DE19015C - Wagenuhr - Google Patents

Wagenuhr

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Publication number
DE19015C
DE19015C DENDAT19015D DE19015DA DE19015C DE 19015 C DE19015 C DE 19015C DE NDAT19015 D DENDAT19015 D DE NDAT19015D DE 19015D A DE19015D A DE 19015DA DE 19015 C DE19015 C DE 19015C
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DE
Germany
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clock
car
carriage
book
pointer
Prior art date
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Active
Application number
DENDAT19015D
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English (en)
Original Assignee
G. RASCHKE in Dresden, Weifseritzstrafse 20
Publication of DE19015C publication Critical patent/DE19015C/de
Active legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G07CHECKING-DEVICES
    • G07BTICKET-ISSUING APPARATUS; FARE-REGISTERING APPARATUS; FRANKING APPARATUS
    • G07B13/00Taximeters
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C22/00Measuring distance traversed on the ground by vehicles, persons, animals or other moving solid bodies, e.g. using odometers, using pedometers
    • GPHYSICS
    • G07CHECKING-DEVICES
    • G07BTICKET-ISSUING APPARATUS; FARE-REGISTERING APPARATUS; FRANKING APPARATUS
    • G07B13/00Taximeters
    • G07B13/02Details; Accessories
    • G07B13/04Details; Accessories for indicating fare or state of hire

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Time Recorders, Dirve Recorders, Access Control (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
WfJOSCtL
Der Zweck der in den Zeichnungen dargestellten Wagenuhr, welche durch das in Fig. η veranschaulichte Controlbuch ergänzt wird, besteht in der Anzeige der durchfahrenen Weglange.
.. Die Wagenuhr wird an einer geeigneten Stelle" der festen Wagenwände angebracht. In den Zeichnungen ist dafür die Hinterwand des Wagens gewählt, in welcher die Uhr, von der Polsterung verdeckt, so angebracht ist, dafs ihre Zifferblätter, durch das Glas geschützt von aufsen sichtbar sind.
Die Wagenuhr besitzt drei Zifferblätter A B und C, welche den von dem Wagen durchlaufenen Weg in Metern angeben.
Das Zifferblatt C zeigt bei 1J1 0 Umdrehung der Zeiger ioo m, bei ι Umdrehung ΐοοο m; B zeigt bei 1J10 Umdrehung iooo m, bei ι Umdrehung ίο ooo m; A zeigt bei '/,0 Umdrehung io ooo m, bei ι Umdrehung ioo ooo m.
Eines der hinteren Wagenräder dient als Mefsrad, und es entsprechen 272 Umdrehungen desselben bei dem vorgeschriebenen Durchmesser von 117 cm genau 1000 m zurückgelegten Weges. Damit das Zifferblatt C bei einer Umdrehung des zugehörigen Zeigers C 1000 m zurückgelegten Weges zeigt, mufs die Tourenzahl desselben 1J373 derjenigen des Wagenrades sein. Der Zeiger B bekommt Yi0 der Tourenzahl von C, und A 1J10 der Tourenzahl von B.
Zur Ueberführung der rotirenden Bewegung des als Mefsrad dienenden Wagenrades auf die Wagenuhr benutzt man eine in die zwei Zahnräder α und b, Fig. 2, eingreifende Hakenkette c. Das Rad α ist an. der Wagenradnabe befestigt und das Rad b sitzt an einer zu der Wagenuhr führenden Welle d. ,
Da nun die Wagenfedern bei den eintretenden Belastungen und Erschütterungen sich zusammendrücken, ändert sich der Abstand zwischen Wagenuhr und Radachse; es ist deshalb eine selbsttätige Spannvorrichtung .angebrächt, damit die Kette nicht aufser Eingriff gerathe. Dieselbe besteht aus einem zweiarmigen. Hebel e und /, der um einen mit der Radachse fest verbundenen Bolzen ^- drehbar ist. Der Arm e trägt eine drehbare Rolle/2, die an der Kette anliegt; der Arm/"liegt an · der Wagenfeder i an und wird bei Zusammenpressen derselben nach unten gedrückt, · wodurch die Rolle h nach der Seite ausschlägt und so die Kette spannt.
Die Hebelabmessungen sind nun so zu wählen, dafs die Kette stets genügend straff gehalten wird.
Die mit dem Wagenrade gleich schnell rotirende Welle d trägt eine in das Schneckenrad m, Fig. 4, eingreifende Schnecke /. An dem Rade m ist ein kleineres Zahnrad n angebracht, das in das Zahnrads eingreift. -.
Nun hat das Schneckenrad m 34 Zähne und 0 achtmal so viel Zähne wie «; dadurch bewegt sich das Rad 0 mit Y272 der Tourenzahl des Wagenrades. An die Rad welle von 0 ist der Zeiger A angebracht, der somit bei einer ganzen Umdrehung 1000 m zeigt.
Ebenso sitzt der Zeiger B an der Welle von / und C an der Welle von q. ,
Zur Controle des Kutschers, sowohl von Seiten des Fahrenden wie des Fuhrherrn, . hat der erstere ein in Fig. 7 dargestelltes Buch. folgender Beschaffenheit:
Je zwei neben einander liegende Seiten des Buches bilden, wenn dasselbe aufgeschlagen, ein zusammengehöriges Ganzes und sind demnach als eine Seite zu betrachten. Diese Seite ist von links nach rechts in Spalten eingetbeilt, deren erste beiden zu den Vermerken über Ort und Zeit der Abfahrt bezw. der Ankunft, die dritte über die fahrende Personenzahl bestimmt ist.
Die nächste Spalte sowie die letzte enthalten Abbildungen der drei Zifferblätter der Wagenuhr ohne deren Zeiger.
Zwischen den beiden letzten Spalten ist eine solche mit der Ueberschrift »Differenzen«.
Die Anwendung und Handhabung des Buches ist eine sehr einfache, so dafs jeder Kutscher mit dessen Führung ohne besondere Schwierigkeiten vertraut zu machen ist.
Bei Abfahrt des Wagens von der Remise wird in der ersten Spalte die Zeit, z. B. wie in der Zeichnung, 7,35 Uhr eingeschrieben und auf allen Zifferblättern derselben Zeile der Stand der Weiser auf den Zifferblättern der Wagenuhr durch farbige Striche markirt, in der Zeichnung sämmtlich auf o.
Zu den Markirungen wird ein Tintenstift verwendet, der nachträgliche Veränderungen nicht unbemerkt machen läfst.
Bei Ankunft des Wagens auf seinem Standort notirt der Kutscher in der zweiten Spalte derselben Zeile den Ort und die Zeit, z. B. wie in der Zeichnung, X-Platz 7,55 Uhr.
Um 8,5 Uhr verlangt ein Fahrgast nach der A-Strafse zu fahren. Der Kutscher markirt nun mit seinem farbigen Stift auf der zweiten Zeile in beiden Spalten auf den Zifferblattbildern den Stand der Zeiger an der Wagenuhr und übergiebt dem Fahrgast den loszulösenden Theil der markirten Abbildungen als Beleg für den Zeigerstand bei der Abfahrt, der hier 1200 m ergiebt.
Damit das Loslösen dieses Coupons leicht vorzunehmen ist, ist derselbe rundum mit einer Anzahl kurzer Einschnitte versehen, wie in der Zeichnung durch kurze Striche angedeutet ist.
In der A-Strafse kommt der Wagen um 8,50 Uhr an und ergiebt der Zeigerstand einen zurückgelegten Weg von 5700 m, von denen die bei Beginn der Fahrt markirten 1200 m natürlich in Abzug zu bringen sind. Der Kutscher benutzt zu dieser Rechnung die mit »Differenz« überschriebene Spalte und seinen farbigen Stift; 5700 — 1200 = 4500 m als die Weglänge, welche der Wagen im Dienste des Fahrgastes zurückgelegt hat und die von diesem nach dem Einneitssatz von 1000 m zu bezahlen sind. Kosten 1000 m z. B. 20 Pfennige, so hat der Fahrgast zu entrichten 4,5 . 20 = 90 Pfennige.
Gleichzeitig mit dem Zeigerstand notirt der Kutscher in der zweiten Spalte der zweiten Zeile: A-Strafse 8,55.
Vor der Abfahrt von der A-Strafse markirt nun der Kutscher den jetzigen Stand der Wagenuhr auf den Zifferblätterbildern der nächsten, also dritten Zeile.
Hierauf fährt er nach der nächsten Wagenhaltestelle etwa um 8,55 Uhr aus der A-Strafse ab und erreicht sein Ziel, die B-Strafse, 9 Uhr; demnach hat er in der ersten Spalte der dritten Zeile einzuschreiben A-Strafse 8,5s und in der zweiten B-Sträfse, als Ankunftsort, 9 Uhr. Da die Wagenuhr auf diesem Wege auf einen Stand von 6600 m vorgerückt ist, so hat der Kutscher auf den Bildern der vierten Zeile diesen Zeigerstand zu markiren.
9,15- Uhr wird der Wagen zu einer Fahrt nach dem Y-Platz gedungen; der Kutscher schreibt also in der ersten Spalte der vierten Zeile B-Strafse 9,15 und übergiebt dem Fahrgast den aus dieser Zeile loszulösenden Coupon, welcher die Zeigermarken schon erhalten hat. 9,35 Uhr kommt der Wagen am Y-Platz an, die Uhr zeigt 10 600 m. Der Fahrgast hat demnach als Differenz 10 600 — 6600 := 4000 m gefahrene Strecke mit 4 . 20 = also 80 Pfennige zu bezahlen.
Nachdem der Kutscher in der zweiten Spalte der vierten Zeile Y-Platz 9,35 notirt hat, nimmt er auf diesem Platz Stellung.
Von hier fährt der Wagen um 10 Uhr nach der Remise zurück, woselbst er 10,15 mit einem Zeigerstand von 13 500 m ankommt.
Der Kutscher notirt bei der Abfahrt in der ersten Spalte, fünfte Zeile, Y-Platz 10, bei Ankunft in der Remise in der zweiten Spalte Remise 10,15 und markirt auf den Zifferblätterbildern den Zeigerstand, der hier in der fünften Zeile 10 600 und auf der ersten Zeile der nächsten Seite 13 500 sein mufs.
Die Zuverlässigkeit der Uhr, die vom Kutscher in keiner Weise gestört werden kann, giebt in erster Linie dem Fahrgast eine sichere Controle über die zu bezahlende Leistung und der ihm einzuhändigende Coupon aufserdem stets das Mittel zum Nachweis eines vorgekommenen Rechnimgsfehlers, die unter Herbeiziehung des Controlbuches stets sowohl aus den markirten Zeigerständen, als auch den in der Rechnung, welche die mit »Differenz« bezeichnete Spalte enthält. Der Besitzer des Wagens hat seinerseits eine zuverlässige Controle über die vom Kutscher gemachten Fahrten, sowohl bezahlten als nicht bezahlten, und kann nachrechnen, ob das an ihn abgelieferte Geld mit den vom Kutscher gemachten Einnahmen stimmt, wenn er den Zeigerstand der fehlenden Coupons von denen der nächsten Zeile subtrahirt.
In der Zeichnung sind die nicht vergebenen Coupons durch Schraffirung bezeichnet.
Die Rückseite des Coupons enthält die Wagennummer und Vermerke bezüglich der Rechte und Pflichten des Fahrgastes. Die Beschaffen-

Claims (1)

  1. heit des Papiers, welches zu den Controlbüchern verwendet wird, sowohl als auch des Stiftes macht vorgenommene nachträgliche Veränderungen, die zum Zwecke der Täuschung vorgenommen werden, immer erkennbar.
    Patenτ-Ansprüche:
    i. Die Combination des für diesen Zweck besonders eingerichteten Controlbuches, wie selbiges gezeichnet und beschrieben, mit der Wagenuhr, durch welche jede Leistung des Wagens sowohl für den Fahrgast als auch für den Besitzer des Wagens mit Sicherheit controlirbar wird, durch die im Buche zu machenden Einträge und die nothwendige Uebereinstimmung dieser Einträge mit den Zeigerständen der Wagenuhr zu jeder Revisionszeit.
    An der Uebertragung der rotirenden., Bewegung vom Hinterrad nach der Uhr die eine gleichmäfsige Functionirung der Hakenkette c bewirkende Spannvorrichtung dieser Kette, bestehend in dem zweiarmigen Hebel ef mit der Rolle h und dem mit der Wagenachse fest verbundenen Achsbolzen g, die in ihrer Gesammtheit die Veränderungen der Kettenräderabstände ausgleichen, welche durch den veränderten Druck auf die Wagenfeder i hervorgerufen werden.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT19015D Wagenuhr Active DE19015C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3206254A (en) * 1962-04-09 1965-09-14 Buell Engineering Company Inc Material handling apparatus

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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