DE740265C - Verfahren zur Herstellung von stickstoffhaltigen Kuepenfarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von stickstoffhaltigen Kuepenfarbstoffen

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DE740265C
DE740265C DEG98555D DEG0098555D DE740265C DE 740265 C DE740265 C DE 740265C DE G98555 D DEG98555 D DE G98555D DE G0098555 D DEG0098555 D DE G0098555D DE 740265 C DE740265 C DE 740265C
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Dr Theodor Holbro
Dr Walter Kern
Dr Richard Tobler
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BASF Schweiz AG
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Gesellschaft fuer Chemische Industrie in Basel CIBA
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B5/00Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more heterocyclic rings with or without carbocyclic rings

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von stickstoffhaltigen Küpenfarbstoffen Es wurde gefunden, daß stickstoffhaltige Iiüpenfarbstoffe hergestellt werden können, wenn man Verbindungen der allgemeinen Zusammensetzung (R1 - NH )" - R2, worin. R1 einen verküpbare Gruppen enthaltenden Rest der Anthrachinonreihe, n mindestens i und R2 einen Fluoranthenrest bedeuten, wobei R1 und R2 noch Halogen enthalten können, mit kondensierenden Mitteln behandelt und gegebenenfalls ,auf die erhaltenen Verbindungen halogenfierende Mittel ein--wirken läßt. -Die dem Verfahren als Ausgangsstoffe dienenden Verbindungen obiger Zusammensetzung können beispielsweisse dadurch erhalten werden, daß man Halogensubstitutionsverbindungen des Fluoranthens mit solchen Verbindungen umsetzt, die mindestens ein an Stickstoff gebundenes Wasserstoffatom sowie verküpbare Gruppen im Molekül enthalten.
  • Die Umsetzung kann z. B. in hochsiedenden Lösungs- und Verdünnungsmitteln, z. B. Nitrobenzol, bei erhöhter Temperatur, z. B. in der Nähe oder beim Siedepunkt, vorgenommen werden. Zweckmäßig gibt man säurebindende Mittel, wie Natriumacetat und/oder -carbonat, sowie Kupfer- oder Kupferverbindungen in katalytisch wirksamen Mengen zu. Für Einzelheiten, die die Durchführung der Umsetzung betreffen, wird auf die französische Patentschrift 842810 verwiesen.
  • In diesen Erzeugnissen können ein, zwei oder mehrere unter sich gleiche oder verschiedene Gruppierungen (Rl - N H) - an einen Fiuoranthenrest gebunden sein. Als verküpbare Gruppen enthaltende Radikale R, kommen z. B. solche in Betracht,-die ringförmig gebundene Carbonylgruppen enthalten. Sie können Anthrachinonradikale oder höher kondensierte Ringsysteme sein. Solche obeng-enannte Verbindungen sind z. B. Aminoanthrachinone, wie das i-Aminoanthrachinon und die i-Aminoarylaminoanthrachinone, ferner besondersAlninoacylaminoanthrachinone,worin der Acylrest z. B. der Rest einer beliebigen Säure, wie einer aliphatischen, aromatischen, aliphatisch-aromatischen oder heterocyclischen Säure, z. B. Carbonsäure, sein kann, wie i - Amino - 4 - benzoylaminoanthrachinone, i-Amino-5-benzoylaminoanthrachinone, i-Amino-5-benzoylamino-8-methoxyanthrachinone, i-Amino-5, 8-dibenzoylaminoanthrachinone, i-Amino-5-acetylarninoanthrachinon, i-Amino-5-cinnamoylaminoanthrachinone, i-Amino-5-pyridoylaminoanthrachinone und i - Aminoanthrachinonoylaminoanthrachinone, weiter Aminodibenzanthrone und Aminopyranthrone, weiter solche Aminoanthrachinonderivate, deren i- und 9-Stellungen Gliederfeines heterocyclischen Ringes sind, wie Aminoi, 9-anthrapyrimidine, Amino-i, 9-anthrapyridone, Amin-o- i, 9-isothiazolanthro@nie umdAminoi, 9-pyrazolanthrone, endlich ,auch solche Aminoanthrachinonderivate, in denen zwei sich in o-Stellung zueinander befindliche Kohlenstoffatome Glieder eines heterocyclischen Ringsystems sind, wie dies z. B. bei den Aminoanthrachinonacridonen der Fall ist. Alle diese Verbindungen können weitere Substituenten enthalten. Gute Resultate geben besonders diejenigen Erzeugnisse der obigen allgemeinen Zusammensetzung, in denen tt = a ist und R1 einen Anthrachinonrest darstellt, der durch mindestens eine Acylaminogruppe, beispielsweise eine Benzoylaminogruppe in 4-, 5- oder 8-Stellung substituiert ist.
  • Die genannten Gruppierungen (R1 - N H) -können an beliebige Stellen des Fluoranthenrestes gebunden sein, z. B. in 4-, 11- oder isowie auch an anderen vorläufig noch nicht bekannten Stellen.
  • Als kondensierende Mittel, die sauren oder alkalischen Charakter besitzen und die für sich allein, gegebenenfalls miteinander kombiniert oder zusammen mit indifferenten Lösungs- oder Verdünnungsmitteln verwendet werden können, seien genannt: Aluminiumchlorid, Natriumamid, Acetylchlorid und Aluminiumchlorid, Benzoylchlorid und Aluminiumchlorid, Chlorsulfonsäure und besonders hochprozentige Schwefelsäure. Die Einwirkung der kondensierenden Mittel kann bei tiefer, mittlerer oder gegebenenfalls stark erhöhter Temperatur vorgenommen werden.
  • Für die Durchführung der Kondensations-. reaktion ist es von Vorteil, wenn in beiden durch das Stickstoffatom verbundenen Resten R, und R. je eine dem Stickstoffatom benachbarte Substitutionsstelle durch Wasserstoff oder einen leicht austauschbaren Substituenten besetzt ist.
  • Die erhaltenen Farbstoffe können gegebenenfalls durch Umkristallisieren, Umfällen oder Umküpen gereinigt oder in eine für die praktische Verwendung günstige Form übergeführt werden. In einigen Fällen ist es vorteilhaft, anschließend an die Behandlung mit kondensierenden Mitteln eine Behandlung mit oxydierenden Mitteln, gegebenenfalls in wässerigem, saurem Medium anzuschließ,-ti: z. B. unter Verwendung von Nitriten, Hypochloriten oder Perboraten.
  • Eine weitere Ausbildung des vorliegenden Verfahrens besteht darin, daß man die erhaltenen Verbindungen, sofern sie noch mindestens ein Halogenatom ,als Substituenten im Fluoranthenkern enthalten, mit verküpbare Gruppen enthaltenden Aminen der Anthrachinonreihe umsetzt und gegebenenfalls die so erhaltenen Verbindungen mit kondensierenden Mitteln behandelt.
  • Die Konstitution der nach dem vorliegenden Verfahren :erhältlichen Farbstoffe ist noch nicht aufgeklärt; es ist jedoch wahrscheinlich, daß bei der Einwirkung kondensierender Mittel auf die genannten Ausgangsstoffe carbazolartige Ringe entstehen.
  • Die nach dem vorliegenden Verfahren erhaltenen stickstoffhaltigen Umsetzungserzeugnisse des Fluoranthens sind wertvolle Küpenfarbstoffe. Sie eignen sich zum Färben und Bedrucken der verschiedensten Fasern, wie Wolle oder Seide, insbesondere aber cellulosehaltigen Fasern, wie Baumwolle und anderen pflanzlichen Fasern, dann Kunstseide z. B. aus regenerierter Cellulose sowie Zellwolle und anderen Kunstspinnfasern. Sie lassen sich nach den für Küpenfarbstoffe bekannten Methoden z. B. aus mittelstark oder stark alkalischem Bade mit oder ohne Salzzusatz färben und erzeugen vorwiegend braune Töne von guten bis sehr guten Echtheitseigenschaften. Die nach dem vorliegenden Verfahren erhaltenen Farbstoffe färben teils in beuchechteren, teils in chlorechteren und teils in lichtechteren Tönen als die bekannten Farbstoffe, die durch Behandeln von Umsetzungserzeugnissen aus halogenierten Chrysenchinonen und Aminoanthrachinonen mit kondensierenden Mitteln erhalten «-erden. Beispiel i i Teil 5'-Benzoylamino- i'-anthrachinonyl-4-aminofluoranthen, erhalten durch Umsetzen von 4-Bromfluoranthen mit i-Amino-5-benzoylämmoanthrachinon, wird bei 25° in 18,2 Teile '9o%ige Schwefelsäure eingetragen und 8 Stunden bei 25° gerührt. Nun trägt man in Eis ein, gibt 0,3 Teile Natriumnitrit zu und rührt 16 Stunden bei o bis 5°. Der so erhaltene Farbstoff wird gbfiltriert, neutral gewaschen. und mit Wasser verpastet. Er färbt Baumwolle aus brauner Küpe in sehrechten grünstichiggelbbraunen Tönen. Beispiel 2 i Teil ¢'-Benzoylamino-i'-anthraclhinonylq.-aminofluoranthen, erhalten durch Umsetzen von q.-Bromfluoranthen mit i-Amino-q.-benzoylaminofluoranthen, wird bei o bis 5° in i8A Teile 96%ige Schwefelsäure eingetragen und 16 Stunden bei o bis 5° gerührt. Nun trägt man in Eis ein, gibt o,3 Teile Natriummtrit zu und rührt 6 Stunden bei o bis 5°. Der so erhaltene Farbstoff wird abfiltriert, neutral gewaschen und mit Wasser verpastet. Er färbt Baumwolle aus grüner Küpe in farbstarken gelboliven Tönen. Beispiel 3 2 Teile Di-(i'-.anthrachinonyl)-diammofluor-' anthen, erhalten aus i Mol Dibromfluoranthen und 2 Mol i-Aminoanthrachinon, werden in 36 Teile konzentrierte Schwefelsäure @eingetragen, die Temperatur auf 5o bis öo° erhöht und 6 Stunden bei dieser Temperatur weitergerührt. Nach dem Erkalten wird in Eis eingetragen, filtiert, neutral gewaschen und getrocknet. Der Farbstoff ist ein braunschwarzes Pulver, das sich in konzentrierter Schwefelsäure mit olivgrüner Farbe löst und Baumwolle aus roter Küpe in violettbraunen, echten Tönen färbt. Beispiel q. i Teil Di-(i'-anthrachinonyl)-diaminofluoranthen wird mit i o Teilen wasserfreiem Aluminiumchlorid vermischt und unter Rühren so lange auf Zoo bis 22o° erhitzt, bis die Umsetzung zum Farbstoff beendet ist. Nun trägt man in Eis ein, kocht mit verdünnter Salzsäure auf, filtriert und wäscht den Rückstand mit Wasser aus. Der Farbstoff färbt Baumwolle aus rotvioletter Küpe in reinen rotstichigbraunen Tönen. Beispiel 5 24 Teile wasserfreies Aluminiumchlorid werden mit 6 Teilen Natriumchlorid vermischt und unter Rühren bei 12o° verschmolzen. Nun gibt nian i Teil Di-(i'-anthrachinonyl)-diaminofluoranthen zu und rührt 2 Stunden lang bei 12o bis i25°. Schließlich trägt man die Schmelze in Eis aus, kocht mit verdünnter Salzsäure auf und filtriert den erhaltenen Farbstoff ab. Er entspricht wahrscheinlich dem nach Beispiel. ¢ dargestellten rotbraunen Küpenfärbstoff.
  • Einen Farbstoff von ähnlichen Eigenschaften erhält man durch Behandeln von Di-(i'-anthrachinonyl)-diaminofluoranthen mit wasserfreiem Aluminiumchlorid in Nitrobenzol bei ioo°. Beispiel 6 i Teil DL;(q.'-bienzoylamino,-i'-an.thrachinoanthen wird mit i Teil Natriumamid in 3 Teilen D-ekalin so lange erhitzt, bis die Umsetzung zum Farbstoff beendet ist. Hierauf wird filtriert und mit Alkohol und Wasser gewaschen. Man erhält .ein grünlichschwarzes Pulver, das sich in konzentrierter Schwefelsäure mit brauner Farbe löst. Der Farbstoff färbt Baumwolle aus violettbrauner Küpe in oliven Tönen. Beispiel 7 i Teil Di-(q.'-benzOylamino-i'-anthrachinonyl)-diamlliofluoranthen, erhalten durch Umsetzen von i Mol Dibromfluoranfhen mit 2 Mol -i-Amino-q.-benzoylarninoanthrachinon, wird bei o bis 5° in 18 Teile Schwefelsäure; 96,q.%ig, eingetragen und 16 Stunden bei o bis 5° gerührt. Nun trägt man in Eis ein, gibt 0,3 Teile Natriumnitrit zu und rührt ü/2 Stunde kräftig. Der in vorzüglicher Ausbeute erhaltene Farbstoff kann abfiltriert, gewaschen und getrocknet werden. Er stellt ein schwarzes, grünlich schillerndes Pulver dar, das sich in konzentrierter Schwefelsäure mit grüner Farbe löst und Baumwolle aus violetter Küpe in sehr wasch- und beuchechten, etwas rötlichschwarzbraunen Tönen färbt.
  • Durch Bromieren des im ersten Absatz erhaltenen Farbstoffes mit der für die Einführung von 2 Atomen notwendigen Menge Brom in Nitrobenzol bei 8o° erhält man einen neuen Farbstoff, der, aus Schwefelsäure umgefällt, Baumwolle aus brauner Küpe braunrot färbt.
  • Einen Farbstoff von ähnlichen Eigenschaften erhält man durch Bromieren von Di-(q.'-benzoylamino- i'-.anthracb:inonyl)-diaminofluoranthen mit ¢ Atomen Brom in go%iger Schwefelsäure, wobei die kondensierende Wirkung der Schwefelsäure gleichzeitig mit der Bromerung eintritt. Beispiel 8 i Teil. Di-(q.'-benzoylamino-i'-anthrachinonyl)-diaminofluoranthen, erhalten nach Beispie1 q.des französischen Patents 8¢2 8 io, wird bei 25° in 18,4 Teile 96,q.o/oige Schwefelsäure eingetragen und 5 Stunden bei 25° gerührt. Nun trägt man in Eis ein, gibt o,3 Teile Natriumnitrit zu und rührt 16 Stunden be: o bis 5°. Der in vorzüglicher Ausbeute er. haltene Farbstoff wird abfiltriert, neutral ge. waschen und mit Wasser angeteigt. Er färbt Baumwolle aus olivschwarzer Küpe in wasch-; chlor-, beuch- sowie vorzüglich lichtechten schwarzbraunen Tönen. Beispiel 9 i Teil Di-(4'-benzoylamino-i'-anthrachinonyl)-diaminofluoranthen wird bei 6o bis 65' in 18,2 Teile goo/aige Schwefelsäure eingetragen und 3 bis 4 Stunden bei 6o bis 65° gerührt. Nun trägt man in Eis ein, gibt 0,3 Teile Natriumnitrit zu und rührt 16 Stunden bei o bis 5°. Der erhaltene Farbstoff wird abfiltriert, gewaschen und mit Wasser verpastet. Er färbt Baumwolle aus sches arzoliver Küpe in reinen schwarzbraunen Tönen, deren Wasch-, Chlor-, Beuch- und Lichtechtheit vorzüglich ist.
  • Die Kondensation kann auch unter Verwendung einer kleineren Menge Schwefelsäure durchgeführt werden. Beispiel io i Teil Di-(4'-benzoylamino-i'-anthrachinonyl)-diaminofluoranthen wird bei o bis 5° in 18 Teile Chlorsulfonsäure eingetragen und unter Rühren so lange auf 40 bis 50° erwärmt, bis eine in Wasser ausgetragene Probe die Farbe nicht mehr ändert. Nun versetzt man unter Rühren mit konzentrierter Schwefelsäure, trägt in Eiswasser ein, das 0,3 Teile Natriumnitrit enthält, und rührt 16 Stunden bei o bis 5`. Der erhaltene Farbstoff wird abfiltriert, neutral gewaschen und mit Wasser angeteigt. Er färbt Baumwolle aus olivschwarzer Küpe in schwarzbraunen Tönen und entspricht vermutlich den nach den Beispielen 7, 8 und 9 erhaltenen Farbstoffen.
  • Einen Farbstoff von ähnlichen Eigenschaften erhält man durch Behandeln von Di-(4'-benzoylaminö- i'-anthrachinonyl)-diaminofluoranthen mit wasserfreiem Aluminiumchlorid in Benzoylchlorid bei 4o bis 455 Nach beendigter Umsetzung wird der Farbstoff in Wasser ausgetragen, aufgekocht, bis alles Benzoylchlorid verschwunden ist, filtriert und mit heißem Wasser gewaschen.
  • An Stelle von Benzoylchlorid kann auch Acetylchlorid verwendet werden. Beispiel ii i Teil Dibrom-d- (4'-benzoylamino- i'-anthrachinonyi)-diaminofluoranthen, erhalten durch Bromieren von Di-(4'-benzoylamino-i'-anthrachinonyl)-diaminofluoranthen in Nitrobenzol mit der zur Einführung von 2 Bromatome nötigen Menge Brom, wird bei o bis 5" in i8 Teile 96%ige Schwefelsäure eingetragen und 16 Stunden bei o bis 5' gerührt. Nun trägt man in Eis ein, gibt o,3 Teile Natriumnitrit zu und rührt 8 Stunden bei o bis 5°. Der erhaltene Farbstoff wird abfiltriert. gewaschen und mit Wasser angeteigt. Er färbt Baumwolle aus grünoliver Küpe in oliven Tönen. Er entspricht wahrscheinlich dem nach Beispiel 15 erhaltenen Farbstoff. Beispiel 12 i Teil Di-(5'-benzoylamino-i'-anthrachinanyl)-diaminofluoranthen, erhalten durch Umsetzen `von i Mol Dibromfluorantlien mit 2 Mol i-Amino-5-benzoylaminoanthrachinon, wird bei 5o bis 6o' in 1,9,4 Teile 96,4o'oige Schwefelsäure eingetragen und 6 Stunden bei 5o bis 6o° gerührt. Nun trägt man in Eis ein, filtriert den ausgefallenen Farbstoff, ab und verpastet ihn nach gründlichem Auswaschen mit Wasser. Er färbt Baumwolle aus rotbrauner Küpe in sehr echten braunen Tönen. Beispiel 13 i Teil Di- (5'-acetylamino- i'-aiithrachin onvl) -diaminofluoranthen, hergestellt aus i Mol Dibromfluoranthen und 2 Mol i-Amino-5-acetylaminoanthrachinon, wird bei o bis 5- in 18 Teile 96o;öige Schwefelsäure eingetragen und 16 Stunden bei o bis 5'' gerührt. Nach Beendigung der Umsetzung wird in Eis ausgetragen, o,3 Teile Natriumnitrit zugegeben, 6 Stunden bei o bis 5' gerührt, filtriert und gewaschen. Der erhaltene Farbstoff färbt Baumwolle aus roter Küpe in kräftig braunen Tönen von guten Echtheitseigenschaften.
  • Aus Di-[5'-(4"-chlor)-benzoylamino-i'-anthrachinonyl]-diaminofluoranthen erhält man durch Verrühren mit konzentrierter Schwefelsäure und Nachbehandeln mit Nitrit einen Farbstoff, der Baumwolle aus schwarzbrauner Küpe in bräunlichen Tönen färbt.
  • Der in gleicher Weise hergestellte Farbstoff aus Di-(5'-cinnamoylamino-i'-anthrachinonyl)-diaminofluoranthen färbt Baumwolle aus gelbbrauner Küpe in sehr echten gelbbraunen Tönen.
  • Der entsprechend aus Di-[5'-(ß"-anthrachinonyl) -amino- i'-anthrachinonyl] - diaminofluoranthen erhaltene Farbstoff färbt Baumwolle aus gelbbrauner Küpe in echten gelbbraunen Tönen. Beispiel 14 i Teil Tetra-(4'-benzoylamino-i'-anthrachinonyl)-tetraaminofluoranthen, erhalten durch Umsetzen von i Mol Tetrabromfluoranthen mit 4. Mol i-Amino-4-benzoylaminoanthracbinon (vgl. französische Patentschrift 842810, Beispiel; ), wird bei o bis 5- in 18,4 Teile 96o,loige Schwefelsäure eingetragen und 16 Stunden bei dieser Temperatur gerührt. Nun trägt .man in Eis ein, gibt 0,3 Teile Natriumnitrit zu und rührt 2 Stunden bei o bis 5°. Der so erhaltene Farbstoff wird abfiltriert, gewaschen und mit Wasser angeteigt. Er färbt Baumwolle aus. sch-,vgrzbrauner Küpe in grauen Tönen. Beispiel 15 i Teil Dibrom-di-(4'-benzoylamino-j'-anthrachinonyl)-diaminofiuoranfhen, erhalten durch Umsetzen von i Mol Tetrabrbmfluoranthen mit 2 Mol i-Amino-4-benzoylaminoanthrachi-, non, wird bei o bis 5° in 18,4 Teile 96o/oige Schwefelsäure .eingetragen und 16 Stunden bei dieser Temperatur gerührt. Nun trägt man in Eis ein, gibt 0,3 Teile Natrium;-nitrit zu und rührt 2 Stunden bei o bis 5°: Der so erhaltene Farbstoff wird ah=filtriert; gewaschen Lind mit Wasser angeteigt. Er färbt Baumwolle .aus grünoliver Küpe in oliven Tönen. -Beispiel 16 i Teil des Umsetzungserzeugnisses aus i Mol Dibromfluoranthen und 2 MOI 4-Aminoanthrachinon-2, i (N) -benzolacridon wird in i8 Teile 96oloige Schwefelsäure eingetragen und 3 Stunden bei 5o bis- 6o° gerührt. Hierauf trägt man in Eis ein, gibt o,3 Teile Natriumnitrit zu und rührt 16 Stunden bei o bis 5°. Nach dem Filtrieren, Waschen und Trocknen :erhält man ein schwarzes, kristallines Pulver, das .sich in konzentrierter Schwefelsäure blau löst und Baumwolle aus violettbrauner Küpe in kräftigen, grünstichiggrauen Tönen färbt. Die Echtheiten, insbesondere die Lichtechtheit, sind sehr gut.
  • Einen Farbstoff mit ähnlichen Eigenschaften erhält man, wenn die Kondensation in wasserfreiem Aluminiumchlorid in Gegenwart von Natriumchlorid bei i 5o' durchgeführt wird. Beispiel 17 i Teil des Umsetzungserzeugnisses aus i Mol Dibromfluoranthen und 2 MOl 5-Aminoi, 9-anthrapyrimidin wird in 18 Teile 96ofoige Schwefelsäure eingetragen und 7 Stunden bei Zimmertemperatur gerührt. Nach dem Austragen in Eis wird mit Nitrit nachoxydiert. filtriert und gewaschen. Der erhaltene Farbstoff ist ein schwarzrotes Pulver, das sich in konzentrierter Schwefelsäure graug$ün löst und Baumwolle aus gelbbrauner Küpe dunkelbraun färbt. Beispiel 18 45 Teile des Umsetzungserzeugnisses aus i Mol Dibromfluoranthen und i Mol i-Amino-4-benzoylaminoanthrachinon werden in 8 o Teile 96%ige Schwefelsäure eingetragen und 5 Stunden bei Zimmertemperatur gerührt. Nun gießt man auf Eis, filtriert den ausgefallenen Farbstoff ab, wäscht und trocknet. Er stellt ein olivschwarzes Pulver dar, welches sich in konzentrierter Schwefelsäure mit gelbgrüner Farbe löst und Baumwolle aus schwarzbrauner Küpe in bräunlichen Tönen färbt: 3,1 Teile des im ersten Absatz erhaltenen Farbstoffes werden mit 2 Teilen i-Amino-4-benzoylaminoanthrachinon in siedendem Nitrobenzol in Gegenwart von entwässertem Natriumacetat, wasserfreiem Natriumcarbonat und Kupferchlorür umgesetzt. Man erhält ein schwarzolives Pulver, das bei 39o bis 400° schmilzt, in konzentrierter Schwefelsäure mit grüner Färbe löslich ist und Baumwolle aus brauner Küpe in olivbraunen Tönen färbt.
  • i Teil des im zweiten Absatz erhaltenen Umsetzungserzeugnisses trägt man in 18 Teile 96%ige Schwefelsäure ein und rührt 31j2 Stunden lang bei 6o bis 65°: Hierauf gießt m:an -auf Eis, gibt o,3 Teile Natriumnitrit zu und rührt 5 Stunden lang bei o bis 5°. Der erhaltene sehr echte schwarzbraune Farbstoff entspricht dem in Beispielg erhaltenen.
  • Den,gleichen Farbstoff erhält man durch Behandeln des Umsetzungserzeugnisses aus Mono - (4'- benzoylamino - i' - anthrachinonyl)-aminomonobromfluoranthen und i -Amino-4-benzoylaminoanthrachinon mit konzentrierter Schwefelsäure und Nachoxydieren mit Nitrit. -Beispiel i9 i Teil des Umsetzungserzeugnisses aus i Mol Mono - (4'- benzoylamino - i' - anthrachinonyl)-aminomonobromfluoranthen und i Mol i-Amino-5-benzoylaminoanthrachinon wird in 18 Teile 96%ige Schwefelsäure eingetragen und 5 Stunden bei Zimmertemperatur gerührt. Nun gießt man auf Eis, filtriert den ausgefallenen Farbstoff ab, wäscht aus und trocknet. Er stellt ein schwarzbraunes Pulver dar, das sich in konzentrierter Schwefelsäure mit grüner Farbe löst und Baumwolle aus rotbrauner Küpe in echten braunen Tönen färbt.
  • Ähnliche Farbstoffe werden erhalten, wenn für die Behandlung mit hochprozentiger Schwefelsäure entweder das Umsetzungserzeugnis aus i Mol Mono- (5'-benzoylamino-i'-.anthrachino-nyl) - aminomonobromfluoranthen und -i Mol i-Amino-4-benzoylaminoanthrachinon oder die Verbindung verwendet wird, die man durch gleichzeitige Umsetzung von i Mol Dibromflüoranthen mit i Mol i-Amino-4-benzoylaminoanthrachinon und i Mol i-Amino-5-benzoylaminoanthrachinon erhält (§. Beispiel i 5, Absatz 3 der französischen Patentschrift 842 81O). Beispiel 21 2 Teile Di-(¢'-benzoylamino-i'-anthrachinonyl)-diaminofluoranthen werden bei 5o° in eine Mischung aus i o Teilen Aluminiumchlorid Beispiel 2o i Teil des Umsetzungserzeugnisses aus Mono - (q.'- benzoylamino - i' - anthrachinonyl)-aminomonobromfluoranthen und 5-Aminoisothiazolanthron wird in 18 Teile 96%ige Schwefelsäure eingetragen und 5' Stunden bei Zimmertemperatur gerührt. Nun gießt man auf Eis, gibt o,3 Teile Natriumnitrit zu und rührt 16 Stunden bei o bis 5'"'. Der entstandene Farbstoff wird filtriert und gewaschen. Er löst sich in Schwefelsäure mit grüner Farbe und färbt Baumwolle aus violettbrauner Küpe in braunen Tönen.
  • Beim Behandeln des Umsetzungserzeugnisses aus Mono-(q.'-benzoylamino-i'-anthrachinonyl)-a.minomonobromfluoranthen und q. - Amino - N - methyl - 1, g - anthrapyridon mit Schwefelsäure erhält man einen Farbstoff, der Baumwolle aus violettbrauner Küpe in schwarzvioletten Tönen färbt.
  • Das Umsetzungserzeugnis aus Mono- (¢'-benzoylamino- i'-anthrachinonyl)-aminomonobromfluoranthen urd 5Amino-i,9-anthrapyrimid:imi, mit hochprozentiger Schwefelsäure behandelt, liefert ein' schwarzbraunes Pulver, das Baumwolle aus rotbrauner Küpe schwarzbraun färbt.
  • Zu einem Baumwolle aus brauner Küpe dunkelbraun färbenden Farbstoff gelangt man, wenn das Umsetzungserzeugnis aus i Mol -Mono - (4.';- benzoylamino - i' - anthrachinonyl)-aminomonobromfluoranthen und i Mol q.-Amino-i, 9-anthrapyrimidin mit konzentrierter Schwefelsäure behandelt wird. und 2o Teilen Nitrobenzol eingetragen und i Stunde bei 5o bis 6o° gerührt. Nun trägt man auf Eis ,aus, gibt etwas Salzsäure hinzu und treibt das Nitrobenzol mit Wasserdampf über. Der Rückstand wird abgesaugt, mit Wasser gewaschen und getrocknet. Man erhält so ein dunkelbraunes Pulver, welches Baumwolle ebenfalls schwarzbraun färbt und die gleichen Echtheitseigenschaften besitzt wie der Farbstoff des Beispiels g.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: . i. Verfahren zur Herstellung von stickstoffhaltigen Küpenfarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man Verbindungen der allgemeinen Zusammensetzung (Rl-NH),t-R2, worin R1 einen verküpbare Gruppen enthaltenden Rest der Anthrachinonreihe, n mindestens i und R@ einen Fluoranthenrest bedeuten, wobei R1 und R. noch Halogen enthalten können, mit kondensierenden Mitteln behandelt und gegebenenfalls auf die erhaltenen Verbindungen halogenierende Mittel einwirken läßt.
  2. 2. Weiterausbildung des Verfahrens nach Patentanspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die nach Patentanspruch i erhaltenen Verbindungen, insoweit sie noch Halogen im Fluoranthenrest enthalten, mit verküpbare Gruppen enthaltenden Aminen der Anthrachinonreihe umsetzt und gegebenenfalls mit kondensierenden Mitteln behandelt. Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren in Betracht gezqgen worden deutsche Patentschrift Nr. 6o6 672, 648 11i.
DEG98555D 1937-09-14 1938-09-01 Verfahren zur Herstellung von stickstoffhaltigen Kuepenfarbstoffen Expired DE740265C (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE606672C (de) * 1932-04-30 1934-12-07 I G Farbenindustrie Akt Ges Verfahren zur Darstellung von Farbstoffen
DE648111C (de) * 1934-11-08 1937-07-22 I G Farbenindustrie Akt Ges Verfahren zur Herstellung von Kuepenfarbstoffen der Chrysenchinonreihe

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