Gehaltes des Sojaöles an Bitterstoffen durch die Behandlung. Beispiel Il ioo kg gut abgesetztes Sojaöl, das durch Extraktion mit Benzin gewonnen wurde, wurde im Mischapparat, wie im Beispiel 1 angegeben, auf 7o° angewärmt, hierin unterintensivem Rühren mit 5 kg Wasser versetzt und 30 Minuten einwirken gelassen. Hierdurch wurde das Lecithin in feinen Flocken ausgeschieden. Nach Abstellen des Rührers wurde der Inhalt des Mischgefäßes in den gleichen wie im Beispiel I genannten Absetzbehälter abgelassen. Nach q. Stunden bildeten sich zwei Schichten. Die unterste, die in der Hauptsache aus Lecithin und 0I bestand, wurde abgezogen. Das darübersitzende, schwach getrübte 0I zeigte noch einen Gehalt an Lecithin von o,5 %. Dieses Öl wurde abgezogen und in den zuerst verwendeten Rührwerksbehälter zurückgebracht. Nach Anwärmung auf 65° erfolgte die Zugabe von io kg eines Gemisches von einem Teil 3oo/oigen Äthylalkohol mit einem Teil ioo/oiger Glaubersalzlösung. Anschließend wurde genau wie im Beispiel 1 angegeben verfahren, und es wurden ebenfalls die dort angeführten Ergebnisse erzielt. Lediglich die Menge des ausgeschiedenen Lecithins war eine geringere als im Beispiel I angegeben, da der größere Teil des Lecithins in der Vorstufe bereits mit Wasser ausgeschieden wurde. Das erzielte Raffinat war nach der Behandlung mit Alkohol-Glaubersalz-Mischung und der erfindungsgemäßen Entfernung des Alkohols völlig frei von Lecithin und hervorragend für die Weiterbehandlung geeignet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Reinigung von pflanzlichen oder tierischen Ölen oder Fetten oder deren Miszellen nach Patent 864 59o, bei dem Verunreinigungen, wie Phosphati.de, Albumine, Vitamine od. dgl., mit verdünnten Alkoholen und einer mehr oder weniger konzentrierten Salzlösung aus dem 01 oder Fett abgeschieden werden, dadurch gekennzeichnet, daß der im 01 oder Fett nach der Trennung von den ausgeschiedenen Stoffen enthaltene Alkohol mit konzentrierter Salzlösung, z. B. Glaubersalz-, Kochsalz- od. dgl. Lösungen, herausgenommen wird.
DEM7181A 1950-10-12 1950-10-12 Verfahren zur Reinigung von pflanzlichen oder tierischen OElen oder Fetten Expired DE879137C (de)

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JP5717351B2 (ja) 2010-03-17 2015-05-13 花王株式会社 精製油脂の製造方法
ES2872956T3 (es) 2011-02-10 2021-11-03 Cargill Inc Proceso para reducir el contenido de 3-MCPD en aceites refinados

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