DE64829C - Taxanom - Google Patents

Taxanom

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DE64829C
DE64829C DENDAT64829D DE64829DC DE64829C DE 64829 C DE64829 C DE 64829C DE NDAT64829 D DENDAT64829 D DE NDAT64829D DE 64829D C DE64829D C DE 64829DC DE 64829 C DE64829 C DE 64829C
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DE
Germany
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drums
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wheel
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DENDAT64829D
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English (en)
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F. N. SANTENARD in Paris, 101 Boulevard Voltaire
Publication of DE64829C publication Critical patent/DE64829C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G07CHECKING-DEVICES
    • G07BTICKET-ISSUING APPARATUS; FARE-REGISTERING APPARATUS; FRANKING APPARATUS
    • G07B13/00Taximeters
    • G07B13/005Taximeters operating mechanically

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 42: Instrumente.
T a χ a η ο m.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Zählwerk für öffentliche Fuhrwerke, wodurch dem Fahrgast angezeigt wird, welche Summe er je nach der Benutzungsdauer oder Weglänge zu zahlen hat. Der Apparat umfafst eine die Weglänge registrirende Üebertragungsvqrrichtung und ein Zählwerk für die Zeit und für den zurückgelegten Weg.
Die (in Fig. 1 bis 3 dargestellte) Uebertragungsvorrichtung ist ein Druckleitwerk und besteht im wesentlichen aus einer durch einen Excenterring der Wagenachse bethätigten und Flüssigkeit enthaltenden Compressionskammer. Letztere ist mittelst eines biegsamen Rohres mit einem Pumpensj^stem des eigentlichen Zählwerkes (Fig. 4 bis 10) verbünden, wodurch dasselbe eine der Weglänge entsprechende Fortdrehung erhält'.
Ein mit dem Zählwerk in Verbindung gebrachtes gewöhnliches Uhrwerk dient zur genauen Zeitangabe und vermittelt gleichzeitig eine Bethätigung der verschiedenen Organe des Zählwerkes. Zu diesen gehört eine Anzeigentrommel B, welche den zu zahlenden Preis angiebt, eine aus ähnlichen Trommeln C C1 gebildete Anzeigevorrichtung für die durchlaufenen Wege, eine Vorfallklappe oder -TafelD, an welcher ersichtlich ist, ob der Wagen «frei«, »bestellt« oder »im Schritt« ist, ferner eine Anzeigewalze E mit daran vorbeibewegtem Schieber zur Angabe des stündlich zurückgelegten Weges nebst den Geschwindigkeitsänderungen und Handhabungen des Kutscherhebels Q, endlich ein System eingetheilter Zifferscheiben FF1 für den Zweck, die Summe der auf den Tag entfallenden Bestellungen entsprechend der von dem Fuhrwerk geleisteten Gesammtarbeit anzugeben.
Diese verschiedenen Organe erhalten Bewegung von dem genannten Uhrwerk A und von dem umlaufenden Rad V des Wagens unter Vermittelung von Flüssigkeit enthaltenden Kolbencylindern, einem Räderwerk, einer Kupplung J J1 und einer Umschaltvorrichtung K in der Weise, dafs bald der Radantrieb, bald der Uhrwerkantrieb in Wirksamkeit tritt.
Auf den Zeichnungen sind:
Fig. i, 2 und 3 eine Oberansicht, Seitenansicht und Vorderansicht der Uebertragungseinrichtung, welche die Wagenradbewegung zur Aufzeichnung des zurückgelegten Weges aufnimmt.
Fig. 4 ist eine äufsere Ansicht des Anzeigewerkes, von dem nur der untere Theil dem Fahrgast sichtbar ist, während der obere allein dem Vermiether zugänglich sein soll.
Fig. 5 ist eine innere Längsansicht desselben bei Einstellung der Organe auf »Bestellt«.
Fig. 6 veranschaulicht einen Theil des Zählwerkes in Vorderansicht bei abgenommener Deckplatte.
Fig. 7 ist ein Querschnitt, der so gewählt ist, dafs die eine Anzeigenwalze in Endansicht erscheint.
Fig. 8 ist ein Grundrifs bezw. ein Horizontalschnitt, wobei die Schnittebene in der Höhe der Achse der Anzeigentrommel angenommen ist und wobei die Stellung der Zählwerktheile der Bezeichnung »Bestellt« entspricht.
Fig. 8 a ist eine Einzelansicht (Seitenansicht) des vom Kutscher einzustellenden Schalthebels Q
und des zugehörigen Kippgesperres beim Sector q1.
Fig. 9 ist eine Ansicht der Rückwand des Zählwerkes bezw. Innenansicht der an der Rückwand angebrachten Vorrichtungstheile.
Fig. io ist ein Aufrifs bezw. Querschnitt in der Ebene des Zahnungsrahmens der Wechselschaltung, welche die Drehung eines Zahnrades in einer Richtung vermittelt.
Die Einrichtung, welche dazu dient, die Raddrehung mittelst Flüssigkeitsdruckes auf das Zählwerk zu übertragen, besteht nach Fig. i, 2 und 3 in folgendem:
An dem Hakenring o1 des einen Rades V, dessen Achse 0 zum Theil mitdargestellt ist, ist ein Anlaufring oder Excenter ν befestigt. Infolge Drehung des Rades V, dessen Durchmesser ein beliebiger sein kann, kommt der Anlauf ν derart zur Wirkung auf den bei v3 (quer) gelagerten Hebel v] bezw. auf dessen Anlaufrolle v~, dafs er gehoben wird und mit einem Bolzen I gegen die Anlagefläche /' einer mit halbkugelförmiger Membrane ausgerüsteten Compressionskammer L drückt, die mit Flüssigkeit gefüllt ist. Durch Formänderung der Membrane der Compressionskammer L wird demnach ein Theil der Flüssigkeit verdrängt, um durch ein nicht ausdehnbares Leitungsrohr η>λ in den Kolbencylinder G beim Zählwerk (Fig. 10) überzutreten. Es findet somit bei jeder Umdrehung des Rades V eine Verdrängung von Flüssigkeit aus der Compressionskammer L und eine entsprechende Verschiebung des Kolbens G statt, der in seine Anfangsstellung jedesmal durch die Spiralfeder G zurückgebracht wird.
Die Folge von Impulsen bezw. von Druckerhöhungen und Erniedrigungen, die der Kolben G aufnimmt, überträgt sich mittelst desselben auf den Luftkolben H, Fig. 5, 8 und 10, und den damitin Bewegungszusammenhang stehenden Luftkolben H1. Weil die Verbindung zwischen Uebertragungsvorrichtung und Zählwerk allein durch das nicht starre Rohr w hergestellt wird, so kann das genannte Zählwerk beliebig über dem Sitz, beispielsweise hinter dem Kutscher, angebracht werden.
Bei jeder Bethätigung der Compressionskammern wird die Kolbenstange g1 einmal gehoben und gesenkt, wobei der fest mit der Stange verbundene Rahmen K mitgenommen wird. In dem Rahmen K, Fig. 10, führt sich ein vermöge der Coulissenführungen k~ schräg beweglicher Rahmen K\ dessen zur Stange g1 parallele Seitentheile k k1 innen angebrachte Zahnungen mit umgekehrter Sperrvorrichtung tragen, so dafs das zwischen beiden angeordnete Sperrrad α beim Heben des Rahmens K von der Zahnung k, beim Senken von der Zahnung k1 erfafst und dabei in derselben Rich
fortgeschaltet wird.
Die erforderliche Seitwärtsbewegung des Zahnungsrahmens wird durch die Einschiebung der Coulisse k'2 eingeleitet, und der Durchmesser des Zahnrades a ist derart bemessen, dafs niemals beide Zahnungen zugleich in Eingriff kommen können, wenn sich der Rahmen K hebt oder senkt.
Das Zahnrad α empfängt mithin von dem in Fahrt begriffenen Wagen eine stets in demselben Sinne fortschreitende Winkeldrehung, sei es, dafs der Wagen vorwärts oder rückwärts fährt. Diese Winkeldrehung hat einen Bestimmungswerth, der mit dem Durchmesser des Wagenrades wechselt; der Bestimmungswerth aber entspricht genau dem von dem Fuhrwerk zurückgelegten Weg.
Das Zahnrad a, Fig. 7, 8 und 10, überträgt seine Bewegung auf die Preisanzeigetrommel B und auf die Trommeln C C1 für die Wegbestimmung mittelst des Räderwerkes α1 α1 ά\ der Schnecke α4 und der Zahnung λ5, die auf dem Rand der Trommel B und C angebracht ist. Mittelst des Zahnrades αΆ an der Welle b wird die Bewegung fortgeleitet zu den Kegelrädern bl b~ b3 b*, welche die Drehung der Schraubenspindel c veranlassen, an der der Schieber e1 fortschreitet (Fig. 5, 7 und 9).
Der Umfang jeder der Trommeln B C und C ist in eine Reihe gleicher Theile getheilt. Die Theilung der Trommel B entspricht dem nach der Zeiteinheit und der Wegeinheit berechneten Preise. Die Theilungen der Trommeln C C beziehen sich auf die Einheiten und Bruchth'eile des durchlaufenen Weges.
Die Trommeln B C und C1 sind auf den Wellen c bezw. c1, die in einer Richtung liegen, hinter einander angeordnet. Die Trommel C sitzt fest an der zugehörigen Welle c\ ebenso wie das Zahnrad d; dagegen ist die Trommel C1 lose auf dieselbe Welle c1 aufgesteckt und empfängt mittelbar Drehung durch das Räderwerk d d1 d'2 d3, so dafs an dieser die Bruchtheile der gewählten Einheit des Weges abgelesen werden können.
Bei dem veranschaulichten Apparat (Fig. 4) mögen die Ziffern der Trommel B Mark und Pfennige, diejenigen der Trommeln C C1 Kilometer und Bruchtheile von Kilometern bezeichnen.
An der Welle c1 ist eine Klauenkupplung JJ1 angeordnet, deren Muffe J1 mit dem lose aufgesteckten Triebrad c2 vereinigt ist. Das Triebrad c1 kann zum Eingriff mit dem Zahnrad A1 des gewöhnlichen Uhrwerkes A kommen, dessen Zeiger an der äufseren Zifferscheibe A-, Fig. 4, 5, 8 und 9, die Stunde angiebt. Ein Hebel Λ2, an den die Stange h1 des Luftkolbens H\ Fig. 5 und 8, angreift, vermittelt (beim Auftreten eines Ueberdruckes hinter dem Kolben) die Ausrückung der Klauenkupplung JJ1, deren Einrückung andererseits die dauernde Spannung der Feder Λ3, Fig. 8, herbeizuführen strebt.
Aus letzterem Grunde hat das Uhrwerk A stets das Bestreben, die Preisanzeigetrommel B mit fortzudrehen. Befindet sich aber der Wagen in der Fahrt, so veranlassen die von der Compressionskammer bezw. Pumpe G, Fig. ι o, ausgehenden Pulsationen die Ausrückung, indem aus der Luftpumpe H Luft nach dem jenem Kolben H' zugehörigen Cylinder, Fig. 5 und 8, durch das Rohr h geprefst wird. Während der so herbeigeführten Ausrücküng ist es mithin nur die Wagenbewegung, welche vermöge der Verbindung mit der Schnecke α4 die Trommeln B C und C1 drehend fortschaltet. Sobald ein Stillstand eintritt, der Kolben G also nicht mehr arbeitet, hört die Wirkung der Luftpumpe H1 auf und der Kupplungsmuff J1 wird durch die Feder /ϊ3 in Eingriff mit dem Kupplungsmuff / gezogen; in diesem Falle ist es das Uhrwerk A, welches die Trommeln B C und C1 zur Anzeige des Fahrpreises während des Wagenstillstandes fortdreht, und zwar in gleicher Richtung wie vorhin, gleich als ob es sich um eine gedachte Weiterfahrt mit bestimmter Geschwindigkeit, beispielsweise von 8 km in der Stunde, handele.
Auf dem Umfang der Trommeln B und C sind Zähne oder Anläufe y, Fig. 5, 7 und 8, angeordnet, welche während der Trommelbewegung gegen eine Klinke m, Fig. 6 und 7, anschlagen. Diese ist an einer Schieberklappe oder Falle m1 befestigt, die sich in der Wand des Apparatkastens derart führt, dafs sie sich vor einer Schauöffnung m2 verschieben kann, so lange der Aufstieg der Klappe m1 dauert. Erreicht dann die Klappe ihre höchste Stellung, so schnappt die Klinke in von dem hebenden Zahn y ab, worauf die Klappe m1 sofort niederfällt und dem Fahrgast eine neue Eintheilung anzeigt. Jede Senkung der Klappen m1 entspricht so einer neuen Preis- und Wegscala.
Die Bewegung des Abfallens der Klappe m1 ist weiterhin Veranlassung 'zur Fortschaltung einer zum Vermerken der Gesammtbeträge dienenden Anzeigevorrichtung, deren Schauöffnungen sich bei X und Y, Fig. 4, im oberen Theil des Kastens befinden und für gewöhnlich verdeckt und nur dem Fuhrwerkvermiether zugänglich sind. Die Uebertragung der Schaltbewegung (Fig. 6 und 7) erfolgt durch eine Hängeschiene f1 mit Anschlag f, auf welchen die Klappe m1 beim Herabfallen trifft; die Hängeschiene f1 greift an einen unter Federwirkung stehenden Schaltarm in Verbindung mit Klinke f'2 an, so dafs durch letztere ein Sperrrad fz sowie die auf der zugehörigen Welle _/4 sitzende Scheibe F schrittweise gedreht wird. Die Scheibe .F hat eine Eintheilung mit zehn Theilungseinheiten, die mit den Ziffern von ο bis 9 bezeichnet sind und einer Fortschaltung um je vier Zähne des Sperrrades f3 entsprechen; hiermit übereinstimmend ist eine Untertheilung in je vier Theile mit Strichen und Punkten durchgeführt, so dafs danach die Bruchtheile der Theilungseinheiten (Mark) zu bestimmen ist. Jede Fortschaltung um einen Zahn entspricht mithin einer zurückgelegten 25-Pfennigtour in dem dargestellten Beispiel. Eine Ablesung der Zehnerbeträge wird ferner an einer als Schieberschiene ausgebildeten Ziffertafel F1 ermöglicht, indem eine an deren Unterseite angebrachte, aus Triebstöcken o1 bestehende Zahnung in Eingriff ist mit einem Zehnerschaltwerk (Einrad) 0, welches sich mit der Scheibe F dreht und bei jeder Umdrehung derselben die Ziffertafel F1 um einen Ziffernabstand verstellt. Die beiden durch die bezüglichen Schauöffnungen X und Y ersichtlichen Zahlen geben mithin die in Zehnern und Einem (und Bruchtheilen) gemessene Gesammtsumme der vom Kutscher vereinnahmten Beträge an (Fig. 4).
Die Trommeln B C tragen beide an ihren Stirnflächen in gleicher Weise einen spiralförmigen Gang x, Fig. 7 und 8, an welcher ein Stift ri1 am Hebel η eine Verschiebung erleidet; dieser Hebel, der bei n1 drehbar ist, bewegt sich mithin so, dafs er sie während der durch Wagenbewegung veranlafsten Fortdrehung der Trommeln mehr und mehr von dem Spiralencentrum entfernt; der Hebel verharrt mit den Trommeln CC1 im Stillstand, wenn das Fuhrwerk anhält.
Wenn der Fahrgast aussteigt und das Fuhrwerk bezahlt, so soll der Kutscher die Anzeigetafel D auf »frei« zurückschieben, indem er den Hebel Q, Fig. 9, umlegt, wodurch, wie nachstehend beschrieben wird, eine Zurückstellung der Trommeln B C und C1 in die Anfangslage erfolgt. Die Einrichtung ist so getroffen, dafs die Trommeln, indem sie sich unter Einwirkung der Wagenbewegung oder des Uhrwerkes fortdrehen, durch Aufwickelung eine Feder Z, Fig. 5, spannen; die Aufzugswelle £ dieser Feder ist mit der Welle c1 der Trommeln C C1 mittelst einer Schnur \λ verbunden.
Das Fuhrwerk kann von einem Fahrgast reservirt oder besetzt gehalten werden, es ist dann »bestellt« oder »im Schritt«, oder es kann »frei« sein. In welchem Bestellverhältnifs das Fuhrwerk angetroffen wird, erkennt man an der Anzeigetafel D, an der in dem dargestellten Falle die Bezeichnung »bestellt« ersichtlich ist. Ohne Rücksicht auf die Gangart des Wagens werden die durchlaufenen Wege durch die mittelst Schnecke α4, Fig. 5 und 7, eingerichtete fortschreitende Verstellung des Schiebers e1 auf der Walze E registrirt, die mittelst der Zahnräder e3 e4, Fig. 5, Drehung von dem Uhrwerk A erhält.
Der Kutscher kann an seinem Zählwerk nach Wunsch die Stellung »frei«, »bestellt«, »im
Schritt« einrichten, und zwar mittelst eines ihm zur Hand liegenden Hebels Q, Fig. 8 und 9.
Die vorliegende Drehachse dieses Hebels ist an der äufseren verticalen Längswand des Zählwerkes gelagert, und die Hebeleinstellungen werden durch die am Sector q' angebrachten Kerben q2 q3 q* bestimmt, in welche die Zahnklinke q6 einschnappen kann (Fig. 8 a).
Die Mittelkerbe q3 entspricht der Stellung »bestellt«, die Kerbe ^2 der Stellung »frei« und die andere Kerbe q"* der Stellung »im Schritt«. Ein durch Schraubeneingriff (bei q6) mit der Drehstange q verbundener Schieber P ist mittelbar durch die Fläche p2 der Träger einer Keil- oder Anlauffläche ρ3 und eines Hakens j?4, welcher zur Eröffnung eines Ventils s unten an dem Luftcylinder H1 dient. Die Anlauffläche p3 wirkt auf eine Schiene u, deren Spitze M1 sich zwischen die Stirnflächen der Wellen c c] drängt, welche den Trommeln B C und C1 zugehören.
Wenn die Einstellung des Fuhrwerkes auf »bestellt« erfolgt ist, wie dargestellt (Fig. 8), so befindet sich der Schieber P bezw. p2 in solcher Lage, dafs der Anlauf p3 nicht gegen die Schiene u stöfst, infolge dessen die Kupplungsmuffen JJ1 aufser Berührung sind; die Bewegung des Wagens veranlafst mithin allein die Fortdrehung der Trommeln -B C und C1. Bei zeitweisem Stillstand des Wagens übernimmt in der früher beschriebenen Weise (unter Vermittelung der nun nicht mehr durch den Kolben H1 in der Wirkung gehinderten Feder Λ3) das Uhrwerk die Fortdrehung bis zu dem Augenblick, wo der Wagen wieder fährt.
Beim Verlassen des Wagens (der dadurch »frei« wird) liest nun der Fahrgast an der Trommel B die Summe ab, die er zu zahlen hat, und an den Trommeln C C1 die Entfernung, welche durchfahren ist. Der Kutscher bethätigt alsdann den Hebel Q, Fig. 8 und 9, um ihn auf »frei« zurückzustellen; hierbei tritt der Schieber p- nach links herüber und vermittelt an dem Anlauf ρΆ eine Einschiebung der Stange u nebst Spitze ic1 zwischen die Wellen C C1, wodurch die Entkupplung bei J J1 (unter Zurückweichen der auf der Welle c "festen Kupplungsmuffe / von der losen /') eingerichtet wird, so dafs die Trommeln B C und C1, die gleichzeitig aufser Eingriff mit der Schnecke α4 kommen, schnell in die Anfangslage unter Einwirkung der Feder Z zurückschnellen. Diese Feder, die in Antriebsverbindung nur mit der Welle c1 steht, wurde gespannt infolge der Fortdrehung der Trommeln B C und C1 einerseits durch die Fahrbewegung, andererseits durch den Uhrantrieb, und zwar infolge der Eingriffsstellung der in den Spiralnuthen X gleitenden Stifte «2, die eine zeitweise zwischen die Trommeln geschaltete Kupplung (Fig. 5 und 8) mit Umgehung der an einander stofsenden Wellen c c1 darstellen. Schraubenfedern C3, welche an den Enden der Wellen c und c1 aufgesteckt sind, dienen zur Zusammenführung der Stirnflächen derselben nach der Spitze «' hin.
Wenn der Fahrgast wünscht, »im Schritt« zu fahren, so legt der Kutscher den Hebel Q aus der Mittelstellung in die der Bezeichnung »im Schritt« entsprechende Stellung bei q*. Die herbeigeführte Rechtsverschiebung des Schiebers P und der Schieberplatte ρ2, mit Haken j?4 bedingt eine Anhebung des Ventils s. Die in den Cylinder bei H1 eingeführte Luft entweicht nun auch, während der Wagen langsam weiterfährt, continuirlich durch jenes Ventil s, und die Kupplung JJ1 wird durch die Feder h3 dauernd eingerückt gehalten.
Soweit übernimmt das Uhrwerk allein die Arbeit der Fortdrehung der Trommel B zur Anzeige des Fahrpreises, trotzdem die durchlaufenen Wege inzwischen an den Trommeln C C1 und der Walze E registrirt werden, und zwar infolge, der Verbindung mit dem Zahnrad a.
Indem der Kutscher durch Verstellung des Hebels Q die Schieberplatte ρ2 bewegt, bewegt er auch den daran befestigten Steller j[ an dem Arm j, der dadurch veranlafst wird, auf der Walze E in einem der mit »frei«, »bestellt«, »unterwegs« bezeichneten Streifen den durchlaufenen Weg aufzuzeichnen, denn die Walze E wird dauernd von dem Uhrwerk unter Vermittelung des Zahnrades e3 gedreht.
Ist der Wagen »frei«, so hat der Hebel den Schieber P und ferner den Hebel r, Fig. 9, nach links mitgenommen, indem letzterer von einem Stift r2 des der Platte p2 zugehörigen Armes S1 erfafst wird. Auf diese Weise erfährt der sonst unter Federwirkung r5 gegen einen Anschlag r4 gehaltene Hebel r mit Klinke r1 eine Schaltbewegung, bei welcher letztere über mehrere Zähne, beispielsweise drei, des Schaltrades R zurückgezogen wird, indem sie dabei über dieselben hinweggleitet.
Wenn alsdann das Fuhrwerk bestellt wird, führt der Kutscher seinen Handhebel Q aus der Aufsenstellung in die Mittelstellung (Horizontalstellung) zurück, wobei die Feder r5 den Hebel r zurückzieht und die die vereinnahmten Summen markirende Scheibe F um drei Zahnabstände (entsprechend in dem dargestellten Beispiel dem Betrage von 75 Pfennigen) fortgeschaltet wird. Die Klinke r1 wird durch die Feder r3 in Eingriff gehalten, und während der Eingriffsbewegung derselben gleitet die Klinke/2, Fig. 6, wirkungslos auf der Zahnung f3, die ebenfalls der Anzeigescheibe F zugehört.
Wünscht der Kutscher »im Schritt« zu fahren, so senkt er den Hebel Q. zum Eingriff der Feder qs mit der Kerbe q* und verstellt damit
den Schieber P und die Schiebplatte p2 nebst dem Arm R1 nach rechts; der freigegebene Hebel r, Fig. 9, kann indessen seine Stellung nicht ändern, denn er liegt mit seinem unteren Ende an dem Anschlagstift r4 an. Eine vom Rad R ausgehende Drehung der Scheibe F, Fig. 6, tritt mithin nicht ein.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Eine für öffentliche Fuhrwerke bestimmte Zählvorrichtung zur combinirten Angabe der Zeit- und Wegtaxe in der Weise, dafs in dem einenFalle diePreisanzeigetrommelf.B] mit den wegmessenden Trommeln (C C1J fortgeschaltet wird, und dafs in dem anderen Falle die genannte Trommel, mit einem Uhrwerk unabhängig gekuppelt, proportional der Zeit fortschreitet, gekennzeichnet durch
    a) die Anordnung der Zähltrommeln (B und CC1) auf zwei in einer Richtung liegenden Wellen (cc1), von denen diejenige der Preisanzeigetrommel (B), durch Verstellung und mittelst einer Kupplung (JJ1) mit der Uhrwerkwelle gekuppelt werden kann, wobei die Kupplung vermöge eines durch Luftdruck bethätigten Kolbens .ausgerückt gehalten wird, so lange der mit einer Luftpumpe verbundene Bewegungsmechanismus infolge der Wagenbewegung in Thätigkeit ist;
    b) die Uebertragung der Radbewegung auf das Zählwerk mittelst eines Druckleitwerkes, bestehend aus der Flüssigkeit enthaltenden und mit einem KoI-bencylinder das Zählwerk communicirenden Compressionskammer, welche vermöge der durch einen Hebel vermittelten Einwirkung eines mit der Radnabe verbundenen Excenters bei jeder Umdrehung einen Impuls aufnimmt, der an einer Umschaltvorrichtung zur fortlaufenden Drehung einer Zählwerkswelle ausgenutzt wird.
  2. 2. An der unter 1. gekennzeichneten Zählvorrichtung für combinirte Zeit- und Wegmessung die Einrichtung von Vorfallklappen oder Schiebtafeln, weche den Fahrpreis und den durchmessenen Weg freilegen, indem Hebelvorsprünge an den Trommeln dieselben bethätigen und die Registrirung veranlassen.
  3. 3. An dem Apparat nach Anspruch 1. eine Vorrichtung zur Umsetzung der durch das Druckleitwerk übertragenen Kehrbewegung in eine Drehbewegung, bestehend in der Combination eines Schaltrades mit einem zwei gegenüberliegende Zahnungen tragenden Rahmen, welcher mit Einpafstheilen in schrägen Coulissen des äufseren hin- und herbewegten Rahmens derart geführt ist, dafs bei jedem Hubwechsel die vorausgehende Verstellung des Zahnungsrahmens die Zahnungen abwechselnd behufs Fortdrehung in einer Richtung mit dem Schaltrad in Eingriff kommen läfst.
    Hierzu 4 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE970739C (de) * 1949-12-09 1958-10-23 Bell Punch Co Ltd Taxameter

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