DE66746C - Destillirapparat für abwechselnde Beheizung zweier Destillirblasen - Google Patents
Destillirapparat für abwechselnde Beheizung zweier DestillirblasenInfo
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- DE66746C DE66746C DENDAT66746D DE66746DA DE66746C DE 66746 C DE66746 C DE 66746C DE NDAT66746 D DENDAT66746 D DE NDAT66746D DE 66746D A DE66746D A DE 66746DA DE 66746 C DE66746 C DE 66746C
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C11—ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
- C11C—FATTY ACIDS FROM FATS, OILS OR WAXES; CANDLES; FATS, OILS OR FATTY ACIDS BY CHEMICAL MODIFICATION OF FATS, OILS, OR FATTY ACIDS OBTAINED THEREFROM
- C11C1/00—Preparation of fatty acids from fats, fatty oils, or waxes; Refining the fatty acids
- C11C1/08—Refining
- C11C1/10—Refining by distillation
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 23: Fettindustrie.
Der neue Apparat zum schnellen Destilliren flüchtiger Stoffe, besonders der Fettsäuren, ist
im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dafs in ein und denselben Ofen zwei Destillirblasen
gelegt werden, welche einen gemeinschaftlichen Dampfüberhitzer und Condensator haben, mit
denen beide symmetrisch verbunden werden.
Der Ofen ist derartig construirt, dafs die Verbrennungsgase, welche den Dampf überhitzt
haben, nach Belieben zuerst um die eine oder um die andere Destillirblase geleitet werden
können und dann erst in der entsprechenden arideren Destillirblase benutzt werden.
Zwei doppelte Klappen, welche mit einem einzigen Handgriff bedient werden können, gestatten
eine schnelle Umkehrung der Richtung der Heizgase, so dafs jede Blase der ersten
oder zweiten Wirkung des Feuers ausgesetzt werden kann.
Der Condensator einer solchen Anordnung mufs in Uebereinstimmung mit der Energie der
Verdampfung der Destillirblasen von starker Wirkung sein. Zu diesem Zwecke ist in vorliegender
Erfindung das Princip der augenblicklichen Condensation durch Einspritzen von
Wasser angenommen worden, wie es schon seit 1876 in den Destilliranstalten von Mi Hy
benutzt und seit 1878 öffentlich beschrieben ist.
Bei der Verwendung eines solchen Condensators zum Destilliren ist in vorliegender Erfindung
noch ein durch Drückwasser bethätigter Ejector mit demselben in Verbindung gebracht.
In beiliegender Zeichnung ist:
Fig. ι eine Oberansicht des Apparates,
Fig. 2 ein Verticalschnitt in Richtung der gebrochenen Linie A-A, B-B, A*-A\
Fig. 3 ein Horizontalschnitt in Höhe der Linie C-C und D-D der Fig. 2,
Fig. 4 ein Querschnitt in Richtung der Linie R-R und
Fig. 5 ein solcher in Richtung der Linie G-G
der Fig. 1.
Fl ist ein die Niveauhöhe angebender Schwimmer, Th ein Thermometer, Mn das
Manometer, Rd'2 und Rd sind Füll- und Ablafshähne, T ist eine Sammelröhre zum Füllen
und Abfüllen, t eine den Hahn Rd mit der Röhre T in Verbindung setzende Röhre, P das
Gefäfs zur Aufnahme der destillirten Producte, F der Condensationsapparat, / eine
konische Brause zum Einspritzen von Wasser, J die Wasserzuführungsröhre, K eine Röhre,
welche die in F noch nicht condensirten Dämpfe nach H leitet. LZ-1 ist die Zuleitungsröhre
zum Wasser-Ejector M. N ist eine Röhre, welche dem Ejector M Druckwasser
zuführt, P ein Behälter zur Aufnahme der destillirten und durch den Ejector M
herausbeförderten Stoffe. R1 i?' sind doppelt
wirkende Schieberplatten, welche abwechselnd O O
p
die Oeffnungen O O1 verschliefsen,
die Oeffnungen O O1 verschliefsen,
die
vollen Theile, r2 die ausgeschnittenen Theile. R T ist die Aufhängevorrichtung für die
Klappen.
Die beiden Destillirblasen werden durch die Röhre F gefüllt und entleert, welche mittelst
der Röhre t mit dem unteren Hahn der Destillirblasen in Verbindung steht.
Ist der Ofen genügend geheizt, so beschickt man die Blasen mit Fettsäure von τ ίο bis
bis 120° C., welche aus mit der Röhre T in
Verbindung stehenden Behältern entnommen wird, welche sich oberhalb der Blasen befinden.
Die Klappen sind dabei, wie Fig. 4 zeigt, eingestellt, so dafs die Blase No. 1 der directen
Wirkung der Feuergase ausgesetzt ist, während die Blase No. 2 durch die zur Esse ziehenden
Gase geheizt wird.
Oeffnet man den Hahn R V\ so tritt in die
Blase No. 1 überhitzter Dampf ein, dessen Vertheilung in der Blase in bekannter Weise erfolgt.
Die heifsen Verbrennungsgase gehen durch die Oeffnungen O und umspulen die
Destillirblase von zwei Seiten, gehen dann durch die Oeffnung O2 und durch die Wand Cl
in zwei Abtheilungen getheilt unter der Destillirblase hinweg nach den Oeffnungen o3 o3 in
den Kanal o4, welcher sie durch die Oeffnungen o3 o3 unter die Destillirblase No. 2 befördert;
von hier streichen die Gase zu beiden Seiten der Destillirblase in die Höhe, gehen
durch die Oeffnungen o1, passiren den Verschlufsrahmen
r2, gehen durch den horizontalen Kanal o5 und von hier durch g nach dem
Abzugskanal G.
Nach ungefähr 4 Stunden ist die Destillation der Fettsäure beendet, was an dem Stand des
Schwimmers Fl gesehen werden kann. Die Ausleerung der Rückstände erfolgt durch
Oeffnen des Hahnes Rd in 2 oder 3 Minuten. Die Blase wird alsbald mittelst desselben Hahnes
von neuem beschickt.
Die Rückstände werden durch die Röhre T entweder in eine zweite unterhalb der ersten
gelagerte Destillirblase geleitet oder durch einen Montejus zur weiteren Verwendung abgeleitet.
Während man den Zufiufs des überhitzten Dampfes nach der Blase No. 2 regulirt, stellt
man die Klappen derartig um, dafs diese Blase jetzt der directen Wirkung der Feuergase
ausgesetzt ist und die Blase No. 1 von den abziehenden Gasen umspült wird.
Hierbei destillirt die Ladung der Blase No. 2, welche, während No. 1 destillirt, stark vorgewärmt
ist, augenblicklich, während die neue Ladung der Blase No. 1 durch die von der
Blase No. 2 kommenden Feuergase stark vorgewärmt wird und beim Leeren der Blase No. 1
schon zum Ueberdestilliren fertig ist.
Auf diese Weise spielen beide Destillirblasen abwechselnd die Rolle des Vorwärmers und
des Destillators, so dafs keine Unterbrechung des Vorganges nothwendig wird.
Dieser Umstand hat eine bedeutende Ersparnifs an Brennmaterial, schnellere Arbeit und
ein gleichmäfsigeres Verarbeiten der Stoffe zur Folge.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Destillirapparat, welcher die abwechselnde Beheizung zweier Blasen von einer Feuerung aus, direct und secundär, und damit die abwechselnde Benutzung derselben als Vorwärmer und Destillator dadurch ermöglicht, dafs in den zwei Aesten des sich nach den Blasen spaltenden Feuerkanals sowohl wie in den Abzugskanälen Schieber angebracht sind, deren Umstellung die Richtung der Feuergase in Bezug auf die beiden Blasen, deren Heizräume durch einen Kanal verbunden sind, ändert.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE66746C true DE66746C (de) |
Family
ID=340437
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT66746D Expired - Lifetime DE66746C (de) | Destillirapparat für abwechselnde Beheizung zweier Destillirblasen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE66746C (de) |
-
0
- DE DENDAT66746D patent/DE66746C/de not_active Expired - Lifetime
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