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Thern-#scher Momentschalter Zusatz zum Patent 678291 in dem Hauptpatent
ist ein thermischer Momentschalter zum Ein- und Ausschalten des elektrischen Stromes
unter der Wirkung eines Schaltorgans, z.B. Birnetallstreifens# geschützt, bei. welche=
das die Momenthewegurig bewirkende Glied aus einer in der Querrichtung gewölbten
Blattfeder besteht, die bis zur überwindung der Wölbungskraft beansprucht wird.
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Für manche Zwecke ist es vorteilhaft, im letzten Augenblick vor Überwindung
der Wölbungskraft diese Wölbungskraft entweder zu vermindern oder die Wölbungskraft
verhältnismäßig, lange aufrechtzuerhalten.
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Gewölbte Blattfedern sind bereits bekannt, welche bis zum überschreiten
ihr-er Wölbunggkraft beansprucht werden und in ihremQu#erschnitt von einem Ende
bis zum anderen verschieden sind, dergestalt, daß der größte Querschnitt an der
Befestigungsstelle vorhanden ist.
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Bei einer solchen Anordnung ist die gewölbte Blattfeder nicht an einem
Bimetallstreifen oder einem damit zusammenarbeitenden Streifen befestigt, sondern
unmittelbar mit ihrem für diesen Zweck offenbar besonders breit gehaltenen Ende
auf einem fest-en Widerlagger befestigt, ohne daß aus dieser Anordnung- die Anregung
entnommen werden kann, gerade zur Lösung der Aufgabe (Verringerung oder Erhöhung
des Knickmomentes der Wölbungsfeder) den Querschnitt zu verändern.
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Erfindungsgemäß ist bei einem tliermischen Momentschalter zum Ein-
und Ausschalten des elektrischen Stromes. mittels einer in der Querrichtungg gewölbten
Blattfeder die mit ihrem Ende an einem Bimetallstreifen oder einem damit zusammenarbeitenden
Streifen gte Blattfeder zur Veränderung (Verbefestig ringerung oder Erhöhung ihres
Knickmomentes) in ihrem Querschnitt "gegenüber dem Querschnitt an der Einspannstelle
beispielsweise durch Löcher, Lochreihen, Einschnitte oder Absätze geschwächt oder
durch Verbreiterung verstärkt.
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Die Erfindung ist in der beiliegenden Zeichnung beispielsweise veranschaulicht.
Es steUen dar Fig. 1, 4 'bis 9 Ansichten einer gewölbt-en Blattfeder nach
der Erfindung in verschiedenen Ausführungsformen, davon die Fig. 7
und
8 nur Bruchstücke der Blattfeder, Fig. 2 eine Seitenansicht der Blattfeder
nach Fig. i in Verbindung mit einemSchaltorgan (letzteres teilweise abgebrochen),
Fig.
3 einen Querschnitt durch die Blattfeder nach Fig. i, ZD Fig, io eine teilweise
Ansicht -einer solchen Blattfeder, Fig. i i eine Seitenansicht in Verbindung mit
einem Schaltorggan (letzteres teilweise abgebrochen), Fig. 12 eine Aufsicht auf
das Schaltorgan (teilweise abgehrochen).
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In Fig. i bis _3 ist eine gewölbte Blattfeder io gezeigt, welche mittels
einer Befestigungsöffnung, i i durch beliebige Mittel, z. B. Nietung, mit einem
Schaltorgan, z. B. Bimetallstreifen 2, fest verbunden ist, dergestalt, daß das Ende
9 des Bimetallstreifens bei seiner Bewegung in Richtung des Pfeiles
A die gewölbte Blattfeder bis zur überwindung der Wölbungskraft beansprucht
und zum Durchknicken bringt. Die Knickstelle ist dabei in der Linie C-C angenommen.
Bei 12 ist das Widerlager für die Blattfeder angedeutet.
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Erfind:ungsgemäß ist zur Verringerung des Knickmomentes an der Knickstelle
der Querschnitt der gewölbten Blattfeder durch ein Loch2i verändert. Hierdurch ist
die Bewegung im Augenblick des Durchknickens weicher gestaltet. Auf diese Weise
ist esz. B. bei einem Momentschalter möglich, daß die Temperaturperiode, die durch
den Schalter z. B. für das Ein- und Ausschalten eines Heizgerätes bedingt ist und
bei unveränderter Blattfeder z. B. i o' betragen würäe, mit Hilfe der Veränderung
des Quersch:nittes an der Knickstelle beispielsweise auf 5' herabgesetzt
werden kann. Etwas Derartiges hat z. B. u. a. Bedeutung für Brutschränke, bei welch-en
die Temperaturdifferenz nur ein oder wenige Grade betragen darf.
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Durch das in str.idippnktierter Linie angedeutete Loch 21' soll gezeigt
werden, wie durch die Größe dieses Loches die Weichheit an der Knickstelle- und
damit auch die Temperaturdifferenz in weitem Umfäng bednflußt werden kann.
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Während bei dein Ausführungsbeispiel der Fig. i bis 3 das den
Querschnitt verändernde Loch 21 unmittelbar-aa der Knickstelleangebracht ist, ist
bei dein Ausführungsbeispiel der Fig. 4 ein solches LoC11 22 bzw. 22' in der Nähe
der Knicklinie C-C angeordnet. Dadurch ergibt sich ein anderer WeichheitsoTad.
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zi Bei der Ausführungsform nach Fig. 5 ist die Querschnittsveränderung
durch Einschnitte23 bewirkt, während bei dein Ausführungsbeispiel der Fig.
6 die Querschnittsveränderung durch einen Absatz24 erzeugt wird.
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Die Fig. 7 und 8 zeigen weitere Ausführungsbeispiele
der Quer-sclinittsveränderung der gewölbten Blattfeder, die in diesem Fall durch
ein Langloch. 25 in der Querrichtung bzw. eine Lochreihe 26 in der
Längsrichtung bewirkt #st.
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Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 9 ist eine allmähliche
Querschnittsabnahme von einem Ende der gewölbten Blattfeder zum Befestigungspunkt
ii vorgesehen, wodurch ebenfalls das Knickmoment geringer ist als bei einer Blattfeder,
welche auf ihrex ganzen Länge eine gleiche Breite wie am Außenende aufweist.
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Zur Erhöhung des Knickmomentes ist, wie die Fig. i i Und 12 erkennen
lassen, an dem Schaltorgan2 eine Spitze27 vorgesehen, m it welcher es auf
den gewölbten Rücken der Blattfeder wirkt. Dadurch ist die Einwirkungsstelle zwar
in der LinieD-D, aber es findet eine Verl#e,<nmg der Knickstelle der Blattfeder
z. B. nach der Linie E-E statt, und demgemäß wird die Blattleder beim Durchknicken
nicht an der StelleD-D abgebogen, sondern bei E-E, wie in strichpunktierter Linie
bei io' angedeutet.
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Auf diese Weiee hat man es in der Hand, die Blattfeder, insbesondere
für den Anfang ihr-er Knickhewegung beim Schalt-en, besonders steif zu. gestalten.
Will man nun gegen das Ende der Schaltbewegung wieder ein weicheres Knick-en erziel-en,
so ist es nur erforderlich, an der verlegten 12nickstelle den Querschnitt im Sinne
der Ausführungsformen nach den Fig. i bis 9 zu schwächen, wie in der Fig.
io durch,das L0C1128 in strichpuriktierter Linie angedeutet ist.
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Die Erfindung eignet sich für alle Arten von Schaltern. Sie gestattet,
einen Schalter von außergewöhnlich, kleinen Abmessungen zu bauen, und gibt
die Möglichkeit, je nach Bedarf entweder eine gewölbte Blattfeder
als Kontaktsteuerorgan nüt weicherer Federung auszustatten, als. seiner Materialstärke
bz-ev. Wölbung entspricht, oder durch VerJegung des Knickpunktes infolge der Anbringung
einer Spitze statt einer breiten Druckfläche am eigentlichen Schaltorgan die Steifigkeit
der Blattfeder bi6 zu einem gewissen Grad zu erhöhen und damit auch den Zeitpunkt
der Kontaktöffhung bzw. Schließung hinauszuzögern.