DE69152C - Entlastung an Centesimalwaagen - Google Patents

Entlastung an Centesimalwaagen

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DE69152C
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DE
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Application number
DENDAT69152D
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English (en)
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W. KALKA, Aichmeister, in Beuthen O.-S
Publication of DE69152C publication Critical patent/DE69152C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G23/00Auxiliary devices for weighing apparatus
    • G01G23/02Relieving mechanisms; Arrestment mechanisms

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Forklifts And Lifting Vehicles (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT®
KLASSE 42: Instrumente.
Bei Centesimalwaagen ruht die Brücke während der Wägung mit ihren Stahlpfannen auf den in den Traghebeln befestigten Schneiden, während zwischen den Stützkegeln und der Brücke ein Spielraum von 3 mm verbleibt, um das Spiel der Waage nicht zu behindern.
. Nach der Wägung wird das Hebelsystem entlastet, es ruht alsdann die Brücke auf den Stützkegeln, wodurch ein gleich grofser Spielraum zwischen Tragschneiden und Brücke bewirkt wird, damit bei dem Auf- und Abrollen der Eisenbahnfahrzeuge oder der Lastwagen die Schneiden und Pfannen keine Schädigung erleiden. Diese Entlastung kann erfolgen:
I. durch Senken der Traghebel - und dieses wiederum:
a) mittelst Niederdrückens des Waagebalkens am Zugstangenende;
b) durch Verlängerung der Zugstange;
c) durchLoslösung derZugstange vom Waagebalken und Niederlassen;
II. durch Heben der . Stützkegel;
III. durch Heben der Stützkegel und nachheriges Senken der Traghebel.
In den Fällen I. und IL, in welchen die Last behufs Wägung anzuheben ist und welche hier allein in Betracht kommen, hat man während der einen Weghälfte der Entlastung das leere Hebelsystem zu überwinden, während in der zweiten Weghälfte das Gewicht der Brücke mit der darauf ruhenden Last hinzutritt.
Es müssen daher die Lasten mit Uebertragung durch Vorgelege und Zahnstange, Schrauben oder Seilwinde angehoben und auf dem Rückwege durch Vorgelege oder Bremse gesenkt werden, da man nur einen Theil der Last durch Gegengewichte auszubalanciren im Stande war, welche jedoch im Leergang angehoben werden mufsten. ■
In der beiliegenden Zeichnung sind Neuerungen für solche Entlastungen dargestellt, und es gelten für sie folgende Gesichtspunkte:
ι. Bei der Entlastung von Centesimalwaagen sind die zurückgelegten Wege aufwärts wie abwärts, des belasteten wie des unbelasteten Hebelsystems einander gleich; es ermöglicht dies, den Niedergang der Last zum Anheben zu benutzen. Durch den Niedergang der Last werden ein oder mehrere Gewichte, von denen mindestens eins transportabel ist, so auf eine Schwinge wirken, dafs diese Wirkungen sich unterstützen und dann jede Last bis zur Grenze der Tragfähigkeit auszugleichen vermögen, oder sich aufheben bezw., in den todten Punkt eingestellt, wirkungslos bleiben, wodurch nicht allein die aufserordentlich verschiedenen Lasten ausbalancirt, sondern auch die verschiedenen Phasen der Entlastung- leicht überwunden werden.
2. Die Ortsänderung des Kraftangriffes an der Schwinge ist ohne bewegte Massen zu bewirken.
3. Möglichste Verringerung der Ausgleichsgewichte und die nur durch Gewichtsmassen zu erzielende Schwerkraft auch durch andere Kräfte zu ersetzen (Luftdruck, Federkraft u. s. w.).
Hierdurch wird es möglich, selbst bei Waagen der gröfsten Tragfähigkeit Kraftverluste, die durch Inbewegungsetzen von ruhenden und Anhalten von bewegten Gewichtsmassen entstehen, zu vermeiden, wodurch in Verbindung mit einem im leeren Zustande
vollständig ausbalancirten Hebelsystem und durchgängiger Anordnung von Schneiden und Pfannen der unter Druck stehenden schwingenden Theile allein die rasche und leichte Handhabung, auf welche ein ganz besonderer Werth zu legen ist, ermöglicht wird.
Es bildet hier die Entlastung ein Wägesystem für sich und kann bei genauer Einstellung auch allein zur schätzungsweisen Verwiegung von Massengütern benutzt werden oder zur Prüfung der richtigen Wägungsangaben dienen.
Erreicht wird dieses Ziel durch Anwendung der Schwinge u, welche mit einem hier in der Zeichnung unten gelagerten belasteten Hebel b, der vertical beweglich ist, durch eine Stange derartig verbunden wird, dafs letztere in der Schwinge u ihre Bewegung und Auflage hat, in dem unteren Hebel b aber ihren Drehpunkt besitzt, welcher ebenfalls, da er den Bewegungen des Hebels b zu folgen gezwungen ist, vertical veränderlich ist.
Fig. ι bis 3. Zweiarmiger Hebel (Schwinge u), auf dessen einem Ende ein festes Gegengewicht A aufgesetzt ist, während die durch den Hebel b und das Gewicht B belastete Verbindungsstange h, welche hier gleichzeitig als Griffstange dient, mittelst der Laufrolle c nach beiden Seiten des Untersützungspunktes/1 hin leicht gerollt werden kann, wenn die Schwinge u horizontal liegt.
Für den Rollenlauf ist in der Schwinge u eine besondere Schleife t befestigt, welche, oben gezahnt, die Arretirung der Rolle c mittelst der Fallklinke i bewirkt.
Das Gewicht g an der Griffstange dient zur Ausgleichung des oberen Theiles derselben, so dafs völliges Gleichgewicht im Schwingungspunkt f besteht, nach dessen Halbmesser auch die Schleife geformt ist. Wird nun das leere Hebelsystem der Waage, welche mit einem besonderen Entlastungshebel zum Senken des Unterstützungspunktes für den Uebertragungshebel angenommen ist, vorher ausbalancirt, so dafs nach keiner Seite Uebergewicht besteht, desgleichen die damit verbundene Entlastungsvorrichtung, wenn die Laufrolle mit ihrer Verbindungsstange an dem äufsersten linken Theil der Schleife t steht, so wird ein nur ganz geringer Druck mit der Hand auf die Schwinge genügen, das leere Hebelsystem bis zum Angriff an die Schneiden zu bringen. Dieses mufs genau in der Mittellage der Schleife t bezw. in der Horizontalen erfolgen. Alsdann wird die Laufrolle mittelst der Griffstange in die der Last entsprechende Stelle gebracht, bis die Last zu steigen beginnt. Beim Loslassen der Griffstange drückt eine Feder die an der Griffstange geführte Arretirungsstange und mit ihr die Fallklinke 2 nieder, so dafs letztere in eine entsprechende Zahnlücke fällt; es tritt daher selbstthätige Arretirung ein, welche ein Herabrollen der Griffstange beim Niedergang verhindert. Nach vollzogener Wägung genügt ein leichter Druck mit der Hand, um die Schwinge wieder zurück in die Mittellage zu bringen, in welcher sich der Stützwechsel durch Zurückstellen der Griffstange an das andere Ende der Schleife vollzieht. Es genügt nun wiederum ein geringer Druck, um die weitere Senkung zur Erreichung des erforderlichen Spielraumes zwischen Schneiden und Pfannen zu bewirken.
Fig. 4 bis 6. Hier ist der Rollenlauf innerhalb der Schwinge, aber nur auf einer Seite derselben gedacht, während das Belastungsgewicht B auf dem Hebel b einen solchen Druck auf die Rolle ausübt, dafs diese in ihrer äufsersten Stellung der Brücke und der gröfsten Last das Gleichgewicht zu halten vermag, während, wenn die Rolle im Mittelpunkt steht, sowohl in der Entlastungsvorrichtung, wie im leeren Hebelsystem vollkommenes Gleichgewicht bestehen mufs.
Um den erforderlichen Spielraum für die Rolle zu scharfen und diese in den Dreh- oder todten Punkt einstellen zu können, sind an der Schleife t zwei Lappen k angenietet, in welche die Schneiden eingesetzt sind. Es bildet hier die Schleife t mit den zwei Lappen k zusammen die vorhin benannte Schwinge u.
Die Fig. 7, 8, 9 und 11 stellen eine Construction ähnlich der vorigen dar, welche eigens für Waagen ohne Gleisunterbrechung bestimmt ist. Angenommen ist hier, dafs das Niederlassen und Anheben der Brücke durch einen Entlastungshebel in erfolgt, welcher beim Niedergang den Unterstützungspunkt für den Uebertragungshebel hebt, beim Aufgang senkt. Es ist deshalb die Zugstange / auf Zug und auf Druck in Anspruch genommen, wie es bis jetzt meist erfolgte; jedoch kann auch nur Beanspruchung auf Zug geschehen.
Wird der Spielraum zwischen Brücke und Radkranz (s. Fig. 10) angenommen mit 5 mm, die Abnutzung der Räder mit .... 7 das Anheben über der Schiene mit . 5
so ist ein Gesammthub der Brücke von 17 mm erforderlich. Die Schwinge u und mit ihr die Zugstange / hat in ihren Grenzen eine Hubhöhe von 1000 mm, es entsprechen daher jedem Millimeter Brückenhub ungefähr 60 mm Zugstangensenkung.
Ist nun ein Rad bis zur äufsersten Grenze abgelaufen, so wird ein Brückenhub von 5 mm nöthig sein, welcher einer Zugstangensenkung von ungefähr 300 mm entspricht. Dann bleibt die Schwinge, da der Angriff an den Radkränzen erfolgt, stehen, und es mufs die zwischenliegende Schleife t, welche einerseits auf dem-
selben Schwingenbock a mit ihren beiden Schneiden gelagert ■ ist, während sie auf der anderen Seite mit ihren Sperrzä'hnen auf dem Sperrkegel η ruht, in die Horizontale eingestellt werden, was leicht durch Auslösen des Sperrkegels η mittelst des Handhebels ρ erfolgt, da die Schleife durch das Gegengewicht ο in das Gleichgewicht gestellt ist. Alsdann kann die Laufrolle ohne Schwierigkeit in die der Last entsprechende Stelle gerückt werden, bis das Steigen der Brücke beginnt.
Sind die Räder neu, so wird ein Anhub der Brücke von 7+5 mm erforderlich sein, was wiederum einer Zugstangensenkung von ungefähr 700 mm entspricht. In diesem Falle wird die Schwinge unterhalb der Horizontalen zum Stillstand gelangen, bis der Angriff an die Räder erfolgt, und es ist die zwischenliegende Schleife t aufwärts in die Horizontale zu stellen, damit die Laufrolle mit Griffstange eingerückt werden kann. Statt der einstellbaren Schleife kann auch eine Verlängerung und Verkürzung der Zugstange angewendet werden, durch welche es geeignetenfalls auch möglich ist, der Schwinge nur den halben Hub unterwärts zu geben.
Die Fig. 12 bis 15 stellen einige andere Constructionen zum Transport der Verbindungsstange auf der Schwinge dar, die aber sämmtlich ebenfalls auf der Schwingung von einem unterhalb gelagerten, veränderlichen Drehpunkt beruhen. In Fig. 12 geschieht es durch Abwälzung eines Segments auf gewölbter Bahn, in Fig. 13 durch Zahnrad und Kurbel auf gewölbter und gezahnter Bahn, in Fig. 14 und 1 5 durch horizontale Schwingung mit zwei Verbindungsstangen, die unter einander wieder durch gezahnte Quadranten oder Mitnehmer verbunden sind.
Fig. 16 bis 19 endlich stellen Anwendungen anderer Kräfte als der Schwerkraft behufs Entlastung der Waagen dar, ohne an bestimmte Constructionen sich zu binden. ■ In Fig. 16 und 17 wird die Schwinge, welche unmittelbar in die Zugstange eingeschaltet ist, durch Federkraft links herabgedrückt und hierdurch die Zugstange verkürzt, wodurch der Wiegezustand hergestellt wird, während, wenn die Feder mittelst Handhebels in den todten Punkt eingestellt ist, die Schwinge sich leicht anheben läfst, wodurch die Zugstange verlängert und das Hebelsystem entlastet wird.
Fig. 18 und 19 zeigen eine Anwendung des atmosphärischen Luftdruckes, bei welcher durch das Aufziehen eines luftdichten Kolbens in einem Cylinder ein Vacuum entsteht, welches, in der äufsersten Hebelstellung, der gröfsten Last das Gleichgewicht zu halten vermag und wobei auch der ganze Kolbenhub ausgenutzt wird. Bei kleineren Lasten wird durch die kürzere Hebelstellung auch nur ein entsprechender Theil des Kolbenhubes beansprucht.

Claims (1)

  1. Pa tent-Anspruch:
    Eine Entlastung an Centesimalwaagen unter Benutzung des Eigengewichtes der Last, bei welcher durch' eine stellbare Verbindungsstange (hj, die einerseits Auflage und pendelnde Bewegung in einer Schwinge hat und andererseits einen veränderlichen Stützpunkt (belasteten Hebel, unter Druck stehenden Kolben, gespannte Feder u. s. w.) als Drehpunkt besitzt, die in den Belastungsgewichten wirkende Schwerkraft oder die statt dieser angewendeten anderen Kräfte (Luftdruck, Federkraft u. s. w.j dergestalt auf die Schwinge übertragen werden, dafs bei geeigneter Einstellung der Verbindungsstange Gleichgewicht in der Entlastung herrscht.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT69152D Entlastung an Centesimalwaagen Expired - Lifetime DE69152C (de)

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DE (1) DE69152C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2786284A (en) * 1953-10-30 1957-03-26 Associated Pipe Line Contracto Marsh ditcher
US3443326A (en) * 1966-02-24 1969-05-13 Frederick E Saumenig Auger type ditching machine

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2786284A (en) * 1953-10-30 1957-03-26 Associated Pipe Line Contracto Marsh ditcher
US3443326A (en) * 1966-02-24 1969-05-13 Frederick E Saumenig Auger type ditching machine

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