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Empfangsanordnung mit selbsttätiger Signalauslösung bei einem Empfang von Signalkombinationen, die aus Stromstössen und Stromunterbrechnngen vorgeschriebener Dauer bestelten, insbesondere beim Schiffsnotruf.
Vorliegende Erfindung bezieht sich vornehmlich auf den selbsttätigen Empfang des Notrufes von Schiffen, für den bekanntlich seit einiger Zeit zur Erleichterung der selbsttätigen Signalauslösung die Bedingung gestellt worden ist, dass sie bei drei aufeinanderfolgenden Strichen bestimmter Dauer vor
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Nach der Erfindung wird an der Empfangsstelle zur Kontrolle der richtigen Strich-und Pausendauer ein rhythmischer elektrischer Kontaktgeber, der im konstanten Rhythmus arbeitet, verwendet. Dieser elektrische rhythmische Kontaktgeber steuert die Signalanlage in der Weise, dass sie nur am Ende eines richtigen Signals (d. h. eines Signals, dessen sämtliche Bestandteile - Striche und Pausen - die
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weichung irgendeines Signalbestandteiles von seiner Solldauer sofort selbsttätig in ihre Ausgangslage zurückkehrt.
Der Vorteil dieser Einrichtung besteht im wesentlichen darin, dass der Signalapparat rein elektrisch arbeitet und die Verwendung normaler Relais der Telephontechnik, also Vermeidung von teuren mecha-
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wendung von Uhrwerken zur Zeitkontrolle bzw. von Relais mit durch Eehappement oder Uhrwerk verzögertem Ankerablauf entbehrlich. Für die vom rhythmischen elektrischen Kontaktgeber gesteuerten Relais verwendet man am besten die bekannten in der Selbstanschlnssfernsprechtechnik vielfach gebrauchten Wählerschrittsehaltwerke.
Man kann die Anordnung am besten so treffen. dass der Schaltarm des Wählerschrittschaltwerkes erst beim Auftreten auf einen Kontakt x, welcher der minimalen für einen
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die am Ende des richtigen Signals die Auslösung des Alarmes ermöglicht, und ferner, dass der Schaltarm dieses oder eines andern simultan mit ihm arbeitenden Sehrittsehaltwerkes bei einer zu grossen Strich-
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sprechenden Kontakt M sehliesst und dadurch wiederum die Ruekschaltung der Anlage in die Ausgangsstellung bewirkt.
Natürlich kann man statt der in der Selbstanschlusstechnik üblichen Sehrittschaltwerke
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auslösung für Signale von oben angegebener Beschaffenheit (drei Striche von gleicher Dauer) beschränkt ist, sondern darüber hinaus bei entsprechend getroffener Anordung auch für anders beschaffene Ruf- signale, die z. B. aus einzelnen Stromstössen verschiedener Dauer bestehen, benutzt werden kann.
Das Wesen der Einrichtung nach der Erfindung ist im nachstehenden an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert, u. zw. für den Fall. dass die Dauer der Striche
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der zur Verwendung gelangenden Relais mit grossen Buchstaben und die von ihnen gesteuerten Kontakte mit denselben kleinen Buchstaben bezeichnet sind. Besitzt ein Relais mehrere auf einem gemeinschaftlichen Elektromagneten angeordnete Wicklungen, so werden diese unter Verwendung derselben grossen Buchstaben durch obere Indizes unterschieden ; in ähnlicher Weise sind verschiedene durch ein und dasselbe Relais gesteuerte Kontakte unter Verwendung derselben kleinen Buchstaben durch untere Indizes unterschieden.
Bei einer solchen Bezeichnungsweise ergibt sich aus der Zeichnung auf den ersten Blick die mechanische Zugehörigkeit eines bestimmten Kontaktes zu dem ihn steuernden Relais. Auch kann aus der Zeichnung ohne weiteres entnommen werden, ob der betreffende Kontakt ein Arbeitskontakt (d. h. ein bei der Erregung des ihn steuernden Magneten schliessemder Lpmtalt¯ oder ein Ruhekontakt (ein beim aberregten Relais schliessender Kontakt) ist. Alle Arbeitskontakte sind hier in sreöffneter und alle Ruhekontakte, mit Ausnahme des Ruhekontaktes)', in geschlossener Stellung gezeichnet. Auch die
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gezeichnet.
Die in dem Sehaltungsbeispiel angegebene Relaisanordnung arbeitet in Abhängigkeit von einem Relais J, das an einem Empfänger E angeschaltet ist. Das Relais Jgibt die Striche und Pausen des Signals getreu wieder (es sei hier nebenbei bemerkt, dass zwischen dieses E,[famgsre;aos J und die durch die Schliessung seines ARbeitskontakte i2 in Tatigkeit kommende Relaisapparatur auf Wunsch eine kleine
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Telegraphiezeichen stets die Relaisapparatur diese Signaizeiehen gleichfalls zu kontrollieren beginnt).
Von dem an der Empfangsstelle vorgesehenen rhythmischen elektrischen Kontaktgeber sind nur seine simultan arbeitenden Kontakte Si und s2 dargestellt. Die Antriebsvorrichtung fS dieser Kontakte
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Vorrichtungen verwendet werden, z. B. für das die Strichdauer überwachende Schrittschaltwerk eine am Ende des Striches durch das Aufhören des Stromes im Relais J betätigte Entriegelung einer Sperrklinke, wodurch das schnelle Abziehen des Schrittscha ! twerkes durch eine Abzngsfeder ermöglicht wird.
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der Antrieb des Schrittschaltwerkes wird abgestellt, und es schnellt in seine Anfangslage zurück. Auch ? 3 kommt in seine Anfangslage, bei der das Relais R erregt und der Rubekontakt r geöffnet ist.
Wenn aber der erste Strich nicht zu kurz ist, sondern weingistens die zulässige Minimaldauer erreicht, so kommt der Schaltarm ? 3 beim Erreichen dieser Minimaldaner auf den Kontakt x. Hiebei wird über diesen Kontakt x, den Widerstand W, den in Ruhelage befindlicheen Weckselkontakt k2 und den geschlos-
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Kontakte st2 und st1 ; der Kontakt sf2 dient als Haltekontakt für das Relais Si, dessen Erregerstrom jetzt über die Wicklung ss, den Ruhekontakt z2, den Haltekontakt st2, und den jetzt geschlossenen Ruhekontakt r
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das Einschalten des Antriebselektromagenten B des die Pausen kontrollierenden Schrittschaltwerkes sowie das Einschalten des Relais K für die nächste Pause vorbereitet wird.
Hat nun der erste Strich die richtige Dauer (nicht über das vorgeschriebene Maximumj), so schliesst sich bei seinem Aufhören der Ruhe- kontakt Î1, noch bevor der Schaltarm a1 den Kontakt y erreicht. Zugleich öffnet sich . Hiedureh wird das
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Wechselkontakt sil und den in der Ruhelage befindlichen Weehselkontakt q1 die Wicklung K1 des Relais K eingeschaltet.
Das letztere betätigt seine Kontakte k1--Jc4. Die Umschaltung des Wechselkontaktes k3 in seine Arbeitslage bewirkt, dass das Relais K nunmebr auch über seine Wicklung K3 erregt wird und
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Hat nun diese erste Pause zu lange gedauert, so bewirkt das Auflaufen des Schaltarmes b auf den Kontakt M die Erregung des Störrelais P und die Rüekschaltung der bereits hergestellten Verbindungen,
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des Abfalles des Haltekontaktes sl2 bleibt auch bei der durch die Unterbrechung von R gleich darauf erfolgenden Schliessung des Kontaktes r das Relais St am Anfang des zweiten Striches zunächst unerregt, so lange, bis der Arm V2 auf den Kontakt x aufgelaufen ist.
Ist der zweite Strich zu kurz, so dass er aufhört, noeh be"or a2 den Kontakt x erreicht, so wird beim Stromlosweerden des Relais J der sich schliessende Ruhekontakt i1 die Wicklung Pl des Störrelais P über den geschlossenen Kontakt k1 und den in Ruhelage befindlichen Wechselkontakt st1 einschalten ; das hiedurch erregte Störrelais P öffnet den Ruhekontakt < und bewirkt hiedurch die Unterbrechung des Haltesfromes in der Relaiswicklung A. so dass jetzt alle von diesem Relais gesteuerten Kontakte in ihre Ruhelage und die ganze Anlage wieder in ihren Anfangszustand kommt.
Ist aber der zweite Strich nicht zu kurz, so läuft der Schaltarm a2 im Moment wenn der Strich
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Wicklung Q1 des Relais Q, den in Ruhestellung befindliehen WEchselkontakt tv den in Arbeitsstellung befindlichen Wechselkontakt k2 und den Kontakt Î2 eingeschaltet wird. Die Kontakte sll und si2 werden
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der beim Eintritt der Pause erfolgenden Schliessung des Kontaktes il, silber den Wecijselkontakt st, (rechte Stellun), den in die Arbeitsstellung (linke Lage) umgelegte Wechselkontakt q1 und die Wicklung tel
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Die oben beschriebene Anordnung ist nur ein Ausführungsbeispiel. Man kann sie in verschiedener
Weise abändern. Man könnte z. B. die Anordnung auch so abändern, dass sowohl das noch zulässige
Dauermaximum wie das Minimum eines Striches durch einen und denselben Sehaltarm kontrolliert werden, der vom Iinimum bis zum Maximum auf einen ununterbrochenen Segmentkontakt gleitet. Ferner könnte
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gegenüber den beschriebenen Ausführungsbeispielen nichts prinzipiell Neues darstellen.
Es sei folgendes über den Antrieb des rhythmisehen Kontaktgebers bemerkt :
Es ist bereits erwähnt worden, dass, wenn erwünscht ist, dass dieser nicht ununterbrochen arbeitet,
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Dieses Relais muss beim Ankommen eines zu kontrollierenden Signals erregt werden, muss also im Stromkreis seiner Wicklung einen von J gesteuerten Arbeitskontakt enthalten. Es muss beim Auftreten der Pause auch weiter arbeiten, muss also einen von ihm selbst gesteuerten Haltekontakt parallel zum ersterwähnten Kontakt besitzen.
Es muss beim Ansprechen vom Störrelais P auch den rhythmischen Kontaktgeber abstellen ; es muss also in Reihe mit den erwähnten Kontakten noch ein vom Störrelais P
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mit den vorher erwähnten Kontakten noch zwei zueinander parallel liegende Kontakte erforderlich sind, z. B. ein von K gesteuerter Arbeitskontakt und ein von Z gesteuerter Ruhekontakt. Ist aber die Bedingung gestellt, dass der rhythmische Kontaktgeber nach seiner Abstellung nach Schluss des richtigen Signals nicht eher wieder in Tätigkeit treten kann, als die Alarmvorrichtung C abgestellt ist, so wird man am besten an Stelle des zuletzt erwähnten Kontaktpaares einen Ruhekontakt vorsehen, der von einem im Stromkreis der Alarmvorriehtung angebrachten Relais abhängig ist.
PATENT-ANSPRUCHE :
1. Empfangsanordnung mit selbsttätiger'Signalauslösung bei einem Empfang'von Signalkombi- nationen, die aus Stromstössen und Stromunterbrechungen vorgeschriebener Dauer bestehen, insbesondere beim Schiffsnotruf, dadurch gekennzeichnet, dass an der Empfangsstelle ein rhythmischer elektrischer Kontaktgeber Verwendung findet, mit dessen Hilfe die Dauer der Stromstösse und Stromunterbrechungen abgezählt wird.