DE729303C - Enthaarungswerkzeug fuer Felle - Google Patents

Enthaarungswerkzeug fuer Felle

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DE729303C
DE729303C DEH165708D DEH0165708D DE729303C DE 729303 C DE729303 C DE 729303C DE H165708 D DEH165708 D DE H165708D DE H0165708 D DEH0165708 D DE H0165708D DE 729303 C DE729303 C DE 729303C
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DE
Germany
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incisions
skin
hair
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depilation
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Expired
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DEH165708D
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English (en)
Inventor
Dr Gottfried Berg
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14BMECHANICAL TREATMENT OR PROCESSING OF SKINS, HIDES OR LEATHER IN GENERAL; PELT-SHEARING MACHINES; INTESTINE-SPLITTING MACHINES
    • C14B1/00Manufacture of leather; Machines or devices therefor
    • C14B1/02Fleshing, unhairing, samming, stretching-out, setting-out, shaving, splitting, or skiving skins, hides, or leather
    • C14B1/24Cutting or shearing hairs without cutting the skin
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14BMECHANICAL TREATMENT OR PROCESSING OF SKINS, HIDES OR LEATHER IN GENERAL; PELT-SHEARING MACHINES; INTESTINE-SPLITTING MACHINES
    • C14B2700/00Mechanical treatment or processing of skins, hides or leather in general; Pelt-shearing machines; Making driving belts; Machines for splitting intestines
    • C14B2700/25Cutting or shearing hairs without cutting the skin

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Surgical Instruments (AREA)

Description

  • Enthaärungswerkzeug für Felle Es sind mechanische Enthaarungsverfahren für Felle bekannt, bei denen die parallel gerichteten Haare durch entsprechende Organe der Enthaarungsmaschine gespannt werden, während sie durch ein quer zur Haarrichtung bewegtes Enthaarungswerkzeug durchtrennt werden. Zum Durchtrennen werden in der Regel umlaufende Band- oder Kreismesser oder hin und her schwingende Linealmesser verwendet. An Stelle der glatten Schneide werden auch sägeartig gezahnte oder wellenförmige Schneiden verwendet. Aber auch stumpfe Enthaarungswerkzeuge wurden vorgeschlagen. So soll z. B. die Enthaarung durch ein stumpfes linealförmiges Quetschwerkzeug mit wellenförmiger Arbeitsleante vorgenommen werden. Nach anderem Vorschlag sollen die gespannten Haare durch eine mit stumpfen oder scharfen Zähnen besetzte Arbeitskante eines linealförmigen Enthaarungswerkzeuges oder einer gezahnten Scheibe durchgerissen oder durchschnitten werden.
  • Soweit man bei obengenannten Verfahren Messer verwendet, hat man, besonders bei kurzstapeligen Fellen, große Schwierigkeiten, die Haut vor einer Verletzung durch -das Messer zu schützen und gleichzeitig dafür zu sorgen, daß die ganze Haarlänge gewonnen wird. Verwendet man die erwähnten Arbeitskanten mit scharfkantiger Zahnung, dann wird durch die scharfen Ecken und Kanten die Haut ebenfalls verletzt. Ein Schutz hiergegen war bisher nicht gefunden worden. Verwendet man hingegen stumpfe Zähne, dann kann man mit ihnen die gespannten Haare nicht mehr unmittelbar über der Haarwurzel, also verlustlos, durchschneiden, sondern man kann sie nur durchreißen, wobei es dem Zufall überlassen bleibt, ob das Haar über der Haar-,v urzel oder über der stumpfen Zahnkante oder an der Einspannstelle, an der es festgehalten und gespannt wird, durchreißt. Daher treten in diesem Fall sehr große Verluste an Haarlänge auf.
  • Durch die Erfindung werden diese Schwierigkeiten behoben. Die Erfindung sieht zum Durchtrennen der gespannten Haare ein Enthaarungswerkzeug vor, das an seiner Arbeitsfläche oder :@.rbeitslcante quer zur Längsrichtung feine Einschnitte besitzt von so gerin.ger Breite, daß sie zwar kleine Haarbüschel bei der Bewegung des Enthaarungswerkzeuges erfassen und über ihrer Kante durchtrennen, daß sich aber die Haut unter dem Arbeitsdruck nicht in die Einschnitte wesentlich hineinwölben kann und daß auch nicht kleine Falten oder die natürlichen Unebenheiten der Haut wesentlich erfaßt und abgeschert -%verclen können. Die Abstände dieser Einschnitte voneinander sind soweit, daß die dazwischenliegenden glatten Flächen eine sichere Auflage auf der Haut gewährleisten und ein Einsinken der Einschnittkanten in die Haut und damit eine weitgehende Verletzung der Haut durch diese Kanten verhindern. Als Werkstoff wird in .der Regel gehärteter Stahl oder anderes hartes :Material verwendet.
  • In der beiliegenden Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel ein Stück aus einem Enthaarungs-,verkzeug gemäß der Erfindung in Abb. i schaubildlich, jedoch stark vergrößert dargestellt. Die übrigen Abbildungen zeigen Ansichten oder Querschnitte in ungefähr natürlicher Größe. Im einzelnen zeigt Abb. 2 das gleiche Ausführungsbeispiel von vorn. Abb. 3 von der Seite und ebb. 4. von unten gesehen. 'Mit a ist der Abstand der Einschnitte voneinander bezeichnet, b bezeichnet ihre Breite, (p den Winkel zwischen den Seitenflächen und der Arbeitsfläche _-f. Das Fell wurde mit F bezeichnet, der Pfeil deutet dessen Bewegungsrichtung an.
  • Wenn die Arbeitsfläche <1 ungefähr tangential zur Haut gestellt wird und die Haare quer zur Bewegungsrichtung der Arbeitsfläche längs der Hautoberfläche unter Zugspannung parallel liegen, dann ist es vorteilhaft, die Einschnitte, wie in Abb.3 angedeutet, auf der Rückseite geschlossen zu lassen. Es füllen sich zwar dann die Einschnitte mit Staub und Hautfett an, die Kanten K bleiben aber trotzdem wirksam, Ein überflüssig tiefes Eindringen der Haare in die Ausschnitte ist verhindert. In anderen Fällen empfiehlt es sich, dem Haarstaub Gelegenheit zum Abwandern zu geben. Dann werden die Einschnitte bis zur Rückseite durchgezogen (Abb. 5).
  • Man kann bei dieser Ausführungsform die Arbeitsfläche auch finit Vorteil durch Längsrillen unterbrechen, so .daß z. B. zwei getrennte schmale Arbeitsflächen entstehen, -wie in Abb. 6 beispielsweise dargestellt ist. Man steigert dadurch die Wirkung, ohne daß der erforderliche Auflagedruck der Arbeitsfläche vergrößert werden muß.
  • Der Winkel #p zwischen den Seitenflächen der Einschnitte und der Arbeitsfläche A beträgt in der Regel 9o°. Er kann aber auch mit Vorteil als spitzer Winkel ausgebildet werden (Abb.7). Bei einseitig gerichteter Bewegung genügt es, die wirksame Kante als spitzen Winkel auszuführen. Bei hin und her gehender Eewegung können beide Seiten des Einschnittes einen spitzen Winkel mit der Arbeitsfläche bilden, so daß der Querschnitt trapezförtnig wird.
  • Das Enthaarungswerkzeug gemäß der Erfindung eignet sich auch vorteilhaft für die Anwendung in Maschinen, bei denen die Haare im Augenblick der Durchtrennung durch entsprechende beliebige Organe ungefähr senkrecht zur Haut gespannt werden. Die Arbeitsfläche des Enthaarungswerkzeuges wird dann ebenfalls senkrecht zur Haut gestellt (Abb. S). Es ist ersichtlich, daß in diesem Fall eine wesentliche Verletzung der Haut d durch die besondere Ausbildung der Arbeitsfläche gemäß der Erfindung wirksam verhindert wird, ohne daß besondere Schutzvorrichtungen vorgesehen werden müssen, wie dies bei Anwendung von den bekannten Band-oder Kreismessern oder bei sägeartiger Zahnung der Fall ist. Alle bekannten Schutzvorrichtungen haben den Nachteil, daß sie ein Durchtrennen der Haare unmittelbar über der Haarwurzel verhindern. Denn durch die bekannten Schutzvorrichtungen wird ein Abstand zwischen Haar und Werkzeug gelegt. Dadurch entstehen schwere Haarverluste.
  • Aber auch bei der erstbeschriebenen Anwendungsart, d. h. wenn man die Arbeitsfläche direkt gegen die Haut und die längs der Haut liegend gespannten Haare (Abb. 3) richtet, ist im Gegensatz zu den bisher angewandten Enthaarungswerkzeugen eine wesentliche Verletzung der Haut durch die besondere Ausbildung der Arbeitsfläche gemäß der Erfindung wirksam behoben ohne Anwendung besonderer Schutzvorrichtungen. Bei Anwendung einer glatten oder gezahnten :Messerschneide gegen in gleicher Richtung liegende Haare würde die Haut unbedingt verletzt werden. Eine Schutzvorrichtung läßt sich in diesem Fall gar nicht anbringen, weil die Haare nicht unmittelbar an der Haarwurzel durchtrennt werden können. Da die Haare an der Haut aufliegen, wäre der Verlust durch eine dazwischentretende Schutzvorrichtung besonders groß und untragbar, wie man in Anbetracht der liegenden Haare leicht einsieht. :Man mußtedaher bei Maschinen, die sich dieser im übrigen sehr vorteilhaften Arbeitsstellung bedienen, auf eine Schutzvorichtung für die Haut verzichten. Die Vorteile dieser Arbeitsstellung, man kann liegende Haare leicht spannen, konnten bisher nur in Ausnahmefällen ausgenutzt werden, ohne eine beschädigte Haut in Kauf nehmen zu müssen.
  • Ebenso wird die Haut verletzt, wenn man eine säge- oder zahnradartige Zahnung nach bekanntem Vorschlag gegen die liegend gespannten Haare richtet. Selbst eine Verfeinerung solcher säge- oder zahnradartigen Zahnung bis in die kleinste exakt herstellbare Ausführungsform führt zu keiner entscheidenden Schonung der Haut. Bei einer sägeartigen Zahnung (Abb. g) wölbt sich die Haut unter dem notwendigen Arbeitsdruck auch bei feiner Zahnung in die Zahnlücken hinein. Auch bei sehr feiner Zähnung werden die scharfen Zähne durch den Arbeitsdruck in die weiche Haut eingedrückt und verletzen sie bei der Arbeitsbewegung unvermeidlich. Nicht wesentlich besser liegt der Fall bei der zahnradartigen Zahnung (Abb. 1o). Die Haut wölbt sich gleichfalls in die Zahnlücken. Die Zähne sinken unter dem notwendigen Arbeitsdruck wiederum in die weiche Haut ein, und zwar um so mehr, je feiner man die Zahnung ausführt. Die scharfen Kanten der Zahnung verletzen bei der Arbeitsbewegung daher die Haut. Wie ersichtlich sind Veränderungen der Abmessungen im Rahmen der üblichen Zahnungsgdstaltung ohne Einfluß und beheben :die Schwierigkeiten in keiner Weise. Erst die grundsätzliche Abänderung der Verhältnisse an der Arbeitsfläche gemäß .der Erfindung schafft Abhilfe. Die Einschnittbreite b beträgt z. B. für normal starke Kaninhäute etwa 0,5 mm oder weniger. Der Abstand a hingegen etwa z bis 3 mm. Diese !angen Flächen können nicht in die Haut einsinken, und ebensowenig kann sich die Haut in diese feinen Einschnitte hineinwölben. Hingegen werden die noch viel feineren Haare erfaßt und .durchtrennt. Somit ist durch die Erfindung ein gleichsam selektiv wirkendes Werkzeug gewonnen.
  • Als Werkstoff für die Herstellung des Enthaarungswerkzeuges wird, wie erwähnt, in der Regel gehärteter Stahl, in den die Einschnitte vor dem Härten eingeschnitten werden, oder anderes hartes Material von entsprechender Eignung verwendet. Man kann dem Enthaarungswerkzeug jede geeignete Gestalt geben, so"veit sich dabei die für die Erfindung wesentliche Ausbildungsweise der Arbeitsfläche anwenden läßt. Beispielsweise kann man dem Enthaarungswerkzeug eine linealförmige Gestalt bei hin und her gehender Arbeitsbewegung geben, oder man kann die Arbeitsflächen von umlaufenden Stahlbändern oder von Scheiben gemäß der Erfindung ausbilden.
  • Das Enthaarungswerkzeug muß nicht immer aus einem Stück hergestellt werden. Man kann auch die Ausführung der Arbeitsfläche gemäß der Erfindung aus Einzelbestandteilen zusammensetzen. Eine sehr vorteilhafte Ausführungsform ist z. B. folgende: Ein Lineal aus einem starren oder insbesondere aus einem elastischen Material oder ein endloses Band wird an einer als Arbeitsfläche gewählten Kante oder Zone mit schmalen Metallbügelchen versehen, deren geschliffene Kanten eng aneinandergesetzt werden, so daß dadurch eine Arbeitsfläche entsteht, bei der die Kanten je zweier aneinanderstoßender Stahlbügel die Kanten K der Einschnitte etwa nach Abb. i ersetzen. Dabei können die Bügel auf beiden Enden auf dem Träger befestigt sein, oder sie werden nur auf einem Ende festgemacht und wirken .dann insbesondere mit dem freien Ende. Diese Bügel können auch aus rundem Stahldraht hergestellt werden, die, eng gesetzt, nachträglich bis zum halben Durchmesser abgeschliffen werden, um die Arbeitsfläche gemäß der Erfindung zu ergeben. Man erhält auf diese Weise ein nachgiebig wirkendes Enthaarungswerkzeug, das sich etwaigen Unebenheiten des Felles bis zu gewissem Grade anschmiegt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Enthaarungswerkzeug für Felle zum Durchtrennen von durch Zugkraft parallel gerichteten und gespannt gehaltenen Haaren mittels einer quer zur Haarrichtung längs der Hautoberfläche bewegten schmalen Arbeitsfläche oder -kante, die mit senkrecht zu ihrer Längsrichtung verlaufenden Einschnitten versehen ist, deren Kanten bei der Arbeitsbewegung des Werkzeuges die Haare vorteilhaft unmittelbar über der Haarwurzel erfassen, dadurch gekennzeichnet, daß die Einschnitte der Arbeitsfläche oder Arbeitskante eine gegenüber den Abständen zwischen den Einschnitten sehr geringe Breite (b) besitzen, wobei die Einschnitte zwar kleine Haarbüschel zu erfassen und über ihrer Kante durchzutrennen vermögen, aber kein wesentliches Hineinwölben der Haut in die Einschnitte, und zwar auch nicht unter etwaigem Arbeitsdruck, und auch kein Erfassen und kein Abscheren kleiner Falten oder natürlicher Unebenheiten der Haut gestatten, während die dazwischenliegenden glatten Flächen eine sichere Auflage auf der Haut gewährleisten und ein Einsinken der Einschnittkanten in die Haut und damit eine weitgehende Verletzung der Haut durch diese Kanten verhindern. z. Enthaarungswerkzeug nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an den wirksamen Kanten der Einschnitte der Winkel (cp) zwischen Arbeitsfläche und Einschnittseitenwand go' oder kleiner als go° ist, und zwar im Falle einer hin und her gehenden Bewegung an beiden Kanten oder im Falle einer in einer Richtung verlaufenden gleichförmigen BecvegUng nur an der wirksamen Kante. 3. Enthaarungswerkzeug nach Anspruch i bis -2, dadurch gekennzeichnet. daß die Einschnitte rückwärts geschlossen sind. Enthaarungswerkzeug nach Anspruch i bis -2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einschnitte zum Abwandern des Haarstaubes aus ihnen rückseits offen sind. Enthaarungswerkzeug nach Iiiispruch i bis .t, gekennzeichnet durch mehrere nebeneinanderliegende schmale Arbeitsflächen (Abb.6). 6. Enthaarungswerkzeug nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitsfläche aus einem als "I'räger oder Unterlage dienenden starren oder vorzugsweise elastischen Material besteht, auf dem starre oder vorzugsweise elastische Bügel mit geeignet geschliffenen Kanten eng aneinandergereiht sind, so daß die Fanten je zweier aneinanderstoßender Bügel die Wirkungen der Kanten oder Einschnitte ersetzen.
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