DE68912C - Abänderungen des unter Nr. 59780 patentirten Fahrpreis-Anzeigers für Miethfuhrwerke - Google Patents

Abänderungen des unter Nr. 59780 patentirten Fahrpreis-Anzeigers für Miethfuhrwerke

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DE68912C
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Germany
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DENDAT68912D
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English (en)
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Firma R. PICARD & ClE in Paris
Publication of DE68912C publication Critical patent/DE68912C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G07CHECKING-DEVICES
    • G07BTICKET-ISSUING APPARATUS; FARE-REGISTERING APPARATUS; FRANKING APPARATUS
    • G07B13/00Taximeters
    • G07B13/005Taximeters operating mechanically

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Time Recorders, Dirve Recorders, Access Control (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft Abänderungen an dem selbsttätigen Fahrpreis-Anzeiger für Miethfuhrwerke nach dem System Dom on, bei welchem der Anzeige-Apparat entweder zur Berechnung nach Zeit oder nach Strecke gestellt werden kann.
Der Anzeiger wird zweckmäfsig an der rechten Seite des Wagens hinter dem Kutschersitz angebracht und hat nur eine Handhabe, welche zur rechten Hand des Kutschers bequem zugänglich ist; mit dieser Handhabe werden alle Bewegungen ausgeführt, im Uebrigen ist die Wirkungsweise selbstthätig.
Dieser Anzeiger soll allen denjenigen Anforderungen entsprechen, welche von der Stadt Paris für die Einführung eines solchen Wxerkes zur Bedingung gemacht sind; er ist in seiner Bauart fest und keinen Störungen und Unregelmäfsigkeiten unterworfen, in seiner Wirkung zuverlässig, leicht anzubringen und zu handhaben, von geringstem Umfang, leicht und deutlich erkennbar in seinen Angaben, gestattet eine schnelle und zuverlässige Nachprüfung derselben und zeichnet sie vollständig und leicht ablesbar in Schaulinien-Darstellung auf.
Die Uebertragung von dem in Drehung befindlichen Wagenrade auf das Zählwerk ist hier auf mechanischem Wege hergestellt, worin eine wesentliche Vereinfachung liegt. Diese Uebertragung ist durch eine über Rollen laufende Galle'sehe Kette bewirkt, die durch ein Metallrohr in ihrer ganzen Länge geführt und geschützt ist, so dafs weder die Verlängerungen des Vordergestells, noch die heftigsten Stöfse und Erschütterungen eine störende Wirkung ausüben können.
Der Kasten, worin die vom rechten Hinterrade ausgehende Bewegung nach dem Anzeige-Apparat übertragen wird, ist so eingerichtet, dafs er weder Räder, noch Excenter, noch Pumpen enthält; auch ist er gegen alle Einflüsse des Temperaturwechsels, gegen Wasser, Schmutz und Staub, sowie gegen gewaltsame Beschädigungen durch Böswilligkeit oder Zufall geschützt.
Die Zuschlaggebühren werden ebenfalls angezeigt und der vom Kutscher zu handhabende Hebel dient gleichzeitig dazu, in den Wagenlaternen die Aushängung eines Schildes zu1 bewirken, welches anzeigt, ob der Wagen frei oder gemiethet ist.
Stellt der Kutscher den Handhebel auf »frei«, so erscheint eine entsprechende Aufschrift in den Laternen. Der Fahrpreis - Anzeiger für den Fahrgast steht dann auf Null und »frei«, bei fortgesetzter Fahrt bleibt der Zeiger stehen, dagegen wird die in Leerfahrt zurückgelegte Strecke ebenso registrirt wie bei gemietheter Fahrt, und die graphische Aufzeichnung zeigt an, ob Leer- oder Miethfahrt stattfindet und welche Stellung der Handhebel einnimmt.
Wird der Handhebel auf »vermiethet« gestellt, indem er von der.Stellung »frei«, ohne anzuhalten, an der Ruherast vorbeibewegt wird, so verschwindet die Aufschrift »frei« sofort selbst- ' thätig aus den Laternen.
Der Kilometerzeiger springt bei jeder zurückgelegten Strecke von 100 m weiter, und der
Fahrpreiszeiger beginnt von einer Minimaltaxe .von 40 Pf. aufwärts bei jedem zurückgelegten Kilometer weiterzuzeigen,- oder auch nach Zeit während des Anhaltens, unter Berechnung je einer Achtelstunde mit beispielsweise 20 Pf.
Das nach Wegstrecke einzunehmende Fahrgeld wird fortlaufend selbstthätig zusammengerechnet und aufgezeichnet. Eine kleine Oeffnung im Zifferblatt läfst dem Fahrgast die Höhe der zu zahlenden Miethe erkennen.
Die graphische Aufzeichnung registrirt selbstthätig die Zahl der zurückgelegten Kilometer und die Fahrgeschwindigkeit, ferner die Zeit und Dauer, während welcher der Fahrgast den Wagen benutzt hat, und den Stand des Fahrgeldzählers.
Wenn auf Verlangen des Fahrgastes der Handhebel auf »im Schritte« gestellt wird, so bleiben die Laternenklappen versteckt, die Kilometer werden fortlaufend gezählt, gleichviel, ob schnell oder langsam gefahren wird, ohne dafs .jedoch eine Weiterschaltung des Fahrpreises durch die Kilometerzählung stattfindet. Wenn jedoch durch das Scheuwerden des Pferdes oder den Muthwillen des Kutschers oder infolge Verständigung des letzteren mit dem Fahrgast die Fahrgeschwindigkeit 8 km in der Stunde übersteigt, so wird die Streckenzählung selbstthätig den Fahrpreis weiterschalten. Bei normaler oder langsamerer Fahrgeschwindigkeit als 8 km die Stunde wird bei der Stellung »im Schritte« der Fahrpreis nach Zeit, auch beim Anhalten und Aufenthalt, weitergezählt.
Wird der Handhebel in die Ruhelage gestellt, so werden alle Einrichtungen des Apparates aufser Wirkung gesetzt und die Zeiger unbeweglich gemacht. Diese Vorrichtung ist deshalb wünschenswerth, damit nicht weitergezählt wird, während der Fahrgast das Fahrgeld bezahlt. Der Kutscher wird natürlich den Hebel nicht eher auf »frei« stellen, bis der Fahrgast bezahlt hat. In dieser Stellung fährt die graphische Aufzeichnung fort, zu registriren.
Wenn die Vermiether und die Kutscher es verlangen oder die Behörden es vorschreiben, kann der Apparat, sowie er nachstehend beschrieben ist, infolge einer vom Kutscher zu bethätigenden Handhabe die Zuschlagtaxen für Gepäck, Nachtfahrt, Ueberschreitung bestimmter Zonen u. s. w. in Bruchtheilen von je 0,20 Mark anzeigen und diese Zuschlagtaxen werden selbstthätig summirt und auf dieControlvorrichtungen übertragen.
Mittelst eines einzigen mit Sicherheitsschlofs versehenen Hebels vermag der Vermiether in weniger als einer Minute und ohne zu rechnen die Kilometer-Controle, sowie die Fahrgeldereinnahme unter den Augen und in Gegenwart des Kutschers abzulesen. Diese Zahlen, welche für gewöhnlich nicht sichtbar sind, erscheinen bei der ersten Bewegung des Hebels und werden selbstthätig auf Null zurückgeführt.
Ist dieser Hebel herabgedrückt, so öffnet sich die Thür zum Aufziehen des Uhrwerks, ebenso die Thür des Kastens der graphischen Control-Aufzeichnungen und die Oeffnung zum Stellen und Regeln des Uhrwerks. Sobald der Hebel wieder zurückbewegt ist, befinden sich alle diese Theile wieder verschlossen und die Controlziffern sind nicht mehr sichtbar.
Alle Handhabungen lassen sich ausführen, , ohne dafs der Kutscher seinen Sitz verläfst und ohne jeden Zeitverlust; der Apparat ist keinen Augenblick offen und sein Inneres niemals sichtbar.
Der Apparat ist völlig unabhängig vom Bau des Wagens und von der Uebertragungs -Vorrichtung; er läfst sich folglich leicht von einem Wagen auf einen andern übertragen oder bei vorkommenden Beschädigungen ersetzen.
In der Zeichnung (6 Blatt mit je besonders numerirten Figuren) sind die Einrichtungen dieses . selbstthätigen Fahrpreis-Anzeigers erläutert.
Blatt I zeigt den Apparat in Fig. 1 in Vorderansicht, in Fig. 2 in Seitenansicht mit dem Schlofs, in Fig. 3 den Apparat von vorn, unter Abnahme der Vorder- und Deckplatte, um die auf der ersten Zwischenplatte liegenden Scheiben und ihre Bewegungsorgane zu zeigen, Fig. 4 ist eine Oberansicht zu Fig. 3.
Blatt II zeigt in Fig. 1 eine Vorderansicht der zwischen der ersten und zweiten Zwischenplatte befindlichen Organe, gegen die zweite Platte gesehen, und in Fig. 2 die auf der Rückseite der ersten Zwischenplatte befindlichen Organe;
Blatt III zeigt in Fig. 1 die unter der zweiten Zwischenplatte zwischen dieser und der Rückwand des Apparates angeordneten Organe; Fig. 2 ist eine Oberansicht der graphischen Control-Vorrichtung und Fig. 3 ist eine Ansicht •gegen die Rückseite des Apparates.
Blatt IV erläutert Einzeltheile in den drei Abtheilungen des Apparates.
Blatt V zeigt in Einzelansichten die Einrichtungen zur Uebertragung der ■ Bewegung vom Wagenrade auf den Zählapparat.
Blatt VI zeigt einen Wagen mit diesem Fahrpreis-Anzeiger ausgerüstet.
Die verschiedenen Einrichtungen des Apparates werden in folgendem erläutert:
i. Fahrpreis-Berechnung nach Zeit.
Blatt II. A ist das Federgehäuse des Uhrwerks, B das grofse Bodenrad (Blatt I) für den Minutenzeiger und die graphische Aufzeichnung (Blatt III), C und D sind Zwischen-
räder, welche die Bewegung auf eine durch E angedeutete Ankerhemmung übertragen, deren Schwingungen beschleunigt (z. B. 343 in der Minute) sind. F ist ein Zahnrad, welches vom Gehäuse A mitgenommen wird, wenn der grofse Hebel G (Blatt II) des selbsttätigen Reglers durch seine Niederbewegung das Eingreifen der Sperrklinken des Gehäuses veranlafst, wonach durch· die Räder H und I das Excenter K entsprechend dem Zeitverbrauch weiterbewegt wird und mittelst des Hebels L die Fahrpreiszählung fortschaltet.
M, Blatt I, ist das Minutenrad der die Zeit anzeigenden Uhr.
N, Blatt III, ist die Uhr mit 24-Stundenwerk, welche die graphische Control-Einrichtung treibt; O ist das Aufzugsrad, auf einem Vierkant der Triebwelle sitzend und von einer Klinke P gehalten; R ist das Aufzugsrad, dessen Achse einen Vierkant für den Schlüssel hat, und Q ein Zwischenrad zwischen R und O.
. 2. Bewegung des Zählwerks nach
Fahrstrecke.
Blatt II. S ist eine Stange mit senkrechter Auf- und Niederbewegung und einer Rückzugsfeder; diese Stange erhält ihre Bewegungen durch die auf einander folgenden Hubbewegungen des Hebels T"; sie dient dazu, ein Sperrrad A' mit 60 Zähnen weiterzuschalten, das die Wegmessung bewirkt und entsprechend die Fahrpreisangabe weiterschaltet, so lange der Griff des Apparates auf »vermiethet« steht und die Fahrgeschwindigkeit mindestens 1 km in der Stunde beträgt.
Diese Stange treibt bei V und X das Excenter Y, Blatt I, durch welches die Messung der durchfahrenen Wegstrecke auf den für den Fahrgast auf dem Zifferblatt sichtbaren Zählapparat (Fig. i, Blatt I) übertragen wird, und zwar von 100 zu 100 m springend.
Z, Blatt II, ist die vierkantige Welle, von welcher die Bewegung auf das Zahnrad A' übertragen wird. B' C D' E' F' und G' sind Uebersetzungsräder, durch welche mittelst des Excenters K die Streckenmessung auf den Fahrpreiszeiger übertragen wird.
3. Selbsttätiger Wechsel der Zählungsart.
Blatt II. H'' ist eine schräge Fläche, welche im Gelenk mit der Stange S befestigt ist und bei jedem Hub der letzteren die unter einander verbundenen Hebel P J' und K' bewegt, deren durch den Hebel G, Blatt II, bewirkter Niedergang von der langsamen Bewegung des Gangwerks M' gehemmt wird.
So lange die wiederholten Bewegungen der schrägen Fläche H' die Feder q'", Blatt II, Fig. 2, welche die Gangänderung bewirkt, in gehobener Stellung halten, wird fortlaufend" nach Fahrstrecke gezählt und die Zählung nach Zeit tritt nicht selbsttätig an Stelle der Streckenzählung, so lange nicht die Fahrgeschwindigkeit zu langsam oder unterbrochen wird; wenn der grofse Hebel G, Blatt II, am unteren Ende seines Hubes anlangt, führt er die Zählung nach Zeit herbei.
4. Anzeige der zurückgelegten Fahrstrecke für den Fahrgast.
Das Excenter Y, Blatt I, macht durch Vermittelung der Stange S, Blatt II, bei 30 Umdrehungen des Wagenrades von 1,06 m Durchmesser eine Umwälzung und hebt dabei jedesmal den Hebel N', welcher demnach bei je 100 m zurückgelegter Wegstrecke einmal sich senkt und mittelst eines Zapfens die Scheibe O' bewegt, welche bei P' die Theilstriche, deren jeder eine Strecke von 100 m bedeutet, trägt.
Die Welle dieser Stiftscheibe O' trägt bei Q,' ein Excenter, das bei jedem zurückgelegten Kilometer den Doppelhebel R' und S', Blatt I, hebt, welche, auf die Stifte T' und U' niederfallend, die Scheiben V und X weiterschalten. Man erhält demnach durch den fortgesetzten Antrieb des Hebels N' auf die Scheibe O' und von R' und S' auf T' und U' bezw. die Scheiben P1 V und X' eine fortlaufende Zählung der Strecken von je 100 m zurückgelegter Fahrt.
5. Anzeige der zu zahlen den Fahrgelder. K, Blatt II, ist ein Excenter, welches entweder durch die Streckenmessung oder durch die Zeitmessung und zwar entweder bei jedem Kilometer zurückgelegter Fahrt oder bei je sieben Minuten Fahrtunterbrechung um einen Zahn weitergeschaltet wird; dieses Excenter hebt und senkt nach einander den grofsen Hebel L gegen die Stifte der Scheibe c, auf welcher sich Theilstriche von je 0,20 Mark befinden.
, Auf der Achse dieser Scheibe c sitzt ein Hebung d mit zwei Daumen (Blatt I), der bei jeder Drehung der Scheibe c zweimal, d. h. nach jeder Weiterschaltung um 0,60 Mark, den Doppelhebel ef hebt, der, auf die Stifte g herabfallend, die zu zahlenden Mark anzeigt. Bei jeder Umdrehung der Einerscheibe, welche die Zahl der Mark zeigt, schaltet der Hebel/ die Zehnerscheibe um eine Ziffer weiter.
6. Nachprüfung der Fahrgeld-Solleinnahme.
Der bei k mit dem grofsen Hebel L gelenkig verbundene Hebel i folgt den Bewegungen des Hebels L und schaltet bei jedem Hub des letzteren die Scheibe Z um eine Stelle (gleich 0,20 Mark) weiter. Mit dieser Scheibe Z ist bei
m, Blatt I, die Controlziffernscheibe verbunden. Die Welle des Rades/, Blatt II, trägt bei n, Blatt I, ein Excenter, das den Doppelhebel ο bethätigt, um mittelst desselben die Weiterschaltung auf die Einer- und Zehnerscheiben des Controlzählwerks zu bewirken.
7. Die Zuschlagtaxen.
Der grofse Hebelp, Blatt II, welcher unter dem Druck einer starken Feder q steht, wird in Thätigkeit gesetzt, wenn der Kutscher auf einen an der Stange r über dem Apparatgehäuse befestigten Knopf drückt.
Der Fahrgast braucht diese Taxen nur dann zu bezahlen, wenn sie auf dem Fahrpreiszeiger gezählt sind; dies geschieht durch Niederdrücken des Knopfes, welches jedesmal den angezeigten Fahrpreis um 0,20 Mark weiterschaltet und also so oft wiederholt wird, bis die zu zahlende Zuschlaggebühr gezählt bezw. angezeigt ist.
Das Herabdrücken der Stange r, Blatt II, schaltet mittelst des Hebels p, an dem die Stanger gelenkig befestigt ist, die mit Stiften besetzte Scheibe s weiter (Blatt II); auf der Welle t dieser Scheibe sitzt die .Scheibe u, Blatt I, welche die Mark-Bruchtheile anzeigt. Auf derselben Welle t sitzt ein Excenter ν, Blatt I, das einen Hebel χ hebt, dessen Niedergang nach jedesmaliger Zählung von 0,60 Mark die Stiftenscheibey weiterschaltet, die mit der Scheibe ^ verbunden ist, auf welcher die Mark-Einer der Zuschlaggebühren erscheinen.
8. Nachprüfung der Zuschlaggebühren. Der Hebel α', Blatt II, welcher mit dem Hebel ρ verkuppelt ist, überträgt die Zuschlaggebühren-Zählung auf die Scheibe b', Blatt II, und die entsprechende Ziffernscheibe d', Blatt I, von wo die Weiterschaltung mittelst Excenters c' undHebelse' auf die Stiftenscheibe/' undZiffernscheibe g' erfolgt.
9. Bewegung, welche der Auslösung
aller Hebel vorangehen mufs. Die Bewegung der Handhabe h', Blatt III, von links nach rechts nach »frei« und vorbei an der Rast »Ruhe«, oder auch unter Einlegung in diese letztere Rast bewirkt, dafs die Achse V dieser Handhabe (Blatt I, II und III) der mit Randausschnitten versehenen Scheibe K1, Blatt III, eine Theildrehung giebt; die schräge Fläche j' dieser Scheibe hebt die Nase des Hebels b, auf dessen Achse der grofse Hebel L festsitzt, wodurch letzterer vom Excenter if, Blatt II, und von der Stiftenscheibe c freigemacht wird. Gleichzeitig ertheilt der mittelst einer Hülse auf der Achse i', Blatt II sitzende Hebel k' der Stange /' eine Schubbewegung; auf dieser Stange /' ist m' befestigt, welcher Hebel durch seine schräge Fläche n' gegen den Hebel 0' wirkt und mittelst dessen den Hebel χ auslöst (Blatt I).
Gleichzeitig wird dem Hebel p', Blatt I, durch die schräge Fläche q' eine Bewegung ertheilt, durch welche die. beiden Hebel R' S' ausgelöst werden. ■ ,
Endlich und gleichzeitig wird durch die Bewegung der Welle V, Blatt' II, von rechts nach links der Feder s' gestattet, sich auszudehnen , welche nun die geschlitzte Stange t' zurückzieht und der geschlitzten Feder u' gestattet, das Excenter K freizugeben; gleichzeitig wird der Zapfen v' frei, der den grofsen Hebel N' aus dem Excenter Y und aus der Stiftenscheibe O' auslöst.
Dieselbe Bewegung des Handgriffs läfst das mit. Knopf oder Wulst versehene freie Ende des federnden Hebels Z', Blatt III, auf den Boden der schrägen Fläche y' des Scheibenausschnittes K herabgleiten; das andere Ende dieses Hebels \' ist dabei eben erst aus dem Ausschnitt der Scheibe A" herausgetreten und gestattet nun die Oeffnung des Hebelverschlusses B", Blatt III; man kann diesen Verschlufs nicht eher öffnen, als bis die Handhabe des Kutschers auf »frei« gestellt ist.
10. Auslösung der Hebel der Control-Vorrichtungen durch den Beginn der Bewegung des Verschlui'shebels B".
Sobald der Hebel B", Blatt III, sich nur einige Millimeter abgehoben hat, wird der Verschlufsknopf der Verschlufsklappen frei, letztere öffnen sich und die Anzeigescheiben der Controle werden sichtbar.
Bei fortgesetzter Bewegung des Hebels B" werden alle Hebel der Control-Vorrichtung ausgelöst. Durch Mitnahme des Hebels C", Blatt III, welcher die Vorwärtsbewegung des Hebels £>", Blatt I, vermittelt und durch diesen die beiden Gelenkarme E" und F" antreibt, deren abgeschrägte vordere Enden gegen die aus den Hebeln ο bezw. e' vorstehenden Stifte anstofsen, werden diese letzteren Hebel gehoben und aus den Stiften der Scheiben G" bezw. H" und f ausgelöst.
Durch dieselbe Bewegung des Verschlufshebels B" wird die mit Ausschnitt versehene Scheibe A", Blatt III, mitgenommen und die Nase des Hebels /" fällt unter dem Druck einer Feder K" in den Ausschnitt ■/"; die Feder schiebt gleichzeitig den Hebel L" nach links, welcher seine Bewegung dem Hebel M", Blatt I, mittheilt, wodurch die kleinen Gelenkhebel N" und O" von links nach rechts verschoben werden, um die Hebel P" und Q" auszurücken.
Gleichzeitig legt sich der Hebel R" unter die gegabelte Feder S" und hebt sie durch seine abgeschrägte Fläche, wodurch die beiden grofsen Mitnehmerfedern, welche den Strecken-
Zählermechanismus T" A' B' C £>', Blatt Π, mit der Fahrstrecken - Control - Vorrichtung C2 C3 C4 C5 verkuppeln (Blatt III), aufser Berührung gesetzt werden.
11. Zurückführung der für den Fahrgast bestimmten Ziffern auf den Nullstand durch Bewegung der Handhabe auf »frei«.
Die Bewegung der Handhabe h', Blatt III, auf die Stellung »frei« am Ende der Bahn, wo sie durch Einspringen eines federnden Knopfes in einen Ausschnitt der Führung festgehalten wird, wird dem Hebel p' eine Bewegung von rechts nach links (Blatt I) ertheilt, wodurch die Schubstange V" verschoben wird und mit ihren Nasen X" Y" Z" gegen die Herzscheiben A'" B'" C" D'" wirkt und die Scheiben mit den Fahrstrecken-Angaben auf den Nullstand zurückführt.
Gleichzeitig wird durch den'Hebel k', welcher auf einer Hülse der Achse V sitzt (Blatt I), der Gleitstange /', Blatt II, eine Aufwa'rtsbewegung ertheilt; diese Stange wirkt mit ihren vier Nasen E"' gegen die Herzscheiben J2 J3, Blatt II, der Fahrgeld-Anzeigescheiben und gegen die Herzscheiben Ji J5 der Zuschlag-, gebühr-Anzeigescheiben und führt, alle diese Scheiben auf die Nullstellung zurück.
Bei derselben Bewegung der Gleitstange /', Blatt II, wirkt der Hebel F'", Blatt I, durch die Nase G'" gegen die Herzscheibe J6 und führt die Zehner-Zählscheibe des Fahrpreiszeigers auf die Nullstellung zurück.
12. Zurückführung . der Vorrichtungen in die Nullstellung durch gänzliche Oeffnung des Verschlufshebels B".
a) Die Strecken-Control-Vorrichtung. Wenn der Hebel M", Blatt I, die Auslösung der Schalthebel bewirkt hat und danach seinen Weg fortsetzt, wirken seine ■ Nasen /'" J'" und K'" gegen die Herzscheiben L'" M'" und N'", wodurch die Mitnehmerfeder und die Scheiben R"' und -S'" mit den Kilometer-Controlziffern in die Nullstellung zurückgeführt werden.
b) Die Zeit-Control-Vorrichtung. Wenn der Verschlufshebel seine die Oeffnung bewirkende Bewegung fortsetzt, so tritt er mit seiner flachen Aussparung 0'", Blatt III, mit dem Mitnehmerstifi P'" des Hebels Q'" in Berührung, der in Schwingung gesetzt wird und dabei mit seinen vier Nasen gegen die vier Herzscheiben T'" wirkt, um dieselben in ihre ursprüngliche Stellung zurückzuführen, wodurch gleichzeitig die Scheiben H3 m g' und d', Blatt I, auf die Nullstellung wieder eingestellt werden. Die Bewegung hat ferner zur Folge, dafs der durch den Hebel C", Blatt III, bewegte Hebel«3, Blatt I, die Herzscheibe k3, Blatt I, und durch diese die Scheibe G3 mit den Zehnerziffern des Fahrpreises auf die Nullstellung zurückbringt.
13. Ingangsetzung des Zählapparates durch Stellung des Handgriffes auf
» vermiethet«.
Alle Bewegungen, welche im Vorhergehenden bezüglich der Auslösung und Zurückführung in die Nullstellung beschrieben worden sind, vollziehen sich bei der Bewegung des Handhebels auf »vermiethet« in entgegengesetztem' Sinne, d. h. zuerst erfolgt die Auslösung der Herzscheiben und danach fallen alle Schalthebel in ■ die Arbeitsstellung.
14. Anzeige der Stellung des Handhebels für den Fahrgast.
Die Trommel V", Blatt I, welche vom Hebel jj' aus gedreht wird, welch letzterer auf der Achse des Handhebels h' festsitzt, stellt, entsprechend der Stellung dieses Handhebels in einer der Rasten, einen Theil ihres Umfanges mit der die entsprechende Rast angebenden Aufschrift vor einen Ausschnitt des Zifferblattes (Blatt I) und zeigt dem Fahrgast die Stellung des Handhebels an.
15. Fahrt »im Schritte«.
Die Wirkung des Mechanismus zum selbstthätigen Wechsel der Zählart wird aufgehoben durch eine der Zahnstange V", Blatt I, mitgetheilte Bewegung, welche aufserdem die Trommel U'" dreht, deren mit schräger Fläche versehener Hebel X'" durch seinen Druck auf Y'", Blatt II, den Niedergang des Hebels Z'" bewirkt; das obere Ende a" des letzteren setzt den Hebel H', Blatt II, in Schwingung, der über den die selbsttätige Aenderung der Zählart vermittelnden Hebel/', Blatt II, hinweggeht und der Stange S gestattet, bei jeder Umwälzung des Wagenrades das Räderwerk der Streckenmessung fortzuschalten, ohne jedoch die Organe zur selbstthätigen Aenderung der Zählart in Wirkung treten zu lassen.
In diesem Fall ist die grofse, den Wechsel der Zählart bewirkende Feder X, Blatt II, unbeeinflufst und bewirkt selbstthätig die Zählung nach Zeit. Wenn jedoch aus irgend welchem Grunde die Fahrgeschwindigkeit 8 km auf die Stunde überschreiten sollte, klinken die Sperrkegel des Stundenrades F, Blatt II, auf dem Federgehäuse aus und das Fahrgeld wird alsdann wieder nach Fahrstrecke fortgezählt.
16. Zuschlag im Zählwerk einer Gebühr von 0,40 Mark für Wagenmiethe bei jeder Wiedereinstellung des Handhebels auf »frei«.
Dieser Ausgleichs-Zuschlag wird bewirkt durch Bewegung des Hebels b", Blatt III, welcher auf der Achse i" des Handhebels h'
festsitzt; der Hebel b" trifft bei seiner Hebung gegen den Stift c" des Klinkenhebels d", der am Sperrrade e" von acht Zähnen entlang gleitet und zwei Zähne desselben fafst, um es nach seiner Bethätigung freizulassen.
Das Sperrrad e" ist fest auf der die Scheibe m tragenden Achse, welche Scheibe m den Fahrpreis in Bruchtheilen einer Mark anzeigt.
Die Fortschaltung des Fahrgeld-Controlzählwerkes wird also einestheils bewirkt durch -die selbstthätige Arbeit des Wagens und anderentheils durch jede Bewegung des Handhebels. Die Controlsumme steigt bei jedem Fahrgastwechsel um zweimal 0,20 Mark infolge der Einstellung des Handhebels auf »frei«.
17. Nachprüfung durch Schaulinien-Aufzeichnung.
Die graphische Aufzeichnung findet statt auf einer in Zonen getheilten farbigen Papierscheibe, welche in 24 Felder getheilt ist und Unter-Abtheilungen, je einer halben Stunde entsprechend, besitzt.
Diese Aufzeichnung giebt an:
ι. die vom Gespann wirklieh zurückgelegte Wegstrecke, gleichviel ob mit oder ohne Fahrgast, sowie die Fahrgeschwindigkeit bei jedem Kilometer Fahrt;
2. die Anwesenheil von Fahrgästen im Wagen, die Zeit und die Dauer dieser Anwesenheit;
3. die stattgehabten Stellungen des Handhebels auf »frei«, »Ruhe«, »vermiethet« und »im Schritte«, sowie die Zeit, wo der Wechsel dieser Hebelstellungen stattgefunden hat und wie lange jede Stellung des Hebels gedauert hat.
Die Aufzeichnung der Fahrstrecke wird bewirkt, indem der Hebel α8, Blatt III, bei'/" eine Richard'sche Feder oder einen Schreibstift trägt, und nach einander Bewegungen mittelst des Excenters g" empfängt, der seinerseits von der Stange S, Blatt II, aus seinen Antrieb erhält. Das Excenter g" macht bei je 10 km Fahrt eine Umdrehung und läfst dann die, Hebelnase a " einfallen , welche die Feder rasch hebt und bei jeden folgenden ι ο km Weges die graphische Aufzeichnung aufnimmt.
Prismen-Aufzeichnung. Die Triebstange./2", Blatt III, mit Rückzugsfeder i" wird vom Kutschersitz aus gehoben und hebt den mit ihr gelenkig verbundenen Hebel i*, dessen mit schräger Fläche j" versehene Nase unter den federnden Hebel k" greift und die Feder oder den Schreibstift der zu beschreibenden Scheibe nähert.
Durch die Stellung des Hebels Z", Blatt III, die durch das Einfallen der Hebelnase m" in einen der vier Ausschnitte n" der Scheibe K' bestimmt wird, wird ferner eine Feder O" angehoben und bis zum nächsten Wechsel der Stellung des Handhebels /?' festgehalten; die vier Ausschnitte n" der Scheibe K' entsprechen den vier Rasten des Handhebels.
18. Uebertragung der Bewegung vom
Wagenrade (Blatt V).
An der. Innenseite des rechten Hinterrades des Wagens ist an der Nabe ein Ring ρ", Blatt V, Fig. 3, befestigt, der eine Reibrolle q" trägt, welche bei jedem Umlauf des Rades den eigenartigen Hebel r" anschlägt und ihm eine schwingende Bewegung von 75 ° ertheilt, wodurch die Feder s" gesperrt wird, die alsdann den Hebel r." wieder zurückbewegt, sobald die Reibrolle q" an ihm vorbeigegangen ist. Bei dieser Zurückbewegung des Hebels r" wirken die beiden Klinken t" t'" des Hebels (Fig. 1, Blatt V) gegen den Vorsprung M2 des Segments v", Fig. 2, welches entsprechend zurückbewegt wird. Der Vorsprung u" spannt zugleich eine Feder x", und wenn er von den Klinken t" t'" losgelassen wird, kehrt er in seine Ruhelage zurück, indem er die G alle'sehe Kette y" um etwa 30 mm mitzieht. Diese Kette ist am Ende eines schwingenden Hebels^", Fig. 6, im Kutscherbock befestigt und hebt diesen Hebel bei a'", bis er die Schubstange S des Zählapparates berührt und sie auch bei jeder Umdrehung des Rades, welche dem sechzigsten Theil von,200 m entspricht, in den Apparat zurückgleiten läfst. Die Laufrollen b"' c'" d'" e'" führen die Kette in allen Biegungen ihres Weges zum Apparat. Das Ende der Kette ist an dem Hebel \" mittelst einer Schraubenfeder befestigt, um . die Verlängerungen des Wagengestelles auszugleichen. Die Kette geht durch ein Führungsrohr ο3, 'welches vom Apparat bis zum Kasten r'" am Hinterrade unter Einschaltung eines oder mehrerer Zwischen - Führungskasten (Fig. 4) führt; im Kasten r'" ist das Ende des Führungsrohres mittelst Kugelgelenkes eingesetzt (Fig. 2). Die Schwankungen, Erschütterungen und Verlängerungen gleichen sich durch die gelenkige Zusammensetzung des Führungsrohres aus.
19. Schaulinien-Aufzeichnung der Anwesenheit eines Fahrgastes im Wagen,
Aus Fig. 5, 6 und 7, "Blatt V, ist ohne Weiteres ersichtlich, wie durch einfaches Herabdrücken eines Hebels unterm Wagensitze h'", durch das Gewicht des Fahrgastes, mittelst Uebertragungsseiles oder Kette i'"- ein Hebel j'" im Kutscherbock niedergezogen wird und dadurch das andere Ende k'" des Hebels um etwa 15 mm sich hebt, wodurch die Stange h", Blatt III, gehoben wird, um, wie bereits beschrieben, die graphische Aufzeichnung zu vermitteln.
20. Die Anzeige, ob der Wagen frei oder vermiethet ist, wird in den Laternen-
gehäusen sichtbar, indem in einem Metallführungsrohr eine Schraubenfeder gelagert ist, deren Ende, wenn die Feder eine Drehung empfängt, der Achse der Aufschrifttafel eine Vierteldrehung. giebt. Das andere Ende der Schraubenfeder erhält diese Drehung durch die Bewegung des Hebels s'", Blatt III, der die Verlängerung des Handhebels h' bildet.
21. Das tägliche Aufziehen, Regeln und Auswechseln der Schaulinien-Aufzeichnungsscheiben.
Wenn der Handgriff /?' auf »frei« steht, aber nur dann, kann der mit Sicherheitsschlofs versehene Hebel B" geöffnet werden; derselbe hat verzahnten Eingriff mit dem Verschlufshebel n3, der die grofse Thür m'" des Apparatkastens bezw. der Controlvorrichtungen n'." öffnet, wonach die Controlscheiben mit den graphischen Aufzeichnungen herausgenommen und ausgewechselt werden können, ebenso ist dann das Aufziehen des Triebwerkes bei o'" und das Stellen der Zeiger bei p'" gestattet.
22. Eine Glockej--^, Blatt III, wird bei jeder Bewegung des Handhebels h' in der einen oder anderen Richtung angeschlagen, indem die Verlängerung s'" des Handhebels vier den Rasten entsprechende Zähne hat, die gegen die Zunge eines Hebels v'" anschlagen und durch diesen die Schubstange x"' bewegen, welche den Klöppel der Glocke bethätigt.
23. Die Beleuchtung des Zifferblattes des Anzeigeapparates geschieht entweder durch eine hinter der rechten Wagenlaterne eingesetzte Linse und einen neben dem Apparat entsprechend angeordneten Reflector, oder durch eine besondere kleine Laterne, wie in Fahrrädern gebräuchlich, welche auf einem Gelenkarm befestigt und, wenn aufser Gebrauch, an die Seite des Apparates zurückbewegt werden kann.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    An dem unter Nr. 59780 patentirten Fahrpreis-Anzeiger für Miethfuhrwerke, in welchem das vom Fahrgast zu entrichtende Fahrgeld entweder nach Zeit, oder nach Wegstrecke, oder gleichzeitig nach Zeit und Strecke durch fortlaufende Schaltung von Zifferwerken selbstthätig berechnet und zu jeder Zeit während der Benutzung in einer einzigen Zahl fertig ablesbar angezeigt wird, folgende Abänderungen:
    a) die Einrichtung zur Fortschaltung der Fahrstrecken-Mefs- oder Anzeige-Vorrichtung und der nach Fahrstrecke fortschreitenden Gebühren-Berechnung durch eine von einer Wagenachse aus in bestimmten Zwischenräumen angezogene Kette, welche eine Schubstange (S) im Zählwerk auf- und niederbewegt, von welcher aus die Fortschaltung der Zählvorrichtungen und Linien-Aufzeichnung erfolgt;
    b) die Führung der Uebertragungskette vom Wagenrade nach dem Triebhebel des Zählwerkes mittelst in einander verschiebbarer und gelenkig befestigter Röhren;
    c) die Einrichtung zum selbstthätigen Wechsel der Fahrpreiszählung (von Streckenzählung auf Zeitzählung) bei zu langsamer oder unterbrochener Fahrt, bestehend in dem Hebel G mit Feder q"', Blatt II,. welcher bei regelrechter Fahrt durch die Hubbewegungen des Gelenkstückes H' der Schubstange S und Hebelverbindungen ausgerückt bleibt;
    d) die Einrichtung zur Schaltung der Fahrpreis-Anzeigescheiben entweder nach Zeit oder nach Fahrstrecke, bestehend aus dem Excenter K, Blatt II, das entweder vom Federgehäuse des Uhrwerkes aus oder von der Triebstange S und Fahrstrecken -Zählvorrichtung aus Drehung empfängt und mittelst des Hebels L die Zifferscheibe der Fahrpreiszählung schaltet;
    e) die Einrichtung zum Anzeigen' und Zusammenzählen der Zuschlag ■ Gebühren,' bestehend in der vom Kutscher herabzudrückenden Stanger mit Schalthebel ρ;.
    f) die Verbindung des Handhebels h' mit allen Schaltvorrichtungen derart, dafs durch Stellung des Handhebels auf »frei« alle Schalthebel ausgelöst und die für den Fahrgast sichtbare Fahrstreckenmessung und Fahrpreisanzeige auf Null zurückgeführt wird;
    g) die Einrichtung zur Zurückführung der Nachprüfungs-Vorrichtungen in die Nullstellung durch den nur bei Stellung des Handhebels h auf »frei« zu öffnenden, mit Sicherheitsverschlufs versehenen Hebel S", welcher die Schalthebel der Nachprüfungs-Vorrichtungen auslöst und letztere in ihre Nullstellung zurückbewegt;
    h) die Einrichtung zur Anzeige des jeweiligen Standes des Handhebels h' durch die von der Achse dieses Hebels aus gedrehte Trommel V" mit den den Hebelrasten entsprechenden Aufschriften;
    i) die Einrichtung, dafs bei Fahrt »im Schritte« der selbsttätige Wechsel der Zählart un-. thätig gemacht wird, so lange nicht die . Fahrgeschwindigkeit 8 km in der Stunde übersteigt, in welch letzterem Falle die Sperrklinken des die Zeitzählung vermittelnden Stundenrades ausgelöst werden und Zählung nach Strecke eintritt;
    k) die Einrichtung zur Schaulmien - Aufzeichnung :
    α) der , durchfahrenen Wegstrecken, mit oder ohne Fahrgast, und der Fahrgeschwindigkeit zu jeder Zeit;
    ß) die Anwesenheit von Fahrgästen im Wagen;
    γ) die Stellungen des Handhebels h' nach
    Zeit und Dauer;
    1) die Einrichtung zur Aushängung einer die Aufschrift »vermiethet« oder »frei« tragenden Tafel in den Wagenlaternen durch Drehung einer Schraubenfeder vom Handhebel h' aus;
    m) die Einrichtung, dafs bei jeder Stellung des Handhebels auf »frei« die Grundtaxe für Wagenmiethe (z. B. 0,40 Mark). der Controlsumme zugezählt wird.
    Hierzu 6 Blatt Zeichnungen.
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