DE670080C - Naehrloesung zum Zuechten des Termobacterium mobile - Google Patents
Naehrloesung zum Zuechten des Termobacterium mobileInfo
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- C12—BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
- C12N—MICROORGANISMS OR ENZYMES; COMPOSITIONS THEREOF; PROPAGATING, PRESERVING, OR MAINTAINING MICROORGANISMS; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING; CULTURE MEDIA
- C12N1/00—Microorganisms; Compositions thereof; Processes of propagating, maintaining or preserving microorganisms or compositions thereof; Processes of preparing or isolating a composition containing a microorganism; Culture media therefor
- C12N1/20—Bacteria; Culture media therefor
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Description
- Nährlösung zum Züchten des Termobacterium mobile Es ist bekannt, daß Thermobacterium mobile Lindner (abgekürzt Tm genannt) unter gleichzeitiger Bildung von Kohlensäure, Milchsäure und Alkohol durch Vergärung von Saccharose und bzw. oder Glucose und bzw.oder Fructose als Gärungserreger für technische Zwecke benutzt werden kann. Auch wurde im Schrifttum die Verwendung von Invertzuck er, Raffinose, Maltose und Galactose sowie von abgebautem Eiweiß als Bestandteil einer Nährlösung für das Trn angegeben.
- Für die technische Verwertung des Bakteriums, insbesondere im Großbetrieh, ist die bei der Züchtung angewandte Nährlösung von ausschlaggebender Bedeutung. Untersuchungen haben ergeben, daß die zahlreichen, für die Züchtung von Brauerei- und Brennereihefen bekannten Nährmedien nur zum Teil anwendbar sind und im Großbetrieb damit keine Optimumverhältnisse für Tm geschaffen werden. Dasselbe trifft auch für die im Schrifttum, z. B. in den Arbeiten von K 1 u y -v e r , D e 1 f t , angegebenen anderen Züchtungsverfahren zu. Eine wirtschaftliche Verwendung des Tin ist durch diese bekannten Verfahren nicht möglich.
- Es wurde nun gefunden, daß, folgende Nährlösung in bezug auf die Ausbeute an Bakteriemnasse und auf die besonderen Gäreigenschaften des Tm zu einem vollen Erfolg führt: Aus i ooo l Wasser, i 7o kg Malzschrot und 8okg Bohnenmehl wird eine Maische hergestellt, die in üblicher Weise 1/2 Stunde bei 5o° und danach 2o Minuten bei 5o bis 70° einer Verzuckerung unterworfen wird.
- Die Temperatur wird sodann auf 4.o° herabgesetzt, die verzuckerte Maische mittels Schwefelsäure auf ein p$ von 1,6 eingestellt und unter Zusatz von 2 kg Pepsin während il/',. Stunden ein Eiweißabbau vorgenommen. Die Maische wird hierauf klar filtriert und dem Filtrat so viel Schwefelsäure zugefügt, daß die Konzentration der Säure in der klaren Würze 2% beträgt. Es .erfolgt dann ein Zusatz von raffinosehaltiger Raff neriemelasse mit einem Gehalt an Saccharose und Raffinose von insgesamt 6oo/o. Durch 2stündiges Kochen werden die in der Würze vorhandenen Zuckerarten weitgehendst hydrolysiert bzw. invertiert.
- Nach Neutralisation der Schwefelsäure mit der entsprechenden Menge Ammoniak bis fast zum Neutralpunkt und einem Zusatz von i o kg Kaliumbiphosphat wird nochmals filtriert und zur gebrauchsfertigen Würze mit 30001 Wasser verdünnt. Diese Nährlösung wird mit 2001 einer Impfkultur von Tm beimpft. Die Züchtung erfolgt während 8 Stunden bei 15', danach 16 Stunden bei 30° unter starker Durchlüftung. Die gebildete Bakterienmasse wird abzentrifugiert, durch zweimaliges Vermischen mit Wasser und nachheriges Abzentrifugieren gewaschen und danach in dünner Schicht schnell getrocknet.
- Die beschriebene Nährlösung führt dazu, daß ein Bakterium: von einer besonderen physiologischen Beschaffenheit gewonnen wird. Die technische Anwendung des Tm als Gärerreger erfordert, daß das Tm nach Einbringen in das neue Medium sofort anwächst und gärt. Die Untersuchungen haben gezeigt, daß in diesem Falle die Beweglichkeit des Bakteriums von ausschlaggebender Bedeutung ist. Da andererseits die technische Großverwendung des Tm zweckmäßig nicht in einer flüssigen, sondern in einer möglichst weit entwässerten Form wünschenswert ist, so mußte die Nährlösung so gewählt werden, daß ein Bakterium gewonnen wird, das auch aus der stark entwässerten Zustandsform in möglichst kurzer Zeit zur Beweglichkeit gelangt.
- So bilden z. B. 0,2g der oben beschriebenen Trockenkultur in einem geeigneten Gärmedium in 1/2 Stunde 15 ccm Kohlensäure.
- Man kann der - vorerwähnten Nährlösung auch in an sich bekannter Weise Invertzuck er oder bei Gegenwart von Saccharose o., i bis o,2% Invertase zusetzen.
Claims (1)
- PATL'NTANSPRUCH: Nährlösung zum Züchten des Thermobakterium mobile, bestehend aus hydrolysierter Maltose und Raffinose sowie durch Pepsin und Säure abgebauten pflanzlichen Eiweißstoffen, der gegebenenfalls Invertzucker oder Saccharose und Invertase zugesetzt sein können.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW96673D DE670080C (de) | 1935-06-07 | 1935-06-07 | Naehrloesung zum Zuechten des Termobacterium mobile |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW96673D DE670080C (de) | 1935-06-07 | 1935-06-07 | Naehrloesung zum Zuechten des Termobacterium mobile |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE670080C true DE670080C (de) | 1939-01-11 |
Family
ID=7614596
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW96673D Expired DE670080C (de) | 1935-06-07 | 1935-06-07 | Naehrloesung zum Zuechten des Termobacterium mobile |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE670080C (de) |
-
1935
- 1935-06-07 DE DEW96673D patent/DE670080C/de not_active Expired
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