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Zentralweckanlage mit Überwachungseinrichtung für Postämter und Hotels
Für Zentralweckanlagen sind mechanische Einrichtungen bekannt, die es ermöglichen,
die menschliche Tätigkeit weitgehend auszuschalten, indem die Weckzeiten in :einer
Zentrale für die einzelnen Weckstellen eingestellt und durch eine Uhr ausgelöst
werden. Es ist auch bekannt, daß das Ankommen des Weckzeichens vom Fernsprechteilnehmer
durch Betätigung eines Druckknopfes quittiert werden kann, und daß als Leitungen
für die Wecker vorhandene Fernsprechanlagen benutzt werden können. Gegenüber diesen
Einrichtungen ist durch die vorliegende Erfindung ein technischer Fortschritt insofern
erzielt, als nicht nur das Anschalten des Rufstromes der Weckeinrichtung an die
Fernsprechanlage, sondern auch eine Rückmeldung selbsttätig bewirkt wird. Die Rückmeldung
erfolgt in der Weise, daß beim Unterbrechen des Rufstromes am Fernsprecher durch
Abheben. des Hörers durch den geweckten Teilnehmer zwei Schauzeichen sichtbar gemacht
werden; während wenn der Wecker lediglich in Tätigkeit getreten war, ohne daß der
Fernsprechteilnehmer den Weckruf angenommen hat, nur ein Schauzeichen erscheint.
Außerdem wird in jedem Fall selbsttätig der Rufstrom nach Ablauf einer bestimmten
Zeit abgeschaltet und die Fernsprechanlage wieder eingeschaltet.
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Die Einrichtung gemäß vorliegender Erfindung wird durch die nachfolgende
Beschreibung erläutert: Zur Erreichung der gekennzeichneten Wirkung wird vermittels
eines durch einen Synchronmotor oder eine Uhr u in Drehbewegung gehaltenen Kontakthebels
k in regelmäßigen Zeitabständen ein Stromkreis I geschlossen. Dieser Stromkreis
führt über ein Relais r1, das einen Stromkreis II schließt. Bei jedem Stromschluß
im Stromkreis II wird ein Triebmechanismus, bestehend aus einem Elektromagneten
e und einer Steuerklinke s betätigt, in der Weise, daß der Haken der Klinke ein
Zahnrad z, das in der Darstellung in die Zeichenebene hereingedreht erscheint, entsprechend
einem Winkel, der der Zahnteilung entspricht, verdreht. Auf derselben Achse a; auf
der das Zahnrad z sitzt, sind Kontaktfinger /befestigt, die sich zwangsläufig mit
dem Zahnrad drehen. Kommt beispielsweise
die Einstellung der beabsichtigten
Wirkungen in einem Zeitraum von 24 StUnden in Betracht, so ist der Stromschluß im
Stromkreis I so einzurichten, daß sich das Zahnrad z und demgemäß auch der Kontaktfingen
f in 24 Stunden um 36o° dreht. Die Umlaufzeit des Kontakthebels h kann entweder
der kürzesten Zeitspanne, die zwischen zwei aufeinanderfolgenden Wirkungen des Gerätes
beliebig festlegbar ist, entsprechen, oder es kann zur Erhöhung der Genauigkeit
noch eine in der Zeichnung nicht dargestellte Zusatzeinrichtung bekannten Systems
Verwendung finden, die bewirkt, daß 5 der Kontaktschluß im Stromkreis 1 beim Kontakt
c" jeweils nach n-maliger Umdrehung des Kontakthebels k eintritt.
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Zwecks Einstellung des Gerätes wird ein auf mit Skalen versehenen
Einstellrädern l;, die wie z in die Zeichenebene gedreht dargestellt sind, befindlicher
Kontakt o von einer Nullstellung aus in die Lage gebracht, die dem gewünschten Wirkungszeitpunkt
entspricht. Diese Kontakte o schließen über die Kontaktfinger j Stromkreise IV,
in welchen Magnetschalter,r, r" liegen. Jeder dieser Magnetschalter kann beispielsweise
den zugehörigen Stromkreis eines elektrischen Weckers schließen, so daß im Falle
des Kontaktschlusses bei f und o die Glocke des elektrischen Weckers ertönt. In
der Zeichnung ist eine Doppelleiteng Va, die z. B. von einem Klappenschrank oder
Fcrnsprccllautumaten nach einem Fernsprechapparat führt, dargestellt. Wenn der Kontakthebel
k den Stromkreis I schließt, schließt er auch über eine Strombrücke cl einen Relaisstrom
1I1 und über das Relais r", den Stromkreis IV. Diese Stromkreise IV werden aber
nur dann geschlossen, wenn die zugehörigen Kontaktfinger f die Kontakte o berühren.
Die Stromkreise IV können die Wirkung unmittelbar auslösen. Die Wirkung wird aber
bei vorliegender Erllndung vermittels Magnetschalter y#, r= ausgelöst, die die Leitung
nach dem zu betätigenden Gerät in Stromkreise V legt. Über die Brücke t dieses Schalters
führt ein Stromkreis V1, in dem ein Relais r., liegt. Bei Wirksamwerden des Stromkreises
VI wird über das Relais r.; eine Wechselstrommaschine ii, für niedrige Frequenz
in einen Stromkreis VII eingeschaltet. Im Stromkreis V wird dann Wechselstrom während
der Zeit erzeugt, während der der Kontakthebel lt diesen Stromkreis VI über eine
Strombrücke c., sowie den Stromkreis I I I Tiber die Kontaktbrücke cl geschlossen
hält. Steht aber während des Stromschlusses in III der Kontaktfinger i nicht über
einem Kontakt o, so ist während dieser Zeit Strom im Stromkreis V unnötig. Damit
in diesem Falle die Wechselstrommaschine iv nicht in Betrieb gesetzt wird, ist der
Stromschluß im Stromkreis V noch davon abhängig gemacht, daß der Magnetschalter
y, r= denselben schließt, was nur bei Stellung eines Kontaktfingers/ über einem
Kontakt o eintritt.
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Um nun aber von der Zentrale aus die Bestätigung des Weckrufs durch
den Hotelgast durch Abheben des Hörers des Fernsprechapparates feststellen zu können,
liegt in dem Stromkreis V ein Magn et rl, vor dessen Pol ein Anker d drehbar gelagert
ist. Eine Zugfeder g preßt den Anker am Hebel li gegen den Anschlag t, bis der Magnet
r, durch die Leitung V Strom erhält, wodurch der Anker angezogen wird. Wird der
Stromkreis V unterbrochen, wenn der Stromkreis IV, der durch h über das im Stromkreis
111 liegende Relais rr, eingeschaltet war, bereits bei cl unterbrochen ist, so verhindert
ein Sperrdaumen i am Magnetschalter y den Hebel h daran, dem Zug der Feder g zu
folgen und gegen t zu drücken. Nur dann, wenn man bei geschlossenem Stromkreis IV
den Stromkreis V durch .Abheben des Hörers des Fernsprechers im Stromkreis V" unterbricht,
wird, da die Sperrung durch i dann nicht vorliegt, der Hebel h
durch
die Feder g gegen den Anschlag t gezogen. Bringt man nun ein Schauzeichen p an einem
Hebel x so in Verbindung mit dem Hebel h, daß x beim Abziehen des
Hebels h und aufgehobener Sperrung bei inngestoßen wird, so fällt das Schauzeichen
aus der Ruhelage in eine Endlage, in der es durch einen Kontakt q den Stromkreis
IV öffnet; r2 wird stromlos, so daß der Anker y abfällt und damit die Leitung V",
die anderen Zwecken dient, wieder frei wird. Um an einer Anzeigevorrichtung erkennbar
zu machen, ob der Rufstromkreis V über V, überhaupt einmal geschlossen war, ist
für den Fall, daß der Stromkreis V nach Aufhören des Kontaktschlusses bei c2, wobei
die Energiequelle des Rufstromes abgeschaltet wird, unterbrochen wird und nicht
durch Abheben des Hörers. des Fernsprechapparates, ein weiterer Hebel ii mit einem
Schauzeichen nt angebracht. # Der Hebeln wird von dem unter dem Zug- der Feder g
stehenden Hebel h in jedem Falle des Stromloswerdens von r4, also auch dann umgelegt,
wenn der Weg des Hebels h durch den Sperrdaumen i begrenzt ist.
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Auf der Achse a kann gemäß Zeichnung eine beliebige Zahl von Einstellrädern
b mit Fingern/ und Kontakten o angeordnet sein, welche gemeinsam von dem Zahnrad
z über die Achse a angetrieben sind. J e nach Bedarf können auch mehrere Achsen
a mit Einstellrädern gekuppelt nebeneinanderliegen oder elektromagnetisch durch
weitere "Triebmechanismen synchron gesteuert weiden. -