DE69779C - Destillirsäule mit Capillarkanälen - Google Patents

Destillirsäule mit Capillarkanälen

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DE69779C
DE69779C DE189169779D DE69779DD DE69779C DE 69779 C DE69779 C DE 69779C DE 189169779 D DE189169779 D DE 189169779D DE 69779D D DE69779D D DE 69779DD DE 69779 C DE69779 C DE 69779C
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L. PONTALLIE in Malo, Frankreich
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D3/00Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATE N TA M T.
Die Construction der den Gegenstand vorliegender Erfindung bildenden Destillirsäule beruht auf der Thatsache, dafs, sobald ein Gemisch von Dämpfen durch Capillarkanäle getrieben wird, die Trennung der einzelnen Stoffe von einander in hohem Grade gefördert wird, und zwar um so mehr, je mehr das Capillarrohr abgeplattet ist bezw. je mehr die Wandungen einander genähert werden.
Auf beiliegender Zeichnung stellt dar:
Fig. ι einen Verticalschnitt der Destillirsäule,
Fig. 2 eine veränderte Ausführungsform mit zwei Systemen von Capillarplatten,
Fig. 3 den oberen und den unteren Theil einer Capillarplatte, welcher schwalbenschwanz-^ förmig zugeschnitten ist und von der Regulatorbüchse durchdrungen wird,
Fig. 4 die Vorderansicht des Regulators,
Fig. 5 den Horizontalschnitt der Säule nach der Linie Y-Z durch die Capillarplatten und den Kasten des Regulators,
Fig. 6 die Vorderansicht des unteren Theiles der oberen Lamellen, sowie des Trichters der Fig. 2,
Fig. 7 den unteren Theil der unteren Platten,
Fig. 8 eine Anordnung concentrisch über einander geschobener Röhren, als Ersatz für die Capillarplatten,
Fig. 9 ein gleicher Ersatz, gebildet aus spiralförmig aufgewickeltem Blech,
Fig. 10 parallel neben einander gereihte Capillarplatten,
Fig. 11 ein Horizontalschnitt nach der Linie U-Y der Fig. 2.
Am Fufse der viereckigen Säule befindet sich der Behälter A mit dem Abfallrohr B für die abgeschiedene Flüssigkeit. Durch den Zerstäuber D wird Dampf und zugleich die zu destillirende Flüssigkeit zwischen die Platten C1 eingeführt, welche einander so nahe wie möglich gebracht werden. Der Abstand richtet sich nach der Natur der Flüssigkeit und mufs so gewählt werden, dafs sowohl die Dämpfe als die sich-condensirende Flüssigkeit an einander vorbeigelangen können. Aufserdem sind die Capillarplatten so angeordnet, dafs der Abstand derselben nach der Decke zu abnimmt, so dafs der untere Theil der Platten auf die zerstäubte Flüssigkeit, der obere Theil auf die daraus entwickelten Dämpfe einwirkt.
In dem unteren Theil der Platten ist der Kasten b des Regulators eingebaut, welcher die Platten, wie aus Fig. 5 ersichtlich ist, durchdringt. Derselbe ist mit irgend einer Flüssigkeit gefüllt, deren Volumenänderungen auf den Regulator E derart einwirken, dafs die Spirale c durch Auf- oder Zusammenrollen den Dampfzutritt zu dem Zerstäuber regelt. In den Deckel der Säule C, von dem aus die leichteren Dämpfe durch das Rohr α abziehen, ist ein Thermometer f eingesetzt. In dem Behälter O befindet sich die Flüssigkeit, welche destillirt werden soll. Dieser Behälter steht mit einem zweiten Behälter T in Verbindung, in welchen das Abfallrohr B einmündet. Dasselbe Rohr, welches diese Verbindung herstellt, ist an dem Zerstäuber D angeschlossen, dem der Dampf durch das mit dem Hahn g versehene Rohr V1 zugeführt wird.
Um den Apparat in Betrieb zu setzen, öffnet man die Hähne d] und g. Durch den Zerstäuber D wird dann das an der Mündung des Rohres ν gebildete Gemisch von Dampf und der zu destillirenden Flüssigkeit durch die Capillarkanäle C1 bis zu einer gewissen Höhe getrieben.
Hierbei erfolgt die Trennung der Bestandtheile der Flüssigkeit sowohl durch die Flächenanziehung der Capillarröhren als auch durch Condensation.
Der leichter verdampf bare Bestandtheil der Flüssigkeit steigt als Dampf in der Säule an und wird durch das Rohr α in die Kühlvorlage -F geleitet, welche in bekannter Weise mit dem Füllhahn s und dem Ablafshahn t versehen ist. Durch das Rohr u wird das erhaltene Product wieder abgeleitet. Der schwerer verdampf bare Theil des Staubgemisches, der durch den Dampf des Zerstäubers gleichfalls in Dampf übergeführt ist, condensirt sich in einer gewissen Entfernung davon, die sich nach der Temperatur des Kastens b des Regulators E richtet, an den Wandungen C1 der Capillarplatten, fliefst an denselben herunter und sammelt sich am Boden der Destillirsäule, von wo das Rohr B nach dem Behälter T führt. Hier dient die condensirte Flüssigkeit gleichzeitig zur Vorwärmuag der aus dem Gefäfs O zuströmenden, zu destillirenden Flüssigkeit.
Auf einen Quadratmeter der Capillarplatten kann man stündlich eine Flüssigkeitsmenge von 20 1 zerstäuben und erhält ca. Y3 davon destillirt, d. h. ca. 6 1 zurück.
Der Alkohol, das Benzin u. s. w. scheiden sich hierbei energisch ab, so dafs man z. B. bei Verarbeitung von Flüssigkeiten, bei welchen das Alkoholometer 40 oder 50 zeigt, 950 bis 96 ° Alkohol erhält.
In Fig. 2 ist eine etwas veränderte Ausführungsform des Apparates dargestellt, bei welcher zwei Systeme von Capillarkanälen C2. und G3 gesondert über einander angeordnet sind.
Die aus dem Zerstäuber χ heraustretende Flüssigkeit läuft hierauf über zwei geneigte, in der Zeichnung jedoch der Deutlichkeit halber weggelassene Platten, welche die Flüssigkeit über sämmtliche Platten des Systems C2 vertheilt. In diesem Augenblick verdampft die Flüssigkeit und giebt ihre Wärme an das Rohr der Spirale bl ab, welche den Kasten b der Fig. ι ersetzt und an den Regulator E angeschlossen ist. Die Dämpfe steigen an und dringen zwischen die Platten des Systems C3 ein, welche nur auf die von dem System C'2 schon entwickelten Dämpfe einwirken. Die schwereren Dämpfe condensiren sich an . den Platten, fliefsen an denselben hinunter " und tropfen von deren unteren Enden auf vier geneigte Platten K herab, welche die condensirte Flüssigkeit von neuem in den Zerstäuber χ leiten. Ein Thermometer r giebt die Temperatur der sich zuerst entwickelnden Dämpfe an. Letzterer Apparat ist in seiner Wirkungsweise dem zuerst beschriebenen ähnlich, jedoch mehr für Laboratoriums- als für Industriezwecke bestimmt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Destillirsäule, in welcher capillare Kanäle (C), in welche die zu destillirende Flüssigkeit durch einen Zerstäuber hineingetrieben wird, zu dem Zwecke angeordnet sind, die'Abscheidung der schwerer verdampf baren Flüssigkeit zu fördern.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE189169779D 1891-12-23 1891-12-23 Destillirsäule mit Capillarkanälen Expired DE69779C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE939988C (de) * 1945-05-17 1956-03-08 Apv Co Ltd Verfahren und Vorrichtung zur Destillation und Kondensation

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE939988C (de) * 1945-05-17 1956-03-08 Apv Co Ltd Verfahren und Vorrichtung zur Destillation und Kondensation

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