DE71994C - Einrichtung an Schachtelprägemaschinen zum Betupfen der Pappausschnittte an den Klebkanten mit Klebstoff - Google Patents
Einrichtung an Schachtelprägemaschinen zum Betupfen der Pappausschnittte an den Klebkanten mit KlebstoffInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B31—MAKING ARTICLES OF PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER; WORKING PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER
- B31B—MAKING CONTAINERS OF PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER
- B31B50/00—Making rigid or semi-rigid containers, e.g. boxes or cartons
-
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE S4: Papiererzeugnisse.
JULIUS MOHS in DRESDEN.
mit Klebstoff.
Zusatz zum Patente ΛΪ71017 vom 27. August 1892.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. April 1893 ab.
Längste Dauer: 26. August 1907.
In dem Anspruch 1. des Haupt - Patentes Nr. 71 ο 17 ist eine eigenthümliche Platte (c) in
Verbindung mit einem Prefsstempel geschützt, welche den Transport der Pappausschnitte aus
einem Magazin vor den Stempel bezweckt, der diese Stücke zu Schachteln formt und sie dann
aus der Maschine ausstöfst.
Nach vorliegender Erfindung kommt dieselbe Platte mit der nämlichen Wirkung in Verbindung
mit einem Stempel zur Anwendung, welcher die von dieser Platte in seine Bewegungslinie
transportirten Pappausschnitte vor ihrer Formung zu Schachteln etc. mit Klebmasse
an denjenigen Stellen betupft, die nach der Formung zu Schachteln etc. zum Zusammenhalt
dienen, und welcher dann die mit Klebmasse versehenen Ausschnitte ebenfalls aus
der Maschine ausstöfst.
Die vorstehend gekennzeichnete, durch die Transportirplatte für die Pappausschnitte und
den Betupfungsstempel gebildete Vorrichtung zum Befeuchten der Klebkanten der Pappausschnitte
mit Klebstoff ist in Fig. 1 in .Längsansicht mit theilweisem Schnitt und in Fig. 2
im waagrechten Schnitt ersichtlich. Die Fig. 3 bis 6 zeigen Einzelheiten der genannten Vorrichtung.
Auf einem geeignet angeordneten Gestell oder Bock A ist die Platte oder der Schieber c
gelagert, welcher genau wie im Haupt-Patent auf einer Grundplatte i vor dem die Pappausschnitte
aufnehmenden Magazin α hin- und herverschoben wird. Diese Verschiebung, welche
— gegenüber der Anordnung nach dem Haupt-Patent — nicht in waagrechter, sondern in
lothrechter Ebene sich vollzieht, wird von einer auf dem Bocke A geeignet gelagerten Huboder
Nuthenscheibe C abgeleitet; zu diesem Zwecke ist auf dem Bocke eine Säule D aufgestellt,
in deren oberem Ende ein mit dem oberen Ende der Platte oder des Schiebers c
durch Gelenkstange drehbar verbundener Arm D1 gelagert ist, in dessen Längsschnitt ein Gelenk
D2 eingreift; das untere Ende des letzteren, das mit einem Laufröllchen besetzt sein kann,
erhält in der Curvennuth der Scheibe C derart Führung, dafs die Platte c mit ihrer zur Aufnahme
des Pappausschnittes bestimmten Durchbrechung c3 abwechselnd vor das Magazin a
und vor einem Stempel e* anlangt.
Am unteren Ende der Platte oder des Schiebers c ist eine Gummirvorrichtung angebracht,
die sich mit der Platte auf- und abwärtsbewegt und den vorgenannten Stempel e* an vorspringenden
Nasen e* abwechselnd befeuchtet. Diese Gummirvorrichtung besteht aus einer
beständig in die Klebmasse eingetauchten Walze E, gegen deren Oberfläche eine zweite,
als Uebertragungswalze dienende Walze E1 anliegt.
Beim Niedergang der Platte e trifft ein am Ende der Achse der Walze E sitzender Arm E2
gegen einen Anschlag EB und verdreht unter
Vermittelung eines Schaltwerkes die Walze E um eine gewisse Bogenlänge, dementsprechend
auch auf einer gewissen Bogenlänge ein Theil der Walze E1 mit Klebstoff bestrichen wird.
Beim Anheben der Platte e geht die mit Klebstoff benetzte Walze Ex an dem inzwischen
von der Nuthenscheibe C zurückgezogenen Stempel e* dicht vorbei und giebt ihren Klebstoff
an die von letzterem vorstehenden Nasen e* ab.
Ist die Platte c mit der an ihr sitzenden Gummirvorrichtung wiederum an ihre untere
Ausgangsstellung gelangt, wobei inzwischen ein aus dem Magazin α entnommenes Pappstück
in die Durchbrechung c3 der Platte c gelangt ist, so wird durch die Nuthenscheibe C der
Stempel e* gegen das Pappstück heran und so weiter bewegt, dafs unter Abgabe . des am
Stempel sitzenden Klebstoffes an die Klebkanten des Pappausschnittes letzterer in der
Durchbrechung c3 vor dem Stempel hergeschoben wird; hierbei biegen sich die Kanten des
mit Klebstoff benetzten Pappausschnittes um die vorspringenden Kanten von einstellbaren
Platten F, welche als Anlage des Pappausschnittes dienen und von der Seite her in den
feststehenden, als Führung der Platte c dienenden Aufbau bezw. die Grundplatte i eingesetzt
sind.
Sind die Pappausschnitte um diese Kanten herumgebogen, so werden sie frei und fallen
nach abwärts in den Bereich einer Transportirund Trockenvorrichtung G, die in einem Gehäuse
G1 untergebracht ist und aus einem endlosen, mit Fächern besetzten Bande G2 besteht,
das in der aus Fig. ι ersichtlichen Weise unter Vermittelung eines Schaltwerkes von der
Curvenscheibe C aus so bewegt wird, dafs das Band nach jedesmaliger Befeuchtung eines
Pappausschnittes um ein Fach weiterrückt.
Die nach einander aus dem Gehäuse G1 heraustretenden Pappausschnitte werden von
neuem, jedoch nunmehr umgekehrt in das Magazin α eingesetzt, so dafs auch diejenigen
Theile der Pappausschnitte, welche später die Querseitentheile der Schachtel bilden sollen, mit
Klebstoff betupft werden, wobei die Arbeitsweise dieselbe wie vorher ist. '
In den Fig. 5 und 6 ist die Fläche des Stempels e* ersichtlich. Damit sich diejenigen
Theile des letzteren, welche von der Walze den Klebstoff annehmen, der jeweiligen Form
und Gröfse der Pappausschnitte anschmiegen, sind in der Stempelfläche Schlitze in den verschiedensten
Stellungen angebracht, in welche die den Gummi annehmenden Nasen e* eingesetzt
und nach entsprechender Einstellung befestigt werden (Fig. 5).
Es können auch, wie in Fig. 6 ersichtlich, diese Nasen auf mit Schlitzen versehene
Arme β;Ι* verstellbar aufgesetzt werden, wobei
die grobe Einstellung dieser Arme durch die Schlitze und Schrauben x, dagegen die feine
Einstellung der Nasen durch die Schlitze und Schrauben y erfolgen kann.
Ausgeschlossen ist natürlich nicht, die Betupfvorrichtung aufser für in Längsrichtung verschiebbare
Platten oder Schieber c auch für im Kreise sich drehende Scheiben oder Platten
oder in Schwingbewegung erhaltene Scheiben einzurichten, wie solche in den Fig. 8, 9 und 10
des Haupt-Patentes angegeben sind.
Es ist ferner nicht ausgeschlossen, dafs die sämmtlichen Theile in dieser Maschine,· als
Magazin a, Platte c mit Gumirvorrichtung und Stempel e* doppelt neben einander angeordnet
sind, um in der einen Gruppe die Pappäusschnitte auf der einen Seite, in der anderen
Gruppe die Pappausschnitte auf der anderen Seite zu betupfen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ersatz des im Anspruch 1. des Patentes Nr. 71017 genannten, in Combination mit einer Platte oder einem Schieber (c) arbeitenden Prefsstempel (e) durch einen hin- und herbewegten Stempel (e*J, welcher die durch die Platte oder den Schieber (c) aus einem Magazin in seine Bewegungsrichtung beförderten Pappausschnitte an bestimmten Stellen mit Klebstoff betupft. " :Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE71994C true DE71994C (de) |
Family
ID=345254
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT71994D Expired - Lifetime DE71994C (de) | Einrichtung an Schachtelprägemaschinen zum Betupfen der Pappausschnittte an den Klebkanten mit Klebstoff |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE71994C (de) |
-
0
- DE DENDAT71994D patent/DE71994C/de not_active Expired - Lifetime
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