-
Schloß, insbesondere für Haut- und Nebenschlüssel Die Erfrudung bezieht
sich auf ein Schloß, insbesondere für Haupt- und Nebenschlüssel.
-
Es ist bekannt, Schlösser mit einem durch Zuhaltungen gesicherten
Riegelsperrglied so einzurichten, daß sie mittels mehrerer Schlüssel mit unterschiedlich
abgestuften Bärten geschlossen werden können (Hauptschlüsselein-,richtung). Zu dem
Zwecke weist wenigstens ein Teil der Zuhaltungen zwei oder mehrere in verschiedener
Höhenlage angeordnete Einschnitte zum Eingriff eines flachen Ansatzes des Riegelsperrgliedes
auf mit der Folge, daß diese Zuhaltungen durch unterschiedlich hohe Bartstufen .eingeordnet
werden können. Bei den gebräuchlichen Schlössern dieser Art sind die Zuhaltungen
neben dem Riegelschaft angeordnet. Die Bedienung geschieht mittels eines einbärtigen
Schlüssels, dessen abgestufter Bart sowohl das Einordnen der Zuhaltungen als auch,
und zwar entweder unmittelbar oder mittels eines im Schloß gelagerten Riegelmitnehmers,
den Riegel sowie gegebenenfalls auch das Riegelsperrglied verstellt. Infolge dieser
Anordnung ist die Zahl der Zuhaltungen bei der üblichen Schloßdicke engbegrenzt,
da nur der zwischen dem regelmäßig etwa die Dicke zweier Zuhaltungen aufweisenden
Riegelschaft und der ihm abgekehrten Schloßwand verbleibende lichte Raum für die
Unterbringung von Zuhaltungen zur Verfügung steht. Ist das Riegelsperrglied zu einer
ebenfalls neben dem Riegelschaft liegenden Platte ausgebildet, dann wird der Raum
für die Zuhaltungen noch weiter eingeengt. Bei der kleinen Zahl von Zuhaltungen
ist natürlich die Zahl der möglichen Schließungen beschränkt. Gleichzeitig wird
dadurch, daß je nach der Ausdehnung der Hauptschlüsseleinrichtung eine mehr oder
weniger große Zahl von Zuhaltungen mehrere Freigabestellungen
hat,
auch die Sicherheit gegen Öffnen mittels Nachschlüssels stark herabgesetzt. Soll
die Sicherheit des Schlosses nicht auf ein ganz unzulänglich kleines Maß herabgedrückt
werden, dann ist die Zahl der einerseits je mittels eines eigenen Schlüssels (Nebenschlüssels)
und anderseits mittels eines gemeinsamen Schlüssels (Haupt- oder Gruppenschlüssels)
schließbaren Schlösser sowie der wiederum mittels eines weiteren Haupt- oder Generalhauptschlüssels
schließbaren Schloßgruppe engbeg renzt.
-
Es ist früher einmal ein Schloß mit einem durch Zuhaltungen gesicherten
Riegelsperrglied bekanntgeworden, bei dem die Zuhaltungen statt neben dem Riegelschaft
auf der diesem gegenüberliegenden Seite des Schlüsselloches angeordnet sind. Dabei
liegt neben dem Riegelschaft nur ein plattenförmiges Riegelsperrglied sowie gegebenenfalls
ein Querschieber zum Verstellen eines Wechselhebels. Die Bedienung dieses Schlosses
geschieht durch einen doppelbärtigen Schlüssel, der einen zum Ausheben des Sperrgliedes
und dem Verschieben des Riegels sowie gegebenenfalls zum Betätigendes Wechsels dienenden
stufenlosen Hauptbart und einen zum Einordnen der Zuhaltungen dienenden abgestuften
Gegenbart aufweist. An eine Bedienung mittels mehrerer verschieden abgestufter Schlüssel
(Haupt- und Nebenschlüssel) ist bei diesem Schloß nicht gedacht worden.
-
Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß die in einer seit 5o
Jahren unbeachtet gebliebenen Patentschrift gezeigte Verlegung der ein Riegelsperrglied
sichernden Zuhaltungen auf die dem Riegel gegenüberliegende Seite des Schlüsselloches
sich für Schlösser mit Hauptschlüsseleinrichtung ganz besonders eignet und das lang
gesuchte Mittel bietet, um die Grenzen, welche die Ausdehnung des Hauptschlüsselsystems
bei Sicherheitsschlössern mit durch Zuhaltungen gesichertem Riegelsperrglied bisher
behinderten, niederzureißen.
-
In Auswirkung dieser Erkenntnis werden erfindungsgemäß bei einem Schloß
mit durch Zuhaltungen gesichertem Riegelsperrglied zwei an sich bekannte Gruppen
von Zuhaltungen miteinander vereinigt, und zwar besteht das Wesen der Erfindung
in der Vereinigung einer Gruppe von auf den Riegel einwirkenden, neben dem Riegel
gelagerten Zuhaltungen mit einer auf der gegenüberliegenden Seite des Schlüsselloches
gelagerten zweiten Zuhaltungsgruppe für ein den Riegel unmittelbar oder mittelbar
sicherndes Sperrglied. Während die Zuhaltungen der zweiten Gruppe zwecks Einstellung
mittels " mehrerer verschieden abgestufter Schlüsselbärte nach Bedarf mit einem,
zwei oder mehr Schlitzen zum Eingriff eines flachen ä\iisatzes oder Anschlagstückes
des Riegelsperrgliedes versehen sind, können die Zuhaltungen der ersten Gruppe unmittelbar
mit Sperrteilen des . Riegelschaftes, z. B. mit einem bekannten Sperrstift, zusammenwirken
und beispielsweise als Chubbzuhaltungen oder in ähnlicher Weise ausgebildet sein.
Eine besonders vorteilhafte Ausführung besteht darin, daß die neben dem Riegelschaft
angeordneten Zuhaltungen der ersten Gruppe sämtlich oder zum Teil ebenfalls den
Riegel über ein Sperrglied sichern und zu dem Zwecke mit einer Anschlagkante oder
einem oder mehreren an dieser Kante vorgesehenen Eingriffschlitzen für ein mit dem
Sperrglied gekuppeltes flaches Anschlagstück versehen sind.
-
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung des. Schlosses ist erreicht,
daß unter Aufrechterhaltung oder gar Erhöhung der Sicherheit gegen Aufsperren mittels
Nachschlüssels die Zahl der möglichen Schließungen und damit zugleich die Zahl der
je durch einen eigenen Schlüssel und durch einen gemeinsamen Hauptschlüssel oder
Gruppenschlüssel zu schließenden Schlösser sowie endlich die Zahl der wiederum durch
einen übergeordneten Haupt- oder Generalhauptschlüssel zu schließenden Schloßgruppen
in einem bisher ungeahnten Ausmaß erhöht werden kann. Ja darüber hinaus besteht
die Möglichkeit, auch die Gruppenanordnung auszuweiten oder, mit anderen Worten,
die Zahl der einander übergeordneten Schloßgruppen und'Hauptschlüssel zu vermehren.
Der Grund hierfür liegt zunächst darin, daß infolge Anordnung zweier durch die beiden
Bärte eines Doppelbartschlüssels einzuordnender Zuhaltungsgruppen die Gesamtzahl
der Zuhaltungen erhöht wird, was eine beträchtliche Vergrößerung der Zahl der möglichen
Schließungen ergibt. Dazu kommt, daß für die mit dem Riegelsperrglied zusammenwirkenden
Zuhaltungen deshalb, weil für ihre Unterbringung auf der dem Riegel gegenüberliegenden
Seite des Schlüsselloches die volle lichte Weite zwischen den Schloßwänden zur Verfügung
steht, in jedem Falle ein überwiegender Teil der insgesamt vorhandenen Zuhaltungen
für das Einordnen mittels mehrerer unterschiedlicher Schlüsselbartstufen einzurichten
ist. Der größte Erfolg wird dann erreicht, wenn auch die neben dein Riegelschaft
angeordnete Zuhaltungsgruppe mit einem Riegelsperrglied zusammenwirkt und somit
sämtliche Zuhaltungen den Riegel über ein Riegelsperrglied sichern. In diesem Falle
ist nämlich die Zahl und Anordnung der für das Einordnen mittels mehrerer unterschiedlicher
Bartstufen auswählbaren 1 Zuhaltungen am größten und vielseitigsten, so daß das
Hauptschlüsselsystem außerordentlich
weit ausgedehnt werden kann,
wobei aber wegen der großen Gesamtzahl der Zuhaltungen gleichwohl eine sehr hohe
Sicherheit der Schlösser gegen Öffnen mittels Nachschlüssels gewahrt ist.
-
Die neben dem Riegelschaft angeordneten Zuhaltungen können Schwenkzuhaltungen
sein. Wenn diese Zuhaltungen mit einem Riegelsperrglied zusammenwirken, ist es jedoch
-zwecks Kleinhaltens der Gesamtbreite des Schlosses und des Dornmaßes vorteilhafter,
sie als Schiebezuhaltungen auszubilden. Das mit den auf der gegenüberliegenden Seite
des Schlüsselloches liegenden Zuhaltungen zu-' sammenwirkende Riegelsperrglizd kann
dabei aus einer ebenfalls nach Art einer Schiebezuhaltung ausgebildeten Platte bestehen,
die mittels einer seitlichen Steuerkante einen doppelarmigen Hebel verstellt, der
den zum Eingriff in die Schlitze der Zuhaltungen dienenden flachen Ansatz trägt.
-
Die Zeichnung veranschaulicht drei Ausführungsbeispiele der Erfindung.
Es zeigen: Fig. i ein Schloß nach dem ersten Beispiel in Vorderansicht bei abgenommener
Decke und zurückgeschlossenem Riegel, wobei die unmittelbar unter der Schloßdecke
liegende Zuhaltung der oberen Zuhaltungsgruppe entfernt ist, Fig. z eine Draufsicht
auf den Schloßriegel und die diesem zugeordneten Zuhaltungen samt Riegelsperrglied,
wobei das Schloßgehäuse -nach der Linie A-A in Fig. i geschnitten und der Fallenwechsel
weggelassen ist, Fig. 3 einen senkrechten Teilschnitt nach der Linie B-B in Fig.
i mit durch den Schlüssel eingeordneten Zuhaltungen, Fig. q. ein Schloß nach dem
zweiten Beispiel in Vorderansicht bei abgenommener Decke und zurückgeschlossenem
Riegel, wobei die unmittelbar unter der Schloßdecke liegende Zuhaltung der oberen
Zuhaltungsgruppe entfernt ist, Fig.5 einen senkrechten Teilschnitt nach der Linie
C-C in Fig. q. mit durch den Schlüssel eingeordneten Zuhaltungen, Fig. 6 ein Schloß
mach dem dritten Beispiel in Vorderansicht bei abgenommener Schloßdecke und Fig.
7 einen Teilschnitt nach der Linie D-D in Fig. 6 mit durch den Schlüssel eingeordneten
Zuhaltungen.
-
Im Beispiel nach Fig. i bis 3 sind auf dem Schaft i des Schloßriegels
i, 2 über- oder untereinander ein Riegelsperrglied 3 und eine Gruppe von Zuhaltungen
q. und 5 angeordnet, die sämtlich um einen Stehstift 6 des Schloß-Bodens 7 drehbar
sind. Auf der dem Riegel i, 2 entgegengesetzten Seite der Schlüsselführung, nämlich.
unterhalb der in Schloß-Boden 7 und Decke z6 vorgesehenen Schlüssellöcher ä, ist
eine zweite Gruppe von Zuhaltungen 9 angeordnet, die gleichfalls um einen Stehstift
io schwenkbar sind.
-
Das Riegelsperrglied 3 besteht nach Art einer Zuhaltung aus einer
Platte, die ein Fenster i i enthält. an dessen Oberkante Ausschnitte 12 zum Eingriff
eines Tourenstiftes 13 des Riegelschaftes i vorgesehen sind. Vorzugsweise, aber
nicht notwendig weist das Fenster i i auch an seiner Unterkante Ausschnitte 14 für
den Tourenstift auf, so daß das Riegelsperrglied gleichzeitig wie eine Chubbzuhaltung
wirkt und deshalb einer genauen Einstellung durch eine passende Bartstufe bedarf.
Das Riegelsperrglied 3 hat einen mach unten gerichteten Arm 15 und ist so als Winkelhebel
ausgebildet. Der abwärts gerichtete Arm 15 ist mit einem zum Drehpunkt 6 konzentrisch
gekrümmten flachen Ansatz 16 versehen, der mit der unteren Gruppe von Zuhaltungen
9 zusammenwirkt. Die letzteren weisen zu dem Zwecke an ihrer dem Drehpunkt io abgekehrten
und konzentrisch zu diesem gekrümmten Seitenkante auf den flachen Ansatz 16 passende
Schlitze 17 auf. Ein mehr oder weniger großer Teil der Zuhaltungen 9 oder gegebenenfalls
auch sämtliche Zuhaltungen dieser Gruppe haben zwei oder drei in verschiedener Höhe
angeordnete Schlitze 17, so daß sie durch zwei oder drei unterschiedlich hohe Schlüsselbartstufen
eingeordnet werden können. Die Schlüsselangriffe 18 sind bei allen Zuhaltungen 9
so gestaltet, daß die Zuhaltungsplatten vor Beginn der Riegelbewegung eingeordnet
sind und sich bei dem auf die Riegelbewegung entfallenden Teil der Schlüsseldrehung,
während welcher Zeit die Zuhaltungen sich-in eingeordneter Lage befinden sollen,
möglichst wenig oder gar nicht bewegen. Der Schlüsselangriff i9 des Riegelsperrgliedes
3 ist dagegen so gestaltet, z. B. als vorspringender Nocken ausgebildet, daß das
Sperrglied nach erfolgter Einstellung der Zuhaltungen 9 ausgehoben wird. Es kann
sich während der ganzen Riegelverschiebung in Bewegung befinden, da es ohne weiteres
möglich ist, den mittleren schlitzförmigen Teil seines Fensters il schräg anzuordnen.
-
Die auf dem Riegelschaft i angeordnete Zuhaltungsgruppe enthält im
Beispiel nach Fig. i bis 3 zwei Arten von Zuhaltungen. Vier Zuhaltungen q. sind
nämlich Chubbzuhaltungen, die mit dem Tourenstift 13 des Riegelschaftes i zusammenwirken
und ein Fenster i i mit Ausschnitten 12 und 14 von der gleichen Art wie das Riegelsperrglied
3 enthalten. Ihre Schlüsselangriffe könnten ebenfalls in der gleichen Weise ausgebildet
sein wie derjenige des Sperrgliedes 3. Es können aber
auch, wie
gezeichnet, die bei Chubbzulialtungen üblichen Schlüsselangriffe 4.4 vorgesehen
sein. Die fünfte Zuhaltung 5, die zwischen zwei Chubbzuhaltungen.4- liegt, hat eine
abweichende Ausbildung. Sie besteht aus einer im wesentlichen kreisabschnittförmigen
Platte, deren konzentrisch zum Drehpunkt verlaufende Kante nach dem Riegelschaft
hin umgewinkelt ist und somit eine in der Bewegungsrichtung der Zuhaltung verlaufende
Leiste 2o bildet. Für das Zusammenwirken mit dieser Leiste 20 ist an der Vorderseite
des Riegelschaftes i ebenfalls eine Leiste 21 vorgesehen, die jedoch in Richtung
der Riegelbewegung verläuft. Die Riegelleiste -2i ist durch einen mittleren Ausschnitt
in zwei je einer Riegeltour entsprechende Abschnitte unterteilt. Bei einem eintourigen
Riegel würde nur ein Leistenabschnitt notwendig sein. In der Ruhestellung der Zuhaltung
5 liegt deren Leiste 2o je nach der Riegelstellung vor oder hinter einem Leistenabschnitt
oder zwischen den beiden Abschnitten der Leiste 2i, wodurch der Riegel i, 2 unverschiebbar
ist. Die Zuhaltungsleiste 2o enthält je nach Bedarf einen, zwei oder mehr Ausschnitte
45, die auf die Riegelleiste :21 eingestellt werden können, mit der Folge, daß die
letztere Leiste nicht gehemmt wird und der Riegel i, 2 von der Zuhaltung 5 freigeht
(vgl. das ältere Patent 6843i6, Fig. i bis 3). Die Zuhaltung 5 kann also für die
Einstellung mittels unterschiedlich hofier Schlüsselbärte eingerichtet werden. Damit
die Schlitze in ihrer Leiste 2o möglichst schmal ausfallen, wird der Schlüsselangriff
22 der Zuhaltung 5 zweckmäßig so ausgebildet, daß die Zuhaltung sich während des
auf die Riegelbewegung entfallenden Teiles der Schlüsseldrehung möglichst wenig
oder gar nicht bewegt. Die Zuhaltung 5 enthält ein Fenster 43 für den Durchlaß des
Tourenstiftes 13. Dieses Fenster ist so hoch, daß es ein Anheben der Zuhaltung 5
durch die höchste vorkommende Bartstufe gestattet.
-
Das Schloß wird mittels eines Schlüssels .s3 bedient, der zwei in
der Durchmesserrichtung gegenüberliegende Bärte aufweist, nämlich einen längeren
Hauptbart 24, der das Riegelsperrglied 3 und die dem Riegelschaft i zugeordneten
Zuhaltungen 4, 5 verstellt und den Riegel i, 2 bewegt, sowie einen kürzeren Gegenbart
-25, der die Zuhaltungen 9 der unteren Gruppe einordnet. Bei der ersten Halbdrehung
dieses mit waagerecht liegenden Bärten in das Schloß einzuführenden Schlüssels im
Schließungssinne stellen der Gegenbart 25 die Zuhaltungen 9 ein und der Hauptbart
-24 die Zuhaltung 5, worauf der Hauptbart unter gleichzeitiger Einstellung der Chubbzuhaltungen
4 und des Riegelsperrgliedes 3 den Riegel i, 2 verschiebt. Diese Ver- j schiebung
ist nur dann möglich, wenn alle Zuhaltungen sowie außerdem auch das Riegelsperrglied
genau eingestellt werden. Bei der zweiten Halbdrehung findet ein Schließen nicht
statt. Der Hauptbart :4. bewirkt eine Leerverstellung der unteren Zuhaltungen 9,
während der Gegenbart lediglich eine Leerverstellung der Zuhaltung 5 bewirkt, dagegen
an den Chubbzuhaltungen 4, dem Riegelsperrglied 3 und dem Riegelschaft i vorbeigeht,
ohne diese Teile zu beeinflussen. Die Sperrglieder kehren nach jeder Halbdrehung
des Schlüssels unter Wirkung ihrer Federn in die Ruhe- oder Sperrstellung zurück.
Beim Drehen des Schlüssels im Öffnungssinne findet die erste Halbdrehung leer statt,
während hei der zweiten Halbdrehung das richtige Einordnen der Zuhaltungen und das
Schließen des Riegels vor sich geht.
-
Wie ersichtlich, kann die untere Zuhaltungsgruppe 9 dadurch, daß unterhalb
des Schlüsselloches die ganze lichte Weite zwischen Boden 7 und Decke 26 für Zuhaltungsplatten
zur Verfügung steht, eine große Zahl von Zuhaltungen, im Beispiel acht Stück, enthalten.
Der Schloßriegel i, 2 wird unter Einrechnung des ebenfalls als Chubbzuhaltung ausgebildeten
Riegelsperrgliedes 3 im ganzen durch dreizehn Zuhaltungen gesichert, was eine außerordentlich
große Zahl von verschiedenen Schließungen und damit eine große Sicherheit gegen
Aufsperren mittels eines Nachschlüssels gewährleistet. Dabei halten sich die Abmessungen
des Schlosses, und zwar auch seine Dicke, in ganz normalen Grenzen. Wie weiterhin
ersichtlich, stehen für die Hauptschlüsseleinrichtung neun Zuhaltungen, nämlich
die acht Zuhaltüngen 9 und die Zuhaltung 5, zur Verfügung, die sämtlich so ausgebildet
werden können, daß sie wahlweise durch nur eine Bartstufe bestimmter Höhe oder durch
zwei oder drei Bartstufen unterschiedlicher Höhe eingeordnet werden können. Infolgedessen
kann die Zahl der einerseits durch je einen eigenen Schlüssel, anderseits durch
einen Haupt- oder Gruppenschlüssel schließbaren Schlösser sowie die Zahl der durch
einen weiteren Haupt- oder Generalhauptschlüssel schließbaren Schloßgruppen sehr
groß sein. Ja es ist ferner möglich, die Zahl der einander übergeordneten Schloßgruppen
und Schlüssel zu erhöhen. Endlich kann auch die Zahl der Schlösser, z. B. der Wohnungstürschlösser
eines 'Mietshauses, deren sämtlich unterschiedlicheSchlüssel gleichzeitig auf ein
anderes Schloß, nämlich z. B. das Aaustürschloß, passen, sehr groß sein. Trotzdem
bleibt in allen Fällen eine große Sicherheit der Schlösser gewahrt, da jedes Schloß
wenigstens einige Zuhaltungen, nämlich mindestens die Chubbzuhaltungen 4.
enthält,
die nur eine einzige Freigabestellung haben, Das in Fig. i bis 3 gezeichnete Schloß
ist mit einem in an sich bekannter Weise durch die untere Zuhaltungsgruppe 9 gesicherten
Fallenwechsel versehen. Eine besonders einfache und raumsparende Anordnung für diesen
Zweck besteht darin, daß am Riegel ein kleiner Zwischenhebel 27 schwenkbar gelagert
ist, der sich beim Zurückschließen des Riegels 1, 2 zwischen den Wechselhebel 28
und das Riegelsperrglied 3. einschiebt. Wird bei zurückgeschlossenem Riegel der
Schlüssel im Offnungssinne gedreht, dann werden bei der zweiten Halbdrehung durch
den Gegenbart 25 die Zuhaltungen 9 der unteren Gruppe eingeordnet, worauf der Hauptbart
24 des Schlüssels 23 das Riegelsperrglied 3 anhebt, das seinerseits über den Zwischenhebel
27 den Fallenwechsel 28 bedient. Die Zuhaltung 5 sowie die Chubbzuhaltungen 4 werden
durch den Hauptbart 24 ebenfalls mehr oder weniger angehoben, was jedoch wirkungslos
bleibt. Wenn die Chubbzuhaltungen 4, wie im gezeichneten Beispiel angenommen, einen
mit dem Angriff i9 des Sperrgliedes 3 übereinstimmenden Schlüsselangriff haben,
kann der Zwischenhebel 27 an seinem mit dem Sperrglied zusammenwirkenden Teil breiter
als dieses Glied ausgeführt werden, und gleichzeitig einen Teil' der Chubbzuhaltungen
4 übergreifen.
-
Wie insbesondere aus Fig. 3 ersichtlich, ist der Schloßboden 7 an
der Stelle, wo der Schlüssel 23 arbeitet; mit einer zum oberen, den Schlüsselschaft
aufnehmenden Teil des Schlüsselloches 28 konzentrischen, kreisförmigen Vertiefung
29 versehen, die so. bemessen ist, daß sie einen Endteil jedes Schlüsselbartes 24,
25 aufzunehmen vermag, und zwar einen Bartteil, dessen Breite gleich der Dicke einer
Zuhaltung 9 bzw. 4 ist. Durch diese Anordnung ist zunächst ermöglicht, in der unteren
Gruppe eine günstigste Zahl von Zuhaltungen 9 anzuordnen: Wenn die Vertiefung a9
nicht vorhanden wäre, müßte wegen der Bedienung des Schlosses von zwei Seiten und
der dadurch bedingteft symmetrischen Abstufung der Schlüsselbärte eine ungerade
Zahl von Zuhaltungen vorgesehen sein, die mit Rücksicht darauf, daß die Zuhaltungsplatten
eine gewisse Dicke haben müssen, nur sieben sein könnte. Bei Anordnung der Vertiefung
29 kann man eine gerade Zahl von Zuhaltungen 9 anordnen, und zwar können es bei
der gleichen lichten Weite des Schloßgehäuses acht Zuhaltungen sein, ohne daß deshalb
die Zuhaltungsplatten zu dünn werden. Der Schlüssel behält dabei seine symmetrische
Abstufung, da eine Endstufe jeweils in der Vertiefung des Schloßbodens liegt. Da
trotz symmetrischer Abstufung des Gegenbartes 25 eine gerade Zahl von Zuhaltungen
9 vorhanden ist, besteht ferner der Vorteil, daß nur sechs dieser Zuhaltungen paarweise
symmetrisch abgestuft zu sein brauchen, während zwei Zuhaltungen, nämlich die mit
der mittleren Bartstufe und die mit einer Endstufe des Gegenbartes 24 zusammenwirkende
Zuhaltung, ganz unabhängig von den anderen Zuhaltungen, d. h. unsymmetrisch, abgestuft
werden können. Ähnlich ergibt sich bei der oberen, dem Riegelschaft zugeordneten
Zuhaltungsgruppe der Vorteil, daß außer der mit der mittleren Stufe des ebenfalls
symmetrisch abgestuften Hauptbartes 24 zusammenwirkenden Zuhaltung auch die an der
Scliloßdecke 26 anliegende, mit einer Endstufe dieses Bartes zusammenwirkende Zuhaltung
unsymmetrisch ist.
-
Das Beispiel nach -Fig. i bis 3 könnte in manchen Punkten abgeändert
werden. So könnten die Zuhaltungen, und zwar entweder in der oberen oder unteren
Gruppe oder aber in beiden Gruppen, statt schwenkbar geradlinig auf und ab beweglich
geführt, d. h. als Schiebezuhaltungen ausgebildet sein. Auch das Riegelsperrglied
3 könnte nach Art einer Schiebezuhaltung geradlinig geführt sein, wobei ihm ähnlich
wie in dem noch zu beschreibenden zweiten Ausführungsbeispiel ein zweiarmiger Hebel
beizuordnen ist, der mit den unteren Zuhaltungen 9 zusammenwirkt. Die Zahl der Zuhaltungen
5, die eine mit einer Riegelleiste zusammenwirkende Sperrleiste tragen kann, könnte
größer sein als eins, und zwar könnten zwei solcher Zuhaltungen vorgesehen sein,
von denen die eine etwas breiter ist, so daß sie die andere übergreift. Die Riegelleiste
21 wird dann in eine größere Zahl von Abschnitten zerlegt. Wenn die oberen- Zuhaltungen
als Schiebezuhaltungen ausgebildet sind, könnten die Zuhaltungen 5 je eine in Richtung
der Riegelbewegung verlaufende Leiste tragen, während am Riegelschaft 2 eine in
der Bewegungsrichtung der Zuhaltungen verlaufende Leiste angeordnet ist, die -Ausschnitte
enthält, auf welche die Leisten der Zuhaltungen bei deren Einordnen einzustellen
sind (vgl. das ältere Patent 684 316, Fig. q. bis 7). Gegebenenfalls können die
dem Riegelschaft i zugeordneten Zuhaltungen sämtlich Chubbzuhaltungen 5 sein. Endlich
könnte für das Zusammenwirken mit den Zuhaltungen 9 an Stelle der Sperrplatte 3
1 ein mit einer Nase in Schrägrasten des Riegelschaftes i eingreifender Winkelhebel
ähnlich dem Hebel 38, 39 in Fig.4 vorgesehen sein, wobei die in Fig. i gezeichnete
Sperrplatte 3 unter Wegfall des Armes 15 zu einer reinen i Zuhaltung wird. .
-
Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 und 5
ist die Anordnung
und Ausbildung der unteren Gruppe von Zuhaltungen 9 die gleiche wie im ersten Beispiel.
Auch ist wieder wie in diesem Beispiel dem Riegelschaft i außer einem Sperrglied
3 eine Anzahl von Zuhaltungen 30 zugeordnet, die aber ebenso wie das Sperrglied
3 geradlinig auf und ab beweglich geführt, d. h. Schiebezuhaltungen sind. Die Schlüsselangriffe
sämtlicher Zuhaltungen 9 der unteren Gruppe sowie sämtlicher Zuhaltungen 3o der
oberen Gruppe mit Ausnahme allein der Sperrplatte 3 weisen einen Schlüsselangriff
18 bzw. 31 von solcher Form auf, daß die Zuhaltungen bei Beginn der Riegelvegschiebung
bereits eingeordnet sind und sich während der Riegelverschiebung nicht oder nicht
merklich mehr bewegen. Das läßt sich bei Schiebezuhaltungen besonders gut erreichen;
diese stehen nach der Einordnung praktisch still. Die Sperrplatte 3 weist hingegen
wieder ähnlich wie im ersten Beispiel einen nockenförmigen Schlüsselangriff ig auf,
der zur Folge'hat, daß diese Platte nach dem Einordnen der mit ihr zusammenwirkenden
-Zuhaltungen 9 angehoben wird. Da die senkrecht verschiebbare Sperrplatte 3 zur
unmittelbaren Einwirkung auf die unteren Zuhaltungen 9 nicht geeignet ist, ist ihr
ein rechts vom Sperrglied auf einem Stehstift 32 des Schloßboderis gelagerter doppelarmiger
Hebel 33, 34 zugeordnet, dessen oberer Arm 33 sich unter Wirkung einer Feder gegen
eine oben an der Sperrplatte 3 vorgesehene Steuerkante 35 stützt, während der untere
Arm 34 den zum Eingriff in die Schlitze 17 der Zuhaltungen 9 bestimmten flachen
Ansatz 16 trägt. Beim Anheben der Sperrplatte 3 drückt die Steuerkante 35 den oberen
Hebelarm 33 nach außen, wodurch der untere Hebelarm 3.4 einwärts, d. h. gegen die
Zubaltungen 9, verschwenkt wird.
-
Die dem Riegelschaft i zugeordneten Zuhaltungsplatten 30 sind
abweichend vom ersten Beispiel keine Chubbzuhaltungen, sondern ähnlich wie die inneren
Zuhaltungen 9 für das Zusammenwirken mit einem Riegelsperrglied eingerichtet. Sie
weisen an ihrer dem Hebel 33, 34 abgekehrten senkrechten Kante Schlitze 36
zum Eingriff eines flachen Ansatzes 37 eines Sperrhebels 38, 39 auf, wobei wieder
je nach Bedarf eine oder mehrere Zuhaltungen mehr als einen, nämlich zwei oder drei
Schlitze enthalten. Der mit den Zuhaltungen 30 zusammenwirkende Sperrhebel
ist ein oberhalb des Riegelschaftes i um einen Stehstift 42 drehbar gelagerter Winkelhebel,
dessen abwärts gerichteter Arm 39 den flachen Ansatz 37 trägt, während sich
am seitwärts gerichteten Arm 38 eine keilförmige oder gegebenenfalls auch rundliche
Nase 4.o befindet, die unter Wirkung einer den Hebel in seine Ruhelage drehenden
Feder in Schrägrasten 4.1 an der Oberkante des Riegelschaftes i eingreift. Der Winkelhebel
38, 39 wird bei der Verschiebung des Riegels 1, 2 durch die Schrägrasten 41 aus
seiner Ruhestellung verdrängt, wodurch sein den Ansatz 37 tragender Arm gegen die
Zuhaltungsplatten 30 verschwenkt wird.
-
Die Sperrplatte 3 wirkt ähnlich wie die Sperrplatte im ersten Beispiel
mit einem Tourenstift 13 am Riegelschaft i zusammen, zu welchem Zwecke sie ein Fenster
i i enthält, das an seiner Oberkante Ausschnitte i2 zum Eingriff des Tourenstiftes
13 aufweist. Die Zuhaltungsplatten 30 sind gleichfalls mit Fenstern i i zum
Durchlaß des Tourenstiftes 13 versehen. Diese sind so hoch, daß die Zuhaltungsplatten
durch die höchsten vorkommenden Bartstufen angehoben werden können, ohne daß eine
Behinderung durch den Tourenstift eintritt. Es empfiehlt sich, an den Oberkanten
ihrer Fenster ebenfalls Ausschnitte 12 für den Eingriff des Tourenstiftes 13 vorzusehen.
Es besteht dann der Vorteil, daß die in Ruhestellung befindlichen Zuhaltungen 30
den Riegel 1, 2 nicht nur über den Hebel 38. 39, sondern auch unmittelbar sperren,
so daß die bei einem etwaigen Versuch des gewaltsamen Zurückdrückens des Riegels
1, 2 auftretenden Beanspruchungen gleichzeitig von der Sperrplatte 3 und allen Zuhaltungsplatten
3o aufgenommen werden. Die Sperrplatte 3 kann ebenfalls zu einer mit dem Sperrhebel
28, 30 zusammenwirkenden Zuhaltung ausgebildet sein und zu dem Zwecke an
ihrer dem Hebelarm 39 zugekehrten Kante mit Schlitzen 36' zum Eingriff des flachen
Ansatzes 37 versehen sein, wie dies in der Zeichnung veranschaulicht ist. Von dieser
Ausbildung kann aber auch abgesehen werden, und es kann die Sperrplatte 3 an ihrer
dem Hebelarm 39 zugekehrten Seite so ausgeschnitten sein, daß der flache Ansatz
37 des Sperrhebels 38, 39 die Platte 3 nicht berührt.
-
Die Bedienung des Schlosses geschieht wieder durch einen doppelbärtigen
Schlüsse123 mit einem längeren Hauptbart 24. und einem kürzeren Gegenbart 25 Bei
der Drehung des in Fig. i in der Einführungsstellung gezeig- i ten Schlüssels im
Sinne des Verschließens des Riegels «-erden zunächst durch den unteren Gegenbart
24 die Zuhaltungen 9 und durch den Hauptbart 25 die Zuhaltungen 30 eingeordnet,
worauf der Hauptbart 24 die i Sperrplatte 3 anhebt und den Riegel 1, 2 verschiebt.
Durch das Anheben der Sperrplatte 3 wird der untere Arm des Hebels 33. 34 gegen
die Zuhaltungen 9 verschwenkt, @@,-übei sein flacher Ansatz i6 in die Schlitze 17
eintritt. i Gleichzeitig wirddurchdiekiegelverschiebung der Winkelhebel
38,39 verschwenkt, derart, daß
sein flacher Ansatz 37 in
die Schlitze 36, 36' der Zuhaltungen 30 und der Sperrplatte 3 eintritt. Bei
der zweiten Halbdrehung wird lediglich eine unwirksam bleibende Verstellung der
Zuhaltungen 9 und 3o bewirkt, während Sperrplatte und Riegel unbeeinflußt bleiben.
Beim Öffnen des Schlosses ist, wie schon mit Bezug auf das erste Beispiel bemerkt,
die erste Halbdrehung wirkungslos, und es findet bei der zweiten Halbdrehung das
richtige Einordnen der Zuhaltungen und das Verschieben des Riegels statt.
-
Wieersichtlich, stehenbei demAusführungsbeispiel nach Fig.4 und 5
nicht nur sämtliche unteren, sondern auch sämtliche oberen Zuhaltungen, gegebenenfalls
auch die Sperrplatte, also insgesamt zwölf bzw. dreizehn Zuhaltungen, zur Verfügung,
die je wahlweise mit einem, zwei oder auch drei Schlitzen für den Eingriff der flachen
Ansätze von Riegelsperrgliedern ausgestattet werden können. Die Zahl derjenigen
Zuhaltungen, die zur Einordnung mittels mehrerer verschieden hoher Bartstufen ausgewählt
werden können, ist also außerordentlich hoch, wodurch das jetzt bei Sicherheitsschlössern
mit plattenförmigen Zuhaltungen verhältnismäßig engbegrenzte Hauptschlüsselsystem
eine bisher ganz ungeahnte Ausdehnungsmöglichkeit erhält. Es ist beispielsweise
möglich, Hauptschlüsselanlagen mit Tausenden von verschieden schließenden Schlössern
zu schaffen, die sämtlich .durch einen Generalhauptschlüssel schließbar sind. Diese
Schlösser können in mehrere hundert Gruppen unterteilt werden, die wieder durch
einen Gruppenschlüssel schließbar sind. Die Gruppen können ihrerseits in bis zu
hundert Untergruppen unterteilt werden, die je durch einen eigenen Untergruppenschliissel
schließbar sind. Dabei wird aber trotz der riesigen Ausdehnung des Hauptschlüsselsystems
bei allen. Schlössern eine große Sicherheit gegen Aufsperren mittels Nachschlüssels
erreicht. Besonders bemerkenswert ist, daß auch bei dieser Ausführungsform die-
Abmessungen der Schlösser sich trotz der großen Zahl von ZuhaItungen in normalen
Grenzen halten, und daß vor allem die Dicke des Schlosses nicht größer ausfällt
als diejenige eines der bisher üblichen Sicherheitsschlösser mit plattenförmigen
Zuhaltungen.
-
Das Ausführungsbeispiel nach'Fig. 4 und 5 kann ebenfalls in manchen
Punkten abgeändert werden. So könnten die unteren Zuhaltungen 9 ebenfalls als Schiebezuhaltungen
ausgebildet sein, wie umgekehrt die oberen Zuhaltungen 30 und das Sperrglied
3 statt verschiebbar schwenkbar gelagert werden können. Im letzteren Falle kann
der doppelarmige Hebel 33, 34 entbehrt und die Sperrplatte 3, ähnlich wie in Fig.
i mit einem abwärts gerichteten Arm 15 versehen sein. Bei Anordnung eines mit den
unteren Zuhaltungen 9 zusammenwirkenden Hebels 33, 34 wie in Fig.4 könnte dieser
Hebel statt durch eine Sperrplatte auch durch Schrägrasten am Riegelschaft i, a
bewegt werden, und zwar könnte dabei seine Bewegung von der Bewegung des in die
Schrägrasten 41 eingreifenden Winkelhebels 38, 39 abgeleitet werden. Es ist hierfür
nur nötig, den oberen Arm 33 des Hebels 33, 34 so auszubilden, daß er den seitwärts
gerichteten Arm 38 des Winkelhebels 38, 39 übergreift. Wenn der mit den unteren
Zuhaltungen 9 zusammenwirkende Hebel 33, 34 durch Schrägrasten des Riegelschaftes
i bewegt wird, wird die in Fig.4 gezeigte Sperrplatte 3 zu einer Zuhaltung der gleichen
Art wie die Zuhaltungsplatten 3o. Eine weitere Abänderungsmöglichkeit besteht darin,
daß der mit den Zuhaltungen 30 zusammenwirkende Hebel 38, 39 ähnlich wie
der Hebel 33, 34 durch die Sperrplatte 3 verstellt wird. Dies kann beispielsweise
dadurch geschehen, daß der seitwärts gerichtete Arm 38 des Winkelhebels 38, 39 an
der Oberkante der Sperrplatte 3 anliegt. Endlich könnte das Beispiel nach Fig. -.
und 5 noch dahin geändert werden, daß nur ein Teil der oberen Zuhaltungen
30 mit dem kiegelsperrglied 38, 39 zusammenwirkt, während der Rest als Chubbzuhaltungen
ausgebildet ist.
-
Beim Beispiel nach Fig.4 und 5 ist der Schloßboden 7 wieder mit einer
Vertiefung ?9 versehen, in die der Schlüssel mit einem Ende -der beiden Bärte
24, 25 eingreift. Zusätzlich zu dieser Vertiefung kann in beiden Ausführungsformen
ein Riegelmitnehmer in Form einer in der Vertiefung 29 drehbar gelagerten Kreisscheibe
angeordnet werden, die einen Schlitz zum Eingriff des Schlüssels enthält. Diese
Scheibe ist an ihrem Umfange mit einer Riegelmitnehmernase versehen; sie kann außerdem
auch noch eine Schlüsselführungspfeife tragen. Der Riegelmitnehmer nimmt jeweils
einen zwei Bartstufen umfassenden Teil der beiden Schlüsselbärte 25 in sich auf.
Es fällt dann zwar unten eine Zuhaltung weg. Dafür besteht aber der Vorteil, daß
sowohl in der unteren als auch in der oberen Gruppe trotz symmetrischer Bartabstufung
je drei unsymmetrische Zuhaltungen vorhanden sind, was eine große Verschiedenheit
in den Schließungen ermöglicht. Ferner können in diesem Falle beide Bärte 24 und
z5 des Schlüssels verhältnismäßig kurz sein und gewü nschtenfalls sogar gleich kurz
gemacht werden. Bei Vorhandensein eines Doppelbartschlüssels mit zwei Bärten gleicher
Länge besteht schließlich die Möglichkeit, beide Bärte übereinstimmend abzustufen.
Man kann dann den Riegelmitnehmer mit
zwei Mitnehmernasen versehen,
so daß die beiden Riegeltouren nacheinander bei einer Schlüsselumdrehung geschlossen
werden.
-
Die Ausführung nach den Abb. 6 und ; stimmt mit dem Beispiel nach
Fig. 4 und 5 darin überein, daß beide Gruppen von Zuhaltungen 9 und 3o den Riegel
1, 2 über ein besonderes Sperrglied 3 bzw. 38, 39 sichern, und daß die dem Riegelschaft
i zugeordneten Zuhaltungen 30 sowie die Sperrplatte 3, welche den mit den
unteren Zuhaltungen 9 zusammenwirkenden Hebel 33, 34 verstellt, geradlinig auf und
ab beweglich geführt sind. Ein wesentlicher Unterschied liegt darin, daß das mit
den auf dem Riegelschaft angeordneten Zuhaltungen 30 zusammenwirkende Sperrglied
38, 39 nicht wie in Fig. 4 und 5 einen flachen Ansatz trägt, sondern einen dünnen
Stahlblechschieber 37' verstellt, der mit seinem Ende in Schlitze 36 der Zuhaltungen
3o eintritt. Der Riegelsperrhebel hat wieder die Form eines Winkelhebels, ist aber
so angeordnet, daß sein mit der Nase 40 in die Schrägrasten 41 des Riegelschaftes
eingreifender Arm 38 nach dem Schloßstulp hin zeigt, während sein anderer Arm 39
aufwärts gerichtet ist. Dieser etwas nach vorn verkröpfte Arm greift mit einem freien
Ende in einen Ausschnitt des flachen Stahlblechschiebers 37' ein, der in einem waagerechten
Schlitz einer oberhalb des Riegelsperrgliedes am Schloßboden 7 befestigten Metallschiene
43 geführt ist. Der Schieber 37' steht unter Wirkung einer in einer Bohrung der
Metallschiene 43 angeordneten Feder 44, die ihn stets in Richtung nach dem Schloßstulp
hin in seine Ruhelage drückt. Der Schieber 37' nimmt dabei seinerseits den Winkelhebel
38, 39 mit, der auf diese Weise ebenfalls in seine Ruhe-oder Sperrlage bewegt und
darin gehalten wird. Die Zuhaltungsplatten 30 sowie die zwischen diesen angeordnete
Sperrplatte 3, die eine im wesentlichen rechteckige Umrißfigur haben, sind je mit
einem links angeordneten unteren und einem rechts angeordneten oberen zungenförmigen
Fortsatz geradlinig geführt, und zwar einerseits mittels eines Schlitzes auf einem
Stehstift 47 und anderseits dadurch, daß die obere Zunge 30' in einem Ausschnitt
der Metalleiste 43 läuft. Der obere zungenförmige Fortsatz 3ö einer jeden Zuhaltungsplatte
30 sowie auch der Sperrplatte 3 enthalten wenigstens je einen waagerechten
Schlitz 36, der bei eingeordneter Zuiialtung auf den flachen Schieber 37' eingestellt
ist, so daß dieser mit seinem rechten Ende in die Schlitze eintreten kann. Ein mehr
oder weniger großer Teil der Zuhaltungen 30 ist wieder mit zwei oder gar drei Schlitzen
versehen, damit diese Zuhaltungen mehrere Freigabestellunen haben, also mit unter-Z,
schiedlich hohen Bartstufen eingeordnet werden können. Im übrigen sind sowohl die
Zu-Ilaltungen 3o als auch die Sperrplatte 3 je mit einem rechteckigen Fenster i
i versehen, das an der Oberkante Ausschnitte 12 zum Ein-!@ griff eines Tourenstiftes
13 des Riegels 1, 2 enthält, wie dies schon mit Bezug auf die Fig. 4 und 5 beschrieben
ist. Das Fenster in der Sperrplatte 3 kann, da diese stets um den gleichen Betrag
gehoben wird, niedriger sein als die Fenster in den Zuhaltungsplatten 30.
-
Die Sperrplatte 3 weist für die Verstellung des rechts von ihr angeordneten
Hebels 33, 34, der den mit den unteren Zuhaltungen 9 zusaminenwirkenden flachen
Ansatz 16 trägt, an ihrer aufrechten Kante einen keilförmigen Ausschnitt 35, eine
Schrägrast, auf, in die der obere Arm 33 des Hebels 33, 34 mit einer keilförmigen
oder gegebenenfalls auch rundlichen Nase 35' eingreift.
-
In Fig.6 und 7 ist weiterhin noch eine kleine Abänderung insofern
gezeigt, als die Sperrplatte 3, deren Dicke dadurch, daß sie durch die Gegenstufe
der mit dem Riegelschaft i zusammenwirkenden Stufe des Hauptbartes 24 des Schlüssels
verstellt wird, doppelt so groß ausfällt wie die Dicke einer Zuhaltungsplatte 3o,
aus zwei auf einanderliegenden Platten von der Dicke einer Zuhaltung gebildet ist.
Es kann infolgedessen die zweiplattige Sperrplatte 3 aus dem gleichen Blech wie
die Zuhaltungen ausgestanzt werden.
-
Die Wirkungsweise des in den Fig. 6 und 7 gezeigten Schlosses ist
im wesentlichen die gleiche wie mit Bezug auf die Fig. 4 und 5 beschrieben. Bei
der Drehung des in der Einführungsstellung gezeigten Schlüssels 23 im Sinne des
Vorschließens des Riegels stellen der Gegenbart 25 und der Hauptbart 24 zu- i nächst
die unteren Zuhaltungen 9 und die oberen Zuhaltungen 30 ein, wonach der Hauptbart
24 einerseits die Sperrplatte 3 allliebt, anderseits den Riegel 1, 2 verschiebt.
Durch das Anheben der Sperrplatte 3 wird der Hebel 33, 34 mit seinem unteren, den
flachen Ansatz 16 tragenden Arm 33 gegen die Zuhaltungen 9 verschwenkt. Durch die
Riegelverschiebung wird dagegen der Winkelhebel 38, 39 gedreht mit der Folge, daß
sein Arm 39 den flachen Schieber 37' gegen die oberen Fortsätze 3o' der Zuhaltungen
30 und der Sperrplatte 3 bewegt.
-
Die Einrichtung nach Fig. 6 und 7 hat, wie ersichtlich, einerseits
den Vorteil, daß wegen der Anordnung des dünnen Stahlblechschiebers 37' die Schlitze
36 in den Zuhaltungen 30 der oberen Gruppe sehr schmal ausfallen, so daß eine feine
Bartabstufung möglich ist. Anderseits bestellt der Vorteil, daß sowohl die Gesamtbreite
des Schlosses als auch das Dornmaß sehr klein ausgeführt werden
können.
Dieser letztere Vorteil beruht in der Hauptsache darauf, daß das Riegelsperrglied
38, 39 als Winkelhebel mit einem aufwärts gerichteten Arm ausgebildet ist. Man könnte
deshalb das Beispiel nach Fig. 6 und 7 auch dahin abändern, daß der aufwärts gerichtete
Arm 39 des Winkelhebels 38, 39 einen in die Schlitze 36 der oberen Fortsätze 3ö
der Zuhaltungen 3o eingreifenden flachen Ansatz hat.
-
Das Beispiel nach Fig. 6 und 7 könnte ähnlich, wie schon mit Bezug
für das Beispiel nach Fig.4 und 5 angegeben, dahin abgeändert werden, daß die Bewegung
des mit der unteren Gruppe von Zuhaltungen 9 zusammenwirkenden Hebels 33, 34 von
dem in die Schrägrasten 41 des Riegelschaftes i eingreifenden Winkelhebel
38, 39 abgeleitet wird. Dies ist in einfacher Weise dadurch möglich, daß
der obere Arm 33 des Hebels 33, 34 mit einer nach dem Schloßboden 7 verkröpften
winkligen Verlängerung 45 versehen wird, deren seitwärts gerichteter Teil unterhalb
der oberen Fortsätze 30' der Zuhaltungen 3o auf dem Schloßboden liegt und
nach dem Winkelhebel 38, 39 hin zeigt. Am Winkelhebel wird dann ein ebenfalls auf
dem Schloßboden liegender Ansatz 46 vorgesehen, der bei der Verstelluiig des Hebels
38, 39 auf die Verlängerung 45 des Hebels 33, 34 drückt und somit diesen Hebel mit
verstellt. Zwischen dem Winkelhebel 38, 39 und dem Hebel 33, 34 kann gegebenenfalls
ein kleiner Leerlauf eingeschaltet werden, damit die Bewegung des unteren Armes
34 des Hebels 33, 34 nicht zu groß ausfällt. Ein solcher Leerlauf könnte im übrigen
auch bei der für das Beispiel nach Fig. 4 und 5 beschriebenen Abänderung, bei. der
eine abgewinkelte Verlängerung des oberen Armes 33 des Hebels 33, 34 den in Fig.4
gezeigten Winkelhebel 38, 39 übergreifen soll, um davon mitgenommen zu werden, mit
Vorteil angewendet werden.
-
Eine weitere mögliche Abänderung der Ausführungsform nach Fig. 6 und
7 besteht darin, da.ß der Hebel 33, 34 unter Fortfall des Drehzapfens
32 als einarmiger Hebel ausgebildet und mit seinem winklig abgebogenen und
verkröpften oberen Ende auf dem Drehzapfen 42 des Winkelhebels 38, 39 gelagert wird.
Der Hebel 33, 34 wird dann ebenfalls vom Winkelhebel 38, 39 bei dessen durch den
Riegelschaft i bewirktem Verschwenken mitgenommen, und zwar zweckmäßig wieder nach
einem gewissen Leerlauf. Bei Fortfall des Drehzapfens 3a könnte schließlich der
Hebel 33, 34 auch an der winklig abgebogenen Verlängerung 45 mit dem Winkelhebel
38, 39 starr verbunden bzw. damit einstöckig sein.
-
Wie -in Fig. 7 gezeigt, hat die Vertiefung 29 am Schloßboden 7 in
diesem Beispiel eine größere Tiefe als in den anderen Ausführungen. Sie nimmt vom
Hauptbart z4 zwei Stufen und einen kleinen Teil der auf den Riegel i, a einwirkenden
Bartstufe und vom Gegenbart 26 zwei Stufen und einen kleinen Teil einer dritten
Stufe auf. Zwischen den unteren Zuhaltungen 9 und dem Schloßboden 7 ist ein dem
restlichen Teil der dritten Stufe des Gegenbartes entsprechender Raum frei gelassen,
indem am Drehzapfen io ein als Abstandhalter dienender kleiner Bund und an der auf
dem Boden 7 liegenden Zuhaltung ein kleiner Abstandshalternocken vorgesehen ist.
Bei dieser Anordnung können in einem Schloßgehäuse, bei dem die lichte Weite zwischen
Boden 7 und Decke 26 nur io mm trägt, unten sechs Zuhaltungen 9 und oben neben den
beiden Sperrplatten 3 drei Zuhaltungen 3o angeordnet werden. Von den sechs unteren
Zuhaltungen 9 sind nur zwei symmetrisch zueinander, während die übrigen vier unsymmetrisch
sind. Oben sind alle drei Zuhaltungen 30 unsymmetrisch. Dadurch ist nicht
nur bei geringster Dicke des Schloßgehäuses eine große Zahl von Zuhaltungen vorhanden,
sondern es besteht gleichzeitig wegen der Unsymmetrie der Zuhaltungen die Möglichkeit
einer sehr großen Zahl von Schließungen. Wenn der mit den unteren Zuhaltungen 9
zusammenwirkende Hebel 33, 34 seine Verstellung vom Winkelhebel 38, 39 aus erfährt,
wird die Zahl der Zuhaltungen noch größer; da dann an Stelle der beiden Sperrplatten
3 ebenfalls feinstufig einstellbare Zuhaltungen 30 vorgesehen werden können.
-
In Fig.6 ist schließlich noch eine Verbesserung der die Schiebezuhaltungen
30 und die Sperrplatten 3 in die Ruhestellung zurückführenden Federn gezeigt.
Diese Federn 48 sind im wesentlichen V-förmig gebogen und je mit einem Schenkelende
an einer Zuhaltungsplatte befestigt, während sie mit dem anderen Schenkelende an
der Leiste 43 des Schloßbodens 7 abgestützt sind. Hierbei können die Federn besonders
lang und weich sein und haben deshalb eine lange Lebensdauer.
-
Natürlich sind im Rahmen der Erfindung noch mancherlei weitere Abänderungen
der dargestellten Beispiele sowie andere Ausführungen möglich.