DE688495C - Verfahren zur Herstellung von Produkten aus Hexamethylentetramin und Formaldehyd - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Produkten aus Hexamethylentetramin und FormaldehydInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Produkten aus Hexamethylentetramin und Formaldehyd Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Produkten aus Hexamethylentetramin und Formaldehyd. Die Herstellung solcher Produkte bereitet im allgemeinen erhebliche Schwierigkeiten. Vermischt man z. B: wässerige Lösungen von Hexamethylentetramin mit wässerigem Form-_ aldehyd des Handels und verdampft diese Mischung sodann zur Trockne, so zeigt sich hierbei zufolge von unvermeidbaren Zersetzungen u. dgl., daß nur sehr schlechte Ausbeuten und auch Qualitäten erhalten werden.
- Es wurde nun gefunden, daß diese Gb.elstände vermieden werden, wemi man die Gegenwart von Wasser in der ursprünglichen Mischung möglichst niedrig hält. Verwendet man z. B. als Ausgangsstoff Formaldehyd des Handels, d. h. also ein Gemisch von 40 o/o Formaldehyd und 6o % Wasser, so ist dafür zu sorgen, daß der andere Umsetzungsteilnehmer, d. h. das Hexamethylentetramin, möglichst wasserfrei zur Anwendung gelangt. An Stelle von Hexamethylentetramin kann man auch gasförmiges Ammoniak unmittelbar in die 40%ige Formaldehydlösung einleiten, und zwar in einem solchen Gewichtsverhältnis, daß dadurch ein Produkt mit dem gewünschten Gehalt an Hexamethylentetramin erhalten wird. An Stelle von handelsüblichen Formaldehydlösungen kann man auch solche Lösungen verwenden, welche durch Auflösen von Paraformaldehyd oder auch besonders leicht löslichem Paraformaldehyd in Wasser, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme alkalisch wirkender Stoffe, erhalten werden. Unter besonders leicht löslichem Paraformaldehyd sind solche . Formaldehydpräparate zu verstehen, wie sie z. B. gemäß der amerikanischen Patentschrift 1948 o69, der französischen Patentschrift 783 569 oder der britischen Patentschrift 421691 hergestellt werden können.
- Besonders günstige Ergebnisse erzielt man dann, wenn man Formaldehydlösungen mit wesentlich geringerem Wassergehalt als dem handelsüblichen verwendet. So hat sich gezeigt, daß Produkte der genannten Art mit besonders guten Ausbeuten und mit besonders wertvollen Eigenschaften dann erhalten werden, wenn man etwa 7oo/oige Formaldehydlösung mit trocknem Hexamethylentetramin vermischt und sodann im Vakuum trocknet. Solche hochkonzentrierte Formaldehydlösung kann man z. B. unmittelbar bei der Oxydation von Methylalkohol mit geeigneter Luftbemessung erhalten. Man kann aber auch etivä, Paraformaldehyd verdampfen und den. =.ei'".= haltenen dampfförmigen Formaldehyd in ent= sprechender Menge mit Wasser, Formaldt;-hydlösung oder auch mit Hexamethylentetramin vermischen. Man kann auch wässerigen Formaldehyd im Vakuum so lange destillieren, bis der Rückstand genügend hochprozentig geworden ist.
- Beispiel i Trockenes Hexamethylentetramin wird in gewünschten Gewichtsverhältnissen in 40%ige Formaldehydlösung eingetragen und die Mischung im Vakuum getrocknet. Das fertige Produkt wird hierbei mit einer Ausbeute von 77 % erhalten.
- Beispiel 2 Ammoniakgas wird unter mäßiger Kühlung in eine etwa 40%ige Formaldehydlösung eingeleitet und die erhaltene Lösung im Vakuum eingeengt bzw. getrocknet. Die Ausbeute an Mischprodukten beträgt hierbei 68 bis 69 %. Beispiel 3 Die berechnete Menge Ammoniakgas wird in wässerige Formaldehydlösung von etwa 74,70/0 unter mäßiger Kühlung eingetragen und die erhaltene Mischung im Vakuum getrocknet. Die Ausbeute an Mischprodukten beträgt hierbei 750/0.
- Beispiel q.
- Die berechnete Menge an trocknem Hexamethylentetramin wird in etwa 70%ige Formaldehydlösung eingetragen und die erhaltene Masse im Vakuum getrocknet.. D_ ie Ausbeute beträgt hierbei über 9o olo.
- Man kann den Produkten bei der Herstellung ,gemäß der vorliegenden Erfindung auch noch andere desinfizierend wirkende Stoffe, wie z. B. Phenolabkömmlinge, Schwermetallverbindungen u. dgl., einverleiben. Gegebenenfalls kann man auch inerte, als Träger wirkende Stoffe mitverarbeiten, wie z. B. Kieselgur, Holzkohle, Ton u. dgl.
- Das Mischungsverhältnis der beiden Kom-Tonenten Hexamethylentetramin bzw. Am-°inoniak und Formaldehyd kann in weiten grenzen geändert werden. Besonders wertolle Erzeugnisse erhält man, wenn man Hexamethylentetramin und Paraformaldehyd ungefähr im Verhältnis 6o : q.o anwendet.
- Die erfindungsgemäß erhaltenen Produkte sind vielseitiger Verwendung fähig. Besonders geeignet sind sie für Desinfektionszwecke aller "Art. Sie besitzen eine ausgezeichnete Wasserlöslichkeit, so daß geeignete Desinfelztionslösungen, z. B. zum Sterilisieren von chirurgischen Instrumenten, Gasmasken, Gefäßen oder anderen Gegenständen, in einfachster Weise bereitet werden können. Stellt man ein solches Produkt in offenen Schalen in Räume oder Behältnisse, so entwickelt die Mischung auch im trockenen Zustand genügend gasförmigen Formaldehyd, um eine Raumdesinfektion zu gewährleisten.
- Weiterhin erweisen sich die erfindungsgemäß hergestellten Erzeugnisse -als sehr geeignet für die Verwendung in der Landwirtschaft als Stalldesinfektionsmittel, in der Veterinärmedizin für Bodendesinfektion, als Schädlingsbekämpfungsmittel und Saatbeizmittel.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Produkten aus Hexamethylentetramin und Formaldehyd, dadurch gekennzeichnet, daß Hexamethylentetramin bzw. Ammoniak mit Formaldehyd, welcher höchstens 6o 0`o Wasser enthält, vermischt und sodann, gegebenenfalls im Vakuum, weiter entwässert werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man Formaldehyd mit weniger als 5o % Wassergehalt, vorteilhaft etwa 30 0/0, verwendet.
- 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Mischungsverhältnis von Hexamethylentetramin und Formaldehyd etwa 6o : ¢o beträgt.
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