DE68912C - Abänderungen des unter Nr. 59780 patentirten Fahrpreis-Anzeigers für Miethfuhrwerke - Google Patents
Abänderungen des unter Nr. 59780 patentirten Fahrpreis-Anzeigers für MiethfuhrwerkeInfo
- Publication number
- DE68912C DE68912C DENDAT68912D DE68912DC DE68912C DE 68912 C DE68912 C DE 68912C DE NDAT68912 D DENDAT68912 D DE NDAT68912D DE 68912D C DE68912D C DE 68912DC DE 68912 C DE68912 C DE 68912C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- lever
- sheet
- counting
- fare
- time
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- 238000012986 modification Methods 0.000 title description 2
- 230000004048 modification Effects 0.000 title description 2
- 230000033001 locomotion Effects 0.000 claims description 34
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 claims description 5
- 230000001960 triggered effect Effects 0.000 claims description 4
- 238000005259 measurement Methods 0.000 claims description 3
- 230000000750 progressive effect Effects 0.000 claims 1
- 210000001331 nose Anatomy 0.000 description 7
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 6
- 210000000056 organ Anatomy 0.000 description 5
- 241001465382 Physalis alkekengi Species 0.000 description 3
- 238000012546 transfer Methods 0.000 description 3
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 2
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 2
- 238000012552 review Methods 0.000 description 2
- 230000029305 taxis Effects 0.000 description 2
- 238000004804 winding Methods 0.000 description 2
- 238000013459 approach Methods 0.000 description 1
- 230000033228 biological regulation Effects 0.000 description 1
- 230000007423 decrease Effects 0.000 description 1
- 230000000881 depressing effect Effects 0.000 description 1
- 239000000428 dust Substances 0.000 description 1
- 210000004247 hand Anatomy 0.000 description 1
- 230000009191 jumping Effects 0.000 description 1
- 230000007257 malfunction Effects 0.000 description 1
- 230000010355 oscillation Effects 0.000 description 1
- 230000000284 resting effect Effects 0.000 description 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 1
- 210000003813 thumb Anatomy 0.000 description 1
- 238000013519 translation Methods 0.000 description 1
- 238000012795 verification Methods 0.000 description 1
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G07—CHECKING-DEVICES
- G07B—TICKET-ISSUING APPARATUS; FARE-REGISTERING APPARATUS; FRANKING APPARATUS
- G07B13/00—Taximeters
- G07B13/005—Taximeters operating mechanically
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Time Recorders, Dirve Recorders, Access Control (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft Abänderungen an dem selbsttätigen Fahrpreis-Anzeiger für Miethfuhrwerke
nach dem System Dom on, bei welchem der Anzeige-Apparat entweder zur
Berechnung nach Zeit oder nach Strecke gestellt werden kann.
Der Anzeiger wird zweckmäfsig an der rechten Seite des Wagens hinter dem Kutschersitz
angebracht und hat nur eine Handhabe, welche zur rechten Hand des Kutschers bequem
zugänglich ist; mit dieser Handhabe werden alle Bewegungen ausgeführt, im Uebrigen ist
die Wirkungsweise selbstthätig.
Dieser Anzeiger soll allen denjenigen Anforderungen entsprechen, welche von der Stadt
Paris für die Einführung eines solchen Wxerkes zur Bedingung gemacht sind; er ist in seiner
Bauart fest und keinen Störungen und Unregelmäfsigkeiten unterworfen, in seiner Wirkung
zuverlässig, leicht anzubringen und zu handhaben, von geringstem Umfang, leicht und
deutlich erkennbar in seinen Angaben, gestattet eine schnelle und zuverlässige Nachprüfung
derselben und zeichnet sie vollständig und leicht ablesbar in Schaulinien-Darstellung auf.
Die Uebertragung von dem in Drehung befindlichen Wagenrade auf das Zählwerk ist hier
auf mechanischem Wege hergestellt, worin eine wesentliche Vereinfachung liegt. Diese Uebertragung
ist durch eine über Rollen laufende Galle'sehe Kette bewirkt, die durch ein Metallrohr
in ihrer ganzen Länge geführt und geschützt ist, so dafs weder die Verlängerungen
des Vordergestells, noch die heftigsten Stöfse und Erschütterungen eine störende Wirkung
ausüben können.
Der Kasten, worin die vom rechten Hinterrade ausgehende Bewegung nach dem Anzeige-Apparat
übertragen wird, ist so eingerichtet, dafs er weder Räder, noch Excenter, noch
Pumpen enthält; auch ist er gegen alle Einflüsse des Temperaturwechsels, gegen Wasser,
Schmutz und Staub, sowie gegen gewaltsame Beschädigungen durch Böswilligkeit oder Zufall
geschützt.
Die Zuschlaggebühren werden ebenfalls angezeigt und der vom Kutscher zu handhabende
Hebel dient gleichzeitig dazu, in den Wagenlaternen die Aushängung eines Schildes zu1
bewirken, welches anzeigt, ob der Wagen frei oder gemiethet ist.
Stellt der Kutscher den Handhebel auf »frei«, so erscheint eine entsprechende Aufschrift in
den Laternen. Der Fahrpreis - Anzeiger für den Fahrgast steht dann auf Null und »frei«, bei
fortgesetzter Fahrt bleibt der Zeiger stehen, dagegen wird die in Leerfahrt zurückgelegte
Strecke ebenso registrirt wie bei gemietheter Fahrt, und die graphische Aufzeichnung zeigt
an, ob Leer- oder Miethfahrt stattfindet und welche Stellung der Handhebel einnimmt.
Wird der Handhebel auf »vermiethet« gestellt, indem er von der.Stellung »frei«, ohne anzuhalten,
an der Ruherast vorbeibewegt wird, so verschwindet die Aufschrift »frei« sofort selbst- '
thätig aus den Laternen.
Der Kilometerzeiger springt bei jeder zurückgelegten Strecke von 100 m weiter, und der
Fahrpreiszeiger beginnt von einer Minimaltaxe .von 40 Pf. aufwärts bei jedem zurückgelegten
Kilometer weiterzuzeigen,- oder auch nach Zeit während des Anhaltens, unter Berechnung je
einer Achtelstunde mit beispielsweise 20 Pf.
Das nach Wegstrecke einzunehmende Fahrgeld wird fortlaufend selbstthätig zusammengerechnet
und aufgezeichnet. Eine kleine Oeffnung im Zifferblatt läfst dem Fahrgast die
Höhe der zu zahlenden Miethe erkennen.
Die graphische Aufzeichnung registrirt selbstthätig die Zahl der zurückgelegten Kilometer
und die Fahrgeschwindigkeit, ferner die Zeit und Dauer, während welcher der Fahrgast den
Wagen benutzt hat, und den Stand des Fahrgeldzählers.
Wenn auf Verlangen des Fahrgastes der Handhebel auf »im Schritte« gestellt wird, so
bleiben die Laternenklappen versteckt, die Kilometer werden fortlaufend gezählt, gleichviel,
ob schnell oder langsam gefahren wird, ohne dafs .jedoch eine Weiterschaltung des
Fahrpreises durch die Kilometerzählung stattfindet. Wenn jedoch durch das Scheuwerden
des Pferdes oder den Muthwillen des Kutschers oder infolge Verständigung des letzteren mit
dem Fahrgast die Fahrgeschwindigkeit 8 km in der Stunde übersteigt, so wird die Streckenzählung
selbstthätig den Fahrpreis weiterschalten. Bei normaler oder langsamerer Fahrgeschwindigkeit
als 8 km die Stunde wird bei der Stellung »im Schritte« der Fahrpreis nach Zeit, auch
beim Anhalten und Aufenthalt, weitergezählt.
Wird der Handhebel in die Ruhelage gestellt, so werden alle Einrichtungen des Apparates
aufser Wirkung gesetzt und die Zeiger unbeweglich gemacht. Diese Vorrichtung ist deshalb
wünschenswerth, damit nicht weitergezählt wird, während der Fahrgast das Fahrgeld bezahlt.
Der Kutscher wird natürlich den Hebel nicht eher auf »frei« stellen, bis der Fahrgast bezahlt
hat. In dieser Stellung fährt die graphische Aufzeichnung fort, zu registriren.
Wenn die Vermiether und die Kutscher es
verlangen oder die Behörden es vorschreiben, kann der Apparat, sowie er nachstehend beschrieben
ist, infolge einer vom Kutscher zu bethätigenden Handhabe die Zuschlagtaxen für Gepäck, Nachtfahrt, Ueberschreitung bestimmter
Zonen u. s. w. in Bruchtheilen von je 0,20 Mark anzeigen und diese Zuschlagtaxen werden selbstthätig
summirt und auf dieControlvorrichtungen übertragen.
Mittelst eines einzigen mit Sicherheitsschlofs versehenen Hebels vermag der Vermiether in
weniger als einer Minute und ohne zu rechnen die Kilometer-Controle, sowie die Fahrgeldereinnahme
unter den Augen und in Gegenwart des Kutschers abzulesen. Diese Zahlen, welche für gewöhnlich nicht sichtbar sind, erscheinen
bei der ersten Bewegung des Hebels und werden selbstthätig auf Null zurückgeführt.
Ist dieser Hebel herabgedrückt, so öffnet sich die Thür zum Aufziehen des Uhrwerks,
ebenso die Thür des Kastens der graphischen Control-Aufzeichnungen und die Oeffnung zum
Stellen und Regeln des Uhrwerks. Sobald der Hebel wieder zurückbewegt ist, befinden sich
alle diese Theile wieder verschlossen und die Controlziffern sind nicht mehr sichtbar.
Alle Handhabungen lassen sich ausführen, , ohne dafs der Kutscher seinen Sitz verläfst
und ohne jeden Zeitverlust; der Apparat ist keinen Augenblick offen und sein Inneres
niemals sichtbar.
Der Apparat ist völlig unabhängig vom Bau des Wagens und von der Uebertragungs -Vorrichtung;
er läfst sich folglich leicht von einem Wagen auf einen andern übertragen oder bei vorkommenden Beschädigungen ersetzen.
In der Zeichnung (6 Blatt mit je besonders numerirten Figuren) sind die Einrichtungen
dieses . selbstthätigen Fahrpreis-Anzeigers erläutert.
Blatt I zeigt den Apparat in Fig. 1 in Vorderansicht,
in Fig. 2 in Seitenansicht mit dem Schlofs, in Fig. 3 den Apparat von vorn,
unter Abnahme der Vorder- und Deckplatte, um die auf der ersten Zwischenplatte liegenden
Scheiben und ihre Bewegungsorgane zu zeigen, Fig. 4 ist eine Oberansicht zu Fig. 3.
Blatt II zeigt in Fig. 1 eine Vorderansicht der zwischen der ersten und zweiten Zwischenplatte
befindlichen Organe, gegen die zweite Platte gesehen, und in Fig. 2 die auf der Rückseite
der ersten Zwischenplatte befindlichen Organe;
Blatt III zeigt in Fig. 1 die unter der zweiten Zwischenplatte zwischen dieser und der Rückwand
des Apparates angeordneten Organe; Fig. 2 ist eine Oberansicht der graphischen
Control-Vorrichtung und Fig. 3 ist eine Ansicht •gegen die Rückseite des Apparates.
Blatt IV erläutert Einzeltheile in den drei Abtheilungen des Apparates.
Blatt V zeigt in Einzelansichten die Einrichtungen zur Uebertragung der ■ Bewegung
vom Wagenrade auf den Zählapparat.
Blatt VI zeigt einen Wagen mit diesem Fahrpreis-Anzeiger ausgerüstet.
Die verschiedenen Einrichtungen des Apparates werden in folgendem erläutert:
i. Fahrpreis-Berechnung nach Zeit.
Blatt II. A ist das Federgehäuse des Uhrwerks, B das grofse Bodenrad (Blatt I) für
den Minutenzeiger und die graphische Aufzeichnung (Blatt III), C und D sind Zwischen-
räder, welche die Bewegung auf eine durch E angedeutete Ankerhemmung übertragen, deren
Schwingungen beschleunigt (z. B. 343 in der Minute) sind. F ist ein Zahnrad, welches vom
Gehäuse A mitgenommen wird, wenn der grofse Hebel G (Blatt II) des selbsttätigen Reglers
durch seine Niederbewegung das Eingreifen der Sperrklinken des Gehäuses veranlafst, wonach
durch· die Räder H und I das Excenter K entsprechend dem Zeitverbrauch weiterbewegt
wird und mittelst des Hebels L die Fahrpreiszählung fortschaltet.
M, Blatt I, ist das Minutenrad der die Zeit anzeigenden Uhr.
N, Blatt III, ist die Uhr mit 24-Stundenwerk,
welche die graphische Control-Einrichtung treibt; O ist das Aufzugsrad, auf
einem Vierkant der Triebwelle sitzend und von einer Klinke P gehalten; R ist das Aufzugsrad,
dessen Achse einen Vierkant für den Schlüssel hat, und Q ein Zwischenrad zwischen
R und O.
. 2. Bewegung des Zählwerks nach
Fahrstrecke.
Fahrstrecke.
Blatt II. S ist eine Stange mit senkrechter Auf- und Niederbewegung und einer Rückzugsfeder; diese Stange erhält ihre Bewegungen
durch die auf einander folgenden Hubbewegungen des Hebels T"; sie dient dazu,
ein Sperrrad A' mit 60 Zähnen weiterzuschalten, das die Wegmessung bewirkt und entsprechend
die Fahrpreisangabe weiterschaltet, so lange der Griff des Apparates auf »vermiethet« steht und
die Fahrgeschwindigkeit mindestens 1 km in der Stunde beträgt.
Diese Stange treibt bei V und X das Excenter Y, Blatt I, durch welches die Messung
der durchfahrenen Wegstrecke auf den für den Fahrgast auf dem Zifferblatt sichtbaren Zählapparat
(Fig. i, Blatt I) übertragen wird, und zwar von 100 zu 100 m springend.
Z, Blatt II, ist die vierkantige Welle, von welcher die Bewegung auf das Zahnrad A'
übertragen wird. B' C D' E' F' und G' sind Uebersetzungsräder, durch welche mittelst des
Excenters K die Streckenmessung auf den Fahrpreiszeiger übertragen wird.
3. Selbsttätiger Wechsel der Zählungsart.
Blatt II. H'' ist eine schräge Fläche, welche im Gelenk mit der Stange S befestigt ist und
bei jedem Hub der letzteren die unter einander verbundenen Hebel P J' und K' bewegt, deren
durch den Hebel G, Blatt II, bewirkter Niedergang von der langsamen Bewegung des Gangwerks
M' gehemmt wird.
So lange die wiederholten Bewegungen der schrägen Fläche H' die Feder q'", Blatt II, Fig. 2,
welche die Gangänderung bewirkt, in gehobener Stellung halten, wird fortlaufend" nach Fahrstrecke
gezählt und die Zählung nach Zeit tritt nicht selbsttätig an Stelle der Streckenzählung,
so lange nicht die Fahrgeschwindigkeit zu langsam oder unterbrochen wird; wenn
der grofse Hebel G, Blatt II, am unteren Ende seines Hubes anlangt, führt er die Zählung
nach Zeit herbei.
4. Anzeige der zurückgelegten Fahrstrecke für den Fahrgast.
Das Excenter Y, Blatt I, macht durch Vermittelung der Stange S, Blatt II, bei 30 Umdrehungen
des Wagenrades von 1,06 m Durchmesser eine Umwälzung und hebt dabei jedesmal den Hebel N', welcher demnach bei je
100 m zurückgelegter Wegstrecke einmal sich senkt und mittelst eines Zapfens die Scheibe O'
bewegt, welche bei P' die Theilstriche, deren jeder eine Strecke von 100 m bedeutet, trägt.
Die Welle dieser Stiftscheibe O' trägt bei Q,'
ein Excenter, das bei jedem zurückgelegten Kilometer den Doppelhebel R' und S', Blatt I,
hebt, welche, auf die Stifte T' und U' niederfallend,
die Scheiben V und X weiterschalten. Man erhält demnach durch den fortgesetzten
Antrieb des Hebels N' auf die Scheibe O' und von R' und S' auf T' und U' bezw. die
Scheiben P1 V und X' eine fortlaufende Zählung
der Strecken von je 100 m zurückgelegter Fahrt.
5. Anzeige der zu zahlen den Fahrgelder. K, Blatt II, ist ein Excenter, welches entweder
durch die Streckenmessung oder durch die Zeitmessung und zwar entweder bei jedem
Kilometer zurückgelegter Fahrt oder bei je sieben Minuten Fahrtunterbrechung um einen
Zahn weitergeschaltet wird; dieses Excenter hebt und senkt nach einander den grofsen
Hebel L gegen die Stifte der Scheibe c, auf welcher sich Theilstriche von je 0,20 Mark
befinden.
, Auf der Achse dieser Scheibe c sitzt ein Hebung d mit zwei Daumen (Blatt I), der bei
jeder Drehung der Scheibe c zweimal, d. h. nach jeder Weiterschaltung um 0,60 Mark, den
Doppelhebel ef hebt, der, auf die Stifte g herabfallend, die zu zahlenden Mark anzeigt.
Bei jeder Umdrehung der Einerscheibe, welche die Zahl der Mark zeigt, schaltet der Hebel/
die Zehnerscheibe um eine Ziffer weiter.
6. Nachprüfung der Fahrgeld-Solleinnahme.
Der bei k mit dem grofsen Hebel L gelenkig
verbundene Hebel i folgt den Bewegungen des Hebels L und schaltet bei jedem Hub des
letzteren die Scheibe Z um eine Stelle (gleich 0,20 Mark) weiter. Mit dieser Scheibe Z ist bei
m, Blatt I, die Controlziffernscheibe verbunden.
Die Welle des Rades/, Blatt II, trägt bei n, Blatt I, ein Excenter, das den Doppelhebel ο
bethätigt, um mittelst desselben die Weiterschaltung auf die Einer- und Zehnerscheiben
des Controlzählwerks zu bewirken.
7. Die Zuschlagtaxen.
Der grofse Hebelp, Blatt II, welcher unter dem Druck einer starken Feder q steht, wird
in Thätigkeit gesetzt, wenn der Kutscher auf einen an der Stange r über dem Apparatgehäuse
befestigten Knopf drückt.
Der Fahrgast braucht diese Taxen nur dann zu bezahlen, wenn sie auf dem Fahrpreiszeiger
gezählt sind; dies geschieht durch Niederdrücken des Knopfes, welches jedesmal den
angezeigten Fahrpreis um 0,20 Mark weiterschaltet und also so oft wiederholt wird, bis
die zu zahlende Zuschlaggebühr gezählt bezw. angezeigt ist.
Das Herabdrücken der Stange r, Blatt II, schaltet mittelst des Hebels p, an dem die
Stanger gelenkig befestigt ist, die mit Stiften besetzte Scheibe s weiter (Blatt II); auf der
Welle t dieser Scheibe sitzt die .Scheibe u,
Blatt I, welche die Mark-Bruchtheile anzeigt. Auf derselben Welle t sitzt ein Excenter ν,
Blatt I, das einen Hebel χ hebt, dessen Niedergang nach jedesmaliger Zählung von 0,60 Mark
die Stiftenscheibey weiterschaltet, die mit der Scheibe ^ verbunden ist, auf welcher die Mark-Einer
der Zuschlaggebühren erscheinen.
8. Nachprüfung der Zuschlaggebühren. Der Hebel α', Blatt II, welcher mit dem
Hebel ρ verkuppelt ist, überträgt die Zuschlaggebühren-Zählung auf die Scheibe b', Blatt II,
und die entsprechende Ziffernscheibe d', Blatt I, von wo die Weiterschaltung mittelst Excenters c'
undHebelse' auf die Stiftenscheibe/' undZiffernscheibe g' erfolgt.
9. Bewegung, welche der Auslösung
aller Hebel vorangehen mufs. Die Bewegung der Handhabe h', Blatt III,
von links nach rechts nach »frei« und vorbei an der Rast »Ruhe«, oder auch unter Einlegung
in diese letztere Rast bewirkt, dafs die Achse V dieser Handhabe (Blatt I, II
und III) der mit Randausschnitten versehenen Scheibe K1, Blatt III, eine Theildrehung giebt;
die schräge Fläche j' dieser Scheibe hebt die Nase des Hebels b, auf dessen Achse der grofse
Hebel L festsitzt, wodurch letzterer vom Excenter if, Blatt II, und von der Stiftenscheibe c
freigemacht wird. Gleichzeitig ertheilt der mittelst einer Hülse auf der Achse i', Blatt II
sitzende Hebel k' der Stange /' eine Schubbewegung; auf dieser Stange /' ist m' befestigt,
welcher Hebel durch seine schräge Fläche n' gegen den Hebel 0' wirkt und mittelst dessen
den Hebel χ auslöst (Blatt I).
Gleichzeitig wird dem Hebel p', Blatt I, durch die schräge Fläche q' eine Bewegung
ertheilt, durch welche die. beiden Hebel R' S' ausgelöst werden. ■ ,
Endlich und gleichzeitig wird durch die Bewegung der Welle V, Blatt' II, von rechts
nach links der Feder s' gestattet, sich auszudehnen
, welche nun die geschlitzte Stange t' zurückzieht und der geschlitzten Feder u' gestattet,
das Excenter K freizugeben; gleichzeitig wird der Zapfen v' frei, der den grofsen
Hebel N' aus dem Excenter Y und aus der Stiftenscheibe O' auslöst.
Dieselbe Bewegung des Handgriffs läfst das
mit. Knopf oder Wulst versehene freie Ende des federnden Hebels Z', Blatt III, auf den
Boden der schrägen Fläche y' des Scheibenausschnittes K herabgleiten; das andere Ende
dieses Hebels \' ist dabei eben erst aus dem Ausschnitt der Scheibe A" herausgetreten und
gestattet nun die Oeffnung des Hebelverschlusses B", Blatt III; man kann diesen Verschlufs
nicht eher öffnen, als bis die Handhabe des Kutschers auf »frei« gestellt ist.
10. Auslösung der Hebel der Control-Vorrichtungen durch den Beginn der
Bewegung des Verschlui'shebels B".
Sobald der Hebel B", Blatt III, sich nur einige Millimeter abgehoben hat, wird der
Verschlufsknopf der Verschlufsklappen frei, letztere öffnen sich und die Anzeigescheiben
der Controle werden sichtbar.
Bei fortgesetzter Bewegung des Hebels B" werden alle Hebel der Control-Vorrichtung
ausgelöst. Durch Mitnahme des Hebels C", Blatt III, welcher die Vorwärtsbewegung des
Hebels £>", Blatt I, vermittelt und durch diesen die beiden Gelenkarme E" und F" antreibt,
deren abgeschrägte vordere Enden gegen die aus den Hebeln ο bezw. e' vorstehenden Stifte
anstofsen, werden diese letzteren Hebel gehoben und aus den Stiften der Scheiben G" bezw. H"
und f ausgelöst.
Durch dieselbe Bewegung des Verschlufshebels B" wird die mit Ausschnitt versehene
Scheibe A", Blatt III, mitgenommen und die Nase des Hebels /" fällt unter dem Druck
einer Feder K" in den Ausschnitt ■/"; die
Feder schiebt gleichzeitig den Hebel L" nach links, welcher seine Bewegung dem Hebel M",
Blatt I, mittheilt, wodurch die kleinen Gelenkhebel N" und O" von links nach rechts verschoben
werden, um die Hebel P" und Q" auszurücken.
Gleichzeitig legt sich der Hebel R" unter die gegabelte Feder S" und hebt sie durch
seine abgeschrägte Fläche, wodurch die beiden grofsen Mitnehmerfedern, welche den Strecken-
Zählermechanismus T" A' B' C £>', Blatt Π,
mit der Fahrstrecken - Control - Vorrichtung C2 C3 C4 C5 verkuppeln (Blatt III), aufser
Berührung gesetzt werden.
11. Zurückführung der für den Fahrgast
bestimmten Ziffern auf den Nullstand durch Bewegung der Handhabe auf »frei«.
Die Bewegung der Handhabe h', Blatt III, auf die Stellung »frei« am Ende der Bahn,
wo sie durch Einspringen eines federnden Knopfes in einen Ausschnitt der Führung festgehalten
wird, wird dem Hebel p' eine Bewegung von rechts nach links (Blatt I) ertheilt,
wodurch die Schubstange V" verschoben wird und mit ihren Nasen X" Y" Z" gegen die
Herzscheiben A'" B'" C" D'" wirkt und die Scheiben mit den Fahrstrecken-Angaben auf
den Nullstand zurückführt.
Gleichzeitig wird durch den'Hebel k', welcher auf einer Hülse der Achse V sitzt (Blatt I), der
Gleitstange /', Blatt II, eine Aufwa'rtsbewegung ertheilt; diese Stange wirkt mit ihren vier
Nasen E"' gegen die Herzscheiben J2 J3, Blatt II, der Fahrgeld-Anzeigescheiben und
gegen die Herzscheiben Ji J5 der Zuschlag-,
gebühr-Anzeigescheiben und führt, alle diese Scheiben auf die Nullstellung zurück.
Bei derselben Bewegung der Gleitstange /', Blatt II, wirkt der Hebel F'", Blatt I, durch
die Nase G'" gegen die Herzscheibe J6 und führt die Zehner-Zählscheibe des Fahrpreiszeigers
auf die Nullstellung zurück.
12. Zurückführung . der Vorrichtungen
in die Nullstellung durch gänzliche Oeffnung des Verschlufshebels B".
a) Die Strecken-Control-Vorrichtung. Wenn
der Hebel M", Blatt I, die Auslösung der Schalthebel bewirkt hat und danach seinen
Weg fortsetzt, wirken seine ■ Nasen /'" J'" und K'" gegen die Herzscheiben L'" M'"
und N'", wodurch die Mitnehmerfeder und die Scheiben R"' und -S'" mit den Kilometer-Controlziffern
in die Nullstellung zurückgeführt werden.
b) Die Zeit-Control-Vorrichtung. Wenn der Verschlufshebel seine die Oeffnung bewirkende
Bewegung fortsetzt, so tritt er mit seiner flachen Aussparung 0'", Blatt III, mit
dem Mitnehmerstifi P'" des Hebels Q'" in Berührung, der in Schwingung gesetzt wird
und dabei mit seinen vier Nasen gegen die vier Herzscheiben T'" wirkt, um dieselben in
ihre ursprüngliche Stellung zurückzuführen, wodurch gleichzeitig die Scheiben H3 m g'
und d', Blatt I, auf die Nullstellung wieder eingestellt werden. Die Bewegung hat ferner
zur Folge, dafs der durch den Hebel C", Blatt III, bewegte Hebel«3, Blatt I, die Herzscheibe
k3, Blatt I, und durch diese die Scheibe G3 mit den Zehnerziffern des Fahrpreises
auf die Nullstellung zurückbringt.
13. Ingangsetzung des Zählapparates durch Stellung des Handgriffes auf
» vermiethet«.
Alle Bewegungen, welche im Vorhergehenden bezüglich der Auslösung und Zurückführung
in die Nullstellung beschrieben worden sind, vollziehen sich bei der Bewegung des Handhebels
auf »vermiethet« in entgegengesetztem' Sinne, d. h. zuerst erfolgt die Auslösung der
Herzscheiben und danach fallen alle Schalthebel in ■ die Arbeitsstellung.
14. Anzeige der Stellung des Handhebels für den Fahrgast.
Die Trommel V", Blatt I, welche vom Hebel jj' aus gedreht wird, welch letzterer auf der Achse des Handhebels h' festsitzt, stellt, entsprechend der Stellung dieses Handhebels in einer der Rasten, einen Theil ihres Umfanges mit der die entsprechende Rast angebenden Aufschrift vor einen Ausschnitt des Zifferblattes (Blatt I) und zeigt dem Fahrgast die Stellung des Handhebels an.
Die Trommel V", Blatt I, welche vom Hebel jj' aus gedreht wird, welch letzterer auf der Achse des Handhebels h' festsitzt, stellt, entsprechend der Stellung dieses Handhebels in einer der Rasten, einen Theil ihres Umfanges mit der die entsprechende Rast angebenden Aufschrift vor einen Ausschnitt des Zifferblattes (Blatt I) und zeigt dem Fahrgast die Stellung des Handhebels an.
15. Fahrt »im Schritte«.
Die Wirkung des Mechanismus zum selbstthätigen Wechsel der Zählart wird aufgehoben
durch eine der Zahnstange V", Blatt I, mitgetheilte Bewegung, welche aufserdem die Trommel
U'" dreht, deren mit schräger Fläche versehener Hebel X'" durch seinen Druck auf Y'",
Blatt II, den Niedergang des Hebels Z'" bewirkt; das obere Ende a" des letzteren setzt
den Hebel H', Blatt II, in Schwingung, der über den die selbsttätige Aenderung der Zählart
vermittelnden Hebel/', Blatt II, hinweggeht und der Stange S gestattet, bei jeder Umwälzung
des Wagenrades das Räderwerk der Streckenmessung fortzuschalten, ohne jedoch die Organe zur selbstthätigen Aenderung der
Zählart in Wirkung treten zu lassen.
In diesem Fall ist die grofse, den Wechsel der Zählart bewirkende Feder X, Blatt II, unbeeinflufst
und bewirkt selbstthätig die Zählung nach Zeit. Wenn jedoch aus irgend welchem
Grunde die Fahrgeschwindigkeit 8 km auf die Stunde überschreiten sollte, klinken die Sperrkegel
des Stundenrades F, Blatt II, auf dem Federgehäuse aus und das Fahrgeld wird alsdann
wieder nach Fahrstrecke fortgezählt.
16. Zuschlag im Zählwerk einer Gebühr von 0,40 Mark für Wagenmiethe bei
jeder Wiedereinstellung des Handhebels auf »frei«.
Dieser Ausgleichs-Zuschlag wird bewirkt durch Bewegung des Hebels b", Blatt III,
welcher auf der Achse i" des Handhebels h'
festsitzt; der Hebel b" trifft bei seiner Hebung gegen den Stift c" des Klinkenhebels d", der
am Sperrrade e" von acht Zähnen entlang gleitet und zwei Zähne desselben fafst, um es
nach seiner Bethätigung freizulassen.
Das Sperrrad e" ist fest auf der die Scheibe m
tragenden Achse, welche Scheibe m den Fahrpreis in Bruchtheilen einer Mark anzeigt.
Die Fortschaltung des Fahrgeld-Controlzählwerkes wird also einestheils bewirkt durch
-die selbstthätige Arbeit des Wagens und anderentheils durch jede Bewegung des Handhebels.
Die Controlsumme steigt bei jedem Fahrgastwechsel um zweimal 0,20 Mark infolge der
Einstellung des Handhebels auf »frei«.
17. Nachprüfung durch Schaulinien-Aufzeichnung.
Die graphische Aufzeichnung findet statt auf einer in Zonen getheilten farbigen Papierscheibe,
welche in 24 Felder getheilt ist und Unter-Abtheilungen, je einer halben Stunde
entsprechend, besitzt.
Diese Aufzeichnung giebt an:
ι. die vom Gespann wirklieh zurückgelegte
Wegstrecke, gleichviel ob mit oder ohne Fahrgast, sowie die Fahrgeschwindigkeit bei jedem
Kilometer Fahrt;
2. die Anwesenheil von Fahrgästen im Wagen, die Zeit und die Dauer dieser Anwesenheit;
3. die stattgehabten Stellungen des Handhebels auf »frei«, »Ruhe«, »vermiethet« und
»im Schritte«, sowie die Zeit, wo der Wechsel dieser Hebelstellungen stattgefunden hat und wie
lange jede Stellung des Hebels gedauert hat.
Die Aufzeichnung der Fahrstrecke wird bewirkt, indem der Hebel α8, Blatt III, bei'/"
eine Richard'sche Feder oder einen Schreibstift trägt, und nach einander Bewegungen
mittelst des Excenters g" empfängt, der seinerseits von der Stange S, Blatt II, aus seinen
Antrieb erhält. Das Excenter g" macht bei je 10 km Fahrt eine Umdrehung und läfst dann
die, Hebelnase a " einfallen , welche die Feder
rasch hebt und bei jeden folgenden ι ο km Weges die graphische Aufzeichnung aufnimmt.
Prismen-Aufzeichnung. Die Triebstange./2", Blatt III, mit Rückzugsfeder i" wird vom
Kutschersitz aus gehoben und hebt den mit ihr gelenkig verbundenen Hebel i*, dessen mit
schräger Fläche j" versehene Nase unter den federnden Hebel k" greift und die Feder oder
den Schreibstift der zu beschreibenden Scheibe nähert.
Durch die Stellung des Hebels Z", Blatt III, die durch das Einfallen der Hebelnase m" in
einen der vier Ausschnitte n" der Scheibe K' bestimmt wird, wird ferner eine Feder O" angehoben
und bis zum nächsten Wechsel der Stellung des Handhebels /?' festgehalten; die
vier Ausschnitte n" der Scheibe K' entsprechen den vier Rasten des Handhebels.
18. Uebertragung der Bewegung vom
Wagenrade (Blatt V).
An der. Innenseite des rechten Hinterrades des Wagens ist an der Nabe ein Ring ρ",
Blatt V, Fig. 3, befestigt, der eine Reibrolle q" trägt, welche bei jedem Umlauf des Rades den
eigenartigen Hebel r" anschlägt und ihm eine schwingende Bewegung von 75 ° ertheilt, wodurch
die Feder s" gesperrt wird, die alsdann den Hebel r." wieder zurückbewegt, sobald die
Reibrolle q" an ihm vorbeigegangen ist. Bei dieser Zurückbewegung des Hebels r" wirken
die beiden Klinken t" t'" des Hebels (Fig. 1,
Blatt V) gegen den Vorsprung M2 des Segments
v", Fig. 2, welches entsprechend zurückbewegt wird. Der Vorsprung u" spannt zugleich
eine Feder x", und wenn er von den Klinken t" t'" losgelassen wird, kehrt er in
seine Ruhelage zurück, indem er die G alle'sehe
Kette y" um etwa 30 mm mitzieht. Diese Kette ist am Ende eines schwingenden Hebels^",
Fig. 6, im Kutscherbock befestigt und hebt diesen Hebel bei a'", bis er die Schubstange S
des Zählapparates berührt und sie auch bei jeder Umdrehung des Rades, welche dem
sechzigsten Theil von,200 m entspricht, in den Apparat zurückgleiten läfst. Die Laufrollen
b"' c'" d'" e'" führen die Kette in allen Biegungen ihres Weges zum Apparat. Das
Ende der Kette ist an dem Hebel \" mittelst einer Schraubenfeder befestigt, um . die Verlängerungen
des Wagengestelles auszugleichen. Die Kette geht durch ein Führungsrohr ο3,
'welches vom Apparat bis zum Kasten r'" am Hinterrade unter Einschaltung eines oder
mehrerer Zwischen - Führungskasten (Fig. 4) führt; im Kasten r'" ist das Ende des Führungsrohres mittelst Kugelgelenkes eingesetzt (Fig. 2).
Die Schwankungen, Erschütterungen und Verlängerungen gleichen sich durch die gelenkige
Zusammensetzung des Führungsrohres aus.
19. Schaulinien-Aufzeichnung der Anwesenheit
eines Fahrgastes im Wagen,
Aus Fig. 5, 6 und 7, "Blatt V, ist ohne Weiteres ersichtlich, wie durch einfaches Herabdrücken
eines Hebels unterm Wagensitze h'", durch das Gewicht des Fahrgastes, mittelst
Uebertragungsseiles oder Kette i'"- ein Hebel j'" im Kutscherbock niedergezogen wird und dadurch
das andere Ende k'" des Hebels um etwa 15 mm sich hebt, wodurch die Stange h",
Blatt III, gehoben wird, um, wie bereits beschrieben, die graphische Aufzeichnung zu
vermitteln.
20. Die Anzeige, ob der Wagen frei oder vermiethet ist, wird in den Laternen-
gehäusen sichtbar, indem in einem Metallführungsrohr eine Schraubenfeder gelagert ist,
deren Ende, wenn die Feder eine Drehung empfängt, der Achse der Aufschrifttafel eine
Vierteldrehung. giebt. Das andere Ende der Schraubenfeder erhält diese Drehung durch die
Bewegung des Hebels s'", Blatt III, der die Verlängerung des Handhebels h' bildet.
21. Das tägliche Aufziehen, Regeln und Auswechseln der Schaulinien-Aufzeichnungsscheiben.
Wenn der Handgriff /?' auf »frei« steht, aber nur dann, kann der mit Sicherheitsschlofs
versehene Hebel B" geöffnet werden; derselbe hat verzahnten Eingriff mit dem Verschlufshebel
n3, der die grofse Thür m'" des Apparatkastens
bezw. der Controlvorrichtungen n'." öffnet, wonach die Controlscheiben mit den
graphischen Aufzeichnungen herausgenommen und ausgewechselt werden können, ebenso ist
dann das Aufziehen des Triebwerkes bei o'" und das Stellen der Zeiger bei p'" gestattet.
22. Eine Glockej--^, Blatt III, wird bei jeder
Bewegung des Handhebels h' in der einen oder anderen Richtung angeschlagen, indem die Verlängerung
s'" des Handhebels vier den Rasten entsprechende Zähne hat, die gegen die Zunge
eines Hebels v'" anschlagen und durch diesen die Schubstange x"' bewegen, welche den
Klöppel der Glocke bethätigt.
23. Die Beleuchtung des Zifferblattes des Anzeigeapparates geschieht entweder durch
eine hinter der rechten Wagenlaterne eingesetzte Linse und einen neben dem Apparat entsprechend
angeordneten Reflector, oder durch eine besondere kleine Laterne, wie in Fahrrädern gebräuchlich,
welche auf einem Gelenkarm befestigt und, wenn aufser Gebrauch, an die Seite des
Apparates zurückbewegt werden kann.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:An dem unter Nr. 59780 patentirten Fahrpreis-Anzeiger für Miethfuhrwerke, in welchem das vom Fahrgast zu entrichtende Fahrgeld entweder nach Zeit, oder nach Wegstrecke, oder gleichzeitig nach Zeit und Strecke durch fortlaufende Schaltung von Zifferwerken selbstthätig berechnet und zu jeder Zeit während der Benutzung in einer einzigen Zahl fertig ablesbar angezeigt wird, folgende Abänderungen:a) die Einrichtung zur Fortschaltung der Fahrstrecken-Mefs- oder Anzeige-Vorrichtung und der nach Fahrstrecke fortschreitenden Gebühren-Berechnung durch eine von einer Wagenachse aus in bestimmten Zwischenräumen angezogene Kette, welche eine Schubstange (S) im Zählwerk auf- und niederbewegt, von welcher aus die Fortschaltung der Zählvorrichtungen und Linien-Aufzeichnung erfolgt;b) die Führung der Uebertragungskette vom Wagenrade nach dem Triebhebel des Zählwerkes mittelst in einander verschiebbarer und gelenkig befestigter Röhren;c) die Einrichtung zum selbstthätigen Wechsel der Fahrpreiszählung (von Streckenzählung auf Zeitzählung) bei zu langsamer oder unterbrochener Fahrt, bestehend in dem Hebel G mit Feder q"', Blatt II,. welcher bei regelrechter Fahrt durch die Hubbewegungen des Gelenkstückes H' der Schubstange S und Hebelverbindungen ausgerückt bleibt;d) die Einrichtung zur Schaltung der Fahrpreis-Anzeigescheiben entweder nach Zeit oder nach Fahrstrecke, bestehend aus dem Excenter K, Blatt II, das entweder vom Federgehäuse des Uhrwerkes aus oder von der Triebstange S und Fahrstrecken -Zählvorrichtung aus Drehung empfängt und mittelst des Hebels L die Zifferscheibe der Fahrpreiszählung schaltet;e) die Einrichtung zum Anzeigen' und Zusammenzählen der Zuschlag ■ Gebühren,' bestehend in der vom Kutscher herabzudrückenden Stanger mit Schalthebel ρ;.f) die Verbindung des Handhebels h' mit allen Schaltvorrichtungen derart, dafs durch Stellung des Handhebels auf »frei« alle Schalthebel ausgelöst und die für den Fahrgast sichtbare Fahrstreckenmessung und Fahrpreisanzeige auf Null zurückgeführt wird;g) die Einrichtung zur Zurückführung der Nachprüfungs-Vorrichtungen in die Nullstellung durch den nur bei Stellung des Handhebels h auf »frei« zu öffnenden, mit Sicherheitsverschlufs versehenen Hebel S", welcher die Schalthebel der Nachprüfungs-Vorrichtungen auslöst und letztere in ihre Nullstellung zurückbewegt;h) die Einrichtung zur Anzeige des jeweiligen Standes des Handhebels h' durch die von der Achse dieses Hebels aus gedrehte Trommel V" mit den den Hebelrasten entsprechenden Aufschriften;i) die Einrichtung, dafs bei Fahrt »im Schritte« der selbsttätige Wechsel der Zählart un-. thätig gemacht wird, so lange nicht die . Fahrgeschwindigkeit 8 km in der Stunde übersteigt, in welch letzterem Falle die Sperrklinken des die Zeitzählung vermittelnden Stundenrades ausgelöst werden und Zählung nach Strecke eintritt;k) die Einrichtung zur Schaulmien - Aufzeichnung :α) der , durchfahrenen Wegstrecken, mit oder ohne Fahrgast, und der Fahrgeschwindigkeit zu jeder Zeit;ß) die Anwesenheit von Fahrgästen im Wagen;γ) die Stellungen des Handhebels h' nachZeit und Dauer;
1) die Einrichtung zur Aushängung einer die Aufschrift »vermiethet« oder »frei« tragenden Tafel in den Wagenlaternen durch Drehung einer Schraubenfeder vom Handhebel h' aus;m) die Einrichtung, dafs bei jeder Stellung des Handhebels auf »frei« die Grundtaxe für Wagenmiethe (z. B. 0,40 Mark). der Controlsumme zugezählt wird.Hierzu 6 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE68912C true DE68912C (de) |
Family
ID=342420
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT68912D Expired - Lifetime DE68912C (de) | Abänderungen des unter Nr. 59780 patentirten Fahrpreis-Anzeigers für Miethfuhrwerke |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE68912C (de) |
-
0
- DE DENDAT68912D patent/DE68912C/de not_active Expired - Lifetime
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE252205C (de) | ||
| DE1953764A1 (de) | Schnell zu betaetigende Zeit-Loeschvorrichtung an Parkzeitmessern | |
| DE68912C (de) | Abänderungen des unter Nr. 59780 patentirten Fahrpreis-Anzeigers für Miethfuhrwerke | |
| DE60201352T2 (de) | Ablaufanzeigevorrichtung für uhren | |
| DE64829C (de) | Taxanom | |
| AT28291B (de) | Taxameter-Apparat. | |
| DE278210C (de) | ||
| AT160774B (de) | Wegstrecken-Meßgerät. | |
| EP0016453B1 (de) | Münzzählwerk für einen Selbstverkäufer | |
| DE70721C (de) | Fahrpreisanzeiger für öffentliche Fuhrwerke | |
| DE14764C (de) | Droschken - Kontroiapparat | |
| DE78101C (de) | Fahrpreisanzeiger | |
| DE130575C (de) | ||
| DE74795A (de) | Fahrpreisanzeiger für Miethsfuhrwerke | |
| DE202084C (de) | ||
| DE59780A (de) | Fahrpreis-Anzeigerfür Miethfuhrwerke | |
| DE342666C (de) | Apparat zur Messung der Geschwindigkeit von Lokomotiven | |
| DE188869C (de) | ||
| DE19015C (de) | Wagenuhr | |
| AT46360B (de) | Kombinierter Zeit-Geschwindigkeits- und Kilometerindikator für Fahrzeuge aller Art. | |
| AT82712B (de) | Apparat zum Messen und Registrieren der Geschwindigkeit und anderer Daten von Lokomotiven. | |
| DE12462C (de) | Neuerungen an Apparaten zur Registrirung der Anzahl von Personen, welche ein Fahrzeug oder einen Raum betreten oder verlassen | |
| DE254316C (de) | ||
| AT20178B (de) | Registrierkasse mit Einstellung der Beträge durch Handhebel. | |
| DE394880C (de) | Vorrichtung fuer das selbsttaetige Anmerken der Gewichte von ueber eine Gleiswaage laufenden Eisenbahnwagen |