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Strassenkarte und Abwickelapparat.
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Es ist ihm daher nicht möglich,'jeweils die Stelle zu bestimmen, auf welcher er'sich befindet.
Ausserdem sind zum Befahren langer Strecken-mehrere garten notig, von denen der Fahrer für die von ihm befahrene Strecke nur einen Teil braucht. s ist daher in automobiltechnischen Kreisen seit langem ein Bedürfnis :
I. Auf bekannten Strassen die jeweilig erreichte Stelle des Fahrzeuges mühelos und ohne Zeitverlust feststellen zu können ; '2. bei falsch eingeschlagenem Weg schnell hiervon Kenntnis zu erhalten ; 3. für sehr grosse Strecken nur eine einzige Karte benutzen zu müssen.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Strassenkarte ; auf welcher die Strassenzüge in gestreckter Linie abgewickelt sind, und der dazu nötige selbsttätige Kartenapparat, welcher die Karte, dem zurückgelegten Weg des Fahrzeuges entsprechend, vor dem Auge des Fahrers abwickelt, so dass dem Fahrer jeweilig automatisch der Punkt angegeben wird, auf welchem sich das Fahrzeug befindet.
Fig. i zeigt den Längsschnitt durch den Kartenapparat, Fig. 2 den Querschnitt durch den Antriebsmechanismus und die Mitnehmervorrichtung, Fig. 3 den'Schnitt durch die Walzen und Rollen, Fig. 4 den Grundriss des Apparates mit eingelegter Karte ; Fig. 5 die perspektivische Ansicht, Fig. 6 die Stellung der Mitnehmervorrichtung bei Beginn der Abwicklung, Fig. 7 eine an'dere Ausführunsgsform der Mitnehmervorrichtung und Fig. 8 ein Stück des Kartenstreifens, verglichen mit der gewöhnlichen Karte.
Das Ende des an den Seiten gelochten Kartenstreifens von beliebiger Länge (beispielsweise bei 1000 km Entfernung einer Länge von zirka 50 m entsprechend) wird auf die im Gehäuse 1 gelagerte Walze 2 in bekannter Weise befestigt, und aufgerollt. Von hier führt der Streifen über die Leitwalze 3 und, Platte 4 nach der Transportwalze 5, deren Ende mit in die Seitenlöcher der Karte eingreifenden Zähnen 6 versehen sind. Das andere Streifenende wird mit der Walze 7 in Verbindung gebracht.
Seinen Antrieb erhält der Apparat von einem mit dem Vorderrade des Fahrzeuges in
Verbindung stehenden, bekannten Spiraltriebwerk, durch eine flexible Welle, an deren im
Gehäuse 1 auslaufenden Wellenstumpf 8 ein Friktionstrieb 9 angeordnet ist. Dieser betätigt die beiden Friktionsscheiben 10 und 11, von denen die letztere zum Antrieb eines bekannten
Kilometer-oder Geschwindigkeitsmessers dient, die erstere die Bewegung über Kegeltrieb 12 und 14 oder 13 und 14 sowie Schnecke 15 auf Schneckenrad 16 überträgt. Diese beiden Kegelräder 12 und 13 sind durch Muffe miteinander starr verbunden und mit Feder und Nut auf Welle 17 vermittelst eines Knopfes 18 verschiebbar, dergestalt, dass entweder die Räder 12 und 13 oder 13 und 14 in Eingriff stehen oder in Mittelstellung diese Triebe ausser Funktion sind.
Die jeweils gewünschte
Stellung wird durch eine Falle 19 fixiert. Durch diese Anordnung kann bei gleichbleibendem
Drehsinn des Friktionstriebes 9 die Transportwalze 5 und mit ihr der Kartenstreifen in Vor-
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stumpf 8 in Keilnut verschiebbar angeordnet.
Der Eingriff der Zähne 23 des Schneckenrades 16 mit der auf der Welle 22 fest angeordneten Klauenkupplung 24 ist durch Feder 27 gesichert. Im Bedarfsfalle kann der Eingriff der Zähne durch axiales Verschieben der Welle 22, mittels Knopf 25 gelöst werden, so dass nunmehr die Welle 22 mit der Walze 5 durch Feder und Nut . verbunden bleibt.
Um einerseits das Lockerwerden des abrollenden Streifens auf Walze 2 zu verhindern und andrerseits ein strammes, gleichmässiges Aufwickeln des Streifens auf Walze 7 zu erreichen, sind zwei um die Bolzen 29 schwingende Gelenksparallelogramme 30 angeordnet, deren Zugfedern 31 die Druckscheiben 28 stets unter Druck gegen die Papierrollen halten. Fig. 6 zeigt die Lage dieser Parallelogramme beim Beginn des Aufwickelns.
Fig. 7 veranschaulicht eine andere Ausführung dieser Mitnehmervorrichtung. Hierbei ist die Welle der Scheiben 28 im Kopfe der Büchsen 33 gelagert, welche auf den Bolzen 34 geführt und durch Druckfedern 32 in ihrer jeweils äussersten Stellung gehalten wird.
Eine Glasplatte 35 bildet den Schutz für den wandernden Kartenstreifen. Ein Haarriss 38 in der Glasplatte dient zur Fixierung des von dem Fahrzeug erreichten Punktes. Ein in Schlitz 36 verschiebbarer Zeiger 37 kann auf den zu befahrenden Strassenzug eingestellt werden.
Um beim Rückwärtsgang des Fahrzeuges den Messapparat unbetätigt zu lassen, wird am Ende der flexiblen Welle eine Klinkenkupplung eingebaut.
Der Antrieb des Kilometer-oder Geschwindigkeitsmessers ist als bekannt vorausgesetzt und, mit dem Apparat'nicht in Zusammenhang stehend, nicht gezeichnet, seine Skala jedoch in Fig. 4 kenntlich gemacht.
0 Der in Fig. 8 gezeichnete Kartenstreifen ist sowohl in seiner Breite als in dem Längenmassstab verkleinert (das gezeichnete Stück entspricht zirka einer Entfernung von 75 km) und zeigt die Strassen schematisch, nur mit Gebäuden umsäumt. Der Deutlichkeit halber wurden wegen des kleinen Massstabes alle sonstigen Merkmale, wie Kilometersteine, Bachüberquerungen, Kehren, Steigungen usw., weggelassen, doch finden dieselben auf dem Originalkartenstreifen ihre dem Fahrer gebräuchliche Verwendung.
Am Anfange jedes Kartenstreifens ist eine Legende angebracht, welche die zur Erreichung des vom Fahrer gewünschten Endzieles zu befahrenden Strecken mit Nummern angibt. Will der Fahrer z. B. von a über p nach q fahren, so findet er in der Legende die Nummer 3 als Anfangsstrecke und 15 und 17 als weitere Kennziffern und kann somit den Zeiger des Apparates 37 auf die Strecke 3 einstellen. Sobald er an der Abzweigung der Strasse, welche mit 15. bezeichnet ist, wobei diese Stelle unter dem Haarriss 38 der Glasplatte 35 erscheint, angekommen ist, weist ihn ein Verbindungsstrich auf die nunmehr zu befahrende Nebenstrasse, welche ihn nach Einstellen des. Zeiger 37 zu der Mündungsstelle ? 7 auf die Hauptstrasse nach q führt.
Will der Fahrer hiernach von y über M, g, b nach a zurückfahren, weist ihn die Legende durch die Nummer 12 auf die richtige Strasse und führt ihn der Streifen nach Einstellen des Zeigers zuerst auf die Hauptstrasse, bei 12 auf die abzweigende Strasse nach a zurück, wobei selbstverständlich der Apparat auf Rückwärtsgang gestellt werden muss.
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