AT125359B - Empfangsanordnung mit selbsttätiger Signalauslösung bei einem Empfang von Signalkombinationen, die aus Stromstößen und Stromunterbrechungen vorgeschriebener Dauer bestehen, insbesondere beim Schiffsnotruf. - Google Patents

Empfangsanordnung mit selbsttätiger Signalauslösung bei einem Empfang von Signalkombinationen, die aus Stromstößen und Stromunterbrechungen vorgeschriebener Dauer bestehen, insbesondere beim Schiffsnotruf.

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AT125359B
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  Empfangsanordnung mit selbsttätiger   Signalauslösung   bei einem Empfang von   Signalkombinationen,   die aus   Stromstössen   und   Stromunterbrechnngen   vorgeschriebener   Dauer bestelten,   insbesondere beim Schiffsnotruf. 



   Vorliegende Erfindung bezieht sich vornehmlich auf den selbsttätigen Empfang des Notrufes von Schiffen, für den   bekanntlich seit   einiger Zeit zur   Erleichterung der selbsttätigen Signalauslösung die   Bedingung gestellt worden ist, dass sie bei drei aufeinanderfolgenden Strichen bestimmter Dauer vor 
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   Nach der Erfindung wird an der   Empfangsstelle   zur Kontrolle der richtigen Strich-und Pausendauer ein rhythmischer elektrischer Kontaktgeber, der im konstanten Rhythmus arbeitet, verwendet. Dieser   elektrische rhythmische Kontaktgeber   steuert die Signalanlage in der Weise, dass sie nur am Ende eines richtigen Signals (d. h. eines Signals, dessen sämtliche Bestandteile - Striche und Pausen - die 
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 weichung irgendeines Signalbestandteiles von seiner Solldauer sofort selbsttätig in ihre   Ausgangslage     zurückkehrt.   



   Der Vorteil dieser Einrichtung besteht im wesentlichen darin, dass der Signalapparat rein elektrisch arbeitet und die Verwendung normaler Relais der Telephontechnik, also Vermeidung von teuren mecha- 
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 wendung von Uhrwerken zur Zeitkontrolle bzw. von Relais mit durch Eehappement oder Uhrwerk verzögertem Ankerablauf entbehrlich. Für die vom rhythmischen elektrischen Kontaktgeber gesteuerten Relais verwendet man am besten die bekannten in der Selbstanschlnssfernsprechtechnik vielfach   gebrauchten Wählerschrittsehaltwerke.

   Man kann die Anordnung am   besten so treffen. dass der Schaltarm des Wählerschrittschaltwerkes erst beim Auftreten auf einen Kontakt x, welcher der   minimalen   für einen 
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 die am Ende des richtigen Signals die   Auslösung     des Alarmes ermöglicht, und   ferner, dass der Schaltarm dieses oder eines andern simultan mit ihm arbeitenden   Sehrittsehaltwerkes bei   einer zu grossen Strich- 
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 sprechenden   Kontakt M sehliesst   und dadurch wiederum die   Ruekschaltung der Anlage   in die Ausgangsstellung bewirkt.

   Natürlich kann man statt der in der Selbstanschlusstechnik üblichen Sehrittschaltwerke 
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 auslösung für Signale von oben angegebener Beschaffenheit (drei Striche von gleicher Dauer) beschränkt ist, sondern darüber hinaus bei entsprechend getroffener Anordung auch für anders beschaffene Ruf-   signale,   die z. B. aus einzelnen Stromstössen verschiedener Dauer bestehen, benutzt werden kann. 



   Das Wesen der   Einrichtung nach   der Erfindung ist im nachstehenden an Hand eines in der Zeichnung   dargestellten Ausführungsbeispieles näher   erläutert, u. zw. für den Fall. dass die Dauer der Striche 

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 der zur Verwendung gelangenden Relais mit grossen Buchstaben und die von ihnen gesteuerten Kontakte mit denselben kleinen Buchstaben bezeichnet sind. Besitzt ein Relais mehrere auf einem gemeinschaftlichen   Elektromagneten angeordnete Wicklungen,   so werden diese unter Verwendung derselben grossen Buchstaben durch obere Indizes unterschieden ; in ähnlicher Weise sind verschiedene durch ein und dasselbe Relais gesteuerte Kontakte unter Verwendung derselben kleinen Buchstaben durch untere Indizes unterschieden.

   Bei einer solchen   Bezeichnungsweise ergibt sich aus   der   Zeichnung auf   den ersten Blick die mechanische Zugehörigkeit eines bestimmten Kontaktes zu dem ihn steuernden Relais. Auch kann aus der Zeichnung ohne weiteres entnommen werden, ob der betreffende Kontakt ein Arbeitskontakt (d. h. ein bei der Erregung des ihn steuernden Magneten schliessemder Lpmtalt¯ oder ein Ruhekontakt (ein beim aberregten Relais schliessender Kontakt) ist. Alle Arbeitskontakte sind hier in   sreöffneter und   alle Ruhekontakte, mit Ausnahme des   Ruhekontaktes)',   in   geschlossener Stellung gezeichnet. Auch   die 
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 gezeichnet. 



   Die in dem   Sehaltungsbeispiel angegebene Relaisanordnung   arbeitet in   Abhängigkeit   von einem Relais J, das an einem Empfänger E angeschaltet ist. Das Relais Jgibt die Striche und Pausen des Signals getreu wieder (es sei hier nebenbei   bemerkt, dass zwischen   dieses E,[famgsre;aos J und die durch die   Schliessung   seines ARbeitskontakte i2 in Tatigkeit kommende Relaisapparatur auf Wunsch eine kleine 
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 Telegraphiezeichen stets die Relaisapparatur diese   Signaizeiehen   gleichfalls zu kontrollieren beginnt). 



   Von dem an der   Empfangsstelle vorgesehenen rhythmischen elektrischen Kontaktgeber   sind nur seine simultan arbeitenden Kontakte Si und s2 dargestellt. Die Antriebsvorrichtung fS dieser Kontakte 
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 Vorrichtungen verwendet werden, z. B. für das die   Strichdauer überwachende Schrittschaltwerk   eine am Ende des Striches durch das Aufhören des Stromes im Relais J betätigte   Entriegelung   einer Sperrklinke, wodurch das schnelle Abziehen des Schrittscha ! twerkes durch eine   Abzngsfeder   ermöglicht wird. 
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 der Antrieb des Schrittschaltwerkes wird abgestellt, und es   schnellt   in seine   Anfangslage zurück. Auch ? 3   kommt in seine Anfangslage, bei der das Relais R erregt und der Rubekontakt r geöffnet ist. 



   Wenn aber der erste Strich nicht zu kurz ist, sondern weingistens die zulässige Minimaldauer erreicht, so kommt der   Schaltarm ? 3   beim Erreichen dieser   Minimaldaner   auf den Kontakt x. Hiebei wird über diesen Kontakt x, den Widerstand W, den in Ruhelage befindlicheen Weckselkontakt k2 und den geschlos- 
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 Kontakte   st2 und st1 ;   der Kontakt   sf2   dient als Haltekontakt für das Relais   Si,   dessen Erregerstrom jetzt über   die Wicklung ss,   den Ruhekontakt z2, den Haltekontakt st2, und den jetzt geschlossenen Ruhekontakt r 
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 das Einschalten des Antriebselektromagenten B des die Pausen kontrollierenden Schrittschaltwerkes sowie das Einschalten des Relais K für die nächste Pause vorbereitet wird.

   Hat nun der erste Strich die richtige Dauer (nicht über das vorgeschriebene Maximumj),   so schliesst sich   bei seinem Aufhören der Ruhe-   kontakt Î1, noch   bevor der Schaltarm a1 den Kontakt y erreicht. Zugleich öffnet sich   . Hiedureh   wird das 
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 Wechselkontakt sil und den in der Ruhelage befindlichen Weehselkontakt q1 die Wicklung   K1   des Relais K eingeschaltet.

   Das letztere   betätigt   seine   Kontakte k1--Jc4.   Die   Umschaltung   des Wechselkontaktes k3 in seine Arbeitslage bewirkt, dass das Relais K nunmebr auch über seine Wicklung K3 erregt wird und 
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Hat nun diese erste Pause zu lange gedauert, so bewirkt das Auflaufen des Schaltarmes b auf den Kontakt   M   die Erregung des Störrelais P und die   Rüekschaltung der   bereits hergestellten Verbindungen, 
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 des Abfalles   des Haltekontaktes sl2   bleibt auch bei der durch die Unterbrechung von R gleich darauf erfolgenden Schliessung des Kontaktes   r das Relais St   am Anfang des zweiten Striches zunächst unerregt, so lange, bis der Arm V2 auf den Kontakt x aufgelaufen ist. 



   Ist der zweite Strich zu kurz, so dass er aufhört,   noeh be"or a2   den Kontakt x erreicht, so wird beim Stromlosweerden des Relais J der sich schliessende Ruhekontakt   i1     die Wicklung Pl   des Störrelais P über den geschlossenen Kontakt   k1   und den in Ruhelage befindlichen Wechselkontakt st1 einschalten ; das hiedurch erregte Störrelais P öffnet den   Ruhekontakt <    und bewirkt hiedurch die   Unterbrechung   des Haltesfromes in der   Relaiswicklung A.   so dass jetzt alle von diesem Relais gesteuerten Kontakte in ihre Ruhelage und die ganze Anlage wieder in ihren   Anfangszustand kommt.   



   Ist aber der zweite Strich nicht zu kurz, so läuft der Schaltarm a2 im Moment wenn der Strich 
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 Wicklung Q1 des Relais Q, den in Ruhestellung befindliehen WEchselkontakt tv den in Arbeitsstellung befindlichen Wechselkontakt k2 und den Kontakt   Î2   eingeschaltet wird. Die Kontakte   sll   und   si2   werden 
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 der beim Eintritt der Pause erfolgenden Schliessung des Kontaktes   il, silber   den   Wecijselkontakt     st,     (rechte     Stellun),   den in die Arbeitsstellung (linke Lage) umgelegte Wechselkontakt q1 und die   Wicklung tel   
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   Die oben beschriebene Anordnung ist nur ein Ausführungsbeispiel. Man kann sie in verschiedener
Weise abändern. Man könnte z. B. die Anordnung auch so abändern, dass sowohl das noch zulässige
Dauermaximum wie   das Minimum eines Striches durch einen   und denselben   Sehaltarm   kontrolliert werden,   der vom Iinimum   bis zum   Maximum   auf einen ununterbrochenen Segmentkontakt gleitet. Ferner könnte 
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 gegenüber den beschriebenen Ausführungsbeispielen nichts prinzipiell Neues darstellen. 



   Es sei folgendes über den Antrieb des rhythmisehen Kontaktgebers bemerkt :
Es ist bereits erwähnt worden, dass, wenn   erwünscht   ist, dass dieser nicht ununterbrochen arbeitet, 
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Dieses Relais muss beim Ankommen eines zu kontrollierenden Signals erregt werden, muss also im Stromkreis seiner Wicklung einen von J gesteuerten Arbeitskontakt enthalten. Es muss beim Auftreten der Pause auch weiter arbeiten, muss also einen von ihm selbst gesteuerten Haltekontakt parallel zum ersterwähnten Kontakt besitzen.

   Es muss beim Ansprechen vom Störrelais P auch den rhythmischen Kontaktgeber abstellen ; es muss also in Reihe mit den erwähnten Kontakten noch ein vom Störrelais P 
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 mit den vorher erwähnten Kontakten noch zwei zueinander parallel liegende Kontakte erforderlich sind, z.   B. ein von K gesteuerter Arbeitskontakt und ein von Z gesteuerter Ruhekontakt. Ist aber die Bedingung   gestellt, dass der rhythmische Kontaktgeber nach seiner   Abstellung nach Schluss   des richtigen Signals nicht eher wieder in Tätigkeit treten kann, als die Alarmvorrichtung   C   abgestellt ist, so wird man am besten an Stelle des zuletzt erwähnten Kontaktpaares einen Ruhekontakt vorsehen, der von einem im Stromkreis der Alarmvorriehtung angebrachten Relais abhängig ist. 



   PATENT-ANSPRUCHE :
1.   Empfangsanordnung   mit   selbsttätiger'Signalauslösung bei einem Empfang'von Signalkombi-   nationen, die aus Stromstössen und Stromunterbrechungen vorgeschriebener Dauer bestehen, insbesondere beim Schiffsnotruf, dadurch gekennzeichnet, dass an der Empfangsstelle ein rhythmischer elektrischer Kontaktgeber Verwendung findet, mit dessen Hilfe die Dauer der Stromstösse und Stromunterbrechungen abgezählt wird.

Claims (1)

  1. 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der rhythmisehe Kontaktgeber erst zu Beginn des Signals ausgelöst wird und bei richtigem Signal bis zu seiner Beendigung ununterbrochen weiterarbeitet. EMI5.1 rhythmischen Kontaktgebers stossweise vorgeschaltete Kontaktwerke (Kontaktwalzen), beispielsweise Schrittschaltwerke, Verwendung finden.
    4. Anordnung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass für die Stromstoss und Stromunterbreehungen getrennte Zählwerke Verwendung finden. EMI5.2
AT125359D 1928-07-19 1929-06-11 Empfangsanordnung mit selbsttätiger Signalauslösung bei einem Empfang von Signalkombinationen, die aus Stromstößen und Stromunterbrechungen vorgeschriebener Dauer bestehen, insbesondere beim Schiffsnotruf. AT125359B (de)

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AT125359D AT125359B (de) 1928-07-19 1929-06-11 Empfangsanordnung mit selbsttätiger Signalauslösung bei einem Empfang von Signalkombinationen, die aus Stromstößen und Stromunterbrechungen vorgeschriebener Dauer bestehen, insbesondere beim Schiffsnotruf.

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