DE285191C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE285191C DE285191C DENDAT285191D DE285191DA DE285191C DE 285191 C DE285191 C DE 285191C DE NDAT285191 D DENDAT285191 D DE NDAT285191D DE 285191D A DE285191D A DE 285191DA DE 285191 C DE285191 C DE 285191C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- mash
- auxiliary
- acidified
- beer
- lactic acid
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- JVTAAEKCZFNVCJ-UHFFFAOYSA-N lactic acid Chemical compound CC(O)C(O)=O JVTAAEKCZFNVCJ-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 20
- 235000013405 beer Nutrition 0.000 claims description 11
- 235000014655 lactic acid Nutrition 0.000 claims description 10
- 239000004310 lactic acid Substances 0.000 claims description 10
- GXCLVBGFBYZDAG-UHFFFAOYSA-N N-[2-(1H-indol-3-yl)ethyl]-N-methylprop-2-en-1-amine Chemical compound CN(CCC1=CNC2=C1C=CC=C2)CC=C GXCLVBGFBYZDAG-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 4
- 239000002253 acid Substances 0.000 claims description 4
- 238000000855 fermentation Methods 0.000 claims description 4
- 230000004151 fermentation Effects 0.000 claims description 4
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 claims description 4
- 235000001674 Agaricus brunnescens Nutrition 0.000 claims description 3
- 238000000034 method Methods 0.000 claims 1
- 230000020477 pH reduction Effects 0.000 description 8
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 5
- 241000894006 Bacteria Species 0.000 description 4
- 102000004169 proteins and genes Human genes 0.000 description 3
- 108090000623 proteins and genes Proteins 0.000 description 3
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 3
- 229920002472 Starch Polymers 0.000 description 2
- 150000004649 carbonic acid derivatives Chemical class 0.000 description 2
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 2
- 235000019698 starch Nutrition 0.000 description 2
- 239000008107 starch Substances 0.000 description 2
- 238000003860 storage Methods 0.000 description 2
- 102000013142 Amylases Human genes 0.000 description 1
- 108010065511 Amylases Proteins 0.000 description 1
- 241000131971 Bradyrhizobiaceae Species 0.000 description 1
- LFQSCWFLJHTTHZ-UHFFFAOYSA-N Ethanol Chemical compound CCO LFQSCWFLJHTTHZ-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 229910019142 PO4 Inorganic materials 0.000 description 1
- 240000004808 Saccharomyces cerevisiae Species 0.000 description 1
- 230000002378 acidificating effect Effects 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 238000013124 brewing process Methods 0.000 description 1
- 230000015556 catabolic process Effects 0.000 description 1
- 230000001112 coagulating effect Effects 0.000 description 1
- 210000000805 cytoplasm Anatomy 0.000 description 1
- 229940111205 diastase Drugs 0.000 description 1
- 230000001079 digestive effect Effects 0.000 description 1
- 102000038379 digestive enzymes Human genes 0.000 description 1
- 108091007734 digestive enzymes Proteins 0.000 description 1
- 230000002349 favourable effect Effects 0.000 description 1
- 238000001914 filtration Methods 0.000 description 1
- 238000011081 inoculation Methods 0.000 description 1
- 238000002156 mixing Methods 0.000 description 1
- 230000002688 persistence Effects 0.000 description 1
- 235000021317 phosphate Nutrition 0.000 description 1
- 150000003013 phosphoric acid derivatives Chemical class 0.000 description 1
- 238000002360 preparation method Methods 0.000 description 1
- 238000004321 preservation Methods 0.000 description 1
- 230000017854 proteolysis Effects 0.000 description 1
- 230000002797 proteolythic effect Effects 0.000 description 1
- 230000004936 stimulating effect Effects 0.000 description 1
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C12—BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
- C12C—BEER; PREPARATION OF BEER BY FERMENTATION; PREPARATION OF MALT FOR MAKING BEER; PREPARATION OF HOPS FOR MAKING BEER
- C12C12/00—Processes specially adapted for making special kinds of beer
- C12C12/002—Processes specially adapted for making special kinds of beer using special microorganisms
- C12C12/008—Lactic acid bacteria
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C12—BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
- C12C—BEER; PREPARATION OF BEER BY FERMENTATION; PREPARATION OF MALT FOR MAKING BEER; PREPARATION OF HOPS FOR MAKING BEER
- C12C5/00—Other raw materials for the preparation of beer
- C12C5/02—Additives for beer
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
- Biochemistry (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- General Health & Medical Sciences (AREA)
- Genetics & Genomics (AREA)
- Food Science & Technology (AREA)
- Wood Science & Technology (AREA)
- Zoology (AREA)
- Microbiology (AREA)
- Micro-Organisms Or Cultivation Processes Thereof (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
"-M 285191 KLASSE 6 b. GRUPPE
Hilfsmaische.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 12. April 1912 ab.
Zur Bereitung milchsaurer Malzgebräue hat man bereits vorgeschlagen, eine durch Einwirkung
von Milchsäurebakterien bei 46 bis 55° C angesäuerte Maische oder Würze aus einem vorhergehenden Gebräu der in üblicher
Weise erzeugten Malzwürze zuzusetzen. Ferner hat man schon erkannt, daß es nicht zweckmäßig
ist, die Maische oder Würze in ihrer Gesamtheit anzusäuern, sondern daß es sich,
um einen zu weit gehenden Eiweißabbau in der Maische zu verhüten, empfiehlt, nur aus
einem Teil der Maische oder Würze einen gesäuerten Ansatz, wie bei der Spiritus- oder
Preßhefefabrikation herzustellen und ihn dann
!5 der Hauptmaische wieder zuzusetzen; die
Menge des angesäuerten Ansatzes, der sogenannten Hilfsmaische, oder der Grad der Säuerung
soll dabei so bemessen sein, daß die Säuerung der Hauptmaische nur noch kurze
Zeit erfordert oder aber auch ganz unterbleiben kann.
Nach der vorliegenden Erfindung wird nun zwar auch eine angesäuerte Hilfsmaische verwendet,
die durch Impfung nur eines Teiles der Gesamtmaische mit Milchsäurepilzreinkulturen
gewonnen wird, diese Hilfsmaische aber wird nicht in bekannter Weise wieder zur Hauptmaische zugegeben, sondern dem Bier
nach der Hauptgärung beigemischt, wodurch man die nachstehend erläuterten Vorteile erzielt.
Bei der praktischen Ausführung der Erfindung werden die besten Ergebnisse durch folgende Arbeitsweise erzielt:
Es wird in der üblichen Weise eine Maische durch Mischen von Malz und Wasser bei der
für die Einwirkung der digestiven Enzyme der Peptase günstigen Temperatur zwischen
30 und 40° C bereitet. Nachdem Peptonisierung eingetreten ist, wird die angesäuerte
Hilfsmaische hergestellt. Zu dem Zweck zieht man einen Teil der Braumaische ab, die dabei
aufgerührt wird, damit ein Teil der feinverteilten Stärke mit der Flüssigkeit ausfließt.
Diese Flüssigkeit für die Hilfsmaische, die feinverteilte Stärke und den bei der oben genannten
Temperatur löslichen Malzextrakt enthält, wird auf 50 bis 55 ° C erhitzt und. auf
dieser Temperatur während 20 bis 30 Minuten erhalten, um alle darin enthaltenen Organismen
bis auf die Milchsäurebakterien zu zerstören. Die Flüssigkeit wird dann auf eine
ein wenig geringere Temperatur, ungefähr 52 ° C, abgekühlt und hierauf mit einer Milchsäurepilzkultur,
einer Langstäbchengattung, versetzt, um dadurch wirksamer die Entwickelung
anderer Mikroben einschließlich sol-
eher Gattungen von Milchsäurebakterien wie beispielsweise die der Kurzstäbchen zu verhindern,
die, falls sie in größeren Mengen vorhanden sind, nachteilig wirken, da sie nachträglich
nicht so leicht durch Filtrieren entfernt werden können wie die Langstäbchen. Nach der Impfung wird die Flüssigkeit einige
Stunden lang auf einer Temperatur zwischen 55 und 50° C gehalten und hierauf während
24 bis 48 Stunden einer zwischen 52 bis 400C j
schwankenden Temperatur, ausgesetzt, wobei
der Säuregehalt mit der Zeit zunimmt. Man kann auf diese Weise einen Säuregehalt von
2a/2 Prozent mit einem verhältnismäßig niedrigen
Prozentsatz an Extrakt (ungefähr 8 bis 10 Prozent) erzielen, während zur An- !
Säuerung in einer fertigen Maische, wie sie gewöhnlich in der Brauerei hergestellt und
auf 55 bis 500C abgekühlt wird, ein Extraktgehalt
der Flüssigkeit von 10 bis 20 Prozent erforderlich ist.
Die so erzeugte Hilfsmaische wird erfindungsgemäß dem Gebräu nach der Hauptgärung
zugesetzt, und zwar vorteilhaft in einer Menge von ungefähr 5 Prozent des Bieres. Am
besten ist es, die angesäuerte Hilfsmaische dem in den Lagerfässern befindlichen Bier
beizumischen, weil dadurch eine erhöhte Vollmundigkeit
und Kälteunempfindlichkeit des fertigen Bieres erzielt wird.
Über die Vorteile, die man durch Zusatz der angesäuerten Hilfsmaische zu dem Bier
im Lagerfaß erzielt, sei noch folgendes bemerkt :
Wird der angesäuerte Ansatz in bekannter Weise zu der Hauptmaische zugegeben, so
findet er in letzterer die noch nicht zerstörte Malzpeptase vor, und seine Säure wirkt an- j
regend auf diese Peptase. Das Ergebnis ist eine stärkere Verdauungstätigkeit, und außerdem
neutralisiert die Säure die im Brauwasser enthaltenen Karbonate und wandelt auch basische
Phosphate der Maische in saure um. Dadurch wird eine höhere Ausbeute und eine bessere Peptonisierung erzielt, und der störende
Einfluß von im Wasser befindlichen Karbonaten auf Diastase und Peptase verhütet.
Wird dagegen die angesäuerte Hilfsmaische erfindungsgemäß erst nach der Hauptgärung
dem Bier zugesetzt, so treten die vorerwähnten Wirkungen nicht ein, wohl aber übt die Säure eine koagulierende Wirkung
auf die unerwünschten Eiweißkörper aus, die sich in dieser Stufe des Brauverfahrens im
Bier vorfinden, und zwar in dem sogenannten kolloidalen oder halblöslichen Zustande; die
Milchsäure bringt diese Körper also zum Gerinnen oder macht sie unlöslich. Auch übt
die Milchsäure beim Pasteurisieren eine proteolytische Wirkung auf die unerwünschten
Eiweißstoffe aus, die zu dieser Zeit etwa noch zurückgeblieben sind, und das alles trägt dazu
bei, daß man Biere von erhöhter Beständigkeit und Dauerhaftigkeit erhält. Die Milchsäure
hat also dann, wenn sie dem Bier im Lagerfaß zugesetzt wird, einen größeren Einfluß
hinsichtlich der Erhaltung der Güte und der Kälteunempfindlichkeit des Bieres, als
wenn der Zusatz der angesäuerten Hilfsmaische zur Hauptmaische erfolgt.
Es hat sich übrigens gezeigt, daß bei der angegebenen Herstellung der Hilfsmaische im
praktischen Braubetriebe die notwendige Ansäuerung dieser Hilfsmaische schneller dadurch
erzielt werden kann, daß man die Temperatüren unter derjenigen hält, bei der die Peptase
zerstört wird, d. h. also unter 55 ° C. Ferner hat man gefunden, daß bei Vermeidung
höherer Temperaturen vor der Ansäuerung der Hilfsmaische eine schnellere und stärkere Ansäuerung erzielt wird. Wird diese
Maische bei Temperaturen hergestellt, die vor der Ansäuerung niemals 55° C übersteigen,
dann ist sie besser geeignet, um die erforderliche Ansäuerung zu erzielen, als beim gewohnlichen
Herstellungsverfahren, bei dem die Temperatur über 60° C gesteigert wird, weil die Peptase die notwendigen Albuminoide in
einem für die Bildung des Protoplasmas der Bakterien leicht assimilierbaren Zustand durch
Proteolyse liefert.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Herstellung von Malzgebräu unter Verwendung einer angesäuerten Hilfsmaische, die durch Impfung eines Teiles der Hauptmaische mit Milchsäurepilzreinkulturen gewonnen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die angesäuerte Hilfsmaische, deren Säuregehalt zweckmäßig ι bis 21Z2 Prozent beträgt, dem Bier nach der Hauptgärung zugesetzt wird.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE285191C true DE285191C (de) |
Family
ID=540593
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT285191D Active DE285191C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE285191C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE958464C (de) * | 1953-11-11 | 1957-02-21 | Dipl Br Ing Walter Barrach | Verfahren zur Herstellung eines Berliner Weissbieres mit konstantem Saeuregrad |
-
0
- DE DENDAT285191D patent/DE285191C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE958464C (de) * | 1953-11-11 | 1957-02-21 | Dipl Br Ing Walter Barrach | Verfahren zur Herstellung eines Berliner Weissbieres mit konstantem Saeuregrad |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE285191C (de) | ||
| DE3828786C1 (de) | ||
| DE2052963C2 (de) | Verfahren zur Herstellung eines Diätbieres | |
| DE180726C (de) | ||
| DE3506198A1 (de) | Verfahren zur herstellung von alkoholfreiem bier | |
| DE1294307B (de) | Verfahren zur Reinigung eines durch Zuechten von Schimmelpilzen, wie Schimmelpilzen der Gattung Aspergillus niger, erhaltenen Glucamylase enthaltenden Enzympraeparates von Transglucosidase | |
| DE252996C (de) | ||
| DE670080C (de) | Naehrloesung zum Zuechten des Termobacterium mobile | |
| DE121524C (de) | ||
| DE217844C (de) | ||
| DE290075C (de) | ||
| AT151939B (de) | Verfahren zur Herstellung von Bier. | |
| DE310461C (de) | ||
| AT150289B (de) | Verfahren zur Herstellung eines Spezialbieres. | |
| AT145804B (de) | Verfahren zur Herstellung stickstoffreicher Maischen, vorzugsweise Zusatzmaischen. | |
| DE102631C (de) | ||
| AT43737B (de) | Verfahren zur Herstellung eines Hefe-Kwasses. | |
| AT218451B (de) | Verfahren zur Gewinnung von Bäckereihefe | |
| DE69321972T2 (de) | Verbesserte braumethode | |
| DE1442288A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Bierwuerze | |
| DE814890C (de) | Verfahren zur Herstellung von Butandiol-(2, 3) und Butanolon-(2, 3) durch Gaerung | |
| DE664428C (de) | Verfahren zur Herstellung von Gerbextrakten aus Sulfitcelluloseablauge | |
| AT101963B (de) | Verfahren zum Abbau von Stärke zu gährungsfähigem Zucker. | |
| DE72521C (de) | Verfahren zur Gewinnung von Hefe | |
| AT73173B (de) | Verfahren zur Herstellung von Hefe nach dem sogenannten Lüftungsverfahren. |