DE64330C - Verfahren und Apparat zum Raffiniren von Rohpetroleum - Google Patents
Verfahren und Apparat zum Raffiniren von RohpetroleumInfo
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10G—CRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.^
Bei dem vorliegenden neuen Verfahren wird die Destillation flüssiger Kohlenwasserstoffe entgegengesetzt
den bis jetzt gebräuchlichen Methoden .in einem ununterbrochenen Procefs
durchgeführt, und zwar so, dafs die Kohlenwasserstoffdämpfe nicht eher eine Verdichtung
erleiden, als bis sie den für diesen Zweck vorgesehenen Condensator erreicht haben. Die
Kohlenwasserstoffdämpfe sind deshalb zur Erhaltung der hohen Temperatur so schnell wie
möglich von den Retorten nach den Condensationsgefäfsen überzuleiten, was mit Hülfe des
nachstehend erläuterten Apparates geschieht. Derselbe besteht im wesentlichen aus der Combination
von Oelüberhitzern, Retorten und Condensationsräumen mit Dampfüberhitzern und Mischvorrichtungen zum Mischen des Oeles
(der Oeldämpfe) und des Dampfes in den Retorten.
Die zu destillirenden flüssigen Kohlenwasserstoffe (z. B. Rohpetroleum, Naphta) werden
zunächst in einen geeigneten Vorwärmer geleitet, in welchem sie bis zu einer hohen Temperatur
erhitzt werden. Aus dem Vorwärmer für das Mineralöl, welcher in der Folge mit »Oelüberhitzer« bezeichnet werden soll, gelangt
das erhitzte Rohpetroleum in eine Retorte. (»Oelretorte«), in welcher es mit überhitztem
Dampf zusammentrifft. Letzterer bewirkt eine Absonderung des Theers und anderer Beimengungen
und entführt die OeI- bezw. Petroleumdämpfe durch einen Dampfdom oder
ein Rohr von grofsem Querschnitt nach einem geeigneten Condensator. Die in der Oelretorte
niedergefällten Theerbestandtheile u. s. w., »leichter Theer« genannt, werden nach einem
Reservoir abgeführt und gelangen aus diesem durch einen Ueberhitzer (»Theerüberhitzer«)
in eine zweite Retorte (»Theerretorte«), in der nochmals eine Mischung mit überhitztem Dampf
vor sich geht, durch welche der letzte Rest von OeI bezw. Oeldämpfen abgeschieden und
nach einem· zweiten Condensator geführt wird. Der in der Theerretorte zurückbleibende Theer
wird in passender Weise abgezogen.
Die Einführung des überhitzten Rohöls bezw. des leichten Theers und des Dampfes in die
OeI- bezw. Theerretorte geschieht mittels siebartig durchlochter Röhren, so dafs eine innige
Mischung des betreffenden Kohlenwasserstoffes und des Dampfes erzielt wird, ohne dafs eine
Condensation der Kohlenwasserstoffdämpfe stattfindet.
Auf den beiliegenden Zeichnungen ist der Destillationsapparat bezw. die Destillationsanlage
in einer der praktischsten Ausführungsformen veranschaulicht.
Fig. ι ist eine obere Ansicht des Apparates.
Fig. 2 zeigt den »Oelüberhitzer« und die »Oelretorte« in seitlicher Ansicht.
Fig. 3 ist ein Querschnitt durch die Oelretorte, in der die Mischung des vorgewärmten
Rohmaterials mit überhitztem Dampf stattfindet.
Das zu destillirende Rohmaterial (z. B. Naphta) befindet sich in einem Reservoir A, durch wel-
ches ein Rohr χ geführt ist, welches den in der Oelretorte abgesonderten heifsen Theer
nach dem Theerreservoir G leitet. Infolge dieser Anordnung erfährt das Rohpetroleum
bereits in dem Reservoir A eine Vorwärmung. Aus A gelangt das Rohpetroleum durch Rohr a,
Pumpe a1 und Rohr d2 in den Ueberhitzer B.
In letzterem wird das Petroleum auf ca. 230 bis 2700 C. erhitzt, so dafs die Petroleumdämpfe
durch Rohr b bezw. Siebrohr b1 in die Retorte
C überströmen und sich hier mit überhitztem Dampf vermischen. Letzterer wird in
D erzeugt und durch d zum Ueberhitzer E geführt, aus welchem er durch die Rohrleitung
e e1 mittels der Siebrohre e3 e* e5 in die Retorte
E gelangt. Der sich mit den Kohlenwasserstoffdämpfen mischende überhitzte Dampf,
welcher eine höhere Temperatur als diese besitzt, bewirkt eine Niederfällung der den Kohlenwasserstoffdämpfen
beigemengten Bestandtheile, Theer u. s. w., und reifst die so gereinigten Oeldämpfe durch die domartigen Aufsätze c c1
und Rohrleitungen c'2 c3 nach dem Condensator
F mit fort. Dies geschieht so schnell, dafs jede Condensation von Dämpfen vor Eintritt
in den Condensator verhindert ist. In dem letzteren werden die Petroleum- oder Kohlenwasserstoffdämpfe auf bekannte Weise
verdichtet und abgelassen.
Die sich auf dem Boden der Retorte C ansammelnden Niederschläge, wie Theer u. s. w.,
werden durch Rohr ci und χ nach dem Behälter
G abgeleitet und geben auf dem Wege dorthin, wie bereits erwähnt, einen Theil ihrer
Wärme an das in dem Reservoir A enthaltene, zu destillirende Rohproduct ab. Aus G gelangt
dann der »leichte Theer« durch Rohr g, Pumpe gl in den Ueberhitzer H, in welchem
er auf eine Temperatur von 270 bis 300 ° C. gebracht wird. Der so erhitzte Theer wird
dann mittels der Rohre h h1 in eine zweite Retorte / übergeführt, in welcher ihm durch
nochmalige Mischung mit überhitztem Dampf der letzte Rest von Kohlenwasserstoffen entzogen
wird, welcher wiederum äufserst schnell durch Rohrleitungen Jj1J2J3 in einen.Condensator
K abgeführt wird. Der überhitzte Dampf wird der Theerretorte I aus dem Ueberhitzer E
durch die Rohre e e2 und Siebrohre e6 e1 e8 geliefert.
Zum Ablassen des in der Retorte / niedergefällten »schweren Theers« dient das in
einen Theerbehälter L einmündende Rohr j4.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, liegt der Dampfüberhitzer
E zwischen dem OeI- und dem Theerüberhitzer H und B. Der Zweck dieser
Anordnung ist der, dafs, wenn man zum Erhitzen dieser drei Ueberhitzer nur eine mittlere
Feuerung benutzt, der Wasserdampf eine höhere Temperatur erhält als die in den seitlichen
Ueberhitzern befindlichen Rohproducte bezw. die bereits ausgeschiedenen Bestandtheile derselben.
Soll nur eine theilweise bezw. eine weniger Vollkommene Destillation der Kohlenwasserstoffe
erzielt werden, so kann dieser Grad der Destillation durch entsprechend geformte Retortenaufsätze
bezw. nach dem Condensator führende Rohrleitungen geregelt werden.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Verfahren zum Raffiniren von Rohpetroleum, darin bestehend, dafs die (auf 230 bis 2700) überhitzten Dämpfe des letzteren mit noch stärker überhitztem Wasserdampf gemischt werden, welcher die in den Rohproducten enthaltenen Beimengungen niederschlägt, die reinen Kohlenwasserstoffdämpfe aber unter Vermeidung frühzeitiger Condensation in einen Condensator überführt, worauf das Condensat behufs vollständiger Entziehung der Kohlenwasserstoffe nochmals (auf 270 bis 3oo°) überhitzt und der Einwirkung von Wasserdampf ausgesetzt wird.
- 2. Apparat zur Ausführung des unter 1. gekennzeichneten Verfahrens, bestehend aus den OeI- bezw. Theerüberhitzern (HB) und dem Dampfüberhitzer (E), den Retorten (C und I) und den Condensationsgefäfsen (F und K) in solcher Verbindung, dafsa) die OeI- bezw. Theerüberhitzer (H B) einerseits mit den OeI- bezw. Theerbehältern (A G), andererseits mit den Retorten C und I,b) der Dampfüberhitzer E mit den Retorten C und 7,c) die Retorten C und I aufser mit den OeI- und Dampfüberhitzern mit den Theerbehältern G und L verbunden sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE64330C true DE64330C (de) |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT64330D Expired - Lifetime DE64330C (de) | Verfahren und Apparat zum Raffiniren von Rohpetroleum |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE64330C (de) |
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