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Verfahren zur Herstellung von stickstoffhaltigen Küpenfarbstoffen
Es wurde gefunden, daß stickstoffhaltige Iiüpenfarbstoffe hergestellt werden können,
wenn man Verbindungen der allgemeinen Zusammensetzung (R1 - NH )" - R2, worin. R1
einen verküpbare Gruppen enthaltenden Rest der Anthrachinonreihe, n mindestens i
und R2 einen Fluoranthenrest bedeuten, wobei R1 und R2 noch Halogen enthalten können,
mit kondensierenden Mitteln behandelt und gegebenenfalls ,auf die erhaltenen Verbindungen
halogenfierende Mittel ein--wirken läßt. -Die dem Verfahren als Ausgangsstoffe dienenden
Verbindungen obiger Zusammensetzung können beispielsweisse dadurch erhalten werden,
daß man Halogensubstitutionsverbindungen des Fluoranthens mit solchen Verbindungen
umsetzt, die mindestens ein an Stickstoff gebundenes Wasserstoffatom sowie verküpbare
Gruppen im Molekül enthalten.
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Die Umsetzung kann z. B. in hochsiedenden Lösungs- und Verdünnungsmitteln,
z. B. Nitrobenzol, bei erhöhter Temperatur, z. B. in der Nähe oder beim Siedepunkt,
vorgenommen werden. Zweckmäßig gibt man säurebindende Mittel, wie Natriumacetat
und/oder -carbonat, sowie Kupfer- oder Kupferverbindungen in katalytisch wirksamen
Mengen zu. Für Einzelheiten, die die Durchführung der Umsetzung betreffen, wird
auf die französische Patentschrift 842810 verwiesen.
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In diesen Erzeugnissen können ein, zwei oder mehrere unter sich gleiche
oder verschiedene Gruppierungen (Rl - N H) - an einen
Fiuoranthenrest
gebunden sein. Als verküpbare Gruppen enthaltende Radikale R, kommen z. B. solche
in Betracht,-die ringförmig gebundene Carbonylgruppen enthalten. Sie können Anthrachinonradikale
oder höher kondensierte Ringsysteme sein. Solche obeng-enannte Verbindungen sind
z. B. Aminoanthrachinone, wie das i-Aminoanthrachinon und die i-Aminoarylaminoanthrachinone,
ferner besondersAlninoacylaminoanthrachinone,worin der Acylrest z. B. der Rest einer
beliebigen Säure, wie einer aliphatischen, aromatischen, aliphatisch-aromatischen
oder heterocyclischen Säure, z. B. Carbonsäure, sein kann, wie i - Amino - 4 - benzoylaminoanthrachinone,
i-Amino-5-benzoylaminoanthrachinone, i-Amino-5-benzoylamino-8-methoxyanthrachinone,
i-Amino-5, 8-dibenzoylaminoanthrachinone, i-Amino-5-acetylarninoanthrachinon, i-Amino-5-cinnamoylaminoanthrachinone,
i-Amino-5-pyridoylaminoanthrachinone und i - Aminoanthrachinonoylaminoanthrachinone,
weiter Aminodibenzanthrone und Aminopyranthrone, weiter solche Aminoanthrachinonderivate,
deren i- und 9-Stellungen Gliederfeines heterocyclischen Ringes sind, wie Aminoi,
9-anthrapyrimidine, Amino-i, 9-anthrapyridone, Amin-o- i, 9-isothiazolanthro@nie
umdAminoi, 9-pyrazolanthrone, endlich ,auch solche Aminoanthrachinonderivate, in
denen zwei sich in o-Stellung zueinander befindliche Kohlenstoffatome Glieder eines
heterocyclischen Ringsystems sind, wie dies z. B. bei den Aminoanthrachinonacridonen
der Fall ist. Alle diese Verbindungen können weitere Substituenten enthalten. Gute
Resultate geben besonders diejenigen Erzeugnisse der obigen allgemeinen Zusammensetzung,
in denen tt = a
ist und R1 einen Anthrachinonrest darstellt, der durch mindestens
eine Acylaminogruppe, beispielsweise eine Benzoylaminogruppe in 4-, 5- oder 8-Stellung
substituiert ist.
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Die genannten Gruppierungen (R1 - N H) -können an beliebige Stellen
des Fluoranthenrestes gebunden sein, z. B. in 4-, 11- oder isowie auch an anderen
vorläufig noch nicht bekannten Stellen.
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Als kondensierende Mittel, die sauren oder alkalischen Charakter besitzen
und die für sich allein, gegebenenfalls miteinander kombiniert oder zusammen mit
indifferenten Lösungs- oder Verdünnungsmitteln verwendet werden können, seien genannt:
Aluminiumchlorid, Natriumamid, Acetylchlorid und Aluminiumchlorid, Benzoylchlorid
und Aluminiumchlorid, Chlorsulfonsäure und besonders hochprozentige Schwefelsäure.
Die Einwirkung der kondensierenden Mittel kann bei tiefer, mittlerer oder gegebenenfalls
stark erhöhter Temperatur vorgenommen werden.
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Für die Durchführung der Kondensations-. reaktion ist es von Vorteil,
wenn in beiden durch das Stickstoffatom verbundenen Resten R, und R. je eine dem
Stickstoffatom benachbarte Substitutionsstelle durch Wasserstoff oder einen leicht
austauschbaren Substituenten besetzt ist.
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Die erhaltenen Farbstoffe können gegebenenfalls durch Umkristallisieren,
Umfällen oder Umküpen gereinigt oder in eine für die praktische Verwendung günstige
Form übergeführt werden. In einigen Fällen ist es vorteilhaft, anschließend an die
Behandlung mit kondensierenden Mitteln eine Behandlung mit oxydierenden Mitteln,
gegebenenfalls in wässerigem, saurem Medium anzuschließ,-ti: z. B. unter Verwendung
von Nitriten, Hypochloriten oder Perboraten.
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Eine weitere Ausbildung des vorliegenden Verfahrens besteht darin,
daß man die erhaltenen Verbindungen, sofern sie noch mindestens ein Halogenatom
,als Substituenten im Fluoranthenkern enthalten, mit verküpbare Gruppen enthaltenden
Aminen der Anthrachinonreihe umsetzt und gegebenenfalls die so erhaltenen Verbindungen
mit kondensierenden Mitteln behandelt.
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Die Konstitution der nach dem vorliegenden Verfahren :erhältlichen
Farbstoffe ist noch nicht aufgeklärt; es ist jedoch wahrscheinlich, daß bei der
Einwirkung kondensierender Mittel auf die genannten Ausgangsstoffe carbazolartige
Ringe entstehen.
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Die nach dem vorliegenden Verfahren erhaltenen stickstoffhaltigen
Umsetzungserzeugnisse des Fluoranthens sind wertvolle Küpenfarbstoffe. Sie eignen
sich zum Färben und Bedrucken der verschiedensten Fasern, wie Wolle oder Seide,
insbesondere aber cellulosehaltigen Fasern, wie Baumwolle und anderen pflanzlichen
Fasern, dann Kunstseide z. B. aus regenerierter Cellulose sowie Zellwolle und anderen
Kunstspinnfasern. Sie lassen sich nach den für Küpenfarbstoffe bekannten Methoden
z. B. aus mittelstark oder stark alkalischem Bade mit oder ohne Salzzusatz färben
und erzeugen vorwiegend braune Töne von guten bis sehr guten Echtheitseigenschaften.
Die nach dem vorliegenden Verfahren erhaltenen Farbstoffe färben teils in beuchechteren,
teils in chlorechteren und teils in lichtechteren Tönen als die bekannten Farbstoffe,
die durch Behandeln von Umsetzungserzeugnissen aus halogenierten Chrysenchinonen
und Aminoanthrachinonen mit kondensierenden Mitteln erhalten «-erden. Beispiel i
i Teil 5'-Benzoylamino- i'-anthrachinonyl-4-aminofluoranthen, erhalten durch Umsetzen
von 4-Bromfluoranthen mit i-Amino-5-benzoylämmoanthrachinon,
wird
bei 25° in 18,2 Teile '9o%ige Schwefelsäure eingetragen und 8 Stunden bei 25° gerührt.
Nun trägt man in Eis ein, gibt 0,3 Teile Natriumnitrit zu und rührt 16 Stunden
bei o bis 5°. Der so erhaltene Farbstoff wird gbfiltriert, neutral gewaschen. und
mit Wasser verpastet. Er färbt Baumwolle aus brauner Küpe in sehrechten grünstichiggelbbraunen
Tönen. Beispiel 2 i Teil ¢'-Benzoylamino-i'-anthraclhinonylq.-aminofluoranthen,
erhalten durch Umsetzen von q.-Bromfluoranthen mit i-Amino-q.-benzoylaminofluoranthen,
wird bei o bis 5° in i8A Teile 96%ige Schwefelsäure eingetragen und 16 Stunden bei
o bis 5° gerührt. Nun trägt man in Eis ein, gibt o,3 Teile Natriummtrit zu und rührt
6 Stunden bei o bis 5°. Der so erhaltene Farbstoff wird abfiltriert, neutral gewaschen
und mit Wasser verpastet. Er färbt Baumwolle aus grüner Küpe in farbstarken gelboliven
Tönen. Beispiel 3 2 Teile Di-(i'-.anthrachinonyl)-diammofluor-' anthen, erhalten
aus i Mol Dibromfluoranthen und 2 Mol i-Aminoanthrachinon, werden in 36 Teile konzentrierte
Schwefelsäure @eingetragen, die Temperatur auf 5o bis öo° erhöht und 6 Stunden bei
dieser Temperatur weitergerührt. Nach dem Erkalten wird in Eis eingetragen, filtiert,
neutral gewaschen und getrocknet. Der Farbstoff ist ein braunschwarzes Pulver, das
sich in konzentrierter Schwefelsäure mit olivgrüner Farbe löst und Baumwolle aus
roter Küpe in violettbraunen, echten Tönen färbt. Beispiel q. i Teil Di-(i'-anthrachinonyl)-diaminofluoranthen
wird mit i o Teilen wasserfreiem Aluminiumchlorid vermischt und unter Rühren so
lange auf Zoo bis 22o° erhitzt, bis die Umsetzung zum Farbstoff beendet ist. Nun
trägt man in Eis ein, kocht mit verdünnter Salzsäure auf, filtriert und wäscht den
Rückstand mit Wasser aus. Der Farbstoff färbt Baumwolle aus rotvioletter Küpe in
reinen rotstichigbraunen Tönen. Beispiel 5 24 Teile wasserfreies Aluminiumchlorid
werden mit 6 Teilen Natriumchlorid vermischt und unter Rühren bei 12o° verschmolzen.
Nun gibt nian i Teil Di-(i'-anthrachinonyl)-diaminofluoranthen zu und rührt 2 Stunden
lang bei 12o bis i25°. Schließlich trägt man die Schmelze in Eis aus, kocht mit
verdünnter Salzsäure auf und filtriert den erhaltenen Farbstoff ab. Er entspricht
wahrscheinlich dem nach Beispiel. ¢ dargestellten rotbraunen Küpenfärbstoff.
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Einen Farbstoff von ähnlichen Eigenschaften erhält man durch Behandeln
von Di-(i'-anthrachinonyl)-diaminofluoranthen mit wasserfreiem Aluminiumchlorid
in Nitrobenzol bei ioo°. Beispiel 6 i Teil DL;(q.'-bienzoylamino,-i'-an.thrachinoanthen
wird mit i Teil Natriumamid in 3 Teilen D-ekalin so lange erhitzt, bis die Umsetzung
zum Farbstoff beendet ist. Hierauf wird filtriert und mit Alkohol und Wasser gewaschen.
Man erhält .ein grünlichschwarzes Pulver, das sich in konzentrierter Schwefelsäure
mit brauner Farbe löst. Der Farbstoff färbt Baumwolle aus violettbrauner Küpe in
oliven Tönen. Beispiel 7 i Teil Di-(q.'-benzOylamino-i'-anthrachinonyl)-diamlliofluoranthen,
erhalten durch Umsetzen von i Mol Dibromfluoranfhen mit 2 Mol -i-Amino-q.-benzoylarninoanthrachinon,
wird bei o bis 5° in 18 Teile Schwefelsäure; 96,q.%ig, eingetragen und 16 Stunden
bei o bis 5° gerührt. Nun trägt man in Eis ein, gibt 0,3 Teile Natriumnitrit
zu und rührt ü/2 Stunde kräftig. Der in vorzüglicher Ausbeute erhaltene Farbstoff
kann abfiltriert, gewaschen und getrocknet werden. Er stellt ein schwarzes, grünlich
schillerndes Pulver dar, das sich in konzentrierter Schwefelsäure mit grüner Farbe
löst und Baumwolle aus violetter Küpe in sehr wasch- und beuchechten, etwas rötlichschwarzbraunen
Tönen färbt.
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Durch Bromieren des im ersten Absatz erhaltenen Farbstoffes mit der
für die Einführung von 2 Atomen notwendigen Menge Brom in Nitrobenzol bei 8o° erhält
man einen neuen Farbstoff, der, aus Schwefelsäure umgefällt, Baumwolle aus brauner
Küpe braunrot färbt.
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Einen Farbstoff von ähnlichen Eigenschaften erhält man durch Bromieren
von Di-(q.'-benzoylamino- i'-.anthracb:inonyl)-diaminofluoranthen mit ¢ Atomen Brom
in go%iger Schwefelsäure, wobei die kondensierende Wirkung der Schwefelsäure gleichzeitig
mit der Bromerung eintritt. Beispiel 8 i Teil. Di-(q.'-benzoylamino-i'-anthrachinonyl)-diaminofluoranthen,
erhalten nach Beispie1 q.des französischen Patents 8¢2 8 io, wird bei 25° in 18,4
Teile 96,q.o/oige Schwefelsäure eingetragen und 5 Stunden bei 25° gerührt. Nun trägt
man in Eis ein, gibt o,3 Teile
Natriumnitrit zu und rührt 16 Stunden
be: o bis 5°. Der in vorzüglicher Ausbeute er. haltene Farbstoff wird abfiltriert,
neutral ge. waschen und mit Wasser angeteigt. Er färbt Baumwolle aus olivschwarzer
Küpe in wasch-; chlor-, beuch- sowie vorzüglich lichtechten schwarzbraunen Tönen.
Beispiel 9 i Teil Di-(4'-benzoylamino-i'-anthrachinonyl)-diaminofluoranthen wird
bei 6o bis 65' in 18,2 Teile goo/aige Schwefelsäure eingetragen und 3 bis 4 Stunden
bei 6o bis 65° gerührt. Nun trägt man in Eis ein, gibt 0,3 Teile Natriumnitrit
zu und rührt 16 Stunden bei o bis 5°. Der erhaltene Farbstoff wird abfiltriert,
gewaschen und mit Wasser verpastet. Er färbt Baumwolle aus sches arzoliver Küpe
in reinen schwarzbraunen Tönen, deren Wasch-, Chlor-, Beuch- und Lichtechtheit vorzüglich
ist.
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Die Kondensation kann auch unter Verwendung einer kleineren Menge
Schwefelsäure durchgeführt werden. Beispiel io i Teil Di-(4'-benzoylamino-i'-anthrachinonyl)-diaminofluoranthen
wird bei o bis 5° in 18 Teile Chlorsulfonsäure eingetragen und unter Rühren so lange
auf 40 bis 50° erwärmt, bis eine in Wasser ausgetragene Probe die Farbe nicht mehr
ändert. Nun versetzt man unter Rühren mit konzentrierter Schwefelsäure, trägt in
Eiswasser ein, das 0,3 Teile Natriumnitrit enthält, und rührt 16 Stunden
bei o bis 5`. Der erhaltene Farbstoff wird abfiltriert, neutral gewaschen und mit
Wasser angeteigt. Er färbt Baumwolle aus olivschwarzer Küpe in schwarzbraunen Tönen
und entspricht vermutlich den nach den Beispielen 7, 8 und 9 erhaltenen Farbstoffen.
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Einen Farbstoff von ähnlichen Eigenschaften erhält man durch Behandeln
von Di-(4'-benzoylaminö- i'-anthrachinonyl)-diaminofluoranthen mit wasserfreiem
Aluminiumchlorid in Benzoylchlorid bei 4o bis 455 Nach beendigter Umsetzung wird
der Farbstoff in Wasser ausgetragen, aufgekocht, bis alles Benzoylchlorid verschwunden
ist, filtriert und mit heißem Wasser gewaschen.
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An Stelle von Benzoylchlorid kann auch Acetylchlorid verwendet werden.
Beispiel ii i Teil Dibrom-d- (4'-benzoylamino- i'-anthrachinonyi)-diaminofluoranthen,
erhalten durch Bromieren von Di-(4'-benzoylamino-i'-anthrachinonyl)-diaminofluoranthen
in Nitrobenzol mit der zur Einführung von 2 Bromatome nötigen Menge Brom, wird bei
o bis 5" in i8 Teile 96%ige Schwefelsäure eingetragen und 16 Stunden bei o bis 5'
gerührt. Nun trägt man in Eis ein, gibt o,3 Teile Natriumnitrit zu und rührt 8 Stunden
bei o bis 5°. Der erhaltene Farbstoff wird abfiltriert. gewaschen und mit Wasser
angeteigt. Er färbt Baumwolle aus grünoliver Küpe in oliven Tönen. Er entspricht
wahrscheinlich dem nach Beispiel 15 erhaltenen Farbstoff. Beispiel 12 i Teil Di-(5'-benzoylamino-i'-anthrachinanyl)-diaminofluoranthen,
erhalten durch Umsetzen `von i Mol Dibromfluorantlien mit 2 Mol i-Amino-5-benzoylaminoanthrachinon,
wird bei 5o bis 6o' in 1,9,4 Teile 96,4o'oige Schwefelsäure eingetragen und 6 Stunden
bei 5o bis 6o° gerührt. Nun trägt man in Eis ein, filtriert den ausgefallenen Farbstoff,
ab und verpastet ihn nach gründlichem Auswaschen mit Wasser. Er färbt Baumwolle
aus rotbrauner Küpe in sehr echten braunen Tönen. Beispiel 13 i Teil Di- (5'-acetylamino-
i'-aiithrachin onvl) -diaminofluoranthen, hergestellt aus i Mol Dibromfluoranthen
und 2 Mol i-Amino-5-acetylaminoanthrachinon, wird bei o bis 5- in 18 Teile
96o;öige Schwefelsäure eingetragen und 16 Stunden bei o bis 5'' gerührt. Nach Beendigung
der Umsetzung wird in Eis ausgetragen, o,3 Teile Natriumnitrit zugegeben, 6 Stunden
bei o bis 5' gerührt, filtriert und gewaschen. Der erhaltene Farbstoff färbt Baumwolle
aus roter Küpe in kräftig braunen Tönen von guten Echtheitseigenschaften.
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Aus Di-[5'-(4"-chlor)-benzoylamino-i'-anthrachinonyl]-diaminofluoranthen
erhält man durch Verrühren mit konzentrierter Schwefelsäure und Nachbehandeln mit
Nitrit einen Farbstoff, der Baumwolle aus schwarzbrauner Küpe in bräunlichen Tönen
färbt.
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Der in gleicher Weise hergestellte Farbstoff aus Di-(5'-cinnamoylamino-i'-anthrachinonyl)-diaminofluoranthen
färbt Baumwolle aus gelbbrauner Küpe in sehr echten gelbbraunen Tönen.
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Der entsprechend aus Di-[5'-(ß"-anthrachinonyl) -amino- i'-anthrachinonyl]
- diaminofluoranthen erhaltene Farbstoff färbt Baumwolle aus gelbbrauner Küpe in
echten gelbbraunen Tönen. Beispiel 14 i Teil Tetra-(4'-benzoylamino-i'-anthrachinonyl)-tetraaminofluoranthen,
erhalten durch Umsetzen von i Mol Tetrabromfluoranthen mit 4. Mol i-Amino-4-benzoylaminoanthracbinon
(vgl. französische Patentschrift 842810,
Beispiel; ), wird bei o bis 5- in
18,4 Teile 96o,loige Schwefelsäure eingetragen und
16 Stunden bei
dieser Temperatur gerührt. Nun trägt .man in Eis ein, gibt 0,3 Teile Natriumnitrit
zu und rührt 2 Stunden bei o bis 5°. Der so erhaltene Farbstoff wird abfiltriert,
gewaschen und mit Wasser angeteigt. Er färbt Baumwolle aus. sch-,vgrzbrauner Küpe
in grauen Tönen. Beispiel 15 i Teil Dibrom-di-(4'-benzoylamino-j'-anthrachinonyl)-diaminofiuoranfhen,
erhalten durch Umsetzen von i Mol Tetrabrbmfluoranthen mit 2 Mol i-Amino-4-benzoylaminoanthrachi-,
non, wird bei o bis 5° in 18,4 Teile 96o/oige Schwefelsäure .eingetragen und 16
Stunden bei dieser Temperatur gerührt. Nun trägt man in Eis ein, gibt
0,3 Teile Natrium;-nitrit zu und rührt 2 Stunden bei o bis 5°: Der so erhaltene
Farbstoff wird ah=filtriert; gewaschen Lind mit Wasser angeteigt. Er färbt Baumwolle
.aus grünoliver Küpe in oliven Tönen. -Beispiel 16 i Teil des Umsetzungserzeugnisses
aus i Mol Dibromfluoranthen und 2 MOI 4-Aminoanthrachinon-2, i (N) -benzolacridon
wird in i8 Teile 96oloige Schwefelsäure eingetragen und 3 Stunden bei 5o bis- 6o°
gerührt. Hierauf trägt man in Eis ein, gibt o,3 Teile Natriumnitrit zu und rührt
16 Stunden bei o bis 5°. Nach dem Filtrieren, Waschen und Trocknen :erhält man ein
schwarzes, kristallines Pulver, das .sich in konzentrierter Schwefelsäure blau löst
und Baumwolle aus violettbrauner Küpe in kräftigen, grünstichiggrauen Tönen färbt.
Die Echtheiten, insbesondere die Lichtechtheit, sind sehr gut.
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Einen Farbstoff mit ähnlichen Eigenschaften erhält man, wenn die Kondensation
in wasserfreiem Aluminiumchlorid in Gegenwart von Natriumchlorid bei i 5o' durchgeführt
wird. Beispiel 17 i Teil des Umsetzungserzeugnisses aus i Mol Dibromfluoranthen
und 2 MOl 5-Aminoi, 9-anthrapyrimidin wird in 18 Teile 96ofoige Schwefelsäure eingetragen
und 7 Stunden bei Zimmertemperatur gerührt. Nach dem Austragen in Eis wird mit Nitrit
nachoxydiert. filtriert und gewaschen. Der erhaltene Farbstoff ist ein schwarzrotes
Pulver, das sich in konzentrierter Schwefelsäure graug$ün löst und Baumwolle aus
gelbbrauner Küpe dunkelbraun färbt. Beispiel 18 45 Teile des Umsetzungserzeugnisses
aus i Mol Dibromfluoranthen und i Mol i-Amino-4-benzoylaminoanthrachinon werden
in 8 o Teile 96%ige Schwefelsäure eingetragen und 5 Stunden bei Zimmertemperatur
gerührt. Nun gießt man auf Eis, filtriert den ausgefallenen Farbstoff ab, wäscht
und trocknet. Er stellt ein olivschwarzes Pulver dar, welches sich in konzentrierter
Schwefelsäure mit gelbgrüner Farbe löst und Baumwolle aus schwarzbrauner Küpe in
bräunlichen Tönen färbt: 3,1 Teile des im ersten Absatz erhaltenen Farbstoffes werden
mit 2 Teilen i-Amino-4-benzoylaminoanthrachinon in siedendem Nitrobenzol in Gegenwart
von entwässertem Natriumacetat, wasserfreiem Natriumcarbonat und Kupferchlorür umgesetzt.
Man erhält ein schwarzolives Pulver, das bei 39o bis 400° schmilzt, in konzentrierter
Schwefelsäure mit grüner Färbe löslich ist und Baumwolle aus brauner Küpe in olivbraunen
Tönen färbt.
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i Teil des im zweiten Absatz erhaltenen Umsetzungserzeugnisses trägt
man in 18 Teile 96%ige Schwefelsäure ein und rührt 31j2 Stunden lang bei 6o bis
65°: Hierauf gießt m:an -auf Eis, gibt o,3 Teile Natriumnitrit zu und rührt 5 Stunden
lang bei o bis 5°. Der erhaltene sehr echte schwarzbraune Farbstoff entspricht dem
in Beispielg erhaltenen.
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Den,gleichen Farbstoff erhält man durch Behandeln des Umsetzungserzeugnisses
aus Mono - (4'- benzoylamino - i' - anthrachinonyl)-aminomonobromfluoranthen und
i -Amino-4-benzoylaminoanthrachinon mit konzentrierter Schwefelsäure und Nachoxydieren
mit Nitrit. -Beispiel i9 i Teil des Umsetzungserzeugnisses aus i Mol Mono - (4'-
benzoylamino - i' - anthrachinonyl)-aminomonobromfluoranthen und i Mol i-Amino-5-benzoylaminoanthrachinon
wird in 18 Teile 96%ige Schwefelsäure eingetragen und 5 Stunden bei Zimmertemperatur
gerührt. Nun gießt man auf Eis, filtriert den ausgefallenen Farbstoff ab, wäscht
aus und trocknet. Er stellt ein schwarzbraunes Pulver dar, das sich in konzentrierter
Schwefelsäure mit grüner Farbe löst und Baumwolle aus rotbrauner Küpe in echten
braunen Tönen färbt.
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Ähnliche Farbstoffe werden erhalten, wenn für die Behandlung mit hochprozentiger
Schwefelsäure entweder das Umsetzungserzeugnis aus i Mol Mono- (5'-benzoylamino-i'-.anthrachino-nyl)
- aminomonobromfluoranthen und -i Mol i-Amino-4-benzoylaminoanthrachinon oder die
Verbindung verwendet wird, die man durch gleichzeitige Umsetzung von i Mol Dibromflüoranthen
mit i Mol i-Amino-4-benzoylaminoanthrachinon und i Mol i-Amino-5-benzoylaminoanthrachinon
erhält (§. Beispiel i 5, Absatz 3 der französischen Patentschrift 842 81O).
Beispiel
21 2 Teile Di-(¢'-benzoylamino-i'-anthrachinonyl)-diaminofluoranthen werden bei
5o° in eine Mischung aus i o Teilen Aluminiumchlorid Beispiel 2o i Teil des Umsetzungserzeugnisses
aus Mono - (q.'- benzoylamino - i' - anthrachinonyl)-aminomonobromfluoranthen und
5-Aminoisothiazolanthron wird in 18 Teile 96%ige Schwefelsäure eingetragen und 5'
Stunden bei Zimmertemperatur gerührt. Nun gießt man auf Eis, gibt o,3 Teile Natriumnitrit
zu und rührt 16 Stunden bei o bis 5'"'. Der entstandene Farbstoff wird filtriert
und gewaschen. Er löst sich in Schwefelsäure mit grüner Farbe und färbt Baumwolle
aus violettbrauner Küpe in braunen Tönen.
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Beim Behandeln des Umsetzungserzeugnisses aus Mono-(q.'-benzoylamino-i'-anthrachinonyl)-a.minomonobromfluoranthen
und q. - Amino - N - methyl - 1, g - anthrapyridon mit Schwefelsäure erhält man
einen Farbstoff, der Baumwolle aus violettbrauner Küpe in schwarzvioletten Tönen
färbt.
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Das Umsetzungserzeugnis aus Mono- (¢'-benzoylamino- i'-anthrachinonyl)-aminomonobromfluoranthen
urd 5Amino-i,9-anthrapyrimid:imi, mit hochprozentiger Schwefelsäure behandelt, liefert
ein' schwarzbraunes Pulver, das Baumwolle aus rotbrauner Küpe schwarzbraun färbt.
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Zu einem Baumwolle aus brauner Küpe dunkelbraun färbenden Farbstoff
gelangt man, wenn das Umsetzungserzeugnis aus i Mol -Mono - (4.';- benzoylamino
- i' - anthrachinonyl)-aminomonobromfluoranthen und i Mol q.-Amino-i, 9-anthrapyrimidin
mit konzentrierter Schwefelsäure behandelt wird. und 2o Teilen Nitrobenzol eingetragen
und i Stunde bei 5o bis 6o° gerührt. Nun trägt man auf Eis ,aus, gibt etwas Salzsäure
hinzu und treibt das Nitrobenzol mit Wasserdampf über. Der Rückstand wird abgesaugt,
mit Wasser gewaschen und getrocknet. Man erhält so ein dunkelbraunes Pulver, welches
Baumwolle ebenfalls schwarzbraun färbt und die gleichen Echtheitseigenschaften besitzt
wie der Farbstoff des Beispiels g.