-
Übersetzungseinrichtung für Impulskombinationen für Telegrafenempfänger
Es sindÜbersetzer für Impulskombinationen bekannt, bei denen durch wahlweise Summierung
von verschieden großen Wegstrecken eine Anzahl von Stellungen für ein auszuwählendes
Glied bestimmt werden kann. Bei Telegraphenempfängern, die mit dem Fünfstromschrittalphabet
arbeiten, wird dieses auch als Wegsummenverfahren bezeichnete Prinzip in der Weise
verwendet, daß dem ersten Impuls beispielsweise die Hälfte, dem zweiten 1/4, dem
dritten 1/8, dem vierten %s und dem fünften 1/g2 des möglichen Weges des Typenrades
zugeordnet wird.
-
Bei den bekannten Verfahren dieser Art wird die Kraft für die Verstellung
des Typenrades entweder vom Magneten selbst, mit dem das Typenrad durch eine Hebelübertragung
festverbunden ist, aufgebracht, oder aber es sind zwischen den . Auswählvorrichtungen
und dein Typenrad verwickelte Getriebe vorgesehen, durch die die Wegsumme aus den
einzelnen Auswählgliedern gebildet wird.
-
Es ist auch ein Telegraphentmpfänger bekannt, der nach dem Wegsummenverfabren
arbeitet, bei dem die Stellung des Typenrades durch ein Anschlagrad bestimmt wird,
das mit dem Typenrad auf der gleichen Achse sitzt und das in verschiedenen Reihen
Anschläge verschiedenen Abstandes besitzt. Bei solchen Geräten muß die Stellung
des Typenrades unmittelbar von der Abtastung des Empfangsmagneten abhängig gemacht
werden. Dadurch ergibt sich die Notwendigkeit, das Typenrad während des Stopimpulses
und des ersten Zeichenimpulses in die Ausgangsstellung zurückzubewegen. Außerdem
muß bei der bekannten Anordnung das Anhalteglied für das Anschlagrad bei der Auswertung
eines jeden Impulses verschoben werden.
Eine andere bekannte Anordnung
arbeitet auch mit einem derartigen Anschlagrad und benutzt für die Steuerung jeder
Reihe von
| Anschlägen je einen einzelnen Hebel. L |
| dieser Anordnung ist jedoch zwischen de |
Anschlaghebeln und der - Abtasteinrichtun für den Mag eten eine umlaufende Speichertrommel
vorgesehen, die besonderen Aufwand bedingt.
-
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen einfachen
Übersetzer für eine Übersetzung von Impulskombinationen nach dem Wegsummenverfahren
zu schaffen. Sie besteht darin, daß durch die vom Magneten aufgenommenen Impulse
einer Impulskombination Auswertglieder verschiedener Größe in eine von zwei festen
Stellungen verstellt werden. Die Stellung dieser Auswertglieder wird durch eine
Abtasteinrichtung, die unabhängig von ihnen bewegt wird, abgetastet. Dabei bestimmt
die verschiedene Größe der verstellten Glieder die Wege für die Abtasteinrichtung,
aus denen die Wegsumme gebildet wird.
-
Durch eine derartige Ausbildung des Gerätes, bei dem die Glieder,
die die Größe der zur Summenbildung benutzten Wege bestimmen, feststehen, werden
die Nachteile der bekannten Einrichtung vermieden. Es kann unmittelbar von diesen
Gliedern aus die Größe des Typenradweges bestimmt werden, und es läßt sich eine
günstige Zeitverteilung ohne Benutzung von Speichergliedern erreichen.
-
Vorzugsweise sind die Auswertglieder als Segmente einer Scheibe ausgebildet,
die senkrecht zur Scheibenfläche verstellt werden. Die Auswertglieder stehen im
übrigen bezüglich des Empfangsmagneten fest, während die Abtasteinrichtung als umlaufende
Klinkenanordnung ausgebildet ist, mit der das Typenrad verbunden ist. Das Typenrad
wird gegen die Wirkung einer Rückführkraft verstellt und in der jeweils durch ein
Auswertglied bestimmten Stellung so. lange gesperrt, bis ein neuer Vorschub oder
der Abdruck erfolgt.
-
Die Erfindung besteht auch noch in der besonderen Ausbildung der Klinkenanordnung,
in einer Einrichtung für die Typengruppenumschaltung und in einer zweckmäßigen Anordnung
für die Rückführung des Typenrades.
-
Gemäß weiterer Erfindung kann auch das Vorschubrad mit einer kleineren
Zähnezahl versehen werden, als Stellungen des Typenrades möglich sind. Dies wird
erreicht durch eine besondere Formgebung der Auswertglieder und der Klinkenanordnung.
-
In den beiliegenden Figuren ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
dargestellt, und zwar stellen die Fig. i und 2 eine Ansicht eines Telegraphengerätes
dar, bei dem Sender und Empfänger in einem Apparat ,vereinigt sind. Fig. 3 zeigt
eine Abwicklung *c @ibersetzungseinrichtung, die den zeit- zeit-4iehen Verlauf des
Empfangs erkennen läßt. :Fig. q. stellt eine Ausführungsmöglichkeit für die Rückführung
des Typenrades dar, während in Fig. 5 die entsprechende Abwicklung gezeichnet ist.
-
Mit i ist in Fig. i die Antriebsachse bezeichnet, die eine Schnecke
:2 und ein Schnekkenrad 3 dauernd antreibt. Das Schneckenrad 3 ist lose auf einer
festen Achse q. angebracht, die fast auf ihrer ganzen Länge von einer Hohhvelle
5 umgeben ist. Fest mit der Welle 5 verbunden ist eine Zahnkupplungshälfte 6, die
durch eine Feder 7 gegen die auf dem Rade 3 sitzende entsprechende Kupplungshälfte
8 gedrückt werden kann. Die Verschiebung der Kupplungshälfte 6 erfolgt in Richtung
auf das Zahnrad 3. Dabei ist sie gegen Verdrehung durch die Klaue g gesichert. Über
die Kupplung 6, 8 kann daher die Welle 5 in Umdrehung versetzt werden, wenn durch
den Hebel io der Anschlag i i freigegeben wird. Auf der Kupplungshälfte 6 befindet
sich noch ein Ring 12, gegen den beim Umlauf der Hebel io aufläuft ufd am Ende der
Umdrehung die Kupplungshälfte entgegen der Federwirkung zurückschiebt, so daß die
Zahnkupplung gelöst wird. Auf der Welle 5 sind zwei Scheiben 13 und 14 fest angebracht,
die von den Hebeln 15 und 16 beeinflußt werden. Diese Hebel sind lose auf der Achse
17 gelagert und an ihrem anderen Ende durch die Feder 18 verbunden. Auf die Kurven
13 und 14 wird daher von den Hebeln 15 und 16 ein Drehmoment ausgeübt im Sinne einer
Drehung der Achse 5 in der Pfeilrichtung. Der Hebepo hält jedoch die Achse im Ruhezustand
an dem Kupplungsteil 6 fest. Der Hebel io ist fest mit einer Achse ig verbunden;
auf deren anderem Ende der Hebel2o befestigt ist, der zum Auslösemechanismus gehört.
Auf einem Auge 2i des Hebels 2o ist ein dreiarmiger Hebel 22 gelagert, dessen einer
Arm 23 unter dem Einfluß der Feder 24. steht, während der zweite Arm 25 sich gegen
den Anker des Empfangsmagneten legen kann und der dritte 26 gegen einen Stift 27,
so daß die Bewegung des Hebels unter dem Einfluß der Feder begrenzt ist. Im Ruhezustand
drückt also die Kraft der Feder i8 über die Hebel 15 und 16 auf die Scheiben 13
und 14 und damit über die Welle 5, das Kupplungsteil 6, den Hebel io, die Achse
ig auf den Hebel 2o, der seinerseits den Hebe122 gegen den Anker des Empfangsmagneten
drückt.
-
Die Tastatur besteht in bekannter Weise
aus einer
Reihe von Tastenhebeln 28, die um eine gemeinsame Achse 29 drehbar sind und von
denen nur einer dargestellt ist. Gemeinsam für alle Tastenhebel ist ein Auslösebügel
30 vorgesehen, der um die Achse 31 drehbar` ist. Bei 32 ist an den Auslösebügel
3o eine Auslöseklinke 33 angelenkt, die zwei Ansätze 34 und 35 besitzt. Der Ansatz
35 arbeitet zusammen mit einem bei 36 gelagerten und unter dem Einfluß der Feder
37 stehenden dreiarmigen Auslösewinkelhebe138. Der Arm 39 des Auslösewinkelhebels
38 kann von dem Arm 4o des Sperrhebels 41 gesperrt werden. Der Arm 42 des Sperrhebels
41 wird von einer Feder 43 gegen eine Nockenscheibe 44 gedrückt, während der Arm
45 mit dem Ansatz 34 der Auslöseklinke 33 zusammenarbeiten kann. Mit dem Arm 46
des Auslösewinkelhebels 38 arbeitet der Arm 47 des Kontaktbügels 48 zusammen. Der
Bügel 48 ist auf der Welle i7 gelagert und kann den Sendekontakt 49 beeinflussen.
Von den Tastenhebeln 28 werden weiterhin in-bekannter Weise die Wählschienen beeinflußt.
Bei Benutzung des Fünfstromschrittalphabets sind fünf Wählschienen vorgesehen, von
denen nur zwei, nämlich 5o und 51, dargestellt sind. Die Wählschienen besitzen Ansätze
52 und 53, die mit den Kontakthebeln 5¢ und 55 zusammenarbeiten.
-
Je nach der Verschiebung der Wählschienen nach rechts oder links werden
die Kontakthebel zu einer Drehung um die Achse 17 unter dem Einfluß von Federn,
z. B. 56, freigegeben. Entsprechend der Steuerung durch die umlaufenden Sendenockenscheiben,
z. B. 57, wird dabei über den Bügel 48 der Sendekontakt 49 beeinflußt. Zur Aussendung
des Sperrschrittes ist noch eine Nockenscheibe 58 vorgesehen, gegen die sich unter
dem Einfluß seiner Feder ein Hebel 59 legt. Die Wählschienen 5o und 51 besitzen
noch zwei Ansätze 6o und 61, die mit einem Sperrhebel 62 zusammenarbeiten.
Dieser Sperrhebel -ist auf der Achse 17 gelagert und steht unter dem Einfluß einer
Feder 63, so daß er von der N ockenscheibe 64 gesteuert wird. ' Der Empfangsmagnet
65 ist mit dem Sendekontakt 49 in Reihe geschaltet und beeinflußt den Anker 66,
der unter dem Einfluß der Feder 67 steht und mit der Achse 68 drehbar ist: Auf der
Achse 68 ist noch ein Hebel 69 angebracht, der von der Nockenscheibe 7o,
die fest auf der Achse 5 sitzt, gesteuert werden kann. Lose drehbar auf der Achse
71 ist ein Hebel 72 angebracht, der unter dem Einfluß der Feder 73 von der Nockenscheibe
74 gesteuert wird. Er besitzt noch einen schneidenförmigen Ansatz 75, der mit der
Schneide 76 des Ankers 66 zusammenarbeitet. Auf der Achse 71 sind fünf Hebel in
Langlöchern 77 gelagert, von denen nur ein Hebel 78 dargestellt ist. Diese Hebel
werden von fünf Nockenscheiben gesteuert. .: Die Hebe178 werden von Nockenscheibe
,,79 gegen die Wirkung von Federn 8o ge-'.steuert. Ihr oberes Ende arbeitet mit
der Kante des Ankers 66 zusammen, während ihr Ansatz 8i - über schematisch dargestellte
Hebelübertragungen oder Bowdenzüge 82, 83, 84, 85, 86 Segmente 87, 88, 89, 9o, 9i
betätigen kann. Die Segmente 87 bis gi sind in der Längsrichtung der Achse verschiebbar,
so daß die Klinke 93 entweder auf den Segmenten gleitet oder nicht. Ein festes Segment
92 befindet sich dauernd im Wirkungsbereich der Klinke 93. Auf der Achse 5 ist fest
ein doppelarmiger Hebel 94 angebracht, an dessen längerem Arm eine Achse 95 befestigt
ist. Diese Achse trägt die Steuerklinke 93 und die Einfallklinke 96. Sie wird durch
eine nicht dargestellte Feder gegen die Segmente 87 bis 92 bzw. gegen das Vorschubrad
97 gedrückt. Das Vor schubrad 97 sitzt fest auf einer Achse 98, die außerdem das
Sperrad 99 sowie eine Rolle ioo für die Rückführung des' Typenrades trägt. Bei der
Umdrehung der Buchse 98 in der Pfeilrichtung wird eine Schnur ioi gegen die Wirkung
einer Feder io2 auf der Rolle ioo aufgewickelt. Am Ende der Buchse 98 ist ein Hebelarm
103 angebracht,, der einen Stift io4 trägt. Dieser greift an einer Feder
105 an, die mit ihrem anderen Ende bei 1o6 auf einem Hebel 107
gelagert ist.
Dieser Hebel ist fest mit einer Buchse io8 verbünden, die im übrigen lose auf der
Welle 4 drehbar und verschiebbar ist. Diese trägt das Typenrad io9.
-
Für die Sperrung .des Verstellmechanismus ist das Sperrad 99 vorgesehen,
das über ein Hebelgestänge 113, i i i mit der Achse 95 zusammenarbeitet. Der dreiarmige
Hebel 113, 114, 115 ist bei 112 gelagert. Er steht sowohl über den Arm 114 und Ansatz
117 als auch über die Feder i i o mit dem bei i 16 gelagerten Hebel i i i in Verbindung.
Dieser besitzt noch einen Ansatz i 18, der in dem Bereich der umlaufenden Welle
95 vorspringt. Der Druckhammer i ig ist auf einem doppelarmigen Hebel i2o, 121 angebracht
und fest mit der Achse 122 verbunden. Am anderen Ende der Achse 122 ist fest mit
ihr verbunden ein Hebel 123. Dieser trägt einen Ansatz 124, der mit der Achse 95
bei ihrem Umlauf in-Verbindung .kommt. Der Hebel.123 arbeitet mit einem Hebel 125
zusammen, der bei 126 gelagert ist. Der Hebel 125 trägt an seinem anderen Ende eine
Achse 127, auflder ein besonders geformter Hebel 128 lose drehbar angeordnet ist.
Der Hebel 128 besitzt zwei abgewinkelte Arme 129 und i3o sowie einen weiteren Arm
131, der mit einem Auge in
den gabelförmigen: Schlitz 132 des bei
133
gelagerten Hebels 134 eingreift. Dieser Hebel 134 kann durch die Rastfeder
135 in zwei Stellungen gerastet werden und greift mit seinem Arm 136 in eine
Führung 137 der Typenradbuchse 1o8 ein.
-
In der Fig.3 sind der Übersichtlichkeit halber die einzelnen Teile
des in Fig. 2 dargestellten Mechanismus abgewickelt und schematisch dargestellt.
Die Bezeichnungen sind die gleichen.
-
Für die Beschreibung der Wirkungsweise wird der Einfachheit halber
zunächst angenommen, daß Sender und Empfänger im lokalen Stromkreis betrieben werden,
d. h. es ist an die in Fig. i oben links gezeichnete Leitung eine Batterie angeschlossen
zu denken. Wird nun der Tastenhebe128 niedergedrückt, so erfolgt eine Schwenkung
des Auslösebügels 30, und die Auslöseklinke 33 wird abwärts gezogen. Dadurch wird
mittels des Ansatzes 35 der Arm des Hebels 38 im Uhrzeigersinn gedreht, und der
Arm 46 des gleichen Hebels gibt den Arm 47 des Bügels 48 frei, der sich unter dem
Einfluß des federnden Sendekontaktes 49 gegen den Uhrzeiger--sinn dreht, so daß
der Linienstrom durch den Kontakt 49 geöffnet wird. Der Arm 40 des Hebels 41 verriegelt
den Hebel 38 an seinem Arm 39. Die Verriegelung bleibt bis zur Aussendung des Sperrschrittes
bestehen. Wie schon oben erwähnt, wird über die Welle i und die Schnecke 2 das Zahnrad
3 und damit das Kupplungsteil 8 dauernd angetrieben. Infolge der Wirkung der Feder
18, die über die Kurvenstücke 13 und 14 auf die Hohlwelle 5 übertragen wird, steht
auch der Verriegelungshebel io dauernd unter dem Einfluß einer in der Pfeilrichtung
wirkenden Kraft. Wenn nun der Anker 66 unter der Einwirkung seiner Feder 67 infolge
des durch den Sendekontakt 49 unterbrochenen Linienstromes abfällt, so wird der
Arm 25 des Hebels 22 freigegeben, und unter dem Einfluß der Kraft der Feder i8 dreht
sich der Sperrhebel io und damit die Welle i9 sowie die Hebelanordnung 2o, 22 im
Sinne dieser Kraft. Nach kurzer Zeit ist der Ring 12 des Kupplungsteils 6 frei von
der Einwirkung des Hebels io, und unter dem Einfluß der Feder 7 wird das Kupplungsteil
axial in Richtung auf das Zahnrad 3 verschoben; eine Kraftübertragung findet aber
nach wie vor durch die Klauenkupplung statt. Bei genügender Axialverschiebung kommt
das Kupplungsteil 6, das durch die Kraft der Feder 18 in Umdrehung versetzt wurde,
mit dem dauernd umlaufenden Kupplungsteil i8 in Eingriff, und die Sendewelle 5 ist
daher für eine Umdrehung fest mit dem antreibenden Zahnrad 3 verbunden. Die Feder
18 und die Hebelanordnung 15, 16 sowie die Herzkurven 13 und 14 bewirken daher vor
dem Einkuppeln ein Anwerfen der Sendewelle, so daß die Kräfte, die durch die Kupplungen
im ersten Augenblick aufzunehmen sind, wesentlich geringer werden als bei Zahnkupplungen,
deren stillstehendes Kupplungsteil aus der Ruhelage von dem sich drehenden Kupplungsteil
mitgenommen wird. Während der Umdrehung der Sendeachse werden die Wählschienen 5o
und 51 an ihren Ansätzen 6o und 61 durch den Hebelarm 62, der von den Nocken 64
freigegeben und von der Feder 63 beeinflußt ist, gesperrt. Sie liegen daher in den
Stellungen, in die sie beim Tastendruck bewegt wurden, fest.
-
Unter dem Einfluß der mit Nocken versehenen Sendewelle erfolgt nacheinander
entsprechend der Einstellung der Wählschienen in bekannterWeise dieAussendung der
einzelnen Impulse der telegraphischen Zeichenkombination. Der einzige Sendekontakt
49 wird dementsprechend betätigt und die Impulskombination zum Empfangsmagneten
übertragen. Zur Aussendung des Sperrschrittes dient eine Nockenscheibe 58 und ein
Hebel 59, der von den Wählschienen aus nicht b°-einflußt wird. In diesem Augenblick
wird die Sperrung der Wählschienen aufgehoben, weil durch die Nockenscheibe 64 der
Hebelarm 62 außer Eingriff mit den Ansätzen 6o und 61 der Wählschienen gebracht
wird. Der Nocken 44 dreht den Hebel 41 gegen den Uhrzeigersinn, so daß sein Arm
45 mit seiner Abwicklung den Ansatz 34 und damit die Klinke 33 zurückdrückt. Unter
dem Einfluß der Feder 43 erfolgt anschließend die Rückführung der Klinke 33 über
den Hebelarm 45.
-
Den einzelnen Impulsen der telegraphischen Zeichenkombination entsprechend
wird der Empfangsmagnet zum Abfallen gebracht, oder er bleibt angezogen. Zur Abtastung
jedes Impulses wird er in bekannter Weise durch die Nockenscheibe 70 und
den Hebel 69 wieder angelegt, so daß die Kraft für den Anzug vom Magneten 65 nicht
aufgebracht zu werden braucht. Kurze Zeit nach dem Augenblick, der für die Abtastung
maßgebend ist, wird der Anker durch den Ansatz 75 des von der Nockenscheibe 74 gesteuerten
Sperrhebels 72 an der Schneide 76 in der jeweiligen Lage gesperrt, so daß er bei
der Abtastung durch den Hebel 78 nicht verschoben -,v erden kann. Durch die Nockenscheibe
79 wird der Hebel 78 gegen die Wirkung der Feder 8o geschwenkt. Für den Fall,
daß der Anker angezogen ist, findet der obere Arm des Hebels 78 an der Kante des
Ankers 66 keine Stütze, und die Verdrehung des Hebels erfolgt um die Achse 71. Ist
dagegen der Anker 66 abgefallen, so stützt sich der obere
Arm des
Hebels 78 auf der Kante des Ankers 66 ab, und es erfolgt eine Drehung des Hebels
78 gegen die Wirkung der Feder 8o um !den Stützpunkt auf der Kante des Ankers. Dadurch
bewegt sich der Ansatz 81 in der Pfeilrichtung der gestrichelten Linie und verstellt
das Segment 87 in der Achsrichtung, und zwar auf das Typenrad iog zu. In gleicher
Weise werden die vier anderen Impulse der telegraphischen Impulskombination durch
entsprechende Hebel 78 abgetastet und das Ergebnis der Abtastung auf die
Segmente 88, 89, 9o, 9i übertragen. Die Segmente 87 bis 9i entsprechen den Wegen,
aus deren Summe die Endstellung des Typenrades gebildet wird. Sie lassen daher wie
bei bekannten Übersetzern nach dem Wegsummenverfahren eine Verstellung des Typenrades
um die Hälfte, ein Viertel, ein Achtel, ein Sechzehntel und ein Zweiunddreißigstel
seines Gesamtweges zu. Beim Umlauf der Welle 5 erfolgt auch die Abtastung der Segmentstellungen
durch die umlaufende Klinke 93 und die mit ihr verbundene Achse 95 bzw. die Klinke
96 und das Vorschubrad 97. Beim Beginn der Umdrehung (s. auch Fig. 3) befindet die
Klinke 93 .sich auf denn festen Segment 92, so daß die Vorschubklinke 96 mit dem
Vorschubrad 97 nicht in Eingriff steht. Wird nun angenommen, daß durch den ersten
Impuls das Segment 87 in der Achsrichtung auf das Typenrad zu verstellt ist, so
fällt die Vorschubklinke 96 unter der Wirkung einer nicht dargestellten Feder in
einen entsprechenden Zahn des Vorschubrades 97 ein, da die Klinke 93 nicht mehr
gestützt wird. In der Fig.3 ist die axiale Verschiebung dadurch angedeutet, daß
die obere Kante des Sea@nentes 87 tiefer gezeichnet wird als die der Segmente 92
bzw. 88 und 9o. Außerdem sind die Klinken 93 und 96 vereinigt gezeichnet, und das
Vorschubrad 97 sowie die Segmente 87 bis 91 überdecken sich. Aus dieser Darstellung
ist ersichtlich, daß bei Verstellung des Segmentes 87 das Vorschubrad 97 um 8 Zahnteilungen
mitgenommen wird. Die Zahnteilung des Sperrades 99 beträgt das Zweifache der Teilung
des Vorschubrades 97, so daß eine Verstellung des Vorschubrades um einen Zahn einer
Verstellung des Sperrades und. damit des Typenrades um zwei Teilungen entspricht.
Diese Größe der Verstellung des Typenrades reicht für die Auswertung der ersten
vier Impulse aus; denn bei den ersten vier Impulsen werden nur Verstellungen -um
16, 8, 4 oder 2 Teilungen vorgenommen. Für den letzten Impuls ist gegebenenfalls
eine Verstellung um eine Teilung des Typenrades iog bzw. des Sperrades 99 nötig.
Dieses entspricht einer Verstellung des Vorschubrades 97 um eine halbe Zahnteilung.
Diese Verstellung wird bei den entsprechenden Impulskombinationen dadurch erreicht,
daß die Form der Segmente 9o und 9i zur Zahnteilung in einem bestimmten Verhältnis
steht. Nimmt man nämlich an, daß die Klinke 93 bzw. 96 (Fig. 3) über ähnliche Segmente
weggeglitten ist und bei der gekennzeichneten Verstellung von dem Segment 9o abgleitet,
um von dem Segment 9i aufgenommen zu werden, so ergibt sich, daß die Klihke 93 von
dem Segment 92 schon nach oben bewegt wird, wenn eine Verstellung um eine halbe
Zahnteilung erfolgt ist. Die Rückstellung der Segmente 87 bis 9i erfolgt nach der
Abtastung durch die Klinke 97 beim gleichen Umlauf oder bei Auswertung des nächsten
Zeichens.
-
Das obenerwähnte Sperrad 99 arbeitet zusammen mit der Hebelanordnung
i 13, 118. Dies geschieht in folgender Weise: Im Ruhezustand wird durch die Feder
102 das Vorschubrad und das Sperrad und damit das Typenrad gegen den Anschlag i
15 gezogen. Durch die Achse 95 ist der Klinkenhebel 113, 114, 115 aus dem
Sperrad ausgehoben und wird von der Halteklinke i i i am Arm 114 in dieser Stellung
gehalten. Bewegen sich nun die Klinken 93 und 96, so wird das Typenrad und das Sperrad
bei eingefallener Vorschubk linke 96 über .die einem Segment entsprechende Strecke
gegen die Wirkung der Feder i o2 mitgenommen. Am Ende des ersten Segmentes- 87 stößt
die Achse 95 an dem Ansatz i 18 der Halteklinke -i i i an; so daß diese um den Drehpunkt
116 geschwenkt wird. Dadurch wird die Sperrklinke am Arm 11¢ freigegeben und fällt
unter der Wirkung der Feder iio in das Sperrad ein. Das Sperrad wird also in der
jeweiligen Stellung festgehalten. Auch bei der Abtastung der weiteren Segmentstellungen
wird jeweils das Typenrad in der Stellung gesperrt, die der vom Typenrad zurückgelegten
Wegstrecke entspricht.
-
Am Ende der Umdrehung verschwenkt die Achse 95 am Ansatz 124 die Achse
122 gegen die Wirkung der Druckhammerrückführfeder. Sobald die Achse über den Ansatz
124 hinwegbewegt ist, wird der Hebelarm; 123 und damit die Achse 122 freigegeben,
so daß der Druckhammer iig unter der Einwirkung seiner Rückführfeder gegen das Typenrad
io9 geschnellt wird. Dadurch erfolgt der Abdruck. Der Vorschub des Papierstreifens
140 kann dabei in irgendeiner bekannten Weise durch Vorschubwalzen 138 und 139 erfolgen.
-
Nach dem Druck läuft die Klinke 93 auf das feste Segment 92 auf und
gibt damit über die Achse 95 und die Klinke 96 das Vorschubrad 97 frei. Gleichzeitig
wird auch durch die Achse 95 am Arm 113 die Sperrklinke
115 aus
dem Sperrad z i 3 -ausgehoben und am Arm 114 durch den von der Feder i i o beeinflußten
Hebel i i i gesperrt. Das Sperrad 99 ist daher frei und wird unter der Einwirkung
der Feder zog gegen die Pfeilrichtung zurückgedreht. Da die Halteklinke die Sperrklinke
nunmehr gesperrt hält bis zu dem Zeitpunkt, in dein die Abtastung des ersten Impulses
der nachfolgenden telegraphischen Zeichenkombination, d. h. die Abtastung des Segmentes
87 erfolgt ist, steht für den Rücklauf des Typenrades die Zeit des Stoppimpulses
der voraufgegangenen Impulskombination sowie die Zeit des Start- und ersten Impulses
der nachfolgenden telegraphischen Zeichenkombination zur Verfügung. Der in Fig.
3 mit A bezeichnete erste Zahn des Vorschubrades 97 kann daher gegen die Pfeilrichtung
sich bewegen, bis zu dem Augenblick, - an dem die Klinke 93 beginnt, das Segment
88 abzutasten.
-
In Fig. 2 ist auch noch dargestellt,, wie der Typengruppenwechsel
bei einem Empfänger nach der Erfindung gesteuert werden kann. Die Buchse 98 überträgt-
bei der Einstellung des Typenrades über den Hebel 103 den Stift 104 und den
Hebel 107 in einer Drehbewegung auf das zweireihige Typenrad log. Durch die Feder
i05 wird der Stift io6 und-Hebel 107 fest gegen den Stift 104 gezogen, so daß eine
nachgiebige Kupplung zwischen den Buchsen io8 und 98 bestellt, wobei jedoch die
Buchse io8 gegen die Buche 98 um eine Teilung des Typenrades in der Längsrichtung
verschoben werden kann. Für die Rückführung unter dem Einfluß der Feder io2 erfolgt
die Kraftübertragung zwischen dem Hebel io7 und dem Stift io4 durch die Feder io5.
Befindet sich nun nach Auswertung einer Impulskombination, die dem Typengruppenwechsel
z. B. für die Zifferngruppe entspricht, der Stift 104 in der gestrichelt gezeichneten
Stellung gegenüber dem Ansatz 13o des Hebels 128, so wird bei der Umdrehung der
Achse 95 der Hebel 123 den Hebel 125 um die Achse i26 im Uhrzeigersinn verschwenken.
-
Dadurch wird der auf dem Stift 127 gelagerte Hebel 128 mit
seinem Ansatz i3o gegen den Stift 104 bewegt, so daß das Auge 131, den Hebel 134
über die Hebelführung 132 im Uhrzeigersinn um die Achse 133
schwenkt. Das
Auge 136 des Hebels 134 bewegt dadurch an der Führung 137 die Buchse io8 axial in
Richtung auf das Sperrad 99 zu. Beim Wechsel von Ziffern auf Buchstaben kommt der
Stift 104 bei Einstellung der entspPechenden Impulskombination in Verbindung mit
dem Hebel 129, so daß der Hebel 134 bei Betätigung des Hebels 125 die umgekehrte
Bewegung ausführen und das Typenrad um eine Teilung axial vom Sperrad 99 wegbewegt.
Die Stellung des Hebels 134 wird durch die Feder 135 gerastet.
-
Die in Fig. 2 und 3 dargestellte Rückführung des Typenrades hat noch
den Nachteil, däß im ungünstigsten Fall ein Weg zurückgelegt werden muß, der fast
einer vollen Umdrehung entspricht. Dieser Nachteil kann vermieden werden durch eine
Konstruktion, bei der dafür Sorge getragen -wird, daß je nach der eingestellten
Type für die Rückstellung der kürzeste Weg zur Nullstellung benutzt wird, so daß
im höchsten Fall i8o° vom Typenrad zurückgelegt werden müssen. Eine solche Konstruktion
ist in der Fig.4 dargestellt. Auch hier ist das Typenrad zog fest auf der Hohlwelle
io8 angebracht und wird in der oben beschriebenen Weise durch das Vorschubrad 97
bzw. das Sperrad 99 eingestellt. Die Betätigungseinrichtungen für den Typengruppenwechsel
und -für den Druckhammer sind weggelassen, da sie in gleicher Weise ausgeführt werden
können wie in dem Beispiel nach Fig. i und 2. Auf der Hohlwelle io8 sind zwei herzförmige
Scheiben 141 und 142 angeordnet, die in der Ruhestellung des Typenrades die gezeichnete
Lage einnehmen. Über zwei Winkelhebel 143 und 144 wirkt auf diese herzförmigen Scheiben
eine Feder 145. Zur Verriegelung dieser Hebel in der höchsten Stellung ist noch
ein Hebel 146 vorgesehen, der einerseits mit dem Stift 147 fest auf dem Hebel 144
befestigt ist und andererseits mit der Klinke 148 des Hebels 143 zusammenarbeitet.
Die Anordnung -wirkt folgendermaßen: Bei einer Verdrehung des Typenrades durch das
Vorschubrad 97 -werden die Hebel durch die Herzkurven um ihre Drehpunkte verdreht
und dadurch die Feder 145 gespannt. Erfolgt eine Verdrehung unter i8o°, so wirkt
nach Freigabe des Typenrades durch das Sperrad99 dieFederi45 auf beideHebel i43
und 144 ein, und diese drücken über die Herzkurven das Typenrad in die gezeichnete
Nullstellung zurück. Ist die Verstellung größer als i So', so erfolgt am höchsten
Punkt der Herzkurven eine Verklinkung der Hebel 143 und 144, so daß diese in der
höchsten Stellung stehenbleiben. Diese Verklinkung hat den Zweck, daß bei der Verstellung
über 18o° keine Vortriebskraft auf das Typenrad wirkt. Für die Rückstellung kann
die Auslösung der Verklinkung in nicht dargestellter Weise, beispielsweise durch
eineHebelübertragung, vom Druckhebelmechanismus erfolgen. Sind die Kräfte, die für
die Rückführung des Typenrades erforderlich sind, zu groß für eine einfache Feder,
so kann die Steuerung der Herzkurven auch durch -eine andere Kraft, beispielsweise
durch den Antrieb der
Fernschreibmaschine durch eine besondere @Nockensteuerung,
erfolgen. Man kann auch eine Herzkurve weglassen. Die Feder 14,5 muß dann an einem
festen Punkt befestigt «erden. -In Fig. 5 ist die Wirkungsweise der Herzkurven schematisch
.dargestellt. Das Ende des Hebels 43, das unter dem Einfluß der Feder 1q:5 steht,.
gleitet bei Verstellung des Typenrades durch das Vorschubrad 97 auf der schrägen
Fläche der Herzkurve 141 und führt dieses, je nachdem, ob es .mehr oder weniger
als iSo° verstellt wurde, auf dem kürzesten Wege in die Nullstellung zurück.