DE12462C - Neuerungen an Apparaten zur Registrirung der Anzahl von Personen, welche ein Fahrzeug oder einen Raum betreten oder verlassen - Google Patents

Neuerungen an Apparaten zur Registrirung der Anzahl von Personen, welche ein Fahrzeug oder einen Raum betreten oder verlassen

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DE12462C
DE12462C DENDAT12462D DE12462DA DE12462C DE 12462 C DE12462 C DE 12462C DE NDAT12462 D DENDAT12462 D DE NDAT12462D DE 12462D A DE12462D A DE 12462DA DE 12462 C DE12462 C DE 12462C
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H. J. FIELDUS in Queens-Road Brighton (Grafach. Sussex, England)
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    • G06COMPUTING OR CALCULATING; COUNTING
    • G06MCOUNTING MECHANISMS; COUNTING OF OBJECTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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    • GPHYSICS
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Theoretical Computer Science (AREA)
  • Transmission Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
(Grafschaft Sussex, England).
oder einen Raum betreten oder verlassen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. Juni 1880 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf Mechanismen und Vorrichtungen zur Registrirung der Anzahl von Personen, welche in öffentlichen Fahrzeugen (wie Omnibus, Strafseneisenbahn, Dampfboot) oder ähnlichen Räumen, auch Versammlungslocalen, aus- und eingehen.
In Anwendung auf ein Fuhrwerk beispielsweise ist eine Reihe von Armen oder Hebeln, deren Anzahl derjenigen der Haltestellen des Fuhrwerks entspricht, neben einander auf einer sich drehenden Schraubenspindel und in solcher Art angeordnet, dafs diese Hebel eine langsam in Richtung der Spindelaxe vorschreitende Bewegung einnehmen. Diese Arme oder Hebel sind einerseits mit Sperrrädern und Klinken combinirt, andererseits mit einem Anzeigeapparat, welcher letztere passend am Fufsbrett des Fuhrwerks angebracht ist. Jeder den Wagen Betretende oder ihn Verlassende ist genöthigt, auf diesen Anzeigeapparat einen Impuls auszuüben, welcher sich, je nach der Lage der Anhaltestelle bezw. je nach der Tageszeit, auf den einen oder den anderen der oben erwähnten Hebel überträgt und so die beabsichtigte Registrirung hervorruft. Die Bewegung der Schraubenspindel erfolgt entweder durch die Fahrräder des Fuhrwerks oder durch ein Uhrwerk.
Fig. ι, 2 und 3 geben die einfachste Construction eines Registrirwerks an. Es bedeutet darin A eine Schraubenspindel, welcher eine Drehbewegung mittelst eines besonderen Uhrwerks oder von den Fahrrädern des Fuhrwerks aus ertheilt wird. B B1 2?2 B3 sind eine Reihe von Armen auf der einen Seite, mit Naben a versehen, die das Muttergewinde für A enthalten und mit Bohrungen b an der anderen Seite, durch welche eine zweite Welle C hindurchgeht. Die Anzahl der Arme BB1... stimmt mit der Anzahl der täglichen Haltestellen des Gefährts überein (in der Zeichnung sind z. B. deren vier angenommen). Bei b stehen diese Arme mit einer Reihe von Sperrrädern D D1 Z)2 D3 in geeignetem Zusammenhang. Die Sperrräder sitzen drehbar auf .der Welle C; gleichzeitig kann ihnen aber auch eine Bewegung in Richtung der Länge dieser Welle von den Armen B B1 . . . aus ertheilt werden. Den Sperrrädern entsprechen die Klinken E E1 E2 E\ welche auf einer Welle E sitzen, die behufs Ermöglichung der Justirung dieser Klinken mit Schraubengewinde versehen ist.
Zwei Hebel c (s. auch Fig. 3), welche auf der Welle C befestigt sind, tragen die Schraubenspindel F. Ferner sitzt auf C noch ein längerer Hebel G; derselbe steht mit einer Fufstrittplatte H, auf welche jeder ins Gefährt Eintretende oder bezw. dasselbe Verlassende genöthigt ist, zu treten, in solcher Verbindung, dafs eine Bewegung von H diejenige der Klinkenwelle F zur Folge hat. In dem durch die Fig. 1, 2 und 3 dargelegten Falle ist die Verbindung zwischen G und H eine derartige, dafs der Hebel G durch einen Schlitz der den Fufstritt H haltenden Stange G1 hindurchgeht,
dafs G ein langes Loch besitzt, das einen Stift von G1 umgreift und dafs die aufrecht stehende Stange G1 für gewöhnlich durch eine Feder JT1, Fig. i, nach oben geprefst wird.
Tritt eine Person auf den Tritt JT, so senkt sich der letztere, und es findet eine theilweise Drehung der Welle C statt. Infolge dessen bewegt sich auch die Schraubenspindel F in einem entsprechenden Bogen um die Axe C, die Klinken EE1... nehmen Antheil daran, und diejenige von den letzteren, welche gerade mit einem Sperrrad in Eingriff steht, wirkt auf dieses verdrehend ein. Angenommen, das Sperrrad D, welchem die Klinke E entspricht, sei in Wirkung; dann wird dieses Rad seitens E um einen Zahn bezw. um einen Theilstrich seiner mit Scala versehenen Zifferscheibe weiter gedreht. Tritt eine zweite Person ein, so wiederholt sich das angegebene Spiel und D dreht sich um einen weiteren Theilstrich weiter, und so fort.
Inzwischen aber verschiebt sich das Sperrrad D, infolge Einwirkung des von A aus bewegten Armes B, langsam in der Längsrichtung der Welle C auf dieser; und zu derselben Zeit, wo das Fahrzeug seine erste Haltestelle erreicht hat, tritt D aufserhalb des Bereiches der Klinke E.
Die Klinken EE..., wenn einmal eingestellt, verändern ihre Lage in Beziehung auf die Welle F nicht.
Da jedoch gleichzeitig mit B auch die anderen Arme B1B3B3 langsam in dem nämlichen Sinne fortschreiten, so tritt, unmitelbar nachdem D hinsichtlich E ausgerückt worden ist, D1 in das Bereich der Klinke E1 ein; und zwar dauert der diesbezügliche Eingriff so lange an, bis das Gefährt den Weg von dem ersten nach dem zweiten Anhaltepunkte zurückgelegt hat. Während dieser Zwischenzeit registrirt also das Sperrrad D1 die Anzahl der das Gefährt benutzenden Personen. In ähnlicher Weise, wie oben dargelegt, tritt D1 nach vollendeter zweiter Fahrt, d. i. nach dem Anlangen auf dem zweiten Halteplatz, aufser Eingriff mit der Klinke E1; dafür ist nunmehr die Klinke E2 in den Stand gesetzt, auf das Sperrrad £>2 verdrehend einzuwirken. Es registrirt während des Weges von der zweiten nach der dritten Haltestelle etc.
Ein gleicher Apparat kann auch behufs Aufzeichnung der Anzahl der den Wagen verlassenden Personen angebracht werden.
Die Breite der Klinken, der Abstand derselben von einander, die Zahl derselben, richtet sich selbstverständlich nach der Länge der nach einander zurückzulegenden Wege und nach der Zahl dieser Wege innerhalb einer gewissen Zeiteinheit (z. B. eines Tages).
Es ist zweckmäfsig, am Ende der Schraubenspindel A eine vorspringende Nase oder Kante d anzubringen, und ihr entsprechend eine Kerbe e (Austiefung) im Lagerkörper /; ferner zwischen dem anderen Lager von A und der Stirn dieser Schraubenspindel eine Feder / einzustellen, welche auf A einen steten Druck nach rechts ausübt.
Ist nun darauf Bedacht genommen, dafs die Kante d gerade zu der Zeit, wo das Gefährt einen Halteplatz erreicht hat, der Kerbe e gegenübertritt, so wird eine plötzliche Verschiebung der Schraubenspindel A in ihrer Axenrichtung statthaben und damit erreicht sein, dafs Sperrrad und Klinke nicht allmälig, sondern schnell aufser und bezw. ein anderes in Eingriff treten. Während des Weiterganges der Spindel A gleitet die Kante d auf einer schiefen Ebene, die sich an die Kerbe e anschliefst, wieder aus dieser heraus.
Die Steigung der Schraubengänge auf A richtet sich nach den gerade vorliegenden Verhältnissen. Nach Befinden stellt man die Gesammtspindel aus einzelnen Schrauben von unter sich verschiedener Ganghöhe her.
Der in den Fig. 4 und 5 und bezw. 6, 7 und 8 veranschaulichte Apparat für denselben Zweck weicht in der Wahl der Mittel von dem beschriebenen wenig ab, zeigt indefs noch einige Zuthaten, welche ihm eine erhöhte Wirkungsfähigkeit und Nützlickeit geben.
Die Sperrräder und Klinken D E sind hier beseitigt; dagegen sind die Arme B B1 (deren nur zwei in der Zeichnung angegeben sind) mittelst besonderer Hebel KK1 und Schnüre oder Drähte g g1 mit Zifferscheiben ZZ1 verbunden, welche letztere an einem passenden Ort des Wagens angebracht sind. Die Drähte gg1 gehen über Rollen hh\ Die Hebel KK1, welche an der Stelle ihrer Verbindung mit den Armen B B1 geschlitzt sind, Fig. 8, so dafs sie, unabhängig von diesen Armen, einer theilweisen Bewegung bezw. Drehung um die Axe C fähig sind, finden sich bezüglich gewisser, an der Welle C befindlicher Keile oder Nasen / ix in solcher Weise angeordnet, dafs, wenn eine gegenseitige Einwirkung, z. B. zwischen dem Hebel K und der Nase i statthat, die von der Fufstrittplatte H ausgehende Bewegung mit Hülfe der Schnur g auf die Scheibe L übertragen wird. Der Hebel K1, Nase P und Scheibe L1 sind hierbei als aufser Wirkung zu denken. Ist das Fahrzeug dagegen an seiner ersten Haltestelle angelangt, so erfolgt eine plötzliche Ausrückung der Theile K und i und bezw. Einrückung des Hebels K1 und der Nase 21; diesen letzteren Stand setzt die Zeichnung voraus, Eintritt und Austritt von Personen werden dann auf der Zifferscheibe L1 angezeigt. Die Anzahl der Hebel und Scheiben vorerwähnter Art richtet sich nach der Zahl der z. B. täglichen Halteplätze des Gefährts.
Auf der Welle C sitzt ein geschlitzter Hebel G fest, Fig. 7; der Schlitz desselben umfafst. den Stift einer aufrecht stehenden Spindel G1, welche letztere oben die Fufstrittplatte H trägt und unten auf einer Feder Zf1 aufruht.
Ein Druck auf diese Platte H wird demnach der Welle C eine geringe Drehung geben, Fig. 6, und diese Drehung wird von einer der auf ihr angeordneten Nasen i1 auf denjenigen Hebel K1 übertragen, welcher gerade mit der betreffenden Nase in Eingriff steht; dieser Hebel bewirkt alsdann mittelst der Schnur gx und der zugehörigen Scheibe Z1 die beabsichtigte Registrirung. Sobald der Druck auf die Platte H aufhört, führt die Feder H1 die Stange G1 wieder in ihre Anfangsstellung zurück.
Um zu erzielen, dafs die Hebel KK1 nach erfolgter Wirkung mit Sicherheit wieder ihre genaue Lage bezüglich der Nasen i i1 einnehmen, ist ferner noch eine Anschlagwelle Z2 angebracht. An diese legen sich die Hebel in ihrer Normalstellung an, Fig. 8, hierin unterstützt durch den aufwärts gerichteten Zug der Drähte g g1, welcher durch eine mit den Zifferscheiben L Lx verbundene Feder oder ein Gewicht hervorgebracht wird.
In dem Gehäuse M ist eine hinreichend starke Uhrfeder eingeschlossen; dieselbe ertheilt, unter Vermittelung eines geeigneten Hemmwerks O, der Welle A durch Räderwerke NN eine gleichmäfsige Bewegung.
Beim Rückwärtsdrehen der Schraubenwelle A wird bei m ein passender Schlüssel aufgesteckt und damit die Rückwärtsdrehung bezw. die Rückbewegung der Hebel KK1 bewirkt. Die Hemmung O ist demzufolge so eingerichtet, um dadurch keineswegs geschädigt zu werden. Diese Einrichtung besteht darin, dafs als Theil des Rädermechanismus N ein Getriebe η eingestellt ist, welches lose auf seiner Axe n1 sitzt, Fig. 6, dafs ferner fest mit dieser Axe η1 ein auf die Hemmung O einwirkendes Stirnrad p2 verbunden ist, und dafs endlich dem Getriebe η durch eine Klinke q Bewegung, ertheilt wird. Diese Klinke sitzt auf einem Zapfen des Rades /2 und greift in die Zähne eines ein Ganzes mit dem Getriebe η bildenden Sperrrades r ein.
Um ein zu weit gehendes Umdrehen der Schraubenspindel A mittelst des bei in aufzusetzenden Schlüssels zu verhüten, ist auf der Nabe α des Armes B ein Winkel m1 angebracht; dieser Winkel schiebt bei einem Versuch, die Spindel A über die statthafte Grenze hinaus rückwärts zu drehen, den Schlüssel einfach von dem Vierkant m ab.
Weiter ist eine besondere Vorkehrung getroffen, um auch einem Ueberaufziehen der Feder im Gehäuse M vorzubeugen. Zu dem Ende sitzt auf der Welle »2 des Federhauses ein Einzahnrad, und auf einem Bolzen in der Seite des Federhauses sitzt lose ein anderes Rad, welches eine Anzahl von Zahnlücken hat, in die der eine Zahn des ersten Rades einzugreifen vermag. Während des Aufziehens tritt nun der eine Zahn in die Lücken jenes zweiten Rades ein und nimmt dasselbe mit, d. h. dreht es bei jeder einmaligen Umdrehung der Federhauswelle »2 um je eine Zahnlücke weiter. Ist die Feder genugsam angespannt, so trifft der eine Zahn in keine Lücke des losen Rades mehr ein, sondern auf den Rand derselben, und damit ist ein weitergehendes Aufziehen unmöglich gemacht.
Mit Q ist eine Schellglocke bezeichnet, die bestimmt ist, das jedesmalige Anlangen des Wagens bei einer Haltestelle durch einen Ton anzuzeigen. Das Anschlagen derselben geht von Zapfen oder Stiften O aus, die von den Naben α bezw. den Armen B B1 getragen werden. Diese Stifte wirken auf Hebel ρ p1 ein, die verstellbar auf einer Welle q sitzen, Fig. 4, und mit einer Feder S, sowie einer Schnur r1 in Verbindung stehen.
Die Zusammenstellung der betreffenden Theile ist eine derartige, dafs, wenn die Nase d der Welle A, Fig. 2, in die Kerbe e des Lagerkörpers/eintritt, der betreffende Hebel (p oder/y unter Wirkung der Feder .S plötzlich zurückprallt und so dem Hammer t Gelegenheit giebt, gegen die Glocke Q zu schlagen, Fig. 5.
Dieselben Hebel p p1 können noch benutzt werden, um unter Vermittelung einer Schnur oder eines Drahtes ti, Fig. 9 und 10, sowie einer Klinke ν die Bewegung einer Rolltafel R zu bewerkstelligen. Währenddem sich das Gefährt auf dem Wege von einer nach der anderen Haltestelle befindet, liegt die Klinke ν ruhig in einer Kerbe w des Scheibenrades der einen Walze S. Sie wird indefs durch Zug in dem Draht u ausgelöst, sobald ein Haltepunkt erreicht ist; alsdann tritt eine in der hohlen Walze £ liegende gespannte Feder in Wirkung und dreht erstere einmal um ihre Axe. Diese Tafel ist bestimmt, das für jede Wegstrecke zu entrichtende Fahrgeld anzuzeigen. Ist ein Haltepunkt erreicht, so erfolgt eine Weiterbewegung dieser Tafel und das für die folgende Wegstrecke mafsgebende Fahrgeld wird sichtbar.
Die Rückwärtsbewegung der Tafel bezw. das Aufziehen des .Federhauses 5 wird gleichzeitig mit Rückwärtsdrehung der Hebel B Bl bewirkt, und zwar unter Vermittelung von Schnurrollen T T1, Fig. 5 und 9, und einer über dieselben gelegten Schnur.
In dem auf der Zeichnung dargestellten Beispiel wickelt sich die Rolltafel R, wenn in Bewegung befindlich, von einer Walze (bei /) ab und auf eine andere (bei k) auf; selbstredend kann der hierbei beabsichtigte Zweck noch auf andere Weise, sowie auch durch einen anderen Bewegungsmechanismus, als durch eine in einer
Walze liegende Triebfeder und bezw. einen Sperrradmechanismus erzielt werden.
Die Fig. ii, 12, 13 und 14 beziehen sich auf den Fall des Antriebes der vorerwähnten Schraubenspindel A von den Rädern des Fahrzeuges aus.
Hierbei findet z. B. ein Zahnräderwerk oder ein Frictionsradmechanismus U behufs Uebertragung der Bewegung von der Welle W nach der Spindel A zweckmäfsige Verwendung. Auf der Welle W sitzt ein Sperrrad X; dasselbe wird von einer Klinke χ und einem Excenter Y beeinflufst, Fig. 11. Z ist das Wagenrad des Gefährts, mit welchem das Excenter Y zusammenhängt. Um eine Rückwärtsbewegung der Schraubenspindel A zu veranlassen, sobald die Fahrräder rückwärts gehen, findet sich neben dem Sperrrad X noch ein zweites X1 vor, dessen Zähne entgegengesetzt denen von X gerichtet sind. Dementsprechend ist auch ein zweiter Sperrkegel χ1, Fig. 12 und 13, vorgesehen. Derselbe tritt aufser Wirkung, sobald das Gefährt vorwärts fährt, dagegen in Wirkung, sobald es sich rückwärts bewegt. Im letzteren Falle ist alsdann der Kegel χ unwirksam.
Um das Aus- und Einrücken der Sperrkegel χ und χ1 zu regeln, sitzt das Excenter Y lose auf einer Scheibe y, Fig. 14, welche mit der Nabe des Rades Z verbunden ist. Ein Winkelhebel ζ z1, gelagert in y, nimmt das Excenter Y mit, d. i. läfst es an der Vorwärtsbewegung des Fahrrades Z theilnehmen. In der cylindrischen Fläche, mit welcher das Excenter Y auf der Scheibe y aufruht, sind Vertiefungen y 1^2 ausgespart. Fährt nun der Wagen rückwärts, so dreht sich die Scheibe y mit rückwärts, die Nuth y1 drückt den Arm ζ des Winkelhebels zz1 nieder, der andere Arm ζ1 desselben dagegen hebt sich und legt sich gegen die Endfläche der Nuth y^ wodurch das Excenter Y in umgekehrter Richtung mitgenommen wird. Die eben bezeichnete Drehung des Winkelhebels zz1 bei jedesmaligem Wechsel des Bewegungssinnes des Fuhrwerks wird nun mittelst Zugstangen und Winkelhebel auf die Sperrklinken χ und x1 übertragen, in der Weise, dafs während der Vorwärtsbewegung die Klinke x1 aufserhalb des Bereichs der Zähne des Rades X1 gehalten wird, dagegen während einer Rückwärtsbewegung die Klinke χ aufserhalb X.
Für den Wagenführer (Conducteur) ist ein besonderer Stehplatz angeordnet und eine Vorkehrung getroffen, durch welche verhindert wird, dafs Personen ein- oder aussteigen, wenn der Wagenführer nicht an dem für ihn bestimmten Platz steht, Fig. 15 und 16. Es ist 1 der Stehplatz des Wagenführers. Dieses Trittbrett steht mittelst Stange 2 und Winkelhebels 2 in Verbindung mit dem Riegel 3; letzterer verschliefst die Thür 4 des Gefährts selbstthätig (infolge Wirkung einer Feder 5), sobald sich der Wagenführer nicht auf seinem Platz r- befindet.
In den Fig. 16, 17 und 18 endlich findet sich eine weitere Verbesserung veranschaulicht. Dieselbe besteht in der Anbringung zweier Trittbretter 6 und 7 am Wagen, von denen das eine (z. B. das untere 6) zur Verzeichnung der Zahl der einsteigenden Personen, das andere (z. B. das obere 7) der aussteigenden Personen zu dienen bestimmt ist.
In Fig. 17 ist ein Mechanismus dargestellt, welcher veranlafst, dafs die Oberstufe 7 am Niederdrücken verhindert ist, sobald unmittelbar vorher die Unterstufe 6 niedergedrückt wurde, während der Mechanismus in Fig. 18 das Niedergehen der Unterstufe 6 verhindert, sobald die Oberstufe 7 vorher schon niedergedrückt wurde und bezw. noch ist.
Jede dieser Stufen 6 und 7 steht in geeignetem Zusammenhang mit der mehrfach erwähnten Fufstrittplatte H, Fig. 16; 8 8 stellt den Ort derselben dar.
Für gewöhnlich stehen beide Stufen oder Tritte 6 und 7 nach oben und sind beide in gleicher Weise bereit, sich niederdrücken zu lassen und so auf die betreffenden Sperrklinken oder die Hebel des früher beschriebenen Registrirapparats einzuwirken. Ist dagegen eine dieser Stufen, z. B. also die untere 6, durch das Aufsteigen eines Passagiers niedergedrückt, so ist die andere zu derselben Zeit verhindert, bei erfolgendem Darauftreten sich zu senken, und umgekehrt.
Ist die Unterstufe 6 niedergedrückt (in Fig. 17 durch punktirte Linien angedeutet), so bewegt sich mit ihr ein Hebel 9 9 und schiebt einen Hakenbolzen 10 zwischen das Trittbrett der Oberstufe 7 und einen festen Vorsprung 11 ein, so dafs ein Druck zu dieser Zeit auf die Oberstufe 7 nicht das Niedergehen derselben veranlassen kann. Sobald der Druck auf die Unterstufe 6 wegfällt, bewegt sie sich, . unter Wirkung einer Feder 12, wieder empor, und es zieht sich der Hakenbolzen 10 wieder zurück.
Wird analog zuerst die Oberstufe 7 niedergedrückt (Fig. 18 in punktirten Linien), was beim Aussteigen einer Person aus dem Wagen eintritt, so bewirkt eine an 7 angeschlossene Zugstange 15 durch Vermittelung eines Winkelhebels 15, dafs sich eine Hakenschiene 14 zwischen die Unterstufe und einen feststehenden Vorsprung 13 hineinschiebt und so das Niedergehen der Unterstufe 6 verhindert, wenn gleichzeitig ein Druck auf dieselbe ausgeübt wird. Die Feder 16 dient dazu, um die wirksamen Bestandtheile nach Aufhören des Druckes wieder in ihre Normalstellung zurückzuführen.
Um mit vollkommener Sicherheit zu bewirken, dafs diejenige Stufe, welche durch das: Auftreten einer Person auf die andere Stufe in der

Claims (8)

bezeichneten Art festgestellt worden ist, auch thatsächlich in diesem festgestellten Zustande verharre, bis die betreffende Person den Fufs auf sie gesetzt hat, und dafs erst dann diese Feststellung wieder gelöst werde, sind die Federn 12 und 16 von einer nur so grofsen Stärke gewählt worden, dafs sie die betreffenden Hebel 9 und 15 erst dann zu bewegen, d. i. in ihre Normälstellung zurückzudrücken vermögen, wenn der Hakenbolzen 10 bezw. die Hakenschiene 14 sich aus dem Vorsprung 11 bezw. 13 ausgelöst haben. Diese Auslösung wird bewirkt durch Häkchen 17, Fig. 17 und 18; diese legen sich über kleine Stifte der Hakentheile 10 bezw. 14 hinweg, wenn die Person auf die festgestellte Stufe auftritt und so diese letztere um einen zulässigen kleinen Betrag niederdrückt. Verläfst die Person darauf diese jeweilig zweite Stufe, so wird sich dieselbe zunächst infolge Wirkung der Feder H1, Fig. 1, 4 und 12, wieder heben, wobei die Hakentheile 10 bezw. 14 von ihrem bezüglichen Vorsprung 11 bezw. 13 ausgehakt werden, und dann treten die Federn 12 bezw. 16 in Wirksamkeit und ziehen die Winkelhebel 9 bezw. 15 wieder in ihre Normalstellung' zurück. Patent-Ansprüche:
1. An Apparaten zur Registrirung der Anzahl von Personen, welche in öffentlichen Fahrzeugen (Omnibus, Strafseneisenbahn, Dampfboot) oder in öffentlichen Räumen ein- und ausgehen, die von einer sich drehenden Schraubenspindel seitwärts bewegten Arme, deren Zahl mit derjenigen der Halteplätze in der Zeiteinheit oder bezw. mit derjenigen gewisser Zeitperioden innerhalb einer gegebenen längeren Zeit übereinstimmt, welche Arme in solcher Weise angeordnet sind bezw. beeinflufst werden, dafs immer nur einer derselben auf das Registrirwerk einwirkt, dafs ferner je ein solcher Arm nach Vollendung einer Zeitperiode, wie z. B. nach Erreichung eines Halteplatzes, selbstthätig aufser Beziehung zum Registrirwerk, und dafs dafür ein anderer in Beziehung zu demselben zu treten vermag.
2. Ein solcher auf der sich drehenden Schraubenspindel reitender Arm nebst seinem Zubehör in Combination mit einer Fufstrittplatte, welche so angeordnet und mit dem anderen Theil zusammengestellt ist, dafs die Thatsache des Eintritts einer Person in. einen der bezeichneten Räume oder bezw. des Austritts aus einem solchen die registrirende Wirkung desjenigen Bestandtheils des ganzen Apparats zur unmittelbaren Folge hat, welcher dem während des laufenden Zeitabschnitts wirkungsfähigen Arm entspricht.
3. Die Combination der auf der Schraubenspindel A reitenden Arme oder Hebel mit Sperrrädern und Klinken, welche letztere das Registrirwerk bilden oder bezw. mit demselben communiciren, sowie mit einer an den zu zählenden Personen direct beeinflufsten Fufstrittplatte.
4. In Verbindung mit der sich drehenden Schraubenspindel eine am Ende derselben vorgesehene Kante d und eine feststehende Kerbe oder Austiefung e, in welche jene Kante nach erfolgter Ankunft an einem Halteplatz bezw. nach Vollendung eines der gegebenen Zeitabschnitte hineingedrängt wird, was die plötzliche Ausrückimg der eben in Wirksamkeit gewesenen Registrirwerktheile und bezw. die desgleichen Einrückung der während der folgenden Zeitperiode zu wirken bestimmten Bestandtheile bezweckt.
5. Die auf der erwähnten Schraubenspindel reitenden Arme in Combination mit einer Schell- oder Signalvorrichtung, welche nach Beendigung einer der gegebenen Zeitperioden ein hörbares Zeichen giebt, im wesentlichen dadurch erzielt, dafs durch die unter 4. erwähnte plötzliche axiale Verschiebung der Schraubenspindel einer kurz vorher angespannten Feder (S in Fig. 4) ein Zurückschnellen gestattet, was das Anschlagen eines Hämmerchens an die Schelle bewirkt.
6. Die Verbindung der unter 1. gekennzeichneten wesentlichen Registrirwerktheile mit einer Rolltafel (J? in Fig. 9 und 10), welche vermöge Einwirkung der auf der Schraubenspindel reitenden Arme für jede einzelne der gegebenen Zeitperioden eine auf letztere bezügliche Angabe (z. B. des für diesen Zeitabschnitt auf einem Fahrzeug zu erhebenden Fahrgeldes) sichtbar werden läfst.
7. Die mit Bezug auf Fig. 16, 17 und 18 beschriebenen Vorrichtungen und Mechanismen zur Feststellung der einen Stufe, bewirkt durch Niederdrücken der anderen Stufe.
8. Das Excenter Y in Combination mit einer am Fahrrade eines öffentlichen Fuhrwerks angebrachten Scheibe y, in welcher ein kleiner, aber kräftiger, als Mitnehmer des Excenters dienender Winkelhebel gelagert ist, der sich gegen Endflächen von in dem Excenter ausgesparten Nuthen legt; eine Vorrichtung, welche die der Vorwärts- oder Rückwärtsbewegung des Fuhrwerks entsprechende Vor- oder Rückwärtsdrehung der Schraubenspindel A und richtige Einstellung der Klinken des transmittirenden Sperrradmechanismus, Fig. 13 und 14, bewerkstelligt.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen.
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