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Wähl- und Stimmenzählapparat Die Erfindung betrifft eine Verbesserung
des Wähl- und Stimmenzählapparates nach Patent 456 488.
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An diesem Apparat werden neuerdings in an sich bekannter Weise die
Zählwerksantriebshebel elektromagnetisch bewegt und der ganze Apparat durch zwei
gleichzeitig entgegengesetzt wirkende Gesperre kontrolliert.
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Gemäß der Erfindung ist zwischen den Schaltkontakten des Drehscheibenmotors
und den Schaltkontakten der Magnete der Zählwerksantriebshebel mittels unter Federwirkung
stehender Zugstange eine Kontaktbrücke hin und her beweglich.
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Der Vorteil dieser Anordnung besteht _ in der zwangsläufigen Kontrolle
des Apparates zwischen Wahlleiter und Wählenden, so daß Falschbetätigungen vermieden
werden.
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Der Erfindungsgegenstand ist auf der Zeichnung in zwei Abbildungen
dargestellt, und zwar in Abb. i im Aufriß, teilweise in senkrechtem Schnitt, in
Abb. 2 in Draufsicht.
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Innerhalb eines Kastens i, welcher bis auf einen rechteckigen Ausschnitt
2 in seiner Decke allseitig vollständig geschlossen ist, ist auf einer Hohlachse
3 eine Kreisscheibe 4 durch auf eine Riemenscheibe 5 wirkenden Elektromotor. 6 drehbar.
Auf der Drehscheibe 4 sind eine beliebige Anzahl Zählwerke 7 in allseitig geschlossenen
Kästchen 8 angeordnet, deren Schaulöcher 9 mit Ausnahme desjenigen für die Einerstellen
durch einen feststellbaren Schieber io abgedeckt werden können und auf denen der
Name einer Partei aufgebracht ist. Die Zählwerke 7 können ganz beliebiger Art sein.
Sie werden durch eine Klinke i i schrittweise angetrieben. Die Klinke i i ist an
einem Hebel. 12 angalenkt, welchem ein paar Magnetspulen 13 gegenüberstehen: Die
Wickelungsenden der Magnetspulen sind an zwei Kontaktstiften 14 befestigt, welche
an der Vorderwand der Zählerkästchen 8 herausragen. Im Kasten i sind unterhalb der
Kastenöffnung 2 vor den Stiften 14 zwei Kontaktfedern 15 angeordnet. Mit
der Klinke i i ist ein Klöppel 16 starr verbunden, welcher bis - unter die
Drehscheibe 4 ragt und einer dort angeordneten Glocke 17
gegenübersteht. Der
Zählwerksantriebshebel 12 besitzt noch eine Kontaktbrücke 18, welcher die
zwei Pole i 9 einer elektrischen Licht-oder Läutsignaleinrichtung gegenüberstehen.
Diese Signaleinrichtung ist außerhalb des Apparates an beliebiger Stelle des Wahllokals
beim Wahlvorstand angeordnet. Die Leitung 2o dieser Signaleinrichtung verläuft über
Schleifringen 21 und Schleifkontakten 22 nach außen.
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Auf dem Apparatkasten i ist eine Schaltvorrichtung angeordnet. Diese
ist von einem Kästchen 23 überdeckt und enthält zwei einander gegenüberstehende
Paare von Kontakten 24 und 25, deren vorderes Paar 25 mit den Kontaktfedern 15 unterhalb
der Kastenöffnung
2, deren hinteres Paar 24 mit dem Motor 6 der
Drehscheibe 4 in Leitungsverbindung steht. Zwischen den Kontaktpaaren 24 und 25
ist eine doppelseitige Kontaktbrücke 26 mittels unter Federwirkung 27 stehender
Zugstange 28 hin und her beweglich. Die Zugstange 28 endigt an der Rückseite des
Apparates in einem Handgriff 29 und ist mit einem durch die Wand des Kastens i geführten
Sperrbolzen 3o starr verbunden, welcher unter der Wirkung der Feder 27 mit Einschnitten
3 i am Rand der Drehscheibe 4, welche vor'jiedem Parteizählerkästchen 8 angeordnet
sind, in Eingriff kommen kann. Vor der Kontaktbrücke 26 ist eine unter Federwirkung
32 nach oben gedrückte Sperrklinke 33 angeordnet, auf welcher ein Druckknopf 34
ruht, der im Deckel des Schaltkastens 23 geführt ist.
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Die Einrichtung wirkt folgendermaßen: Hinter dem Apparat nimmt der
Wahlleiter Platz. Erscheint ein -Wähler, so zieht der Wahlleiter mittels der Zugstange
28 die Kontaktbrücke 26 an das Kontaktpaar 24, wodurch der Motor 6 zur Drehung der
Drehscheibe 4 eingeschaltet wird. Beim Zurückziehen der Kontaktbrücke 26 schnappt
vor derselben die Sperrklinke 33 hoch und hält die Kontaktbrücke 26 in ihrer jetzigen
Stellung fest. Jetzt drehen sich die einzelnen Parteizählkästchen 8 langsam unter
dem Ausschnitt 2 des Kastens i vorbei. Erscheint nun das der Partei des Wählers
zugeteilte,, mit der Parteiaufschrift versehene Kästchen, so drückt der Wähler auf
den Druckknopf 34. Dadurch wird die Sperrklinke 33 ausgerückt, und die Kontaktbrücke
mit der Zugstange wird unter der Federwirkung vorgeschoben, zunächst durch Anschlag
des Sperrbolzens 3o am Rand der Drehscheibe 4 aufgehalten, bis der Sperrbolzen 3o
in eine der Rasten 31
am Scheibenrand einschnappt. Durch diese weitere Vorbewegung
der Kontaktbrücke 26 wird der Kontakt mit den Motorkontakten 24 gelöst und die Drehscheibe
4 angehalten, so daß das betreffende Parteizählwerk unter dem Kastenausschnitt 2
stehenbleibt und mit seinen Kontaktstiften 14 die beiden Schleifkontakte 15
berührt. In ihrer vorderen Endstellung schließt die Kontaktbrücke 26 das Kontaktpaar
25 der Elektromagnete i3, wodurch diese erregt werden und den Zählwerksantriebshebel
12, und damit die Klinke i i anziehen. Dadurch wird das Zählwerk um einen Schritt
weiter geschaltet, was durch ein über der Einerscheibe im Schieber vorgesehene Fenster
vom Wähler beobachtet werden kann. Gleichzeitig wird durch die am Hebel 12 vorgesehene
Kontaktbrücke 18 der Stromkreis für die Läute- bzw. Lichtsignalvorrichtung geschlossen,
wodurch sowohl dem Wähler als auch dem Wahlvorstand angezeigt wird, daß die Wahl
erfolgt und die Stimme gezählt ist. Nun zieht der Wahlleiter die Kontaktbrücke 26
nach hinten, der Magnetstromkreis wird unterbrochen, der Hebel 12 schwingt unter
Federwirkung zurück, und die Klinke i i schlägt mit ihrem Klöppel 16 an die Glocke
17 an, wodurch dem Wahlleiter angezeigt wird, daß der Apparat für einen neuen Wahlvorgang
bereit ist.