DE737535C - Verfahren zur Entfernung von Spuren von Schwefeldioxyd aus Schwelteer- oder Schwelteeroelextrakten - Google Patents
Verfahren zur Entfernung von Spuren von Schwefeldioxyd aus Schwelteer- oder SchwelteeroelextraktenInfo
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Description
- Verfahren zur Entfernung von Spuren von Schwefeldioxyd aus Schwelteer-oder Schwelteerölextrakten Bei der Aufarbeitung von Mineralölen, Teeren und Teerölen mittels flüssigem Schwefeldioxyd fallen Raffinat- und Extraktlösungen an, aus denen das Lösungsmittel in mehreren Druckstufen ausgedampft wird. In den Extraktionsprodukten, die die letzte, d. h. die Vakuumverdampferstufe verlassen, ist meistens noch ein Schwefeldioxydgehalt von etwa o,oa bis 0,07 % enthalten, den man durch eine Bleicherdebehandlung entfernen kann. Diese Nachbehandlung ist jedoch unwirtschaftlich, wenn Heizöle, die bei der Extraktion von Schwelteeren und Schw eiteerölen anfallen, in erster Linie also Extrakte, von Schwefeldioxyd befreit werden sollen. Andererseits ist es aber wegen Korrosionsgefahren nicht unbedenklich, Heizöle mit geringen Schwefeldioxydgehalten zu lagern.
- Es ist auch schon vorgeschlagen worden, Edeleanu-Extrakt von dem darin enthaltenen Sch,tvefeldioxyd zu befreien, dadurch, daß der Extrakt zunächst unter Kondensatordruck (etwa 3,5 bis 4,5 atm) bei einer Temperatur von So bis 7o1 ausgedampft wird, und der verbleibende Rückstand (mit einem Gehalt an io bis 15 °./o SO,) in Gefäßen, die mit einer Rektifizierkolonne und Zu- und Abfluß für das zu behandelnde Kohlenwasserstoffgemisch versehen sind, bei gewöhnlichem Druck auf höhere Temperaturen erhitzt wird. Als Ergebnis wird mitgeteilt, daß die abfließenden Produkte einen Restgehalt von nur noch 0,o2 bzw. 0,o5 °,/o Schwefeldioxyd aufweisen. Der unter Atmosphärendruck arbeitende Verdampfer ist mit einer Rektifizierkolonne versehen, damit bei der hohen Temperatur von 2001 die Mitverdampfung der Kohlenwasserstoffe unterbunden wird.
- Das bekannte Verfahren beschränkt sich auf die Entfernung von S 0z bis auf o,oa bis 0,o5 °,/o. Im Falle der Behandlung von Mineralölen bei der genannten Temperatur tritt eine Änderung der blineralöl2xtrakte nicht ein. Die Anwendung dts gleichen Verfahrens auf Schwelteerextraktebzw. Schwelteerölextrakte ist nichtdurchführbar, dachs Schwefel.dioxvd sich beiden genannten Temperaturen mit den Inhaltstoften dieser Teere bzw. "Teeröle umsetzt. Die Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem der völligen Reinigung von Schwelteer-oder Schwelteerölektraktenvon Schwefeldioxyd, wobei auch die Spuren von Schwefel-(lioxyd in der Größenordnung voll 0,o2 bis 0,07 °A entfernt werden sollen, die nach dein bisherigen Vorschlag als nicht entfernbar in deni gereinigten Produkt verblieben.
- Dies gelingt nach der Erfindung dadurch, daß zunächst (was nach dem bekannten Vorschlag nicht der Fall war) aus dein Extrakt in drei Stufen, d. h. unter Druck, bei gewöluilicheln Druck und unter Anwendung von Vakuum das Schwefeldioxyd ausgedampft wird, wonach dann eine Erhitzung auf i80' und höher, vorzugsweise auf i80 bis igo', angeschlossen wird.
- Bei dieser Behandlung wird überraschenderweise eine Entfernung auch der Spuren von schwefliger Säure erreicht, die bei dein bekannten Verfahren in dein behandelten Produkt verblieben. Ein Teil des Schwefels wird, wie nachgewiesen wurde, als Schwefelwasserstoff entfernt, während ein anderer Teil orgallisch gebunden wird, so daß korrosionsfeste Heizöle entstehen.
- Der Eintritt dieser Reaktion macht, wie oben schon erwähnt, die Erhitzung voll Schwelteerlösungen, die noch größere Mengen voll SO., enthalten, nicht möglich, da hierbei einerseits der Extrakt starke Veränderwigen erleidet, andererseits entsprechende enget) an Lösungsmitteln eingebüßt würden. Die Einwirkung des Schwefeldioxyds wächst mit der Dauer der Erhitzung und macht sich durch erhebliche Steigerttiig des spezifischen Gewichts und der Viscosität und durch Erhöhung des Scliwefelgelialts geltend. So wurden bci 1?.rilit@un` versclliedellerTe.,r extrakte in Gegenwart von 5 °@" SO, die in der nachfolgenden Tabelle mitgeteilten rungen festgestellt:
Das Erhitzen auf i80' und höher des den Vakuumverdampfer verlassenden Extralotes kann z. B. durch Beschicken durch eine Erhitzerschlange geschehen. Beispiel Eine mittels flüssigem Schwefeldioxyd aus Braunkohlenteer gewonnene Heizölextraktlösung wurde, wie üblich, unter Kondensatordruck, Atmosphärendruck und zuletzt unter Vakuum ausgedampft. Der aus der Vakuumstufe entnommene Extrakt wies noch einen Schwefeldioxydgehalt von 0,035 °,/o auf. Durch Erhitzen auf i50' konnte nach einer halben Stunde noch keine Veränderung des Schwefelclioxydgehalts f; stgestellt werden. Wurde jedoch die Erhitzung bei i80° durchgeführt, so war nach der gleichen Zeit der Schwefeldioxydgehalt auf 0,003 °,/, Nach dieser Behandlung kann somit das Heüül als praktisch frei vollchl@.-@fel@ü@>Z@:I angesprochen werden.D,0 S-Gelialt Viscosität °. E 5o' G :Mitteldeutscher Braunkohlenteerextrakt ..... o,doß" i,35 Z,66' Nach Erhitzung auf i% -' Dauer 3 Stunden .. . . . .. . . . . . . . . . . . . . . . o,gii, 1,53 i,S3-' Sudetengau I3,raunkohlenteerextrakt . . . . . . . . 0,9.14,) 0,46 1,55'- Nach Erhitzung auf ißo" Dauer i'/,., Stynden . . . . . . . . .. . . . . . . . . . . 0,9:15.-, 0,8i 2,o.1_ Steinkohlenschwelteerextrakt .... ......... 0,d88:, 0,2ß 1,17 :Wach Erhitzung auf ißo Dauer i'(= Stunden . . . . . . . . . . . . . . ... . . . . d9;., 4-),.70 1,,;_
Claims (1)
-
Verfahren zur Entfernung von Spuren voll Schwefeldioxyd aus Schwelteer- oder Schwelteerölextrakten durch Wärmebehandlung, dadurch gekennzeichnet, daß ein durch mehrstufiges Verdampfen, zuletzt unter Vakuum, bis auf einen Gehalt in der Größenordnung von o,oabiso,o7°j" wall Schwefeldioxyd befreiter Extrakt einer Erhitzung auf i80`' und hi>lier, vorzztg;weise auf i80 bis unterworfen wird.PATRNTANSPRUCIi:
Priority Applications (1)
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| DE737535C true DE737535C (de) | 1943-07-16 |
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