DE697196C - Verfahren zur Verbesserung von Auszuegen pflanzlicher Gerbstoffe - Google Patents

Verfahren zur Verbesserung von Auszuegen pflanzlicher Gerbstoffe

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DE697196C
DE697196C DE1938I0062897 DEI0062897D DE697196C DE 697196 C DE697196 C DE 697196C DE 1938I0062897 DE1938I0062897 DE 1938I0062897 DE I0062897 D DEI0062897 D DE I0062897D DE 697196 C DE697196 C DE 697196C
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DE
Germany
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tannin
extracts
tanning agents
improving
membrane
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Expired
Application number
DE1938I0062897
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Fritz Vorsatz
Dr Robert Zink
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C3/00Tanning; Compositions for tanning
    • C14C3/02Chemical tanning
    • C14C3/08Chemical tanning by organic agents
    • C14C3/10Vegetable tanning
    • C14C3/12Vegetable tanning using purified or modified vegetable tanning agents

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Medicines Containing Plant Substances (AREA)
  • Cosmetics (AREA)

Description

  • Verfahren zur Verbesserung von Auszügen pflanzlicher Gerbstoffe Es ist oft erwünscht, den Gehalt von Gerbstoffauszügen an Nichtgerbstoffen zu vermindern; dies ist besonders bei Gerbstoffauszügen der Fall, in denen der Nichtgerbstoffgehalt verhältnismäßig groß ist, wie bei Fichtenrindeauszug oder Sumachauszug.
  • Es wurde nun gefunden, daß man Auszüge von pflanzlichen Gerbstoffen in einfacher und vorteilhafter Weise verbessern kann, wenn mauz sieunterVerwendung vonMembranendialysiert,, die mit Gerbstoffen und Gerbstoff fällenden Mitteln behandelt sind. Als Gerbstoff fällende Mittel kommen beispielsweise Gelatine, Fisch-1 eim, P olymethacrylsäureamid, Harnstoff-Formaldehyd-Kondensationsprodukte, baSlscheS,Aluminiumsulfat oder Bleiacetat in Betracht. FüY die Behandlung der Membran können beliebige Gerbstoffe dienen. Besonders zweckentsprechend verwendet man die in dem zu dialysierenden Auszug enthaltenen Gerbstoffe, weil man so keinen anderen Gerbstoff zur Behandlung der Membran braucht und weil diese Behandlung der eigentlichen Dialyse unmittelbar vorausgeht und sozusagen in einem Arbeitsgang mit der Dialyse selbst vorgenommen wird.
  • Die Behandlung mit den Gerbstoffen und den Gerbstoff fällenden Mitteln kann vor oder während der .Dialyse vorgenommen werden. Beispielsweise läßt man auf die Membran von der einen Seite eine Gerbstofflösung und von der anderen Seite eine Lösung des Gerbstoff fällenden Stoffes einwirken. Auch kann man eine mit Gerbstoff -fällendem Mittel getränkte Membran mit einer Gerbstofflösungbehandeln oder sie unmittelbar für die Gerbstoffdialyse benutzen. Schließlich kann man auch die Dialyse mit einer unbehandelten Membran beginnen und dem Dialysat (d. h. der Flüssigkeit, gegen die der Gerbstoffauszug dialysiert wird) Gerbstoff fällende Mittel zusetzen, wobei dann die Gerbstoff fällenden Mittel während der, Dialyse auf den Gerbstoff in oder auf der Membran einwirkt. Die Dialyse kann bei verschiedenen p117 Werten, gegebenenfalls unter Zugabe von Lflsungs- oder Verdünnungsmitteln, wie hiethanol, Glykol, Polyglykol oder Pyridin, geschehen. Während die Wanderung der Nicht- . gerbstoffe durch die mit Gerbstoff und Gerb-., stoffällungsmitteln behandelte Membran nichtwesentlich verlangsamt wird, werden die Ger Stoffe weitgehend zurückgehalten, so daß eine ' ausgezeichnete Trennung der Gerbstoffe von den Nichtgerbstoffen erzielt wird.
  • Das Verfahren ist beispielsweise für die Behandlung von Fichtenrinde-, Sumach-, Birkenrinde- und Eichenrindeauszügen geeignet. Auch chemisch behandelte, z. B. sulfitierte Gerbstoffauszüge können danach verbessert werden.
  • Die in der beschriebenen Weise behandelten Gerbstoffauszüge liefern Leder von besseren Eigenschaften und sind leichter zu handhaben als die nicht behandelten, weil sie dünnflüssiger sind. Sie enthalten so gut wie die gesamte im ursprünglichen Auszug vorhandene Gerbstoffmenge, da nur sehr wenig Gerbstoff durch die Membran wandert. Die Dialysate lassen sich nutzbringend verwerten, z. B. durch Vergärung des darin enthaltenen Zuckers oder zur Reduktion von Bichromat. Beispiel i i oo Teile eines wäßrigen Fichtenrindeauszuges mit einem Gerbstoffgehalt von z4,--0/0 (6i,6% Gerbstoff im Trockengut) werden _4. Stunden lang unter Verwendung einer Membran aus umgefällter Cellulose in einem Schnelldialysator gegen iooo Teile Wasser dialysiert, das 5 Teile Gelatine enthält. Man erhält --q.5 Teile Auszug mit einem Gerbstoffgehalt von io,q.%. Der Gerbstoffgehalt des Trockenguts beträgt 76%. Es ist so gut wie ,1@.air@ Gerbstoff durch die Membran gewandert. Beispiel a uf die eine Seite einer Membran aus umgefällter Cellulose läßt man eine iProzentige g Ltisung von Fichtenrindeauszug (auf Gerbstoff berechnet), auf die andere Seite eine o,5prozentige Gelatinelösung einige Stunden lang einwirken. Mit dieser Membran werden 50o Teile Fichtenrindeauszug mit 9,--7% Gerbstoff (56,8oro im Trockengut) unter Bewegung --q. Stunden lang gegen Wasser dialysiert. Die Menge des Auszugs nach der Dialyse beträgt 7a-- Teile mit 6,33% Gerbstoff (7q.% im Trockengut). Fast 99% der ursprünglichen Gerbstoffmenge werden also zurückerhalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Verbesserung von Auszügen pflanzlicher Gerbstoffe, dadurch gekennzeichnet, daß man sie unter Verwendung von Membranen dialysiert, die mit Gerbstoffen und Gerbstof fällenden Mitteln behandelt sind. --. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die in den zu dialysierenden Auszügen enthaltenen Gerbstoffe für die Behandlung der mit Gerbstoff fällenden Mitteln versehenen Membranen verwendet.
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