DE372277C - Verfahren zum Reinigen und Entsaeuern von Fetten, OElen, Wachsen, Paraffinen u. dgl. - Google Patents

Verfahren zum Reinigen und Entsaeuern von Fetten, OElen, Wachsen, Paraffinen u. dgl.

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DE372277C
DE372277C DET23812D DET0023812D DE372277C DE 372277 C DE372277 C DE 372277C DE T23812 D DET23812 D DE T23812D DE T0023812 D DET0023812 D DE T0023812D DE 372277 C DE372277 C DE 372277C
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PLAUSONS FORSCHUNGSINSTITUT
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G73/00Recovery or refining of mineral waxes, e.g. montan wax
    • C10G73/42Refining of petroleum waxes
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11BPRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
    • C11B3/00Refining fats or fatty oils
    • C11B3/02Refining fats or fatty oils by chemical reaction
    • C11B3/06Refining fats or fatty oils by chemical reaction with bases

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Description

  • Verfahren zum Reinigen und Entsäuern von Fetten, Ölen, Wachsen, Paraffinen u. dgf. Laut vorliegender Erfindung können Öle verschiedenster Art, Fette, Wachse u. dgl. von Verunreinigungen, wie Eiweißstoffen, Schleim, Asche, Sand, sowie färbenden Stoffen, auf einfache Weise gereinigt werden. Gleichzeitig erlaubt dieses Verfahren, freie Mineral- und Fettsäuren ohne lästige Emulsionsbildung zu neutralisieren und abzuscheiden, was bei anderen Verfahren bisher nicht möglich war. Bei fetten Teerölen kann gleichzeitig eine Ausscheidung der leicht erstarrenden Bestandteile vorgenommen werden, so daß die Herstellung eines flüssigen Öles mit niedrigem- Stockpunkt möglich ist. Ferner kann aus dunkelbraunem Paraffingatch hellere Ware gewonnen werden usw.
  • Das Verfahren beruht auf folgender neuen Beobachtung: Wird ein Gemenge von Ölen, Fetten usw. mit feingepulvertem, kristallwasserhaltigem Bariumhydroxyd bis zu dessen Schmelzpunkt erhitzt und dann ein Gas, wie z. B. Kohlensäure, eingeleitet, das mit dem Bariumhydroxyd einen Niederschlag -bildet, so tritt ein Koagulationsprozeß ein, d. h. es werden nicht nur die Verunreinigungen eingehüllt und mit niedergerissen, sondern auch die aus Fettsäuren und Bariumhydroxyd gebildeten Seifen, und eine flockige, alle Verunreinigungen enthaltende Masse kann beim Abkühlen leicht abgeschieden werden.
  • Es ist zwar schon vorgeschlagen worden; Öle anstatt mit Alkalien mit Erdalka-ihyd'roxyden zu entsäuren, neu ist dagegen die oben beschriebene Art der Ausführung dieser Reaktion. Man arbeitet nach der vorliegenden Erfindung zweckmäßig so, daß man die zu reinigenden Stoffe mit einer größeren Menge feingepulverten kristallwasserhaltigenBariumhydroxyds, als zur Verseifung der freien Säuren notwendig ist, vermischt und dann unter Umrühren bis zum Schmelzpunkt des Hydroxyds auf 85 bis 92° erhitzt. Hierbei wird ein Teil desselben für die Bildung von Barytseife verbraucht. Leitet man alsdann z. B. Kohlensäure ein, so bildet dieselbe mit dem überschüssigen Rest des Bariumhyd'roxyds einen Niederschlag, der die rasche und vollständige Niederreißung der Barytseifeflocken und sämtlicher Verunreinigungen bewirkt.
  • Sehr wesentlich für das Gelingen der Reinigung ist die hierbei beobachtete Tatsache, daß ein gutes Ergebnis nur erzielt wird, wenn man die Mischung des Fettstoffes mit dem gepulverten Bariumhydroxyd genau auf 85 bis 92° erhitzt. Es darf nicht höher, aber auch nicht niedriger erhitzt werden, denn im ersten Falle würde eine zu weitgehende Verseifung eintreten, während im zweiten das kristallwasserhaltige Bariumhydroxyd noch nicht schmelzen würde.
  • Es wird ausdrücklich betont, daß vermittels anderer Erdalkalihydroxyde, z. B. Kalkhydrat, Magnesia usw. nicht die gleiche Wirkung erreicht werden kann, da diese Verbindungen nicht schmelzen und infolgedessen keine einhüllende Wirkung auf die Schmutzstoffe ausüben.
  • Es war bisher nicht bekannt, daß man die Reinigung von Fettstoffen auf diese einfache Weise mit festem gepulvertem Bariumhydroxyd in vorteilhafter Weise würde durchführen können. Bisher wurden für diese Zwecke nur wässerige Lösungen verwandt, wobei jedoch stets eine lästige Emulsionsbildung erfolgte.
  • Nach dem vorliegenden Verfahren lassen sich auch aus bisher wegen ihres hohen Erstarrungspunktes nicht verwendbaren Ölen sehr brauchbare Produkte gewinnen, wenn man sie nach der Einwirkung des schmelzenden, kristallwasserhaltigen Bariumhydroxyds auf o bis 15° abkühlt und bei dieser Temperatur filtriert. Der feinverteilte Niederschlag bewirkt, daß die erstarrenden Anteile bei der Kühlung mit niedergerissen werden und sich abfiltrieren lassen.
  • Das Verfahren wird durch folgende Beispiele näher erläutert: Beispiel r.
  • ioo Teile Rohtran mit einem Gehalt von 18 Prozent freier Fettsäure werden mit 2o bis 3o Teilen feingemahlenem, kristallwasserhaltigem Bariumhydrat, Ba (OH) 2 + 8 H2 O, gemischt und vorsichtig unter fortwährendem Umrühren auf 85 bis 9a° erwärmt. Bei dieser Temperatur wird dann 5 .Minuten lang ein kräftiger Kohlensäurestrom durchgeleitet und währenddessen gut durchgeschüttelt, worauf man erkalten läßt. 1n 1 bis 3 Stunden setzt sich ein Niederschlag zu Boden, und aus einem schmutzigen rötlichgelben 01 ist ein klares Öl geworden; auch hat sich der Geruch erheblich verbessert. Das klare 01 wird nun abgezogen; es ist fast völlig frei von 'Fettsäure. Durch eine Wiederholung des gleichen Verfahrens bei Anwesenheit von nur 2 bis 5 Prozent Bariumhydrat erhält man ein völlig neutrales 0l von hellgelber Farbe. Die Reinigung kann durch Kühlen auf -15° so befördert werden, daß schon bei einmaliger Behandlung ein reines säurefreies Öl erhalten wird. Beispiel e.
  • i oo Teile säurehaltiges Mineralöl werden mit To bis 3o Teilen feingepulvertem Bariumhydrat, Ba (OH) 2 -f- 8 HZO (je nach dem Gehalt an Verunreinigungen) gemischt und bei einer Temperatur von 85 bis 92° 5 bis io Minuten unter tüchtigem Durchrühren Kohlensäure (oder auch schweflige Säure) durchgeleitet, dann läßt man abkühlen und filtriert von den ausgeschiedenen Flocken ab. Das so erhaltene 01 ist säurefrei und erheblich heller geworden.
  • Enthält das Öl Paraffine, Naphthalin, so kann man eine Ausscheidung dieser Stoffe zugleich mit den Barytseifenflocken und den Verunreinigungen bewirken, wenn man das Gemisch nach der Erhitzung bis auf etwa - 15' abkühlt und erst dann filtriert. Hierbei wird ein klares kältebeständiges, fast paraffinfreies Öl erhalten, das einen wesentlich niedrigeren Stockpunkt besitzt als das Ausgangsprodukt.
  • Auf gleiche Weise können auch Montanwachs und andere Wachsarten sowie Fette verschiedenster Art gereinigt werden.
  • Beispiel 3.
  • ioo Teile Rohpetroleum werden mit io bis 3o Teilen Bariumhydrat gemischt und unter Einleitung von Kohlensäure rasch auf 88 bis 92° erwärmt. Nach dem Abkühlen wird filtriert: man erhält ein reines, von Verunreinigungen befreites Petroleum, ebenso lassen sich auch andere leichter siedende Kohlenwasserstoffe von Säuren und Verunreinigungen 1:efreien und klären.
  • Bei manchen Ölen, Fetten usw. wird es zweckmäßig sein, den verunreinigten Ausgangsstoff zunächst in einem Lösungsmittel aufzulösen und dann erst nach vorliegendem Verfahren, wie in obigen Beispielen beschrieben, zu behandeln.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Reinigen und Entsäuern von Fetten, Ölen, Wachsen, Paraffinen u. dgl. mit Bariumhydroxyd, dadurch gekennzeichnet, daß man die zu reinigenden und entsäuernden Stoffe gegebenenfalls nach dem Verdünnen mit einem Lösungsmittel, mit feingepulvertem, kristallwasserhaltigem Bariumhydroxyd auf 85 bis ()2° erwärmt, hierauf neutralisierend wirkende Gase einleitet und nach dem Absetzen und Abkühlen filtriert.
DET23812D 1920-04-02 1920-04-02 Verfahren zum Reinigen und Entsaeuern von Fetten, OElen, Wachsen, Paraffinen u. dgl. Expired DE372277C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102013006749A1 (de) 2013-04-10 2014-10-16 Kunststoffrecycling CKT GmbH & Co. KG Verfahren zum Trennen von Aluminium-Butyl-Verbunden

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DE102013006749A1 (de) 2013-04-10 2014-10-16 Kunststoffrecycling CKT GmbH & Co. KG Verfahren zum Trennen von Aluminium-Butyl-Verbunden

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