DE50152C - Neuerung bei dem Verfahren und den Apparaten zur Destillation von Theer und ähnlichen Stoffen - Google Patents

Neuerung bei dem Verfahren und den Apparaten zur Destillation von Theer und ähnlichen Stoffen

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DE50152C
DE50152C DE188950152D DE50152DD DE50152C DE 50152 C DE50152 C DE 50152C DE 188950152 D DE188950152 D DE 188950152D DE 50152D D DE50152D D DE 50152DD DE 50152 C DE50152 C DE 50152C
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DE188950152D
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F. LENNARD in Greenwich, Grafschaft Kent
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10CWORKING-UP PITCH, ASPHALT, BITUMEN, TAR; PYROLIGNEOUS ACID
    • C10C1/00Working-up tar
    • C10C1/04Working-up tar by distillation

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
/ir. / / 09/
Stoffen.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung, durch welche die Destillation von Theer und ähnlichen Stoffen continuirlich, schneller, ökonomischer und wirksamer als bisher ausgeführt werden kann. Für den erwähnten Zweck wird der Theer in dünnem Strom über Metallflächen geführt, welche vorwiegend durch ein Oelbad oder wie sonst geeignet auf gleichbleibende Temperatur gebracht werden.
Aufserdem wird der Theer vor seinem Eintritt in das Destillirgefäfs auf die entsprechende Temperatur gebracht, so dafs die Destillation beim Eintritt in das Destillirgefäfs sofort beginnt.
Auf beiliegenden Zeichnungen stellt Fig. 1 das Destillirgefäfs im Längsschnitt, Fig. 2 im Schnitt nach 2-2, Fig. 3 im Querschnitt dar, während die Fig. 4, 5 und 6 die Gesammteinrichtung und die Fig. 7, 8, 9 und 10 Details zur Darstellung bringen.
In dem Ofen A wird ein Behälter B eingemauert, in welchem das OeI oder eine andere erhitzte Flüssigkeit sich befindet. In letztere taucht das Destillirgefäfs C, welches in eine beliebige Anzahl Abtheilungen c getheilt ist, theilweise ein. Der Boden obiger Abtheilungen ist treppenartig versetzt, Fig. 1, so dafs der jeder folgenden Abtheilung entsprechend tiefer liegt.
Die Ein- und Auslafsöffnungen des von einer Abtheilung in die folgende niefsenden Theeres liegen auf entgegengesetzten Seiten des Destillirgefäfses, und entsprechend der Lage dieser Oeffnungen ist der Boden geneigt, also von der Ein- zur Auslafsöffnung. In das Destillirgefäfs C wird eine Dampfrohrleitung D geführt, deren Abzweigungen d in jede Abtheilung c hineinreichen und über dem Boden in eine Brause d2 münden.
Die dem Einlafsrohr für den Theer zunächst liegenden Abtheilungen haben am Boden Einsenkungen E, Fig. 8, 9 und 10, welche durch eine Scheidewand e getheilt sind. Auf einer Seite der letzteren ragt das Dampfrohr mit seiner Brause d2 hinein.
Der Theer fliefst nun bei c2 in die erste Abtheilung, füllt die Einsenkungen E und tritt durch die auf der entgegengesetzten Seite von c2 liegende Einlafsöffnung zur zweiten Abtheilung und so fort, immer der Boden^ Senkung der einzelnen Abtheilungen folgend, bis derselbe durch die Einwirkung der Wärme vom Boden aus, wie durch die Wirkung des durch die Brausen i2 austretenden Dampfes in Pech übergeführt wird und durch c3 entweicht.
Der Dampfzulafs für die Einsenkungen E ist von der zu den übrigen Kammern c getrennt , so dafs eine Regelung beider/Zuführungen für sich erfolgen kann. D2 ist ein im Zuge des Ofens angebrachter Ueberhitzer zur Ueberhitzung des Dampfes -vor seinem Eintritt in das Destillirgefäfs.
Die Vorwärmung des Theeres auf seinem Wege zum Destillirgefäfs geschieht in einer
Röhrenspirale Y, welche sich in dem Oelbad B befindet. Von dieser Spirale wird der Theer durch ein Rohr O nach einem Skrubber P geführt, welcher mit körnigem Gestein ρ gefüllt ist. Während seines Niederganges durch das Material ρ begegnet er einem aufsteigenden Dampfstrom, welcher durch das perforirte Rohr p2 in das Innere des Materials gelangt und dabei eine Verdampfung geringer Theermengen bewirkt. Diese Dämpfe gelangen durch das Rohr f nach Rohr F, während der durch Material ρ sickernde Theer in dem Rohr c1 zu dem Destillirgefäfs geleitet wird.
Die Destillationsproducte des Theeres werden aus dem Destillirgefäfs C durch Rohr F gleichzeitig mit den vorgenannten Dämpfen aus dem Skrubber P in die in den Condensatoren H und / befindlichen Rohrspiralen G und G2 geführt, von da durch das Rohr f2 in den Condensator Q, in welchem dieselben vollständig niedergeschlagen und aus welchem sie durch eine Pumpe Q2 durch das Rohr f3 nach dem Sammelgefäfs W gedrückt werden. Die aus diesem Procefs hervorgegangenen flüssigen Producte oder OeIe können nun zweckmäfsigerweise zum Niederschlagen der gasigen, aus dem Destillirgefäfs aufsteigenden Bestandteile benutzt werden, während die Hitze der letzteren wieder die OeIe einer theilweisen Destillation in der Weise unterwirft, dafs die flüchtigeren Bestandtheile, wie Naphta und Creosot, in gasförmigen Zustand übergeführt, von den übrigen getrennt und dann jedes für sich wieder niedergeschlagen werden. Die übrig bleibenden Bestandtheile werden abgelassen. Der Zweck kann in folgender Weise erreicht werden.
Das OeI kann z. B. in einen Skrubber J übergeführt und einem aufsteigenden Dampfstrom ausgesetzt werden, welcher die flüchtigeren Stoffe, wie Phenol und Naphta, mitreifst und dieselben nach der Rohrspirale in dem Gefäfs K führt, während sich die schwerer flüchtigen Bestandtheile wieder an dem Boden des Skrubbers sammeln.
Ebenso kann der Theer auf seinem Wege zur Vorwärmungsspirale Y ebenfalls zum Condensiren der Gase verwendet werden.
Die Einrichtungen für den erwähnten Zweck sind folgende:
Die aus dem Destillationsgefäfs C stammenden Gase und diejenigen aus dem Skrubber P durchströmen die in den Gefäfsen H und / befindlichen Spiralen G und G2. Durch dieses Gefäfs / wird nun der Theer auf seinem Wege nach der Vorwärmungsspirale Y geführt, und zwar durch das Rohr χ zugeleitet und durch das Rohr x2 weiter nach dem Kessel X, um darin von dem Wasser getrennt zu werden. Durch das Rohr xz geht der Theer in den Kessel X2, von diesem durch das Rohr y zur Pumpe jr2, von welcher dasselbe zur Vorwärmungsspirale Y gedrückt wird.
In das Gefäfs H werden andererseits entweder von dem höher gelegenen. Gefäfs W durch Rohr w oder durch Pumpen die flüssigen Bestandtheile oder OeIe geleitet, und es werden die darin enthaltenen flüchtigen Bestandtheile durch die durch G durchströmenden, von C und P kommenden heifsen Gase verflüchtigt.
Diese jetzt gasförmigen Bestandtheile, wie Naphta und Creosot, werden durch die Röhre h dem Skrubber J zugeführt, aus welchem das Naphta durch die Röhre j in die Spirale des Condensators K, das Creosot durch das Rohr / entweicht. Das Anthracen und die übrigen schweren OeIe, welche in dem Gefäfs H zurückbleiben, werden in Zwischenräumen bei m abgelassen.
Die aus dem Gefäfs W kommenden OeIe werden nun immer auf eine gleiche Temperatur wie die in dem Gefäfs H befindlichen OeIe gebracht, damit dieselben nicht bei ihrem Eintritt in das Gefäfs H zu Boden sinken und über einander liegende Schichten von verschiedener Temperatur bilden. Zu erwähntem Zweck durchlaufen die OeIe die in dem Gefäfs H befindliche Spirale N. Durch Heizungen L L können das Gefäfs H und der Skrubber J unabhängig von den Spiralen G, wenn nöthig, geheizt werden.
Zur Erleichterung der Destillation kann in das Gefäfs H auf etwa seiner halben Höhe Dampf zugeführt, oder ,es kann am Auslafshahn durch eine Pumpe ein Vacuum erzeugt werden.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Ein Verfahren zur Destillation von Theer oder ähnlichen Stoffen, darin bestehend, dafs das betreffende Material nach seiner Vorwärmung durch einen Skrubber P geführt und darin einem aufsteigenden Dampfstrom ausgesetzt wird, wodurch ein Theil der Stoffe verflüchtigt und durch Condensation in flüssigen Zustand übergeführt, die durch das Filter sickernden Stoffe dagegen in dünnem Strom über den Boden eines erhitzten Destillirgefäfses geführt und unter Zuführung von Dampf in Pech übergeführt werden, während die Wärme der aus dem Destillirgefäfs entweichenden Dämpfe wieder, zur Verdampfung der in den vorher condensirten flüssigen Oelen vorhandenen flüchtigen Stoffe verwendet wird, wobei die Dämpfe selbst condensirt werden.
2. Für das unter i. gekennzeichnete Verfahren der Apparat, bestehend aus der Vorwärmspirale Y, dem Skrubber P und dem in
mehrere, eventuell mit Einsenkungen E versehene Abtheilungen c getheilten Destillirgefäfs C, in welche Abtheilungen der Dampf durch Rohrleitungen D geleitet wird.
Für das unter i. gekennzeichnete Verfahren zur Condensation der aus dem Destillirgefäfs entweichenden Dämpfe die in den Condensationsgefäfsen / und H befindlichen Spiralen G und G2, von welch ersteren H mit einem Skrubber J zum Abtreiben der in der Condensationsflüssigkeit befindlichen flüchtigen Stoffe verbunden ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DE188950152D 1889-04-19 1889-04-19 Neuerung bei dem Verfahren und den Apparaten zur Destillation von Theer und ähnlichen Stoffen Expired DE50152C (de)

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