DE696388C - ten Magnesiumoxychloridhydrates - Google Patents

ten Magnesiumoxychloridhydrates

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DE696388C
DE696388C DE1936I0054008 DEI0054008D DE696388C DE 696388 C DE696388 C DE 696388C DE 1936I0054008 DE1936I0054008 DE 1936I0054008 DE I0054008 D DEI0054008 D DE I0054008D DE 696388 C DE696388 C DE 696388C
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magnesium
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magnesia
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oxychloride
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DE1936I0054008
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Dr Fritz Wienert
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01FCOMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
    • C01F5/00Compounds of magnesium
    • C01F5/26Magnesium halides
    • C01F5/30Chlorides

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)

Description

  • Herstellung eines zur chemischen Umsetzung geeigneten Magnesiumoxychloridhydrates Die Herstellung von Magnesiumoxychlorid, aus dem nach bekannten Verfahren durch Behandlung mit Wasserdampf Magnesia und Salzsäure bzw. durch Erhitzen im Luftstrom Magnesia und Chlor gewonnen wird, erfolgte bisher meist derart, daß man Magnesia in eine wäßrige Lösung von Magnesiumchlorid bzw. in die geschmolzenen höheren Hydrate dieses Salzes eintrug und die Mischung bis zur Erstarrung rührte. Bei der Herstellung solcher Mischungen setzt sich die zunächst breiartige Masse an allen Teil-en der Mischvorrichtung fest, und da diese K-rusten alsbald zu zementäh-nlicher Härte erstarren, bereitet ihre Entfernung erhebliche Schwierigkeiten und verursacht erhebliche Betriebsstörungen. Soll andererseits das Magnesiumoxychlorid in körni#ger oder Pulverform Verwendung finden, so muß, um ein Verschmieren der Zerkleinerungsvorrichtungen zu vermeiden, das Erzeugnis zunächst vorgetrocknet werden, und selbst dann entstehendurch die Zerkleinerung des steinharten Enderzeugnisses zusätzliche Aufwendungen.
  • Gemäß einem weiteren bekannten Verfahren wird wasserfreies Magnesiumoxychlortd hergestellt, indem man entweder ein Gemisch von geschmolzenem Magnesiumchlorid und trockener Magnesia oder ein pulveriges Ge- misch beider der Hitze aussetzt, bis eine Schmelzung eintritt. Man kann auch Amrnoniumma,gn,esiumchlorid an Stelle des Magnesiumchlorids als einen der Reaktionsbestandteile anwenden, diese mit trockener Magnesia mischen und dann bis ungefähr zum SchmelzpunIct des wasserfrelen. Magnesiumammoniumchlorids erhitzen. In diesem Falle muß die Erhitzung bis zu etwa 3oo', bei Anwendung von wasserfreiem Magnesiumchlorid als einem der Ausgangsstoffe bis zu wes#entlich höher liegenden Temperaturen erfolgen.
  • Mit Hilfe der neuen Arbeitsweise gelingt es, Magnesiumoxychlorid unter Ausschaltung jeglicher Verschmierung der Mischvorrichtung mit nachfolgender Krustenbildung und ohne Schmelzung eines der Reaktionsteilnehmer unmittelbar in trockner, pulveriger Form züi gewinnen. Das Verfahren beruht auf der Beobachtung, daß beim langsamen Erhitzen eines innigen Gemisches von gepulverter gebrannter Magnesia und festen gemahlenen Ma,gnesiumchloridhydraten bis dicht an den Schmelzpunkt der letzteren eine Reaktion zwischen den Bestandteilen des Gemisches eintritt, ohne daß ein Schmelzen des Chlormagnesiumhydrates zu bemerken ist. Unterwirft man das ruhende Gemisch dem Erhitzen, so ist nur ein leichtes Fritten der Masse zu beobachten, das nicht zum Anbacken führt. Die Reaktion ist in einigen Minutenbeendet.
  • Nach dem Verfahren. gemäß Erfindung üntstehen '#,la-nesiumoxychloridliydrate, deren Wassergehalt jedoch bei den meisten chemischen Reaktionen, wo das Oxychlorid als Bestandteil auftritt, nicht stört, bei manchen, z. B. bei der Spaltung des Oxychlorids in Magnesia und Salzsäure, sogar notwendig ist.
  • Erfindungsgemäß werden zwecks Herstellung eines für chemische Umsetzungen geeigneten trocknen, pulverigen Magnesiumoxychlorids beliebiger Zusammiensetzung gepulverte Magnesia und feste gernahlüne Hy- drate des Chlormagnesiums im gewünschten Mea'genverhältnis auf eine etwa dem Schmelz-Punkt des be - treffenden Hydrates entsprechende Temperatur langsam erhitzt. Zur Durchfühlung der Reaktion bedient man sich zwcektnäßig eines Drehrohrofens, in dem die pulverförmi,ge Mischung im Gegenstrom zu den Flammengasengeführt wird. Dabei fällt das Erzeugnis in Form eines feinen Pulvers an, das in beliebiger Weise verwendet -wird. Man kann dasselbe beispielsweise mit Wasser oder Salzlösungen, z.B. Chlormagnesiumlösung, befeuchten und die Masse zu Formkörpern verpressen. Man kann aber auch die Reaktion selbst mit der Formgebung verbinden, indem man die Mischung von Magnesia und festem Chlormagnesiumhydrat, gegebenenfalls nach Befeuchtung mit Wasser oder Salzlösungen, in Formen preßt und die Formkörper langsam auf die Reaktionstemperatur erhitzt, wobei es sich empfiehlt, eine Bewe-..ung der Forrnk -7 -örper zu vermeiden, bis die Reaktion in den äußeren Teilen der Formkörper beendet ist.
  • Bei Verwendung g von Chlormagnesiumhydrat, dessen Wasserg.ehalt annähernd dem Hexahydrat entspricht, hat sich eine Reaktionstemperatur von etwa 13o bis i5o'C als geeignet erwiesen. Die niedrigeren Hydrate erfordern dagegen die Anwendung entsprechend höherer Temperaturen. Da bei unmittelbarer Beheizung mit Hilfe von Flammengasen Wasser verdampft, also die Reaktionstemperatur infolge der fortschreitenden Ent#vässerung beim Erhitzen ansteigen würde, so ist bei Durchführung des Verfahrens unter Verwendung niederer Hydrate eine mittelbare Beheizung, beispielsweise ein von außen buheizter geschlossener DTehofen vorzuziehen, bei dem eine Fortführung von Wasserdampf nicht erfolgt.
  • An Stelle von yebrannter Magnesia können C ganz oder teilweise auch Magnesiumhydroxyd D oder basiseheres Maznesiuino-.,vchlorid treten, soweit letzteres noch Chlormagnesitim aufneh-4 -n?en kann.
  • Die Prüfun- auf Vollständigkeit der Reaki.Ition erfolgt zweckmäßig durch schnelles Erflitzen einer Probe. st ein Schmelzen oder Sintern derselben hierbei nicht zu beobachten, so liegt Magnesiumoxychlorid vor, während die einfache Mischull- der Rolistolie- unter den gleichen Bedin ngen schmelzbar ist.
  • ZD 9u Beispiele i. Eine trockne Mischung aus 5 5 Teilen gemahlenem Chlormagnesiumhexahydrat und 22 Teilen gepulverter Magnesia wird in einem von innen beheizten Drehofen im Gegenstrom zu den Flammengasen erhitzt, so daß die Temperatur des ausgetragenen Erzeugnisses j3o' C beträgt. Das letztere ist ein nicht se h ine'zbares I Pulver von basischem Mag gnesiumoxychlorid und enthält 29,6#-o MgO und 37,oc"'() M-C12, Rest Wasser.
  • 2. IO0Teile gemahlenesMa-nesiumehloridhydrat, das im Wassergehalt etwas unter dem des Hexahydrates liegt, werden mit 2o Teilen Magnesia gerrnischt, mit 8 Teilen Chlormagnesiumlösung angefeuchtet und in zylindrische Formen gepreßt. Diese Formkörper werden in einem Kanalofen in 25 Minuten auf i4orC erhitzt. Sie bestehen dann aus Oxychlorid mit 2Ioi'o Mg0 und 400510 MgCl#, Rest Wasser.
  • 3. Eine Mischung aus 5oTeilen geinahle-I nen-i Chlormagnesiumtetrahydrat und 27Teilen Magnesiumhydioxyd wird im Drehofen im Gegenstrom erhitzt, so daß das Erzeugnis beim Verlassen des Ofens eine Temperatur von etwa i 4o' C hat. Es ist dann ein pulveriges Oxydchlorid mit 280,'o M-0 und 42 (),'0 M-CI., Rest Wasser.
  • 4. iooTeile pulverförmiges basisches Ma-l ,gnesiumoxychlorid, das nach Beispiel i hergestellt ist und etwa 29 Ollo Mg0 und 37 (),"0 Mg Cl. enthält, werden mit So Teilen geniahlenem Magnesiumchloridhexahydrat gemischt und im Drehofen durch Außenbeheizung auf 140 # C erhitzt. Das gebildete Oxychlorid enthält etwa 16 clilo Mg 0 und 43 Oi'o Mg CI., Rest Wasser.

Claims (3)

  1. PAT F NT AN SPRÜCH E: i.
  2. Verfahren zur Herstellung eines für chemische Umsetzungen geeigneten Ma-#nesiumoxychloridhydrates durch Reaktion von Magnesia mit Chlormagnesium, dadurch gekennzeichnet, daß gepulverte Magnesia und feste gemahlene Hydr+e des Chlormaolnes.iums bis dicht an den Schmelz-Z punkt des Magnesiumchloridhydrates derart langsam erhitzt werden, daß eine siehtbare Schmelze nichtentsteht-2.
  3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch g&.ennzeichnet, daß die Umsetzung unter Bewegung des Reaktionsgemisches verfolgt. 3. Ausführungsform desVerfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgangsmischung vor Durchführung der Reaktion zu Formkörpern, ge-gebenenfalls unter Befeuchtung mit einem Bindemittel, wie Wasser oder Chlormagnesiumlauge, verpreßt wird.
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