DE669487C - Verfahren zur Herstellung von Gipsbinden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Gipsbinden

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    • A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61L—METHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
    • A61L15/00—Chemical aspects of, or use of materials for, bandages, dressings or absorbent pads
    • A61L15/07—Stiffening bandages
    • A61L15/08—Stiffening bandages containing inorganic materials, e.g. plaster of Paris
    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61F—FILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
    • A61F13/00—Bandages or dressings; Absorbent pads
    • A61F13/04—Plaster of Paris bandages; Other stiffening bandages

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Gipsbinden Gipsbinden werden unter Verwendung von gebranntem Gips hergestellt. Es ist auch schon bei der Herstellung von Gipsbinden ein Träger der Gipsmasse verwendet worden. Als solcher dient hauptsächlich ein Gewebe, in das der gebrannte Gips eingestreut wird. Infolge der ungenügenden Haftung des gebrannten Gipses fällt jedoch beim Aufrollen der Binde und beim Einlegen in Wasser ein großer Teil des Gipses heraus, wodurch die Binden an Wert verlieren und das Anlegen der Verbände erschwert wird.
  • Man hat auch schon gebrannten Gips mit organischen wasserfreien Lösungsmitteln, die ein Klebemittel gelöst enthalten, zueinem Brei verrührt und diesen .auf eine Trägerschicht aufgetragen. Nach Austreiben des Lösungsmittels haftet der Gips an dem Träger. Soweit die hierbei verwendeten Lösungsmittel noch einen geringen Gehalt an Wasser besitzen, wird ein Teil des Gipses abgebunden und ist für die spätere Wirksamkeit der Gipsbinde unbrauchbar. Die nicht wasserhaltigen organischen Lösungsmittel verteuern die Herstellung der Binden.
  • Erfindungsgemäß wird zur Herstellung von Gipsbinden ungebrannter Gips, vorteilhaft mittels eines Klebemittels, auf eine Trägerschicht, z. B. ein Gewebe, aufgetragen und erst dann gebrannt. Der ungebrannte Gips kann dabei, mit Wasser gemischt, als. Brei bzw. pastenförmig auf die Trägerschicht aufgebracht und die Brenntemperatur niedriggehalten werden, besonders wenn die Gipsschicht sehr dünn gewählt oder unter vermindertem Druck gearbeitet wird oder der Gipsmasse ein Katalysator zugesetzt wird, zumal es nur erforderlich ist, das Hydratwasser des Gipses teilweise auszutreiben. So ist es z. B. bekannt, daß ein geringer Zusatz von Kochsalz die Brenntemperatur des Gipses tim 30% erniedrigt.
  • Das Verfahren wird an folgendem Ausführungsbeispie.1 veranschaulicht: rooo Teile ungebrannter Gips werden mit einer Lösung von 5o Teilen Gummiarabikum in 35o Teilen Wasser zu einer Paste verarbeitet. Dieser Brei wird durch einen Streichapparat in dünner Schicht auf eine Mullbinde aufgetragen, die anschließend durch einen Trockenkasten gezogen wird, dessen Temperatur der erwünschten Brenntemperatur entspricht. Nach dem Trocknen und Brennen des Gipses bei dieser Temperatur haftet das Gipspulver so fest an der Binde, daß dasselbe beim Rollen der Binde sowie beim Einlegen ins Wasser nicht .abfällt -und abbröckelt. Beim Eintauchen in Wasser erweicht diese Binde in wenigen Sekunden. Sie wird dann durch Ausdrücken von .dem überschüssigen Wasser befreit und zur Herstellung eines Verbandes benutzt, der in kürzester Zeit (etwa 5 Minuten) erhärtet.
  • Der Erfindungsgegenstand ist weder auf eine bestimmte Apparatur noch auf bestimmte Gipsträger beschränkt. Besonders geeignet zum Brennen des Gipses auf der Trägerschicht ist ein langer Tunnelofen, der Zonen verschiedener Temperatur aufweist. Die Temperatur am Zuführungsende ist zunächst niedrig, damit eine Vortrocknung stattfindet;
    und steigert sich bis zu der jeweils erford:...;
    lichen Brenntemperatur. Die jeweils
    r@
    wünschte Härte des verfestigten Gip -
    sich durch den Brennprözeß auf dem r'age-
    in einfachster Weise regeln, da hior die Schichtdicke beliebig gewählt und die Brenntemperatur leicht eingestellt werden kann. Dieses ist bedeutungsvoll für die spätere Abbindezeit sowie für den Härtegrad des Gipsverbandes zur Anpassung an dessen besonderen Verwendungszweck.
  • Man kann also nach dem Verfahren beliebig harte Gipsverbände herstellen. Geschmeicligkeitszus.ätze an sich bekannter Art können dabei ebenso Verwendung finden wie auch Füllmittel usw. Da die erst auf dem Träger gebrannte Gipsschicht fest auf dem Trägergewebe haftet, fällt z. B. beim Abrollen der Binde und beim Anlegen des Verbandes kein Gips heraus. Auch beirr Austreiben des zum Lösen des Klebemittels gebrauchten Wassers *entstehen keine Ver-Iuste an Gips. Da nur Wasser als: Lösungsmittel verwandt wird, wird die Herstellung der Gipsbinden wesentlich vereinfacht und verbilligt.
  • Als Klebemittel zum Fixieren des ungebrannten Gipses an eine Stofffläche kommen alle diejenigen Klebestoffe in Betracht, die in Wasser löslich bzw. quellbar sind: Solche Körper sind z. B. Gummiarabikum, Stärke, Dextrin, Traganth, Gelatine; wasserlösliche Cellulas;eäther, Casein.
  • Soweit die Wahl der an sich niedrig zu ,üaltend en Brenntemperatur ,einen Schutz des ,1.##@ägers gegen Hitzebeeinträchtigungen machen sollte, wird der Träger entsprechend vorbehandelt.

Claims (1)

  1. PATEN TANSi'RticH1:: i. Verfahren zur Herstellung von Gipsbinden, dadurch gekennzeichnet, daß 'der Gips in ungebranntem Zustande vorteilhaft mittels eines Klebemittels auf eine Trägerschicht aus Gewebe o. dgl. aufgetragen und erst dann gebrannt wird. z. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Brenntemperatur des Gipses dein späteren Verwendungszweck der Binde bzw. der erwünschten Abbindezeit und Härte angepaßt wird. 3. Verfahren nach Anspruch i und a, dadurch gekennzeichnet, daß Glas Brennen des Gipses auf der Trägerschicht unter vermindertem Druckerfolgt. q.. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Gipsmasse zur Herabsetzung der Brenntemperatur ein Katalysator zugesetzt wird. 5. Verfahren nach Anspruch i bis q.; dadurch gekennzeichnet, daß der Gips das erhärtete Endprodukt plastisch machende Zusätze erhält.
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