DE73533C - Kraftsammelnde Bremse - Google Patents

Kraftsammelnde Bremse

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DE73533C
DE73533C DENDAT73533D DE73533DA DE73533C DE 73533 C DE73533 C DE 73533C DE NDAT73533 D DENDAT73533 D DE NDAT73533D DE 73533D A DE73533D A DE 73533DA DE 73533 C DE73533 C DE 73533C
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DE
Germany
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belt
piston rod
lever
brake
power
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Application number
DENDAT73533D
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Original Assignee
C. schultz in Berlin S.O., Pücklerstrafse 2
Publication of DE73533C publication Critical patent/DE73533C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61DBODY DETAILS OR KINDS OF RAILWAY VEHICLES
    • B61D43/00Devices for using the energy of the movements of the vehicles
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02TCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO TRANSPORTATION
    • Y02T30/00Transportation of goods or passengers via railways, e.g. energy recovery or reducing air resistance

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand der Erfindung bildet eine pneumatische Compressionsbremse, bethätigt durch von den Hauptachsen direct angetriebene, mit Querstangen versehene Riemen.
In der beiliegenden Zeichnung veranschaulicht:
Fig. ι eine Seitenansicht im Aufrifs,
Fig. 2 einen Grundrifs von Fig. 1 und
Fig. 3 einen Schnitt durch den kleinen Kreuzkopf der Kolbenstange.
Im wesentlichen besteht diese Bremse aus einem Luftcompressionscylinder k, Fig. 1, in dem sich der Kolben e bewegt, der an der Kolbenstange h über der Führung α hängt; an ihrem Ende ist die Kolbenstange mit einem Querglied u ausgestattet, welches an den beiden Enden zwei Dornpaare f und g trägt, die zum Eingriff in die seitlich hervorstehenden Querstangen der beiden Riemen r bestimmt sind. Die Riemen r laufen über die beiden Wagenachsen c und d und sind durch die Rollen s divergirend gespannt. Ihre Divergenz hat einen doppelten Zweck: erstens zu veranlassen, dafs die Dorne g und f wegen entsprechender Stellung der Führung α sich aus den Riemenquerstangen von selbst auslösen, sobald die Kolbenstange nicht mehr weiter mit dem Riemen vordringen soll, und zweitens, dafs an der convergirenden Seite die Dorne sich gleichzeitig an dem oberen und unteren Riementheil einhaken können. Die Hülse α ist in der Führung 0 senkrecht beweglich und wird an den Häkchen q und y in die vom Bremshebel i bethätigten, über die Rollen ρ und i laufenden Ketten eingehängt. Der Hebel i kann in Vorder-, Mittel- und Rückwärtsstellung festgestellt werden. Zur Unterstützung der Reibung der ' Riemen auf den Achsenverstärkungen können letztere derart gezahnt sein, dafs die Zahnung mit den Riemenstangen im Eingriff steht.
Die Bremsvorrichtung wirkt in der folgenden Weise:
Bewegt der Wagenführer den bei ihm befindlichen Hebel i nach vorwärts, so wird die Hülse aufwärts gezogen, die beiden oberen Dorne g haken sich, wie Fig. 1 zeigt, in die Riemen ein; letztere nehmen also die Kolbenstange h mit sich fort und der Kolben e comprimirt die im Cylinder befindliche Luft; durch den Widerstand der comprimirten Luft erfolgt nunmehr die Bremsung. Sobald der Wagen stillsteht, bringt der Wagenführer den Hebel i in Mittelstellung, wodurch die Hülse α und mit ihr die Kolbenstange h ebenfalls die Mittellage erhält, so dafs die Dorne f unten in die Riemenstangen greifen , während die oberen Dorne g sich noch in den oberen Riemenstangen befinden. Die comprimirte Luft kann somit den Kolben noch nicht zurücktreiben, und zwar ohne dafs es dieserhalb eines Sperrhakens bedürfte. Sobald aber der Wagenführer den Hebel i in die Rückwärtsstellung bringt, zieht die untere Kette w die Führungshülse α weiter nach unten, und die Dorne g lassen die oberen Riemen frei, so dafs nur noch die Dorne/, und zwar unten in die Riemen greifen. Die comprimirte Luft schiebt jetzt die Kolbenstange h und mit ihr die unteren Theile der Riemen nach rückwärts, und die Reibung der Riemen verursacht die Drehung der Wagenachsen in der Vorwärts-
richtung. Hat die Luft die Kolbenstange so weit geschoben, dafs diese Expansionswirkung aufhört, so lösen die Dorne g sich von selbst aus den Riemenlöchern aus, weil die Stellung der Hülse α die Kolbenstange h nicht weiter nach unten läfst. Soll hiernach von neuem angebremst werden, so bringt der Wagenführer den Hebel i wieder in die Vorwärtsstellung und die Hülse α hebt dadurch die Kolbenstange h wieder derart, dafs die Dorne g, wie Fig. ι zeigt, in die oberen Riementheile greifen. Um nach geschehener Bremsung anstatt vorwärts in Rückwärtsrichtung anzufahren, braucht der Hebel i nur aus der Mittelstellung, statt in die Rückwärtslage wieder in die Vorwärtsstellung gebracht zu werden.
Die Zeichnung stellt den Wagen in Fahrtrichtung nach links dar. Wird in der entgegengesetzten Richtung gefahren, so bedarf es nur einer am unteren Ende des Wagens befindlichen zweiten Hebelvorrichtung, deren Ketten ebenfalls über die Rollen ρ und t an den Häkchen q und y befestigt sind, während die auf der Zeichnung befindlichen Ketten inzwischen ausgehakt werden. Die Bewegungen geschehen nun in umgekehrter Weise, wie beschrieben; damit der Wagenführer trotzdem nur dieselben Hebelbewegungen auszuführen hat, laufen die Ketten jetzt kreuzweise, so dafs die obere Kette mit dem unteren, die untere mit dem oberen Hebelarm in Verbindung ist.
Bei kleineren Apparaten kann der Luft-.cylinder durch einen geschlossenen, sackartigen Behälter ersetzt werden, auf den die für die Kolbenstange dann eintretende Stange von aufsen einwirkt.
Bei Eisenbahnzügen und sonst zu bremsenden, sehr schnell rohrenden Rädern kann eine Radübersetzung zur Abkürzung des von der Kolbenstange zurückzulegenden Weges angebracht werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine kraftsammelnde Bremse, dadurch gekennzeichnet, dafs um die Achsen des Fahrzeuges ein Riemen (r) oder dergleichen gelegt ist, dessen Trümer an einer Stelle divergirend zu einander laufen, und dafs eine an dem einen Ende mit einem Spannwerk beweglich verbundene, an dem anderen Ende ein Querstück (u) mit Vorsprüngen (f g) tragende Stange (h) durch eine nach der Höhe einstellbare Führung (a) gehalten wird, zu dem Zweck, die Vorsprünge entweder mit dem einen oder dem anderen Trum oder mit beiden Trümern in Eingriff zu bringen und hierdurch unter Mitnahme der Stange (h) entweder Kraft aufzuspeichern oder die aufgespeicherte nutzbar zu machen oder ein Feststellen der Vorrichtung zu bewirken, sowie ein selbstthä'tiges Auslösen des Eingriffes zu verursachen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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