DE70721C - Fahrpreisanzeiger für öffentliche Fuhrwerke - Google Patents

Fahrpreisanzeiger für öffentliche Fuhrwerke

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DE70721C
DE70721C DENDAT70721D DE70721DC DE70721C DE 70721 C DE70721 C DE 70721C DE NDAT70721 D DENDAT70721 D DE NDAT70721D DE 70721D C DE70721D C DE 70721DC DE 70721 C DE70721 C DE 70721C
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drums
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DENDAT70721D
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H. JONDET in Paris
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    • GPHYSICS
    • G07CHECKING-DEVICES
    • G07BTICKET-ISSUING APPARATUS; FARE-REGISTERING APPARATUS; FRANKING APPARATUS
    • G07B13/00Taximeters
    • G07B13/005Taximeters operating mechanically

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Time Recorders, Dirve Recorders, Access Control (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Stunden - Kilometer - Controlapparat für öffentliche Fuhrwerke, welcher den Bedingungen behördlicher Vorschriften Genüge leistet.
Diese Bedingungen sind folgende: Der Zustand, in welchem das Fuhrwerk sich jeweilig befindet, ist an dem Apparat durch die Worte »Besetzt«, »Frei« oder »Im'Schritt« bezeichnet; letzterer Zustand tritt dann ein, wenn der Fahrgast dem Kutscher Auftrag giebt, langsam zu fahren. Die Geschwindigkeit des Fahrzeuges ist hierbei unter oder ein wenig über 2 km pro Stunde. Jede Inanspruchnahme des Fuhrwerkes seitens des Fahrgastes legt beispielsweise eine Gebühr von 0,50 Mark auf. Die normale Geschwindigkeit wird auf 8 km pro Stunde angenommen und der Preis für die Stunde bei einer Strecke von 8 km auf 2 Mark festgesetzt. Der Preis für eine Strecke von 1 km oder eine Fahrzeit von J1J2 Minuten beträgt dann 0,50 Mark -\- 0,25 Mark = 0,75 Mark, für 2 km oder 1 5 Minuten Fahrzeit ι Mark u. s. w.
Wenn das besetzte Fahrzeug sich in normalem Zustande befindet, d. h. ohne den Auftrag des Fahrgastes »im Schritt« zu fahren, können verschiedene Umstände eintreten. Wenn das »besetzte« Fahrzeug angehalten wird oder sich mit einer Geschwindigkeit unter 2 km pro Stunde bewegt, so markirt der Zähler nach der vergangenen Zeit, indem er 8 km auf die Stunde rechnet. Wenn die Geschwindigkeit 2 km überschreitet, markirt der Zähler nach den durchfahrenen Kilometern.
Der Kutscher markirt, sowie ein Fahrgast in den Wagen steigt,. »Besetzt«. Der Zähler zeigt die zu zahlende Summe von 0,50 Mark an; nach einer durchlaufenen Strecke von 1 km oder 7 Y2 Minuten Fahrzeit zeigt er die Summe von 0,75 Mark an und nach 2 km oder 1 5 Minuten Fahrzeit 1 Mark u. s. w.
Fig. ι der Zeichnung zeigt eine hintere Ansicht des Zählapparates, und zwar die Theile des Mechanismus des Zählers, sowie den Boden des Gehäuses in dem Zustande, wenn das Fahrzeug besetzt ist.
Fig. 2 zeigt eine Ansicht von Theilen, welche hinter den auf dem rechten Theile der Fig. 1 dargestellten sich befinden, und zwar im Schnitt nach Linie 1 - 2, Fig. 5,
Fig. 3 eine Seitenansicht der Stellplatte des Zählers, welche sich zur Linken der Fig. 1 befindet,
Fig. 4 einen . senkrechten Schnitt nach Linie 3-4, Fig. i, und
Fig. 5 einen senkrechten Schnitt nach Linie 5-6 derselben Figur.
Fig. 6 zeigt im Grundrifs einen Theil des auf der rechten Seite des Zählers gelegenen Mechanismus nach Linie 7-8, Fig. 1 und 5, wobei die unten, liegenden Theile entfernt sind,
Fig. 7 einen Grundrifs des oberen Theiles des Zählers mit abgenommenem Gehäuse,
Fig. 8 einen waagrechten Schnitt nach Linie 9-10, Fig. i,
Fig. 9 einen waagrechten Schnitt nach Linie 11-1 2, Fig. i, 3 und 4, und
Fig. 10 in kleinerem Mafsstabe eine Vorderansicht des Zählers in seinem Gehäuse.
Die Fig. 11 bis 19 zeigen Einzelansichten von. Theilen des Mechanismus.
Fig. 20 zeigt die Anbringung des Zählers auf einem Fuhrwerk und die Verbindungsweise
des einen Fahrrades mit dem Mechanismus des Zählers.
Die Fig. 21 bis 28 endlich veranschaulichen diese Verbindungsweise in Einzelansichten.
Das Zählwerk besitzt zwei Federtrommeln A und B, von welchen A die Bewegung auf die Zeiger des Uhrwerkes C, Fig. 5 und 10, mittelst gewöhnlicher Räder überträgt, während die andere Federtrommel dazu bestimmt ist, den Fahrpreis für den Fahrgast vorschreiten zu lassen, und zwar um 0,25 Mark für jedes wirklich zurückgelegte Kilometer oder auch für jedes gedachte Kilometer, welches beim Schrittfahren des Fuhrwerkes zurückgelegt wird, in welchem Falle das Zählwerk entsprechend 8 km pro Stunde voraneilt.
Die Bethätigung der Vorrichtung erfolgt mittelst einer Zugstange D, Fig. i, 3, 4 und 9, welche mit einem dem Kutscher handgerecht liegenden Hebel V, Fig. 20, verbunden ist und an einem Schieber E sitzt, welcher durch seine auf- und abgehende Bewegung die Theile des Zählwerkes bei gewöhnlicher Fahrgeschwindigkeit oder bei .der Fahrt »im Schritt« in die richtige Lage bringt, oder aber das Zählrad anhält, wenn das Fuhrwerk »frei« ist.
Der mit einer Führungsnuth α versehene und mittelst der Bolzen b b in richtiger Lage gehaltene Schieber E hat zwei Ausschnitte c c, deren obere Kanten als Schneiden ausgebildet sind, wie bei Fig. 1 und 14 ersichtlich, die zum Ein- und Ausrücken der Trommeln G und H dienen, welche die Anzahl der zurückgelegten Kilometer und die Summe des Fahrgeldes durch die hiernach beschriebenen Mittel angeben. Der Schieber E gleitet an einer festen Platte F, welche die Achsen der Trommeln G G1 G2 trägt, die die durchfahrenen Kilometer anzeigen und die Achsen der Trommeln HH1H'2 zur Angabe der vom Fahrgast zu entrichtenden Gebühr.
Die Trommel B trägt eine Verzahnung, welche in Rad c6 eingreift, das bei seiner Drehung das auf der Achse des Rades g sitzende Rad c1 mitnimmt (Fig. 2 und punktirt in Fig. 1). Wenn das Fuhrwerk »frei« ist, wird Schieber E heruntergezogen; der Einschnitt e desselben zieht hierbei die Verlängerung des Hebels J herunter (Fig. 1,2 und 5) und der Schnabel d dieses Hebels hält den am Rad g sitzenden Stift f und somit das Rad g und die Trommel B an. Das Rad g überträgt auf eine senkrechte Welle K mit zwei Schnecken h und i, welche an der Seite des Zählwerkes gelagert ist, Drehung.
Die untere Schnecke h treibt ein Zahnrad j (in Fig. 11 und 12 in Einzelansicht gezeigt), welches lose auf der Welle k sitzt und mittelst eines laufenden Gesperres mit zwei Klinken m, welche mit einem auf der Welle k befestigten Sperrrad η in Eingriff stehen, die Welle k treibt.
Diese Art der Aufbringung des Rades j auf seine Welle k und die Anordnung des laufenden Gesperres verhindert die Drehung der Welle während der Zurückbewegung des Fuhrwerkes.
Die auf der Welle befestigte Scheibe / ist an ihren beiden Seiten mit vier Stiften 0 versehen, von denen jeder einem Viertel eines zurückgelegten Kilometers entspricht.
Diese Stifte wirken auf das Ende ρ des Hebels L, Fig. 1 und 8, ein, welcher bei q drehbar gelagert ist und sich gegen einen Stift r eines bei sy drehbar gelagerten Hebels M legt, welcher bei t mit einem auf der Platte F geführten Schieber u in Verbindung steht. Mittelst eines gegen eine Feder drückenden Bolzens h1 am Hebel L wird eine stofsfreie Drehung des Rades / bewirkt. Indem die Drehung von / nach Pfeilrichtung stattfindet, schiebt der Stift 0 den Bolzen h1 zurück, um ihn gleich darauf wieder zu verlassen.
Jede Bewegung des Hebels M bewirkt ein Herunterziehen des Schiebers u, wobei die Sperrung ν des letzteren (Fig. 4) die auf den Zähltrommeln G sitzenden Stifte e3 freigiebt und gleichzeitig eine Klinke χ einem Stift e3 ausweicht. Sobald der Stift 0 der Scheibe / bei der Drehung des Hebels L dessen Ende ρ verlassen hat, wird der Schieber u durch eine Federy in die Höhe gezogen, was zur Folge hat, dafs die Schaltklinke χ einen der Stifte e3 der Trommel G erfafst und ihn eine Achteldrehung machen läfst, wodurch am Schauloch G\ Fig. 10, eine zurückgelegte Strecke von Y4 km angezeigt wird.
Um zu verhindern, dafs beim Hochgang des Schiebers E und bei der Anzeige »Besetzt« die Klinke die Stifte es der Trommeln G mitnimmt, ist Schieber E, Fig. 3, mit einem Stiftj1 versehen, welcher beim Hochgang auf den gelenkigen Finger β eines Winkelhebels trifft, der auf einen Zapfen α der Klinke χ einwirkt.
Die Schnecke i der Welle K bethätigt die ■Trommeln Λ H2 zur Angabe des Fahrpreises; dieselbe steht in Eingriff mit einem Rad 1, dessen Achse ein Trieb α12 trägt, welches in die Zähne des Rades b1 greift. Letzteres überträgt die Bewegung auf ein Trieb b2 mittelst der auf die Achse bh des Uhrwerkes lose aufgesetzten Zwischenräder b3 und i>4. Die Räder bs und b* sind durch ein laufendes Gesperre unter einander verbunden, wie mit Bezug auf Fig. 11 und 12 beschrieben, d. h. durch ein Sperrrad η und zwei Klinken m, wodurch der Rückwärtsgang des Fuhrwerkes ohne Schaden statthaft ist.
Auf der Achse des Triebes b'2 befindet sich eine Scheibe gs mit vier Stiften c1, welche einem Fahrpreis von 0,25 Mark für 1 km entsprechen. Diese Scheibe trägt am Umfang eine Verzahnung, in welche eine Sperrfeder g·4
sich einlegt. Die Stifte c1 legen sich bei der Drehung der Scheibe gegen einen Winkelhebel be, Fig. i, 5 und 6, der bei b7 drehbar gelagert ist und dessen eines Ende einen Finger bs trägt, welcher die Drehung des Winkelhebels begrenzt und in einer in der Platte vorgesehenen Nuth geführt wird.
Wenn ein Stift c1 auf den Hebel b6 trifft, hebt dieser einen zweiten Hebel b10 mit zwei Fingern c2 und cs. Von diesen war der erstere c2 mit einer Einkerbung c4 der Scheibe g in Eingriff (Fig. 2 und punktirt in Fig. 1) und hielt somit die Trommel G an, während der zweite Finger c3 den Stift b9 eines mit dem Windfang d1 verbundenen Rades b11 anhielt. Wenn auf diese Weise der Hebel b10 gehoben ist, werden g und bn frei, die Federtrommel B dreht sich und überträgt ihre Bewegung mittelst der zwischengeschalteten Triebe c6 c7 c8 c9c10 und c11 auf eine Welle c5. Die Drehbewegung dieser Triebe wird durch den Windfang dl geregelt, welcher durch Räder und Triebe d'2 b11 d3 <i4 und d5 angetrieben wird.
Wenn der Stift c1, der die Auslösung bewirkt hat, auf den Winkelhebel b6 nicht mehr wirkt, tritt der Finger c2 von b10 in die Einkerbung c4 des Rades g ein, bewirkt gleichzeitig das Anhalten des Stiftes δ9 des Rades b11 mittelst des Fingers c8, wobei die Federtrommel B aufhört, sich zu drehen.
Bei jeder Auslösung macht die Scheibe g eine Umdrehung. Letztere ist fest mit dem Kegelrad cw, Fig. 1 und 5, verbunden, welch letzteres mit dem Kegelrad cu gleichen Durchmessers der Welle c5 in Eingriff steht. Die Welle c5 macht also bei jeder Auslösung eine Umdrehung, welche einem Fahrpreis von 0,25 Mark auf der Trommel H entspricht. Die Trommel B überträgt demnach die Bewegung auf die Welle c5. Diese Welle trägt ein Zahnrad d-6, welches mit einem Zahnrad d1 in Eingriff steht,- auf dessen Welle eine Daumenscheibe d8 zum Heben eines von Federn niedergezogenen Schiebers d9, Fig. 1 und 4, mittelst des Röllchens d l0 angeordnet ist. Sobald die Daumenscheibe eine vollständige Drehung gemacht hat, wird Schieber <i9 durch Federn dn niedergezogen. Beim Hochgang des Schiebers findet eine Drehung der Trommel H durch die Klinke e1 nicht statt, dagegen beim Niedergang legt sich ■ die durch eine Feder e2 beeinflufste Schaltklinke e1 an einen der Stifte e3 an und veranlafst eine Achtelumdrehung der Trommel H, einem Fahrpreis von 0,25 Mark entsprechend. Die Aufwärtsbewegung des Schiebers d9 bringt die Stifte e3 aufser Berührung mit der ihre Drehung verhindernden Sperrung e4.
Die Anzeigetrommeln GG1G'2 sind in der in Fig. 13, 14, 15. und 16 in Einzelansichten veranschaulichten Weise construirf. Fig. 13 zeigt eine linke Endansicht der Trommel G, Fig. 14 einen Längsschnitt, Fig. 15 eine Seitenansicht der Trommeln G und G1 von rechts und Fig. 16 eine Seitenansicht von links gesehen. Diese Trommeln sind unabhängig von einander und können sich auf ihrer Achse ea frei drehen. Die Einertrommel G hat acht Eintheilungen (o, 0,25 Mark, 0,50 Mark, 0,75 Mark,.. o, 0,25 Mark, 0,50 Mark, 0,75 Mark) und trägt ein ebenfalls mit acht Zähnen versehenes Rad/1, dessen jeder Zahn mit einem Stift e3 versehen ist. Zwischen dem Sternrad/1 und der Trommel G liegt ein Herzstück aus gehärtetem Stahl und an der gegenüberliegenden Seite des Herzstückes / ist ein unter Federdruck stehender Daumen/3 angelenkt, welcher bei jeder halben Umdrehung der Einertrommel die Zehnertrommel um eine Eintheilung dreht. Zu diesem Zwecke ist die Welle e6 zwischen den Trommeln G und G1 mit zwei Stiften /4 versehen, welche mittelst des Daumens /3 die Zehnertrommel drehen. Zwischen der Zehnertrommel G1 und der Hundertertrommel G3 befindet sich nur ein Stift/4, welcher die Hundertertrommel bei jeder Umdrehung der Zehnertrommel dreht.
Die Trommeln HH1 und H^ sind mit einander in derselben Weise wie die Trommeln G G1 G2 verbunden. ' Die Schnecke i greift in gleicher Weise in Rad g1, Fig. 1 und 2, ein, um das Zählwerk für die wirklich durchfahrenen Kilometer zu bethätigen. Das Rad gl trägt zu diesem Zwecke einen Stift α1, Fig. 2, welcher einen Winkelhebel g·2 schwingen läfst, dessen einer Schenkel sich beständig gegen einen Hebel α2 stützt, der an einem Ende mit einer federnden Nase α3 versehen ist. Sobald der Hebel g2 schwingt, dreht sich der Hebel a2, und dessen Nase a3 bewegt die Eiherscheibe α6 durch Druck auf einen der Stifte a5 um ein Mafs entsprechend der Gesammtanzahl der an einem Tage zurückgelegten Kilometer, worauf eine Feder ^ die Hebel g2 und a1 wieder in ihre Ruhelage zurückführt.
Dieser in Fig. 2 und 7 gezeigte Tourenzähler besteht aus zwei mit den Nummern ο bis 9 versehenen und auf der Achse der Scheibe a6 befestigten- Scheiben an. Die Achse trägt aufserdem .ein mit einem Stift a9 versehenes Sternrad as, welches die Zehnerscheibe um eine Eintheilung bei jeder Umdrehung der Einerscheibe dreht.. Die Sternräder as werden in ihrer Lage mittelst Sperrklinken aw gehalten. Jeden Morgen stellt man diese Scheiben dadurch auf Null, dafs man mittelst Hand die auf den Enden der Achsen sitzenden Knöpfe a11 dreht.
Bei jedem Hochgang des Schiebers d9 werden durch einen Fahrpreiszähler die von den Trommeln H ff1 H^ des Zählwerkes angegebenen Summen zusammengefafst. Der Schieber
trägt zu diesem Zwecke einen federnden Finger/5, Fig. ι und 4, welcher gleichzeitig mit der Einertrommel H den Fahrpreiszä'hler um eine Eintheilung vorschiebt. Es kommt hierbei der Finger /5 in Eingriff mit einem der acht Zapfen c15 des Sternrades e6x, welches auf die Achse der Trommel / für die Pfennigeintheilung aufgesetzt ist. Aufserdem trägt die Achse der Trommel / eine mit acht Stiften c16 besetzte Scheibe, die mit den drei federnden Fingern s1 in Berührung kommen, von welch letzteren jeder einen Betrag von 0,75 Mark in der Schauöffnung des Fahrpreiszählers bei jeder Neubesetzung des Fuhrwerkes verzeichnet.
Das Sternrad e6x der Trommel 7 bethätigt die Trommel/1 mittelst zweier Stifte/3, welche mit je einem Zahn des auf der Achse der Einertrömmel J1 befestigten Sternrades e6x in Berührung kommen und die Trommel I1 bei jeder halben Umdrehung der Trommel I um eine Eintheilung vorschieben. Die Trommel / ist ebenso wie die Trommel H mit den Bezeichnungen 0, 0,25 Mark, 0,50 Mark, 0,75 Mark, o, 0,25 Mark, 0,50 Mark, 0,75 Mark versehen. Das Sternrad der Einertrommel bethätigt das Sternrad der Zehnertrommel mittelst eines Stiftes /4, wobei die Zehnertrommel bei jeder Umdrehung der Einertrömmel jedesmal um eine Eintheilung weitergerückt wird.
Die drei Trommeln IPF2 werden in ihren betreffenden Stellungen durch ein zwischen zwei Zähnen von e6x eingreifendes, federbeeinflufstes Sperrstück o3 gehalten.
Wenn das Fuhrwerk »besetzt« ist und die Geschwindigkeit desselben weniger als 2 km pro Stunde beträgt, zählt das Zählwerk in derselben Weise, als wenn das Fuhrwerk mit 8 km Geschwindigkeit fahren würde, weil die Trommel A des Uhrwerks den Trieb b3 zum Auslösen der Trommel B bethätigt. In diesem Falle werden die Räder b3 und £4, Fig. 1, 5 und 6, durch eine Kupplung /7 gekuppelt, wodurch augenblicklich die Bewegung übertragen wird. ' Ueberschreitet die Geschwindigkeit des Fuhrwerks 2 km pro Stunde, so wird durch die Bewegung eines der Räder des Fuhrwerkes die Auslösung der Trommel B zur passenden Zeit bewerkstelligt. In diesem Falle wird das Uhrwerk durch folgenden Mechanismus ausgerückt. Die Achse K, Fig. 1, 2 und 6, trägt an ihrem oberen Ende eine Scheibe g·5 mit fünf Stiften, welch letztere gegen einen Gelenkhaken gw stofsen zwecks Ausrückung einer Kupplung/7 vermittelst des bei hl gelenkigen Zwischenhebels h'2 h5, sobald die Fahrgeschwindigkeit 2 km pro Stunde überschreitet. Die Räder b3 £4 werden dann durch das vom Kilometerrad ^ getriebene Rad bl gedreht. Bei normaler Bewegung des Fahrzeuges wird die Kupplung/7 mittelst einer Feder h6 in ihrer Lage gehalten. Uebersteigt die Geschwindigkeit 2 km, dann haben die Stifte des Rades gs nicht Zeit, den Haken gm zurückzustoisen, welcher sehr häufig durch den Hebel g11 angehoben wird, der sich gegen die Stangen g12 des Hakens g10 legt. Dieser Hebel g11 ist bei g13 drehbar und wird alle 30 Secunden durch Stifte g6 angehoben, die auf einem mit dem Uhrwerk verbundenen Rad sitzen, wobei er den Haken gw von den Stiften des Rades g5 abhebt.
Wenn das Fuhrwerk »frei« ist, wird der Hebel gu mittelst eines Stiftes g7 angehoben, der sich, wie aus Fig. 17 zu ersehen, auf einem an der Vorderplatte des Zählwerkes beweglichen Schieber /5 befindet und den Haken g10 aufser Eingriff mit den Stiften des Rades g& bringt. Ist das Fuhrwerk hingegen »besetzt«, so legt sich Haken g 10 durch sein Eigengewicht auf den Stift g7 und kommt so in Eingriff mit den Stiften des Rades g·5. Soll das Fuhrwerk »im Schritt« fahren, so mufs das Zählwerk angeben, dafs die Geschwindigkeit des Fuhrwerkes entweder kleiner, gleich oder gröfser ist als 2 km. In diesem Falle wird der Stift g7 von dem Kutscher gesenkt und ein Sector gs gehoben, der den Haken gw aufser Bereich mit dem Rad g5 bringt.
Wenn der Kutscher den Hebel für »Schrittfahrt« gehandhabt hat,' so mufs er das Kilometerrad ^ nothwendig aufser Betrieb setzen, damit dieses nicht angiebt, dafs die Geschwindigkeit 2 km oder ein wenig mehr ist, trotzdem das Fahrzeug Schritt fährt. Zu diesem Zweck senkt der Hebel i3x, Fig. 1, 2 und 7, den Schieber Z5, Fig. 17, welcher die Bezeichnungen »Frei«, »Besetzt« Und »Im Schritt« trägt und eine schiefe Ebene /10, wodurch die Achse ^10 des Kilometerrades ^ zurückgestofsen wird, so dafs es aufser Eingriff mit der Schnecke i kommt und nun das Uhrwerk die Trommeln H zum Anzeigen des Fahrpreises bethätigt. ■ Die Trommeln G geben, wie gewöhnlich, die Anzahl der zurückgelegten Kilometer an. Das Rad \ wird in seine Stellungen »Besetzt« und »Frei« bei Eingriff mit der Schnecke durch eine Feder \y3 geführt, welche auf das Ende der Achse ^10 drückt.
Wie aus Obigem zu ersehen, markirt der Zähler während der Fahrt »im Schritt« ebenso wie während des Wartens eine zu zahlende Summe entsprechend einer Geschwindigkeit von 8 km pro Stunde, während er bei einer langsamen Gangart, die 2 km pro Stunde überschreitet, eine der wirklich durchfahrenen Strecke entsprechende Summe angeben wird.
Zur Controle der Thätigkeit des Kutschers dient, wie aus Fig. 18 zu erkennen, ein Papierstreifen, welcher ,auf eine Trommel i3, Fig. 5, aufgerollt ist. Die Trommel i3 wird durch Reibung von der Uhrwerkwelle bs getrieben und durch einen Riegel il festgehalten. Als
Controlmittel dienen zwei Kupferstifte ζ'8 und z'9 und die Spitze k'2, welche auf zwei verschiebbaren Schlitten A:4 und y1, Fig. ι, 5 und 7, befestigt sind, die von einem Träger A"11 getragen werden. Die Wirkung dieser beiden Schlitten wird weiter unten beschrieben.
Der auf dem Schlitten A:4 sitzende Stift i tritt in Thätigkeit, wenn das Fuhrwerk in Benutzung ist. Zu diesem Zweck ist die Platte x1 auf zwei Führüngsstifte x2 aufgesetzt und wird von einer Zunge x3 eines Hebels x6, der mit einer unterhalb des Fuhrwerkssitzes angebrachten Kette verbunden ist, niedergezogen, wenn Jemand sich auf den Sitz setzt. Die Kette ist in der Zeichnung nicht dargestellt. Um den Zug derselben elastisch zu machen, wird dieselbe zweckmäfsig mit einer Feder χ 5 des Hebels x6 verbunden.
Die Spitze A:2 soll den Papierstreifen bei jedem durchfahrenen Kilometer durchlochen und wird deswegen mittelst des Hebels A:9 niedergestofsen. Der letztere wird durch einen auf dem Hebel a2 sitzenden Stift k 8 bethätigt und der Hebel a2 wiederum durch das Kilometerrad \ unter Vermittelung eines anderen Hebels g2, wie schon beschrieben.
Die Spitze A:2, welche ebenso nach jedem durchfahrenen Kilometer gesenkt wird, steht in Verbindung mit den unterhalb der Traverse x7 angeordneten Federn xi.
Der Schlitten y1 kann sich auf dem Schlitten A:4 verschieben und trägt den Stift z'8, welcher drei verschiedene Stellungen auf deni Papierstreifen einnehmen kann, nach Mafsgabe des Ganges des Zählwerkes, zu welchem Zweck sich auf dem hinteren Ende des Schlittens y1 ein Ansatzj^2 befindet, gegen dessen gekrümmte Fläche sich eine Nase y3 legt, welche durch Stange x8 am Hebel z'3x bethätigt wird (Fig. 1,
5 und 7)· .
In Fig. 5 befindet sich der Stift z'8 in einer Stellung, welche dem »besetzten« Zustand des Fuhrwerkes entspricht. Ist das Fuhrwerk »frei«, dann befindet er sich in der Nähe der Spitze k2 und bei der Fahrt »im Schritt« steht er in der Nähe des anderen Stiftes z'9. Diese drei Stellungen des Stiftes z8 werden ihm durch die Nasej'3 gegeben, welche den Schlitten yl mehr oder weniger gemäfs der von dem Bethätigungshebel des Zählwerks eingenommenen Stellung vorschiebt. Der Ansatz^2 wird hierbei durch eine Feder y* in ständiger Berührung mit der Nase y3 gehalten.
Die Controlrolle z'3 ist mit zwei Nuthen A:1 für den Stift A:2 versehen, welcher die Fahrzeuggeschwindigkeit in jedem Moment zu controliren gestattet. Beim Einsetzen der Trommel des Controlbandes in den Apparat stellt man den Stift z'8 auf die Stunde der Abfahrt des Fuhrwerkes ein, angenommen z. B. auf 5 Uhr Morgens. Das Band empfängt dann auf derselben Seite alle Aufzeichnungen bis 4 Uhr 59 Minuten Abends. Während dieser Zeit nehmen die Schlitten A:4 und y1 mit den Stiften is z9 und A:2 die in Fig. 5 gezeichnete Lage ein und eine von dem Schlitten A:4 getragene Stange k5 führt sich an dem seitlichen Flantsch der rotirenden Trommel i3. Sobald man bei 4 Uhr 59 Minuten angelangt ist, kommt die Stange ks in .die Nähe einer im Flantsch der Trommel befindlichen Einkerbung A:6, Fig. 5 und 19, und da sie nunmehr in ihrem Vorwärtsgang nicht gehindert ist, giebt sie dem Zuge einer Feder kn nach, welche den Schlitten ki mit dem Schlitten y1 verschiebt; die Stifte z'8 und z'9, sowie die Spitze A:2 nehmen dann die zweite Stellung auf dem in Fig. 18 gezeigten Controlband ein.
Die Gesammtanzahl der wirklich mit dem Fuhrwerk zurückgelegten Kilometer wird an den Oeffnungen P angezeigt, welche durch einen Deckschieber Z1, der in den Führungsleisten Γ2 gleitet, verdeckt sind. Der Schieber bedeckt auch die Schauöffhungen / zur Angabe des Fahrpreises. Durch Einsetzen eines Schlüssels in ein an der Seite des Zählwerkes vorgesehenes Schlofs d, Fig. 20, welcher sich gegen das Ende eines Hebels j4, Fig. 10, legt, kann man den Schieber, der die Schau-Öffnungen I3 und P verdeckte, entfernen.
Aufserdem bethätigt noch der Hebel z3* durch sein äufseres Ende z'5 die Metallplatte Z6, auf welcher die Worte »Frei«, »Besetzt«, »Im Schritt« verzeichnet sind, welche am Schauloch R vom Innern des Fahrzeuges her sichtbar werden (Fig. 10).
. Die Achsen e6 der Trommeln GG1C2 und HH1 H2 sind verschiebbar in den Platten F und S, Fig. 1 und 14, gelagert und werden gegen die Aufsenseite des Zählwerkes durch Federn m5 gehalten, welche letzteren im »besetzten« Zustande des Fuhrwerkes einen Eingriff der Achsenenden mit den Einkerbungen c des Schiebers E vermitteln, wodurch wiederum die Sternräder fA mit den Daumen f3 in Eingriff kommen.
Wenn der Kutscher das Zählwerk auf »Frei« zurückbringt, senkt sich der Schieber E und die Achsen e6 der Trommeln G und H kommen aufser Eingriff mit den Einkerbungen c und werden nach der Innenseite des Zählers zurückgezogen, wodurch die Daumen/3 aufser Berührung mit den Rädern fi kommen. Nach dem Zurückzug der Achsen e6 kommt der Schieber E bei seiner Senkung mittelst der Stifte o1 gegen die Rechen o2, Fig. 4, zu liegen, die sich gegen die mit den Trommeln fest verbundenen Stahlherzstücke f2, Fig. 4, 13 und 16, stützen und diese auf ihren Abfahrtsanzeigepunkt zurückzugehen nöthigen, d. h. auf den Nullpunkt der Kilometertrommeln G. und
auf den Einheitspunkt 0,75 Mark der Fahrpreisanzeigetrommeln H.
Der obere Stift o1 legt sich auf einen drehbaren Arm s2, dessen eines Ende sich gegen die Klinke e1 legt und die Stifte e3 der Scheiben H freigiebt (Fig. 4). Kurz vor Bethätigung der Herzstücke f2 durch die Rechen hat der Schieber E durch seinen Vorsprung o5 den Schlitten u durch Mitnehmen der Achse e6 zurückgestöfsen und durch diese Bewegung die Zapfen e3 der Scheibe G aus dem Bereich der Klinke χ gebracht.
Wenn der Kutscher das Zählwerk auf »Frei« zurückstellt, kommt beim Niedergang des Schiebers E die Nase d des Hebels J, Fig. 1 und 5, vor den Stift f zu liegen, wodurch das Uhrwerk gehemmt wird. Gleichzeitig kommen zwei Hebel p1 und ql zur Wirkung, welche den Bruchtheil eines angefangenen Kilometers annulieren, den der nachfolgende Fahrgast nicht zu bezahlen braucht, da er vom vorgehenden bereits bezahlt wurde.
Der bei p3 drehbar gelagerte Hebel ρ 1^ Fig. 1, dessen eines Ende einen mit einer Nuth des Hebels p5 in Eingriff stehenden Zapfen pi trägt, ragt mit seinem anderen Ende durch ein Loch p2 des Schiebers E. Der Hebel ps ist bei p6 drehbar und steht mit einem hakenförmigen Hebel p1 in Verbindung, der bei seiner Abwärtsbewegung durch einen auf der Platte befestigten Zapfen p9 geführt wird. Bei der Abwärtsbewegung des Hebels ρ"' gleitet dessen Haken auf einem der Stifte c1 des Rades b'2; beim Einstellen des Vermerks »Besetzt« nimmt der Haken p10 den Stift mit, das Rad b"1 dreht sich und der Hebel b6 gelangt in seine Ausgangsstellung zurück.
Der zweite Hebel q1 wird gleichfalls von dem Schieber E an seinem Ende ^2 bethätigt; er ist bei ^3 drehbar und trägt eine kleine Lenkstange q*, die auf einen Hebel ^5 einwirkt. An letzteren ist ein hakenförmiger Hebel q6 angelenkt, welcher ebenso wie der Hebel ρΊ wirkt. Das andere Ende q1 des Hebels ^1 hebt den Hebel L, der mit seinem Ende ρ die Stifte 0 der Schneide / freigiebt (Fig. ι und 2).
Bei jeder Handhabung des Bethätigungshebels wirkt der Schieber auf einen Gelenkarm r1 ein, dessen Zähne r2 einen Arm r3 mit einem Hammer r4 bewegen, der gegen eine Glocke r5 schlägt.
Aufserdem bethätigt ein auf dem Rad d1 befestigter Stift r6 einen Hammer r8, welcher jedesmal, wenn das Zählwerk 0,25 Mark anzeigt, einen Schlag gegen die Glocke ausführt.
Der zum Auf- und Abbewegen des Schiebers E dienende Hebel D steht mit der Anzeigeplatte T mit den Bezeichnungen »Frei«, »Besetzt« und »Im Schritt« in Verbindung und wird durch den vom Kutscher zu handhabenden Haupthebel in die erforderliche Lage gebracht.
Die Verbindung des Zählwerkes und seiner Getriebetheile mit einem Fuhrwerk ist in Fig. 20 dargestellt. Der über einem Stellbogen i3 bewegliche Haupthebel V. ist gekrümmt und bei i1 drehbar gelagert, wo er mit einem Gelenkstück verbunden ist, welches den Hebel D und · die Platte Γ bethätigt (Fig. 1 und 20). Der Stellbogen i3 ist mit drei Kerben t*tste versehen, welche den drei Stellungen »Frei«, »Besetzt« und »Im Schritt« des Hebels V entsprechen, wobei der letztere in seiner jeweiligen Stellung durch eine Feder t1 gehalten wird.
Auf der Nabe eines der Hinterräder des Fuhrwerkes ist eine Schnecke m1, Fig. 20 und 21, befestigt, welche die Bewegung mittelst eines Schneckenrades u3 auf eine Welle κ2 überträgt. Das Schneckenrad ist in einem in Fig. 22 gezeigten, an der Fahrradachse angebrachten beweglichen Lager m4 gelagert. Um die freie Bewegung der Wagenfedern zu gestatten, ist die Welle u'2 in der Nabe des Rades M3, Fig. 23, nach der Längsrichtung verschiebbar und mit Nuth und Federeingriff versehen. Das andere Ende der Welle M2 ist durch ein Universalgelenk w5 mit Welle u6 verbunden, wie in Fig. 24 und 25 in gröfserem Mafsstabe dargestellt ist. Diese zweite Welle, welche, bei u1 gelagert ist, steht in gleicher Verbindung mit einer dritten Welle w9 durch ein Gelenk us und ein weiteres Gelenk stellt die Verbindung mit der Zählwerkachse K her.
Die Wellen «6 und M10 können auch durch an ihren Enden sitzende Kegelräder v1 va, Fig. 26, in Antriebsverbindung gesetzt werden oder sie können mit Universalgelenken (Fig. 27 und 28) versehen werden, welche einfach aus in einander greifenden Ringen bestehen.
. Die Wirkungsweise des Apparates ist folgende:
Wenn sich das Fuhrwerk »leer« nach einer Station begiebt, so ist der Schieber E nach unten gegangen. Diejenigen Theile, welche die Scheiben zur Anzeige der zu zahlenden Summen, sowie der Anzahl der durchfahrenen Kilometer bewegen, sind unthä'tig und nur das Uhrwerk C und das von Schnecke i gedrehte Rad gl. welches die Summe der während des Tages (gleichviel, ob »frei« oder »besetzt«) wirklich durchfahrenen Kilometer angiebt, sind in Thätigkeit. Wird das Fuhrwerk angehalten, so werden alle Theile des Zählwerkes angehalten und nur das Uhrwerk bewegt sich noch.
Steigt ein Fahrgast ein, so stellt der Kutscher den Hebel V, Fig. 20, auf »besetzt« ein. Dies hat zur Folge, dafs der zu zahlende Betrag (0,75 Mark) an der Schauöffnung zum Vorschein kommt und der Schieber E hochgeht, welcher die Theile des Zählwerkes in Antriebsstellung bringt, den Hebel J hebt, der die Trommel B
und die beiden Hebel ^1 und ^1 anhielt, welche den Bruchtheil der vom voraufgegangenen Fahrgast angefangenen Kilometer annulliren. Hat sich der Fahrgast im Wagen gesetzt, so wird der Stift z'9 gegen den auf Rolle is aufgerollten, zur Controle dienenden Papierstreifen hinbewegt, während der zweite Stift i9 auf dem Streifen »besetzt« anzeigt.
Es betrage nun beispielsweise die Geschwindigkeit des Fuhrwerkes 6 km pro Stunde. Die Trommel B, welche die Trommeln H zur Anzeige des Fahrpreises bethätigt, ist durch das Kilometerrad \ ausgerückt. Steigt nach Verlauf einer Stunde der Fahrgast aus, so zeigt das Zählwerk demselben die für die bisherige Fahrt zu zahlende Summe von 2 Mark und die Wegstrecke von 6 km auf den Kilometerzählscheiben an. Angenommen, der Fahrgast lasse nun das Fuhrwerk eine halbe Stunde warten, so hat sich nach Verlauf derselben die zu zahlende Summe um 1 Mark, einem Weg von 4 km entsprechend, erhöht, denn mittlerweile hat eine Weiterdrehung der Trommeln H, welche dann die zu zahlende Summe von 3 Mark anzeigen, durch die Bewegung des Uhrwerkes stattgefunden.
Es steige nun der Fahrgast wieder ein, aber dieses Mal betrage die Fahrtlänge weniger als 2 km pro Stunde. Das Zählwerk bewegt sich noch unter Einwirkung des Uhrwerkes, welches die Trommel B auslöst, und die Kupplung/7 ist in Eingriff mit dem Uhrwerk, welches nun die Hebel be und b10 bewegt. Betrug nun diese Fahrt eine halbe Stunde bezw. 0,75 km, so zeigt das Zählwerk noch 1 Mark mehr an, also im ganzen 4 Mark.
Wünscht z. B. nun der Fahrgast »im Schritt« zu fahren, so stellt der Kutscher den Hebel V dementsprechend ein, wodurch das Kilometerrad ■{ gehoben und nun nicht von der mittelst der Fahrräder gedrehten Schnecke i bewegt wird. Auch werden nun noch die Trommeln H zur Fahrpreisanzeige von dem Uhrwerk bewegt, während Trommel B durch die Hebel be und b10 ausgerückt ist. Dauert die Fahrt nun noch 45 Minuten, so zeigt das Zählwerk noch 1,50 Mark mehr an, entsprechend einem (thatsächlich nicht zurückgelegten) Wege Von 6 km. Die zu zahlende Summe beträgt somit 5,50 Mark.
Wünscht der Fahrgast wieder in der gewöhnlichen Gangart zu fahren, so stellt der Kutscher den Hebel V wieder entsprechend zurück, wobei die Kupplung /7 von' den Hebeln h 2 und g"n ausgerückt wird und das Kilometerrad \ die Trommel B ausrückt, indem es mittelst Zahnräder auf die Hebel be und έ10 einwirkt. Dauert diese Fahrt 1 Stunde und beträgt dieselbe 6 km, so beläuft sich die ganze Summe, die der Fahrgast für die Benutzung des Fuhrwerkes nun zu zahlen hat, auf 7 Mark, während als Anzahl der wirklich durchfahrenen Kilometer auf den Zählscheiben 12,75 angegeben wird!

Claims (19)

Patent-Ansprüche: Ein Fahrpreisanzeiger, welcher bei einem Miethsfuhrwerk (Droschke oder dergleichen) dem Fahrgast die zurückgelegte Wegstrecke und den entsprechenden Fahrpreis, bei etwaiger Fahrtunterbrechung den für Warten des Fuhrwerkes zu entrichtenden Betrag und ebenso bei langsamerer Fahrt und beim Schrittfahren die entsprechenden Beträge anzuzeigen gestattet, bestehend aus:
1. einem Schieber E zur Einstellung der Theile in die drei Stellungen »Frei«, »Besetzt« oder »Im Schritt« (Fig. 3);
2. von einander unabhängigen, das Zählwerk bewegenden Federtrommeln A und B, von welchen die Trommel B durch einen auf die Zapfen/ eines Rades g einwirkenden Hebel J gehemmt wird, wenn das Fuhrwerk »frei« ist (Fig. 1, 2 und 5);
3. den Zahlentrommeln G G1 G2, die durch die auf der Achse K sitzende Schnecke h unter Vermittelung des auf seiner Achse k mit einer Kupplung versehenen Rades j getrieben werden, wobei Rückwärtsfahrt gestattet ist, ohne das Zählwerk zu beeinflussen, und die Achse k mittelst der Theile 0 L Mu bei jedem vierten Kilometer die Klinke χ bewegt, die unter Einwirkung einer Feder y die Scheibe G um eine Eintheilung vorschiebt (Fig. 1 und 4);
4. den zum Anzeigen des Fahrpreises dienenden Trommeln H* Ηλ H*, die durch die Schnecke i der Achse K unter Vermittelung eines die Räder b1 b& b4 treibenden Rades \ angetrieben werden, wodurch die Bewegung auf ein Rad b2 übertragen wird, dessen Zapfen C1 sich gegen die Hebel b* und b 10 legen, welche das Rad g freigeben und eine Drehung der Trommel B (sowie eine Umdrehung der Achse c5) gestatten, wobei vermittelst der Gleitplatte d9 und der Klinke e1, Fig. 4, die Trommel H um eine Eintheilung vorgeschoben wird;
5. einem zur Verbindung der Kilometeranzeigetrommeln G, sowie der Fahrpreisanzeigetrommeln H dienenden, an den Trommeln G oder H sitzenden Daumen/3, welche, durch die auf der Achse e6 sitzenden Zapfen/* beeinflufst, die Trommel G1 oder H1 an den Zapfen e3 vorschiebt (Fig. 13 bis 16);
6. den Kilömeterzähltrommeln, welche durch die mit dem Rad g1 in Eingriff stehende Schraube i bethätigt werden, wobei die Zapfen des Rades gl zwei Hebel g·2 a2 und die auf letzterem befindliche Nase a3
bethätigen, welche letztere die Einertrommel a1 um eine Eintheilung verschiebt (Fig. 2 und 6);
7. den am Schieber E sitzenden federnden Fingern S1 S'1 S1, welche während der Bethätigung des Fahrpreiszählers durch die Trommeln HH1H^ zufolge einer Neubesetzung des Fuhrwerkes die Trommel / beim Heben des Schiebers E um drei Eintheilungen verschieben und den Fahrpreis um 0,75 Mark vergröfsern (Fig. 1 und 2);
8. der Ausrückung der Zapfen f* aus dem Daumen /3 der Zählertrommeln durch Verschieben der Achse e6 mittelst des Schiebers E und die Einstellung der Trommeln auf den Nullpunkt durch die Einwirkung der Zähne und eines Herzstückes _/2, Fig. 13 bis 16;
9. der Kupplung (f) und den Rädern (b3 und b *), durch welche bei einer Fahrgeschwindigkeit unter 2 km pro Stunde die Ausrückung der Federtrommel B des Zählers durch das Uhrwerk erfolgt;
10. den zur Ausrückung der Kupplung f1 dienenden, von den Zapfen einer auf Achse K sitzenden Scheibe g5 beeinflufsten Hebeln /z2 und gn, bei einer Fahrgeschwindigkeit von über 2 km pro Stunde, wobei der Haken g10 von dem in Bezug auf die Scheibe (gb) eine grofse Geschwindigkeit besitzenden Uhrwerk häufig gehoben wird und die Stifte der Scheibe gh den Haken g 10 bei langsamer Geschwindigkeit nicht berühren können (Fig. 6);
11. dem auf einer Gleitplatte Z5 sitzenden Bolzen g1, der die-Hebung des Hakens (g10) bewirkt, ,während, wenn das Fuhrwerk »frei« ist (Fig. 6) die Hebung des Hakens g10 mittelst des Bolzens g7 durch Einwirkung desselben auf einen den Haken g10 hebenden Sector g8 stattfindet, wenn das Fuhrwerk »besetzt« ist und »im Schritt« fährt;
12. der Nase Z10 an Platte Z5, Fig. 17, welche bei der Fahrt »im Schritt« das Rad ^, Fig. ι, aufser Eingriff mit der. Schraube i bringt;
13. dem Stift z9 zur Controle der Zeit, während welcher das Fuhrwerk durch einen Fahrgast benutzt wird, welcher Stift mittelst eines Zugkettchens und an den Hebeln x6 x3 befestigter Feder niedergezogen wird (Fig. 1);
14. dem zum Perforiren eines Papierbandes dienenden Stift /f2, welcher zwecks Aufzeichnung der zurückgelegten Kilometer mittelst des Gelenkstückes /c9 unter Mitwirkung des Hebels α2 und des Kilometerrades % niedergedrückt wird jF'ig. 1);
15. dem Stift z8, welcher den Lagen »Frei«, »Besetzt« oder »Im Schritt« gemäfs verschiedene Stellungen auf dem Papierband einnimmt, wobei diese Verstellung durch den Bethätigungshebel des Kutschers mittelst des Schlittensy1 und des Daumensyz, Fig. 5, erfolgt;
16. der zum Verstellen der drei Zeichenstifte i8 z'9 und k'2 nach einem Lauf des Uhrwerkes von 12 Stunden dienenden Feder (k1), durch welche der Schlitten der Stifte verschoben wird, sobald dessen Stift k 5 in eine Einkerbung k 6 des Trommelflantsches i3 tritt (Fig. 5);
\j. den Hebeln (τρλιρ°ρ1), durch welche die : Federtrommel B beim Einstellen des Zählwerkes in die »Frei«-Lage um Rückzug der Hebel b6 b10 in die Abfahrtstellung durch Aufwärtsschieben des Schiebers E ausgerückt wird, wobei der Hebel p7 in Berührung mit dem Zapfen c1 des Rades b2 kommt;
18. den Hebeln q1 q* qn q6 zur Ausrückung der Kilometertrommeln G G1 G2 unter den in Patent-Anspruch .17. angegebenen Bedingungen, wobei der hakenförmige Hebel q6 mit dem Zapfen 0 einer Scheibe in Eingriff kommt, welche beim Heben des Hebels L durch die Nase q1 des Hebels q1 freigegeben wird;
19. der zur Verbindung des Zählwerkes mit einem der Hinterräder des Fuhrwerkes dienenden, in dem Schneckenrad verschiebbaren Welle mit Universalgelenken (Fig. 20 bis 28).
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen.
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