DE698805C - Schaltung fuer elektrische Stellwerke - Google Patents

Schaltung fuer elektrische Stellwerke

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Publication number
DE698805C
DE698805C DE1938V0035097 DEV0035097D DE698805C DE 698805 C DE698805 C DE 698805C DE 1938V0035097 DE1938V0035097 DE 1938V0035097 DE V0035097 D DEV0035097 D DE V0035097D DE 698805 C DE698805 C DE 698805C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
magnet
circuit
lever
contact
current
Prior art date
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Expired
Application number
DE1938V0035097
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Wilhelm Schmitz
Martin Stieler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Vereinigte Eisenbahn Signalwerke GmbH
Original Assignee
Vereinigte Eisenbahn Signalwerke GmbH
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Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L19/00Arrangements for interlocking between points and signals by means of a single interlocking device, e.g. central control
    • B61L19/06Interlocking devices having electrical operation

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Switch Cases, Indication, And Locking (AREA)

Description

Während man bei den Schaltungen für die Antriebe von Weichen, Signalen o. dgl. großen Wert auf einen Schutz gegen Störbeeinflussung durch Kabelfehler legt, ist bei der Abhängigkeitsschaltung, also bei der Schaltung, die die Abhängigkeiten zwischen zwei Stellwerken herstellt, bisher ein solcher nicht vorhanden. Wenn diese Kabel auch nicht so gefährdet sind wie die einzelnen KaToel in-der Gleisanlage, so können durch Kabelfehler im Abhängigkeitskabel doch auch sehr gefahrvolle Einwirkungen entstehen, wie z. B. eine. vorzeitige Auflösung einer festgelegten Fahrstraße.
Erfindungsgemäß werden derartige Beeinflussungen dadurch verhindert, daß ein Magnetschalter wahrend der Fahrtstellung des Signals erregt wird und erregt bleibt und durch seinen Kontakt den Stromkreis zum
ao Festlegemagneten unterbrochen hält, damit durch Fremdstrom in der Auflöseleitung der Auflösemagnet nicht erregt werden kann. An Stelle eines besonderen Magnetschalters kann hierzu auch der an sich "schon vorhandene Hebelsperrmagnet benutzt werden.
Der Erfrndungsgegenstand ist in beiliegen- . der Abbildung näher !erläutert.
Die Schaltung stellt den Zusammenhang zwischen zwei Stellwerken dar, wobei das Stellwerk I eine Zustimmung oder einen Befehl an das Stellwerk II abgibt. Die Abgabe der Zustimmung oder ,ctes Befehls erfolgt durch Umlegen des Abgabehebels. Der Abgabehebel ist von der Mittelstellung aus nach zwei Seiten umlegbar. Die linke Umschlagrichtung ist mit a, die rechte Umschlagrichtung mit b bezeichnet. Der Abgabehebel kann also für zwei sich gegenseitig ausschließende Fahrstraßen verwendet werden. Die Kontakte ii bis 17, werden bei Umlegen
des Abgabehebels nach α für eine Fahrstraße und die Kontakte 21 bis 27 bei Umstellung des Abgabehebels nach b für die andere Fahrstraße betätigt. Der Abgabehebel hat einen Festlegemagneten5, dessen Anker in. der Grundstellung des Abgabehebels in an" sich bekannter Weise abgestützt wird, so daß der Anker nur dann abfallen und hierbei die Kontakte 51 und 52 umsteuern kann, wenn der Abgabehebel umgelegt ist und der Stromkreis des Festlegemagneten unterbrochen wird. Der Abgabehebel ist außerdem mit dem Hebelsperrmagneten 6 versehen, der ihn gegen Umlegen sperrt. Die Kontakte an beiden Magneten sind mit 5.1 und 52 und 61 bis 63 bezeichnet. Außerdem ist noch ein Auflösemagnet 9 angeordnet, dessen Kontakte mit 91 und 92 bezeichnet sind. Im Stellwerk II liegen die beiden Empfangsmagnete a, Ji und b, 72. In diesem Stellwerk möge z. B. die Signalstellung erfolgen, wobei die Kontakte 31 und 41 an den Fahrstraßensignalhebeln α bzw. b liegen. Der Empfang, erscheint zunächst auf den Lampen 83 für a und 84 für b. 81 bezeichnet einen Kontakt am Magneten der isolierten Schiene, 82 einen Kontakt der Hilfstaste HT für die Fahrstraßenauflösung,
Die Wirkungsweise der Schaltung ist folgende: Soll eine Zugfahrt, z. B. a, stattfinden, so legt der Wärter im Stellwerk I den Befehlshebel a um. Hierbei werden zunächst die Kontakte 11, 16 und 17 geschlossen. Durch den Kontakt 11 erhält über 15, 6, 40, 81 und 82 der Hebelsperrmagneto Strom, der seine Kontakte 61 bis 63 umschaltet. Ist der Hebel α vollständig umgelegt, so sind ,alle Kontakte 11 bis 17 umgeschaltet. Es fließt nun Strom über 11, 13,'Leitung 110 zur Empfangslampe 83 im Stellwerk II. Der Hebelsperrmagnet 6 bleibt über seinen Kontakt 63 und den Kontakt 12 erregt. Wenn jetzt der Wärter im Stellwerk II den Fahrstraßensignalhebel α umlegt, so schaltet er die Kontakte 31 und 32 um. 32 macht den über die Leitung 30, 16 bisher stromdurchflossenen Festlegemagneten 5 stromlos, so daß dieser einfällt und den Abgabehebel α im Stellwerk I in umgelegter Lage sperrt. Sein Kontakt 51 wird geschlossen. Nun erst fließt der Strom zum Empfangsmagneten 71 über 11, 61, 51, 14, 31, Empfangsmagnet 71, 41, Leitung 220, Kontakt 24 zurück. Das Signal kann in bekannter Weise auf Fahrt gestellt werden. Findet die Zugfahrt statt, so unterbricht der Kontakt 81 an der Isolierschiene den Strom über den Hebelsperrmagneten 6, so daß dieser stromlos wird, seinen Selbstschlußkreis durch den Kontakt 63 öffnet und den Auflösekreis durch den Kontakt 62 schließt. Erfolgt die Fahrstraßenauflösung nicht durch den Zug, sondern behelfsmäßig von Hand, so wird die Unterbrechung durch den Kontakt 82 der Hilfstaste HT herbeigeführt. Wird nun der Fahrstraßensignalhebel α im Stellwerk II zurückgelegt, so schließt der Kontakt 32 wieder, und das Stellwerk I erhält Auflösung über 32, Leitung 30, Kontakt 52, 62 und Auflösemagneten 9. Dieser bildet sich über seinen Kontakt 92 und über 17 einen Selbstschlußkreis, der jetzt geschlossene Kontakt 91 führt über 17 und 16 dem Festlegemagneten S Strom zu. Dieser entsperrt den Abgabehebel, so daß nun auch dieser zurückgelegt werden kann. Damit ist die Grundstellung wiederhergestellt.
Der Schutz gegen Fremdbeeinflussung in der Leitung 30, durch die ein vorzeitiger Strom zum Festlegemagneten 5 geschickt werden könnte, erfolgt durch den Kontakt 62 am Hebelsperrmagneten 6. Statt des Hebelsperrmagneten kann natürlich auch ein besonderer anderer Magnetschalter verwendet werden. Ist nämlich der Abgabehebel in umgelegter Lage gesperrt, so hat der Kontakt 52 umgeschaltet, und ein Fremdstrom in der Leitung 30 würde, nun Strom zum Auflösemagneten 9 schicken, wenn die Leitung nicht,am Kontakt 62 unterbrochen wäre. Der Magnet 9 würde bei geschlossener Leitung durch seinen Kontakt 91 dem Festlegemagneten 5 Strom zuführen, so daß auch dieser erregt werden und die Weichenhebel im Stellwerk! für das Umstellen frei machen würde. Solange jedoch der Befehlshebel umgelegt ist und die Zugfahrt noch nicht stattgefunden hat, ist der Hebelsperrmagnet 6 erregt und hält durch seinen Kontakt 62 den Auflösemagneten 9 abgeschaltet.
Ein weiterer Schutz wird dadurch erzielt, daß die Empfangsmagnete 71 und 72 so an die Leitungen 210 und 220 angeschlossen sind, daß diese umgepolt werden. In der Grundstellung sind beide Leitungen geerdet, und nur die Erde wird weggenommen, für die eine Abgabe erfolgen soll. In diesem Stromkreis wird außerdem durch den Kontakt 61 das richtige Arbeiten des Hebelsperrmagneten 6 überwacht. Jeder in die Leitung oder 220 eindringende Störstrom wird no durch die Kontakte 14 bzw. 24 zur Erde abgeleitet. Dadurch wird ein falscher Empfang verhindert.

Claims (3)

  1. Patentansprüche:
    i. Schaltung für elektrische Stellwerke mit Befehls- oder Zustimmungsabgaben, dadurch gekennzeichnet, daß ein Magnetschalter oder der Hebelsperrmagnet (6) während der Fahrtstellung erregt bleibt und durch seinen Kontakt
    (62) den Stromkreis zum Festlegemagneten (5) unterbrochen hält, damit durch Fremdstrom in der Auflöseleitung (30) der Auflösemagnet (9) nicht erregt werden kann.
  2. 2. Schaltung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein Kontakt (61) des Hebelsperrmagneten (6) im Stromkreis der Befehls- oder Zustimmungsempfangsmagnete (71,72) liegt, damit hier der Ankeranzug des Hebelsperrmagneten (6) überwacht wird.
  3. 3. Schakung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitungen der Empfangsmagnete (71,72) in Grundstellung durch Hebelkontakte (14 bzw. 24) geerdet werden und der Strom des einen dieser Magnete (z. B. 71) jeweils über die Erde der Leitung des anderen Magneten (71, 22) geführt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DE1938V0035097 1938-08-03 1938-08-03 Schaltung fuer elektrische Stellwerke Expired DE698805C (de)

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