DE79887C - - Google Patents

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DE79887C
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brake
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61HBRAKES OR OTHER RETARDING DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR RAIL VEHICLES; ARRANGEMENT OR DISPOSITION THEREOF IN RAIL VEHICLES
    • B61H11/00Applications or arrangements of braking or retarding apparatus not otherwise provided for; Combinations of apparatus of different kinds or types
    • B61H11/005Applications or arrangements of braking or retarding apparatus not otherwise provided for; Combinations of apparatus of different kinds or types in combination with rail sanding, door opening or the like

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Body Structure For Vehicles (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMTAt
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
LEBRECHT SKODOCK in ERFURT.
Bremskurbel.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. August 1894 ab.
i Gegenstand vorliegender Erfindung betrifft eine Vorrichtung, um die Wagenthüren an Strafsenbahnwagen vom Kutscherstande aus zu öffnen oder zu schliefsen, und zwar erfolgt dies auf Grund vorliegender Erfindung unter Benutzung der Bremskurbel.
Die Vorrichtung ist auf beiliegender Zeichnung dargestellt.
Fig. ι zeigt dieselbe theilweise in Ansicht, theilweise im Schnitt durch die Wagenplattform.
Fig. 2 zeigt den Wagen in Seitenansicht bei geöffneten,
Fig. 3 bei geschlossenen Thüren.
Fig. 4 veranschaulicht einen Grundrifs der Vorrichtung theilweise mit aufgehobenem Zwischenboden.
Die in bekannter Weise mit Kurbel b versehene Bremswelle α ist aus zwei Stücken αΛ und a'2 gebildet. Das obere Stück a] ist in Lagern c senkrecht gehalten und trägt ein Zahnrad d, sowie unter demselben eine Kuppelungshälfte; das untere Ende a2, um welches sich in bekannter Weise die Bremskette legt, trägt das Sperrrad f, in das in bekannter Weise eine Sperrklinke einzugreifen vermag, die durch den rechten Fufs des Kutschers bethätigt wird. Aufserdem ist die Welle a2 an ihrem oberen Ende mit einer unteren Kuppelungshälfte g versehen.
Das Zahnrad d trägt eine Muffe und in diese greift der Ausrückhebel h, welcher bei i gelagert und mit einem Tritt k versehen ist. Wird der Tritt k durch Aufstellen des linken Fufses abwärtsbewegt, so hebt sich das Zahnrad d und tritt dann in Eingriff mit einem Zahnrad I, welches in Richtung der Längsaxe des Wagens auf einer senkrechten Welle m sitzt und an seinem unteren Ende ein Kettenrad η trägt. Die beschriebene Vorrichtung ist an der vorderen und hinteren Plattform des Wagens angeordnet. Die Kettenräder η sind durch eine Kette ο und die Riegel ρ mit einander verbunden, und zwar können die Ketten durch Schlösser q entsprechend gespannt werden. Die Riegel ρ sind seitlich mit Armen r versehen, welche eventuell über den Wagenradkästen tv gekröpft sind und an ihrem freien Ende mit den Thüren t auf der Vorderseite und Rückseite des Wagens verbunden sind. Die Thüren t laufen auf Rollen t[ und auf in der Plattform versenkten Schienen p2, und die Riegel p, Kette ο und Schlösser ^r sind zwischen dem Unterboden und dem Zwischenboden des Strafsenbahnwagens angeordnet. Hierbei ist die Uebersetzung von Zahnrad d auf das Zahnrad / und die Anordnung der Riegel ρ sowie die Verbindung derselben mit den Thüren so gewählt, dafs beim Rechtsdrehen der Kurbel b, bei welcher in bekannter Weise das Bremsen hervorgerufen wird, nach Belasten des Fufstrittes k die Riegel ρ sich so bewegen,, dafs die Thüren sich öffnen.
Fährt deshalb der Kutscher zu einer Haltestelle oder soll Personenwechsel stattfinden, so dreht er die Kurbel b zum Zwecke des Bremsens in der bekannten Weise und zieht dadurch die Bremse an. Ist dieselbe genügend angezogen, so dafs der Wagen vollständig oder nahezu
zum Stillstand gekommen ist, so tritt er auf den Fufstritt k und dreht die Kurbel b weiter. Dadurch tritt das Zahnrad d in Eingriff mit dem Zahnrad /, die Welle m und die Kettenräder η werden gedreht, die Riegel ρ in Richtung des Pfeiles I verschoben und die Thüren geöffnet. Durch das Anheben des Zahnrades d tritt die Kuppelhälfte e aufser Eingriff mit der Kuppelhälfte g, so dafs die Bremse in keiner Weise weiter beeinflufst wird, und der Kutscher nach Belieben die Handkurbel d drehen kann.
Soll weiter gefahren und sollen die Thüren geschlossen werden, so dreht der Kutscher nach Auslösen der Sperrklinke für die Bremse die Handkurbel b links herum, verschiebt dadurch die Riegel ρ entgegen der Richtung des Pfeiles I, und die Thüren werden geschlossen. Läfst jetzt der Kutscher den Fufstritt k frei, so senkt sich das Zahnrad d mit Welle a1, die Kuppelungshälften e g greifen in einander ein und die Bremse wird gelöst. Der Kutscher hat deshalb zum Zwecke des Oeffnens und Schliefsens der Wagenthüren besondere Handgriffe nicht auszuführen, sondern aufser der Kurbel b nur den Fufstritt k zu bedienen.
Um zu verhindern, dafs beim Oeffnen oder Schliefsen der Thüren Kleidungsstücke der auf der Plattform sich befindenden Personen von den sich bewegenden Thüren mitgerissen und verletzt werden, sind vor den Thüren seitlich am Wagen und innerhalb der Plattform kleine Säulen u angebracht, welche den Thürschlitz nach der Wagenseite hin verdecken, nach oben bei ν umgekröpft sind und daselbst Röllchen ν tragen, die die Thüren an ihrer Oberkante führen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Vorrichtung zum Schliefsen und Oeffnen der Seitenthüren an Strafsenbahnwagen mittels der Bremskurbel, gekennzeichnet durch eine auf der Bremskurbelwelle (a) verschiebbare Klauenkuppelung (e),· welche durch einen auf dem Kutscherstande befestigten Trethebel (k) verstellt werden kann und die Bremskurbelwelle (a) in der Ruhestellung mit dem Bremszeuge, in der mittels des Trethebels (k) hergestellten gehobenen Stellung dagegen mit dem Getriebe (Imn) eines endlosen, über ein gleiches Getriebe am anderen Kutscherstande geführten Bandes (Kette ο oder dergleichen) kraftschlüssig verbindet, zu dem Zwecke, die mit diesem Bande (o) zwangläufig verbundenen Seiten^ thüren (t) des Wagens von den Kutscherständen aus schliefsen oder öffnen zu können.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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