DE205472C - - Google Patents

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DE205472C
DE205472C DENDAT205472D DE205472DA DE205472C DE 205472 C DE205472 C DE 205472C DE NDAT205472 D DENDAT205472 D DE NDAT205472D DE 205472D A DE205472D A DE 205472DA DE 205472 C DE205472 C DE 205472C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09FNATURAL RESINS; FRENCH POLISH; DRYING-OILS; OIL DRYING AGENTS, i.e. SICCATIVES; TURPENTINE
    • C09F1/00Obtaining purification, or chemical modification of natural resins, e.g. oleo-resins

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fats And Perfumes (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-Ju 205472 — KLASSE 22 Λ. GRUPPE
FELIX DAUM in COLN.
Verfahren zum Entfärben von Schellack. Patentiert im Deutschen Reiche vom 1. März 1907 ab.
Will man den Rohschellack entfärben, ohne
schädlich wirkende Chemikalien anzuwenden, so kann dies, wie sich ergeben hat, leicht mit Hilfe von Fetten, die in heißem Wasser emulgiert sind, geschehen.
Beispiel:
In 3001 heißem Wasser emulgiert man durch schnelles Rühren 6 kg Kokosfett oder andere pflanzliche oder tierische Fette, alsdann schüttet man 100. kg Stocklack oder dunklen Schellack hinzu und läßt durch Rühren und Kochen Fett und Schellack sich gut verbinden. Ist dies geschehen, so gießt man den Schellack aus, damit er erkaltet, und schöpft etwa überstehendes Fett von der Brühe ab. Erforderlichenfalls wird das Verfahren wiederholt.
Ist der ausgegossene Schellack erkaltet und hart geworden, so wird er zerkleinert und gut getrocknet, um ihn verarbeiten zu können. Jede Schellacksorte enthält bereits Fett, Schellackwachs; da indessen jeder weitere Zusatz von Fett meist störend wirken würde, so entfernt man das zugesetzte Fett wieder, wobei zugleich die färbenden Bestandteile zum großen Teil mitentfernt werden.
Es kann dies auf verschiedene Weise geschehen :
I. Durch Absetzenlassen der weingeistigen Lösungen, die bekanntlich in Form .der Spritlacke zu den verschiedensten Zwecken in den verschiedensten Mischungsverhältnissen hergestellt werden. Hierbei ist zu berücksichtigen, daß dicke Lösungen schwerer absetzen wie dünne.
Beispiel:
ι Teil Schellack (Stocklack mit 4 Prozent Kokosfett) wird in 3 Teilen Weingeist gelöst. Geschieht dies auf kaltem Wege, so sitzt nach etwa 8 bis 14 Tagen das überflüssige Fett und der gesamte Schmutz auf dem Boden des Gefäßes, und der blanke Lack kann abgezogen werden.
Löst man die Schellack-Fettmischung warm, so setzt sich nach Erkalten der Lösung Fett und Schmutz schneller ab.
Das Absetzen des Fettes beruht auf der Tatsache, daß alle festen Fette sich in kaltem Weingeist ausscheiden, und dies um so schneller, je dünner die Lösung ist.
2. Durch Filtration. Erkaltete Spritlösungen der Schellack-Fettmischung lassen sich durch Filtration aus den unter 1. genannten Gründen sehr schnell von Fett und Schmutz trennen.
Erkaltete alkalische wäßrige Lösungen des Schellack - Fettgemisches lassen . sich ebenfalls leicht nitrieren, sofern man von der Anwendung kaustischer Laugen, welche leicht Verseifungen herbeiführen, absieht.
Man wendet hier meist Borax oder kalzinierte Soda an und löst unter Kochen den Schellack; nach Erkalten sitzt obenauf der Fettkuchen, den man abnimmt, und unten am Boden der Schmutz. Durch die Filtration
wird eine völlige Klärung erzielt, indem alle Fett- und Schmutzteile auf den Filterstoffen zurückbleiben.
Beispiel:
ioo 1 Wasser, 3 kg kalzinierte oder eine entsprechende Menge kristallisierte Soda und 20 kg Schellack oder 1001 Wasser, 8 kg Borax und 20 kg Schellack.
Mit der Ausscheidung des künstlich zugesetzten Fettes läßt sich auch gleichzeitig das in dem Schellack natürlich vorhandene Wachs entfernen, wenn man das Fett der Harz-Fettmischung durch Extraktion entzieht.
3. Extraktion. Man behandelt z. B." den fein gepulverten Schellack mit Benzin eventuell unter mäßiger Erwärmung auf dem Wasserbade.
Das abgegossene Benzin enthält alles Fett, das zugesetzt war, sowie zum Teil das im Schellack befindliche Schellackwachs.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zum Entfärben von Schellack, dadurch gekennzeichnet, daß man dem Schellack Fette in heißer wäßriger Emulsion einverleibt, worauf diese durch Extraktion oder in anderer Weise wieder entfernt werden.
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