DE69906363T2 - Verfahren zur rückgewinnung von iod aus jodierte organische verbindungen enthaltenden wässrigen lösungen - Google Patents

Verfahren zur rückgewinnung von iod aus jodierte organische verbindungen enthaltenden wässrigen lösungen

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DE69906363T2
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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein neues Verfahren zur Rückgewinnung von Iod aus Lösungen, die iodierte, organische Verbindungen enthalten, insbesondere nichtionische Kontrastmittel.
  • Die modernsten Kontrastmittel, d. h. die nichtionischen, sind üblicherweise 2,4,6-Triiod-1,3-benzoldicarbonsäurederivate, die durch eine starke Bindung der Iodatome an dem aromatischen Ring charakterisiert sind. Die Stärke der Bindung wird jedoch ebenfalls durch die Struktur der betreffenden Verbindung beeinflusst.
  • Bedingt durch Umweltgründe sollten die Abwässer vollständig von iodierten organischen Verbindungen frei sein, während aus wirtschaftlichen Gründen soviel Iod wie möglich wiedergewonnen werden sollte, da es jetzt rar und teuer ist. In dieser Hinsicht werden die wirtschaftlichen und Umweltbedürfnisse erfüllt.
  • Das Problem besteht seit einiger Zeit, was aus einer Reihe von Patenten, die dieses Verfahren betreffen, hervorgeht (vergleiche beispielsweise WO-A-98/07661; WO-A-94/10083; NO-A-9100001; EP-A-106934). Insbesondere wird in der EP-A-106934, die im Namen der Anmelderin 1982 eingereicht wurde, das Verfahren für die Mineralisierung von Iod beschrieben, welches das Erhitzen von Lösungen der Kontrastmittel während 30 Minuten bis 2 Stunden bei 100-150ºC in einem Alkaliüberschuss in Anwesenheit von 100 bis 2500 ppm Kupferionen oder fein dispergiertem Kupfer umfasst.
  • Die Rückgewinnung von Iod nach der Mineralisierung erfolgt nach an sich bekannten Verfahren, üblicherweise durch Oxidation der gebildeten Iodide mit milden Verfahren. Das gebildete Iod wird wiedergewonnen und konzentriert, beispielsweise durch Extraktion oder Sublimation in Luft oder in einem Dampfstrom. Iod kann ebenfalls aus dem Extraktionslösungsmittel (beispielsweise Toluol) durch Behandlung mit wässrigem Alkalihydroxid wiedergewonnen werden, und die Ioddämpfe, die bei der Sublimation erhalten werden, können gesammelt werden, beispielsweise durch Absorption in Alkalihydroxidlösungen durch Iodid-Iodat-Dismutation.
  • Es ist bekannt, dass Iod aus Alkalihydroxidlösung durch Ansäuern, folgend auf die Dismutation, quantitativ regeneriert werden kann.
  • Es ist leicht aus der EP-A-106934 (Seite 6, Tabelle) ersichtlich, dass die Temperatur des Mineralisierungsverfahrens von der Art des Kontrastmittels abhängt.
  • Die Bedingungen für die Herstellung von Iopamidol und Metrizamid, welche die neue Klasse nichtionischer Verbindungen repräsentieren (d. h., wobei die Carboxylgruppen in Form von Amiden mit Aminoalkoholen vorliegen), sind drastischer als die für die ionischen Verbindungen, d. h. solche mit mindestens einer sauren Gruppe am aromatischen Ring (Acetrizosäure, Diatrizosäure, Iothalaminsäure, Iopronsäure, Iopansäuren, Iodamid und Adipiodon). Beispielsweise werden die besten Ergebnisse erreicht, wenn eine 2%-ige Iopamidollösung auf 150ºC in Anwesenheit von 2500 ppm Kupferionen erhitzt wird.
  • Die am meisten diffundierten Verbindungen sind derzeit die nichtionischen. Die Herstellung davon umfasst üblicherweise die Kristallisation aus einem Lösungsmittel, üblicherweise alkoholischen Lösungsmittel sowohl bei den Zwischenstufen als auch bei der Endstufe.
  • Die Anwesenheit von Lösungsmitteln in Abfällen, aus denen Iod wiedergewonnen wird, bewirkt, dass die Durchführung der angegebenen Verfahren schwieriger wird, insbesondere bei den folgenden Stufen:
  • - wenn das Mineralisierungsverfahren gemäß den Lehren des Patents bei mindestens 100ºC durchgeführt wird, ist es schwierig, die Temperatur, bedingt durch das niedrig siedende organische Lösungsmittel (wie einem niedrigen Alkohol) zu erreichen, sofern nicht unter Druck gearbeitet wird;
  • - die Anwesenheit von Lösungsmittel, insbesondere Alkoholen, macht die Präzipitation von Iod nach der Sublimation problematisch, sofern nicht ein Waschsystem verwendet wird;
  • - wenn ein alternatives Verfahren für die Wiedergewinnung des sublimierten Iods verwendet wird (Behandlung mit Alkali und die darauffolgende Präzipitation des Iods durch Ansäuern), finden Nebenreaktionen von Iodoform statt, bedingt durch die Anwesenheit von Verbindungen mit RCOCH&sub3;/RCHOHCH&sub3;-Gruppen.
  • Diese Reaktion, die absolut aus Umgebungsgründen vermieden werden muss, verhindert ebenfalls die Gewinnung von Iod, bedingt durch die Präzipitation von Iodoform.
  • Schließlich ist es erforderlich, die Menge an Oxidationsmittel, die zur Oxidation des Iodids, das nach der Mineralisierung gebildet wurde, erforderlich ist, zu erhöhen.
  • Ein weiteres technisches Problem, welches bei der obigen Patentschrift nicht erkannt wurde, ist das, dass nach der Mineralisierungsstufe Phenol oder Chinon als organische Verbindungen vorhanden sind, die einen Verbrauch des Oxidationsmittels bei der darauffolgenden Oxidationsstufe verursachen, und die weiterhin einen hohen Einfluss auf die Umgebung besitzen, da sie nicht biologisch abbaubar sind.
  • Es wurde jetzt überraschenderweise gefunden, dass die oben genannten Schwierigkeiten gelöst werden können, wenn die Lösung, die bei den in der EP-A-106934 beschriebenen Mineralisierungsbedingungen erhalten wird, konzentriert wird und wenn die Lösung durch Nanofiltration vor der Oxidationsstufe gereinigt wird, wobei die Gesamtausbeute des Verfahrens verbessert wird.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren für die Rückgewinnung von Iod aus Mutterlaugen oder Abfällen mit einem Prozentgehalt an organischen Lösungsmitteln von höchstens 95% (Gew./Gew.), die iodierte organische Verbindungen enthalten, durch Mineralisierung des organischen Iods (in Anwesenheit von Kupferionen oder fein dispergierten metallischen Kupfer in wässriger Alkalilösung) und die darauffolgende Umwandlung des gebildeten Iods in elementares Iod zur Verfügung zu stellen. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass die wässrige Lösung nach der Mineralisierung bei Atmosphärendruck und bei der Siedetemperatur konzentriert wird und anschließend der Nanofiltration unterworfen wird.
  • Das Verfahren ist besonders geeignet für die Behandlung von Lösungen von nichionischen, iodierten Kontrastmitteln wie Iopamidol, Iohexol, Iopromid, Ioxilan, Iomeprol, Iopentol, Ioversol. Das erfindungsgemäße Verfahren kann ebenfalls bei ionischen Kontrastmitteln durchgeführt werden, wenn die oben genannten Bedingungen erfüllt werden. In diesem Fall werden wässrige oder organische Lösungsmittellösungen vorhanden sein, abhängig von der Verbindung oder dem zu behandelnden Abfall und der Synthesestufe.
  • Die Lösung wird bevorzugt auf ein Volumen im Bereich von 85% bis 25% (Gew./Gew.), bezogen auf das Ausgangsvolumen, eingestellt. Das Verfahren kann leicht mit Abfalllösungen aus der Synthese ionischer oder nichtionischer Kontrastmittel, möglicherweise in Anwesenheit von Lösungsmitteln, durchgeführt werden, und es erlaubt die Abnahme der COD-Werte von 20.000-40.000 mg/l zu 4.000-9.000 mg/l durch Zerstörung der vorhandenen organischen Lösungsmittel und Entfernung der Lösungsmittel.
  • Die Bedingungen für das Mineralisierungsverfahren sind die gleichen, wie sie in der EP-A-106934 beschrieben werden.
  • Der Kupferkatalysator wird in Mengen von 100 bis 3000 ppm, bevorzugt 500-1000 ppm, zugegeben, und der pH wird bei 12 während der gesamten Mineralisierungsstufe gehalten.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren umfasst das Erhitzen der Lösung, die von Tod befreit werden soll, bei der Siedetemperatur und bei Atmosphärendruck.
  • Dies erfordert natürlich relativ lange Zeiten wie:
  • - 4 bis 6 Stunden für die Mineralisierung einer Lösung aus Iopamidol, Iomeprol, Iohexol, Metrizamid oder einem generischen, nichtionischen Kontrastmittel in einer Konzentration von 2%-10% (Gew./Gew.) mit einem höchsten 95% (Gew./Gew.)- Gehalt an alkoholischem Lösungsmittel;
  • - 2 bis 3 Stunden für die Mineralisierung einer Lösung der Mutterlaugen aus der Herstellung von Iopamidol-Zwischenprodukten, enthaltend 3%-15% (Gew./Gew.) iodiertes Zwischenprodukt, mit den folgenden maximalen Gehalten (Gew./Gew.): 2- Butanol 20%, Methylchloroform 5%, n-Butylacetat 4%, n-Dodecan 3% (Gew./Gew.) und tert.-Butanol 30%. Wie oben erwähnt, kann das erfindungsgemäße Verfahren ebenfalls für Mutterlaugen aus Produktionszyklen anderer ionischer Kontrastmittel verwendet werden wie:
  • - 3,5-Acetylamino-2,4,6-triiodbenzoesäurenatriumsalz (DIAC), Acetrizoesäure (3-Acetamino-2,4,6-triiodbenzoesäure);
  • - Adipion (3,3'-[(1,6-Dioxo-1,6-hexandiyl)-diimino]-bis- 2,4,6-triiodbenzoesäure;
  • - Iodossamsäure (3,3'-[(1,16-Dioxo-4,7,10,13-tetraoxahexadecan-1,16-diyl)-diimino]-bis-2,4,6-triiodbenzoesäure;
  • - Iothaiaminsäure (3-(Acetylamino)-2,4,6-triiod-5-[(methyl- amino)-carbonyl]-benzoesäure;
  • - Iopronsäure (2-[(2-[3-(Acetylamino-2,4,6-triiodphenoxy]- ethoxy]-methyl]-butansäure;
  • - Iopansäure, 3-Amino-α-ethyl-2,4,6-triiodbenzolpropionsäure.
  • Die obige Patentschrift beschreibt nicht irgendwelches Konzentrieren oder eine Eliminierungsstufe der organischen Lösungsmittel (vergleiche Beispiele 1, 2, 4, 5, 7, 27, 55).
  • In den Beispielen 3 und 6, die nichtionische Kontrastmittel (Iopamidol und Metrizamid) betreffen, ist es sogar erforderlich, einen Autoklaven oder einen abgedichteten Behälter zu verwenden, um die Mineralisierung bei 130-150ºC während 1 Stunde durchzuführen.
  • Im Gegensatz dazu ist es ein Merkmal der vorliegenden Erfindung, dass die Konzentrierungsstufe bei Atmosphärendruck durchgeführt wird, wodurch die Verwendung eines Autoklaven vermieden wird und die ebullioskopische Erhöhung, bedingt durch die Feststoffe, die vorhanden sind, bei 105-120ºC ausgenutzt wird und die Dauer der Stufe um 2-6 Stunden erhöht wird. Wenn Lösungen, die keine gelösten Salze enthalten, so dass die ebullioskopische Erhöhung nicht garantiert ist, können Natriumsulfat und/oder Natriumchlorid zur Bildung eines solchen Effekts zugegeben werden. Die Mengen, die zugegeben werden, hängen von dem Gemisch, das mineralisiert werden soll, ab.
  • Wird auf diese Weise gearbeitet, werden irgendwelche vorhandenen Lösungsmittel entweder direkt oder durch Dampf strahldestillation entfernt, während die Mineralisierung von Iod erfolgt.
  • Dies ist besonders wichtig im Fall niedriger Alkohole, die die am häufigsten verwendeten Lösungsmittel bei den Verfahren zur Herstellung nichtionischer Kontrastmittel sind, die eine Endkristallisation umfassen und die Iodoform, wie bereits erwähnt, ergeben können.
  • Die Lösung, die in die darauffolgende Stufe geleitet wird, wird konzentriert, was besonders nützlich ist, da es die Entfernung einiger anorganischer Salze, die weniger löslich sind als Natriumiodid, erlaubt.
  • Das einfache Verfahren ergibt eine signifikante Abnahme in der Kontaminationsbelastung mit einer Erhöhung in der Bioabbaubarkeit. Beispielsweise kann bei einem Produktionsabfall von Iopamidol, ausgehend von einem COD-Wert von 25.000 mg/l und einem BOD-Wert von 1.500 mg/l, eine Lösung mit einem COD- Wert von 7.000 und einem BOD-Wert von 3.500 am Ende der Mineralisierung erhalten werden. Diese Verringerung beruht auf der Eliminierung der Lösungsmittel und dem Teilabbau der aromatischen Moleküle.
  • Es ist weiterhin möglich, eine Filtrationsstufe der Lösung nach der Mineralisierung und eine Konzentrierungsstufe zu verwenden, wenn hohe Konzentrationen an schlecht löslichen Salzverbindungen vorhanden sind, die bei der Konzentrierungsstufe präzipitieren (insbesondere kann die Präzipitation von Na&sub2;SO&sub4;·10 H&sub2;O stattfinden).
  • Die Filtration ergibt den Vorteil, dass ein Teil der ionischen Verbindungen, die in Lösung vorhanden sind, entfernt werden, wodurch der osmotische Druck bei der darauffolgenden Nanofiltrationsstufe erniedrigt wird.
  • Die Lösung wird nach der Mineralisierung, Konzentrierung und gegebenenfalls Filtration durch Nanofiltration gereinigt. Dieser Vorgang wird in zwei Stufen durchgeführt:
  • 1. Nanofiltration der Lösung;
  • 2. Diafiltration unter Zugabe von Wasser, so dass die durchgegangene Lösung auf etwa Ausgangsvolumen vor der Mineralisierungsstufe eingestellt wird.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird überraschenderweise dieses Verfahren verwendet, wobei das Permeat anstelle des Retentats, welches häufiger die gereinigte Fraktion ist, beibehalten wird. In diesem Fall ist die Lösung, aus der das Iod wiedergewonnen wird, das Permeat, welches hauptsächlich Natriumiodid, gereinigt von den hochmolekularen organischen Substanzen und von Natriumsulfat und irgendwelchem Natriumsulfit, enthält.
  • Die Iodkonzentration des Permeats liegt im Bereich von 0,6 bis 1,4%, bestimmt durch argentometrische Titration.
  • Die Endstufe der Gewinnung des festen Iods erfolgt zweckdienlich, wie oben angegeben. Besonders bevorzugt ist die Verwendung von Wasserstoffperoxid als Oxidationsmittel bei pH 0,5-1,5 durch Zugabe von 50% (Gew./Gew.) Schwefelsäure bei Raumtemperatur oder bei einer höheren Temperatur (20-50ºC), wobei das reduzierte Produkt hauptsächlich Wasser ist.
  • Die fast vollständige Abwesenheit organischer Moleküle verringert vorteilhaft die Menge an Oxidationsmittel, die erforderlich ist. In der Tat muss bei dem erfindungsgemäßen Ver fahren nur ein geringer Überschuss (5-15%) der stöchiometrischen Menge verwendet werden.
  • Die Oxidation ist im Wesentlichen momentan, da keine oxidierbaren Nebenprodukte vorhanden sind, und sie wird durch Messung des Ox-Redox-Potentials mit einer Platinelektrode verfolgt.
  • Es wird angenommen, dass die Reaktion bei 480-540 mV eines relativen Calomel-Potentials beendet ist.
  • Die letzte Stufe der Iodgewinnung erfolgt auf zwei Wegen:
  • 1. Filtration des präzipitierten Iods, welche im Gegensatz zum Stand der Technik möglich ist, da in der Lösung nur NaCl vorhanden ist. Zur Verbesserung der Präzipitationsausbeuten kann die Lösung auf 30-50% des Ausgangsvolumens vor der Oxidation konzentriert werden, was einen etwa 3%-igen Iodgehalt garantiert. Die Gesamtausbeute beträgt etwa 88-90% der theoretischen Ausbeute.
  • 2. Sublimation des präzipitierten Iods im Dampfstrom, Absorption in Alkali (bevorzugt 30% NaOH) als I&supmin;/IO&sub3;&supmin; bei einer maximalen Iodkonzentration von 3,5% und Präzipitation durch Ansäuerung. In diesem Fall beträgt die Gesamtausbeute etwa 90-95% der theoretischen Ausbeute.
  • Gemäß einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform erfolgt die Oxidation und Wiedergewinnung von Iod in einer einzigen Stufe.
  • Das Permeat von der Nanofiltrationsstufe wird auf pH 0,5-1 mit 50%-iger Schwefelsäure bei einer Temperatur im Bereich von 20ºC bis 50ºC angesäuert. Die Lösung wird in einen kontinuierlichen Extraktor eingeleitet, wobei das Oxidationsmittel in Leitung zugeführt wird, so dass eine Verweil Zeit garantiert wird, die für die vollständige Oxidation und Extraktion ausreicht. Das Iod wird mit einem geeigneten Lösungsmittel (wie Toluol, Methyl-tert.-butylether, Dodecan) extrahiert. Auf diese Weise wird das Iodid zu Iod oxidiert und aus der wässrigen Lösung in einem einzigen industriellen Vorgang extrahiert. Das Iod wird aus dem Lösungsmittel durch Behandlung mit Basen extrahiert und dann, wie bereits oben beschrieben, gewonnen. Die Gesamt ausbeute beträgt in diesem Fall etwa 93-96% der theoretischen Ausbeute.
  • Die folgenden Beispiele erläutern die besten Versuchsbedingungen zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
  • Versuchsteil Beispiel 1
  • 30 kg Gemisch aus Abstrom von der Herstellung von Iopamidol, enthaltend etwa 4% (Gew./Gew.) organische Lösungsmittel (2- Butanol, Butylacetat, Diglym, tert.-Butanol, Dodecan), etwa 0,4% (Gew./Gew.) 2,4,6-Triiod-5-amino-1,3-benzoldicarbonsäure, etwa 0,9% Iopamidol und seine Nebenprodukte (der Iodgehalt des Gemisches beträgt 0,70% (Gew./Gew.)) werden auf pH 12 mit 30%-iger NaOH (Gew./Gew.) eingestellt. 5 g CuSO&sub4;·5 H&sub2;O werden zugegeben, und das Gemisch wird unter Atmosphärendruck auf etwa 80% Ausgangsgewicht konzentriert, dann wird das Gemisch zur Vervollständigung der Mineralisierung am Rückfluss erhitzt, so dass die Gesamtdestillations- und Rückflusszeit 6 Stunden beträgt.
  • Die Mineralisierungsausbeute beträgt 100% (bestimmt durch den Iodgehalt durch argentometrische Titration verglichen mit dem Ausgangsgehalt an organischem Iod).
  • Die konzentrierte Lösung kann abkühlen und wird auf pH 7 mit 50%-iger H&sub2;SO&sub4; (Gew./Gew.) gepuffert, dann der Nanofiltration unter Verwendung einer Separem-Membran Modell Desal5 (DK2521T) bei einem Betriebsdruck von 25-30 bar unterworfen. Die Lösung wird diafiltriert, Wasser wird zugegeben, das Retentatvolumen wird im Wesentlichen konstant gehalten (etwa 30 l H&sub2;O werden zugegeben). Das gesammelte Permeat (30 l) wird auf 12 l unter Atmosphärendruck konzentriert, dann auf pH 1 mit 50%-iger H&sub2;SO&sub4; (Gew./Gew.) angesäuert und mit 30%-igem H&sub2;O&sub2; (Gew./Gew.) bei Raumtemperatur behandelt, wobei das Redoxpotential der Lösung verfolgt wird; die Reaktion ist beendet, wenn ein 520 mV Potential erreicht wird. Das präzipitierte elementare Iod wird durch Filtration durch ein poröses Septum gewonnen.
  • Es werden 198 g elementares Iod erhalten (88% Gesamt ausbeute des Verfahrens).
  • Beispiel 2
  • 40 kg Gemisch aus Abstrom von der Herstellung von Iopamidol, enthaltend etwa 4% organische Lösungsmittel (2-Butanol, Butylacetat, Diglym, tert.-Butanol, Dodecan), etwa 0,4% (Gew./Gew.) 2,4,6-Triiod-5-amino-1,3-benzoldicarbonsäure und etwa 0,9% (Gew./Gew.) Iopamidol und seine Nebenprodukte (der Iodgehalt des Gemisches beträgt 0,70% (Gew./Gew.)) werden auf pH 12 mit 30%-iger NaOH (Gew./Gew.) eingestellt. 6 g CuSO&sub4;·5 H&sub2;O werden zugegeben, das Gemisch wird unter Atmosphärendruck auf 30% Ausgangsgewicht konzentriert, dann bis zur Vervollständi gung der Mineralisierung am Rückfluss erhitzt, so dass die Gesamtdestillations- und Rückflusszeit 8 Stunden beträgt.
  • Die Mineralisierungsausbeute beträgt 100% (bestimmt durch den Iodgehalt durch argentometrische Titration verglichen mit dem Ausgangsgehalt an organischem Iodid).
  • Die konzentrierte Lösung kann bei 15ºC während 2 Stunden abkühlen und die präzipitierten Salze werden durch poröses Septum filtiert. Die Lösung wird auf pH 7 mit 50%-iger H&sub2;SO&sub4; (Gew./Gew.) gepuffert und der Nanofiltration unter Verwendung einer Separem-Membran Modell Desal5 (DK2521T) bei einem Betriebsdruck von 25-30 bar unterworfen. Die Lösung wird diafiltriert, wobei das Retentatvolumen konstant gehalten wird (etwa 28 l H&sub2;O werden zugegeben).
  • Die Gewinnung des Iods in dem Permeat beträgt 99%, verglichen mit dem, das in der Lösung vor der Nanofiltration vorhanden ist.
  • Das gesammelte Permeat (30 l) wird auf pH 1 mit 50%-iger H&sub2;SO&sub4; (Gew./Gew.) angesäuert. Die entstehende Lösung wird bei Raumtemperatur (25ºC) in einem kontinuierlichen Oxidations- Extraktionssystem oxidiert. Die Oxidation erfolgt, indem in der Leitung 30%-iges H&sub2;O&sub2; (Gew./Gew.) in das Permeat bei pH 1 eingeleitet wird. Die wässrige Lösung wird dann in einen kontinuierlichen Laborextraktor geleitet und das nach der Oxidation gebildete elementare Iod wird mit Dodecan extrahiert. Die Menge an 30-igem H&sub2;O (Gew./Gew.), die verwendet wird, wird definiert, indem das Redoxpotential direkt am Kopf des Extraktors verfolgt wird und es bei 530 mV gehalten wird. Das verwendete Volumenverhältnis beträgt 3 l Dodecan zu 1 l wässriger Lösung. Es werden 90 l organische Phase gesammelt.
  • Die Extraktionsausbeute an Iod beträgt 98%, verglichen mit der Menge an Iod, die in der Permeationslösung von der Nanofiltration vorhanden ist.
  • Die organische Phase wird erneuter Extraktion in einem kontinuierlichen System mit wässriger Alkalilösung (30% NaOH (Gew./Gew.) in einem Volumenverhältnis von 1 l zu 16 l organischer Phase) unterworfen. Die entstehende alkalische Lösung (5,6 l) wird mit 50%-iger H&sub2;SO&sub4; (Gew./Gew.) auf pH 1 eingestellt. Das präzipitierte elementare Iod wird durch Filtration gewonnen.
  • Es werden 257 g Iod (92% Gesamtausbeute des Verfahrens) erhalten.
  • Beispiel 3
  • 40 kg Gemisch aus Abstrom von der Herstellung von Iopamidol, enthaltend etwa 30% (Gew./Gew.) organische Lösungsmittel (2- Butanol und tert.-Butanol), etwa 10% (Gew;/Gew.) 2,4,6- Triiod-5-amino-1,3-benzoldicarbonsäure und etwa 4% (Gew./Gew.) Iopamidol und seine Nebenprodukte (der Iodgehalt des Gemisches beträgt 8,76% (Gew./Gew.)) werden auf pH 12 mit 30%-iger NaOH (Gew./Gew.) eingestellt. 75 g CuSO&sub4;·5 H&sub2;O werden zugegeben, das Gemisch wird unter Atmosphärendruck auf 30% (Gew./Gew.) des Ausgangsgewichts konzentriert, dann zur Vervollständigung der Mineralisierung am Rückfluss erhitzt, so dass die Gesamtdestillations- und Rückflusszeit 8 Stunden beträgt.
  • Die Mineralisierungsausbeute beträgt 100% (bestimmt durch den Iodgehalt durch argentometrische Titration verglichen mit dem Ausgangsgehalt an organischem Iod).
  • Die konzentrierte Lösung kann bei 15ºC während 2 Stunden abkühlen und die präzipitierten Salze werden durch ein poröses Septum filtiert. Die Lösung wird auf pH 7 mit 50%-iger H&sub2;SO&sub4; (Gew./Gew.) gepuffert und der Nanofiltration unter Verwendung einer Separem-Membran Modell Desal5 (DK2521T) bei einem Betriebsdruck von 25-30 bar unterworfen. Die Lösung wird diafiltriert, wobei das Retentatvolumen konstant gehalten wird (etwa 40 l H&sub2;O werden zugegeben).
  • Die Gewinnung des Iods in dem Permeat beträgt 99%, verglichen mit dem, das in der Lösung vor der Nanofiltration vorhanden ist.
  • Das gesammelte Permeat (40 l) wird auf pH 1 mit 50%-iger H&sub2;SO&sub4; (Gew./Gew.) angesäuert. Die entstehende Lösung wird bei Raumtemperatur (25ºC) in einem kontinuierlichen Oxidations- Extraktionssystem oxidiert. Die Oxidation erfolgt, indem in der Leitung 30%-iges H&sub2;O&sub2; (Gew./Gew.) in das Permeat bei pH 1 eingeleitet wird. Die wässrige Lösung wird dann in einen kontinuierlichen Laborextraktor geleitet und das nach der Oxidation gebildete elementare Iod wird mit Dodecan extrahiert. Die Menge an 30-igem H&sub2;O&sub2; (Gew./Gew.), die verwendet wird, wird definiert, indem das Redoxpotential direkt am Kopf des Extraktors verfolgt wird und bei 530 mV gehalten wird. Die volumetrischen Verhältnisse betragen 3 für Dodecan und 1 für die wässrige Lösung. Es werden 120 l organische Phase gesammelt.
  • Die Extraktionsausbeute an Iod beträgt 98%, verglichen mit der Menge an Iod, die in der Permeationslösung von der Nanofiltration vorhanden ist.
  • Die organische Phase wird erneut der Extraktion in einem kontinuierlichen System mit einer wässrigen Alkalilösung (30% NaOH (Gew./Gew.) in einem Volumenverhältnis von 1 l für 20 l organische Phase) unterworfen. Die entstehende alkalische Lösung (6 l) wird mit 50%-iger H&sub2;SO&sub4; (Gew./Gew.) auf pH 1 eingestellt. Das präzipitierte elementare Iod wird durch Filtration gewonnen.
  • Es werden 3225 g Iod (92% Gesamtausbeute des Verfahrens) erhalten.
  • Beispiel 4
  • 20 kg Mutterlauge aus der Iopamidolkristallisation, enthaltend etwa 20% (Gew./Gew.) 2-Butanol (der Iodgehalt des Gemisches beträgt 1,54% (Gew./Gew.)), werden auf pH 12 mit 30%- iger NaOH (Gew./Gew.) eingestellt. 4 g CuSO&sub4;·5 H&sub2;O werden zugegeben, das Gemisch wird unter Atmosphärendruck auf 50% des Ausgangsgewichts konzentriert, dann zur Vervollständigung der Mineralisierung am Rückfluss erhitzt, so dass die Gesamtdestillations- und Rückflusszeit 6 Stunden beträgt.
  • Die Mineralisierungsausbeute beträgt 100% (bestimmt durch den Iodgehalt durch argentometrische Titration verglichen mit dem Ausgangsgehalt an organischem Iod).
  • Die konzentrierte Lösung kann abkühlen, wird mit 50%-iger H&sub2;SO&sub4; (Gew./Gew.) auf pH 7 gepuffert und dann der Nanofiltration unter Verwendung einer Separem-Membran Modell Desal5 (DK2521T) bei einem Betriebsdruck von 25-30 bar unterworfen. Die Lösung wird diafiltriert, Wasser wird zugegeben und dann wird das Retentatvolumen im Wesentlichen konstant gehalten (etwa 20 l H&sub2;O werden zugegeben). Das gesammelte Permeat (20 l) wird bei Atmosphärendruck auf 10 l konzentriert, dann auf pH 1 mit 50%-iger H&sub2;SO&sub4; (Gew./Gew.) angesäuert, mit 30%-iger H&sub2;O&sub2; (Gew./Gew.) bei Raumtemperatur behandelt, wobei das Redoxpotential der Lösung verfolgt wird. Die Reaktion ist beendet, wenn ein 530 mV-Potential erreicht wird. Das elementare Iod wird durch Filtration durch ein poröses Septum gewonnen.
  • Es werden 277 g elementares Iod (90% Gesamtausbeute des Verfahrens) erhalten.
  • Beispiel 5
  • 40 kg Gemisch aus Abstrom von der Herstellung von Iopamidol, enthaltend etwa 15% (Gew./Gew.) organische Lösungsmittel (2- Butanol und tert.-Butanol), etwa 10% (Gew./Gew.) 2,4,6- Triiod-5-amino-1,3-benzoldicarbonsäure und etwa 4% (Gew./Gew.) Iopamidol und seine Nebenprodukte (der Iodgehalt des Gemisches beträgt 2,5% (Gew./Gew.)) werden auf pH 12 mit 30%-iger NaOH (Gew./Gew.) eingestellt. 75 g CuSO&sub4;·5 H&sub2;O werden zugegeben, das Gemisch wird unter Atmosphärendruck auf 30% (Gew./Gew.) des Ausgangsgewichts konzentriert, dann zur Vervollständigung der Mineralisierung am Rückfluss erhitzt, so dass die Gesamtdestillations- und Rückflusszeit 6 Stunden beträgt.
  • Die Mineralisierungsausbeute beträgt 100% (bestimmt durch den Iodgehalt durch argentometrische Titration verglichen mit dem Ausgangsgehalt an organischem Iod).
  • Die konzentrierte Lösung kann bei 15ºC während 2 Stunden abkühlen und die präzipitierten Salze werden durch ein poröses Septum filtriert. Die Lösung wird auf pH 7 mit 50%-iger H&sub2;SO&sub4; (Gew./Gew.) gepuffert und der Nanofiltration unter Verwendung einer Separem-Membran Modell Desal5 (DK2521T) bei einem Betriebsdruck von 25-30 bar unterworfen. Die Lösung wird diafiltriert, wobei das Retentatvolumen konstant gehalten wird (etwa 40 l H&sub2;O werden zugegeben).
  • Die Gewinnung des Iods in dem Permeat beträgt 99%, verglichen mit dem, das in der Lösung vor der Nanofiltration vorhanden ist.
  • Das gesammelte Permeat (40 l) wird bei Atmosphärendruck auf 20 l konzentriert, dann auf pH 1 mit 50%-iger 112804 (Gew./Gew.) angesäuert und mit 30%-igem H&sub2;O&sub2; (Gew./Gew.) bei Raumtemperatur behandelt, wobei das Redoxpotential der Lösung verfolgt wird; die Reaktion ist beendet, wenn ein 540 mV- Potential erreicht wird. Das präzipitierte elementare Iod wird durch Sublimation in einem Dampfstrom und Absorption in 30%-iger (Gew./Gew.) NaOH in Form von I&supmin;/IO&sub3;&supmin; einer Iodkonzentration von 3,5% abgetrennt. Die entstehende alkalische Lösung wird mit 50%-iger H&sub2;SO&sub4; (Gew./Gew.) auf pH 1 eingestellt. Das präzipitierte elementare Iod wird durch Filtration gewonnen.
  • Es werden 910 g Iod (91% Gesamt ausbeute des Verfahrens) erhalten.
  • Beispiel 6
  • 30 kg Produktionsabfälle vom Herstellungszyklus von Iopamidol, enthaltend etwa 5% (Gew./Gew.) organische Losungsmittel (2-Butanol, Butylacetat), etwa 20% (Gew./Gew.) 2,4,6-Triiod- 5-amino-1,3-benzoldicarbonsäure und 20% (Gew./Gew.) Iopamidol und seine Nebenprodukte (der Iodgehalt des Gemisches beträgt 21,5% (Gew./Gew.)) werden auf pH 13 mit 30%-iger NaOH (Gew./Gew.) eingestellt. 145 g CuSO&sub4;·5 H&sub2;O werden zugegeben, das Reaktionsgemisch wird unter Atmosphärendruck auf 60% (Gew./Gew.) des Ausgangsgewichts konzentriert, dann zur Vervollständigung der Mineralisierung am Rückfluss erhitzt, so dass die Gesamtdestillations- und Rückflusszeit 8 Stunden beträgt.
  • Die Mineralisierungsausbeute beträgt 100% (bestimmt durch den Iodgehalt durch argentometrische Titration verglichen mit dem Ausgangsgehalt an organischem Iod).
  • Die konzentrierte Lösung wird zum Abkühlen stehen gelassen und auf pH 7 mit 50%-iger H&sub2;SO&sub4; (Gew./Gew.) gepuffert. Die entstehende neutrale Lösung wird der Nanofiltration unter Verwendung einer Separem-Membran Modell Desal5 (DK2521T) bei einem Betriebsdruck von 25-30 bar unterworfen. Die Lösung wird diafiltriert, wobei das Retentatvolumen konstant gehalten wird (etwa 50 l H&sub2;O werden zugegeben).
  • Die Gewinnung des Iods in dem Permeat beträgt 99%, verglichen mit dem, das in der Lösung vor der Nanofiltration vorhanden war.
  • Das gesammelte Permeat (50 l) wird bei Atmosphärendruck auf 20 l konzentriert, dann auf pH 1 mit 50%-iger H&sub2;SO&sub4; (Gew./Gew.) angesäuert und mit 30%-igem H&sub2;O&sub2; (Gew./Gew.) bei Raumtemperatur behandelt, wobei das Redoxpotential der Lösung verfolgt wird. Die Reaktion is beendet, wenn ein 550 mV- Potential erreicht wird. Das präzipitierte elementare Iod wird durch Filtration gewonnen.
  • Es werden 5740 g Iod (91% Gesamtausbeute des Verfahrens) erhalten.
  • Beispiel 7
  • 40 kg Gemisch aus Abstrom von der Herstellung von Iomeprol und 2,4,7-Triiod-2,5-acetamidobenzoesäurenatriumsalz, enthaltend etwa 10% (Gew./Gew.) organische Lösungsmittel (n-Butanol und Ethanol), etwa 10% (Gew./Gew.) 2,4,6-Triiod-5-amino-1,3- benzoldicarbonsäure und 2,4,7-Triiod-3,5-acetamidobenzoesäure und etwa 4% (Gew./Gew.) Iomeprol und seine Nebenprodukte (der Iodgehalt des Gemisches beträgt 8,76% (Gew./Gew.)) werden auf pH 13 mit 30%-iger NaOH (Gew./Gew.) eingestellt. 80 g CuSO&sub4;·5 H&sub2;O werden zugegeben, das Gemisch wird unter Atmosphärendruck auf 30% des Ausgangsgewichts konzentriert, dann wird das Reaktionsgemisch zur Vervollständigung der Mineralisierung am Rückfluss erhitzt, so dass die Gesamtdestillations- und Rückflusszeit 8 Stunden beträgt.
  • Die Mineralisierungsausbeute beträgt 100% (bestimmt durch den Iodgehalt durch argentometrische Titration verglichen mit dem Ausgangsgehalt an organischem Iod).
  • Die konzentrierte Lösung kann bei 15ºC während 2 Stunden abkühlen und dann werden die präzipitierten Salze durch ein poröses Septum filtiert. Die Lösung wird auf pH 7 mit 50%-iger H&sub2;SO&sub4; (Gew./Gew.) gepuffert und der Nanofiltration unter Verwendung einer Separem-Membran Modell Desal5 (DK2521T) bei einem Betriebsdruck von 25-30 bar unterworfen. Die Lösung wird diafiltriert, wobei das Retentatvolumen konstant gehalten wird (etwa 45 l H&sub2;O werden zugegeben).
  • Die Gewinnung des Iods in dem Permeat beträgt 99,5%, verglichen mit dem, das in der Lösung vor der Nanofiltration vorhanden ist.
  • Das gesammelte Permeat (45 l) wird auf pH 1 mit 50%-iger H&sub2;SO&sub4; (Gew./Gew.) angesäuert. Die entstehende Lösung wird bei Raumtemperatur (25ºC) unter Zugabe von 30% H&sub2;O&sub2; (Gew./Gew.) zu der Lösung oxidiert. Die Menge an 30%-iger H&sub2;O&sub2; (Gew./Gew.), die verwendet wird, wird dadurch definiert, dass das Redoxpotential gemessen wird, wobei angenommen wird, dass die Oxidation beendet ist, wenn ein 530 mV-Potential erreicht wird. Das Gemisch wird auf 5ºC während etwa 3 Stunden gekühlt, und dann wird das präzipitierte Iod durch Filtration gewonnen.
  • Es werden 3225 g Iod (97% Gesamtausbeute des Verfahrens) erhalten.

Claims (7)

1. Verfahren zur Rückgewinnung von Iod aus Mutterlaugen oder Abwässern, die iodierte organische Verbindungen enthalten, durch Mineralisierung von organischem Iod und anschließende Überführung des gebildeten Iodids in elementares Iod, dadurch gekennzeichnet, dass die wässrige Lösung während der Mineralisierungsstufe unter Atmosphärendruck und bei der Siedetemperatur auf ein geeignetes Volumen konzentriert wird und die Lösung durch Nanofiltration gereinigt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Mineralisierung von organischem Iod durch Zusatz von Kupferionen oder fein verteiltem metallischem Kupfer in wässriger Alkalilösung in Mengen von 100 bis 3000 ppm bei pH 12 durchgeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, wobei die Menge an Kupfer im Bereich von 500 bis 1000 ppm liegt.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1-3, wobei die Konzentrierungsstufe der Lösung, die entiodiert werden soll, unter Atmosphärendruck und bei der Siedetemperatur für eine Zeit von 2 bis 6 Stunden durchgeführt wird.
5. Verfahren nach den Ansprüchen 1-4, wobei das verwendete Oxidationsmittel Wasserstoffperoxid ist.
6. Verfahren gemäß den Ansprüchen 1-5, wobei die Oxidation und die Rückgewinnung von Iod in einer einzigen Stufe durchgeführt werden.
7. Verfahren nach Anspruch 6, wobei das Filtrat aus der Nanofiltration mit 50-%iger Schwefelsäure bei Temperaturen, die im Bereich von 20ºC bis 50ºC liegen, auf pH 0,5-1 azidifiziert wird und die resultierende Lösung zu einem kontinu ierlichen Extraktor geführt wird, der "in line" das Oxidationsmittel zuführt, so dass eine Verweilzeit garantiert wird, die für die vollständige Oxidation und Extraktion von Iod mit einem geeigneten Lösungsmittel ausreichend ist.
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