AT117083B - Verfahren zur Herstellung von nicht splitternden Glasscheiben. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von nicht splitternden Glasscheiben.Info
- Publication number
- AT117083B AT117083B AT117083DA AT117083B AT 117083 B AT117083 B AT 117083B AT 117083D A AT117083D A AT 117083DA AT 117083 B AT117083 B AT 117083B
- Authority
- AT
- Austria
- Prior art keywords
- glass
- production
- panes
- glass panes
- celluloid
- Prior art date
Links
- 239000011521 glass Substances 0.000 title description 29
- 238000000034 method Methods 0.000 title description 9
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 title description 8
- 229920000159 gelatin Polymers 0.000 description 13
- 235000019322 gelatine Nutrition 0.000 description 13
- 229920002160 Celluloid Polymers 0.000 description 11
- 108010010803 Gelatin Proteins 0.000 description 9
- 239000008273 gelatin Substances 0.000 description 9
- 235000011852 gelatine desserts Nutrition 0.000 description 9
- 238000000576 coating method Methods 0.000 description 7
- 239000000243 solution Substances 0.000 description 7
- QTBSBXVTEAMEQO-UHFFFAOYSA-N Acetic acid Chemical compound CC(O)=O QTBSBXVTEAMEQO-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 6
- ROSDSFDQCJNGOL-UHFFFAOYSA-N Dimethylamine Chemical compound CNC ROSDSFDQCJNGOL-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 6
- 239000011248 coating agent Substances 0.000 description 6
- 239000001828 Gelatine Substances 0.000 description 4
- 239000003795 chemical substances by application Substances 0.000 description 4
- 239000012460 protein solution Substances 0.000 description 4
- 239000000020 Nitrocellulose Substances 0.000 description 3
- FJWGYAHXMCUOOM-QHOUIDNNSA-N [(2s,3r,4s,5r,6r)-2-[(2r,3r,4s,5r,6s)-4,5-dinitrooxy-2-(nitrooxymethyl)-6-[(2r,3r,4s,5r,6s)-4,5,6-trinitrooxy-2-(nitrooxymethyl)oxan-3-yl]oxyoxan-3-yl]oxy-3,5-dinitrooxy-6-(nitrooxymethyl)oxan-4-yl] nitrate Chemical compound O([C@@H]1O[C@@H]([C@H]([C@H](O[N+]([O-])=O)[C@H]1O[N+]([O-])=O)O[C@H]1[C@@H]([C@@H](O[N+]([O-])=O)[C@H](O[N+]([O-])=O)[C@@H](CO[N+]([O-])=O)O1)O[N+]([O-])=O)CO[N+](=O)[O-])[C@@H]1[C@@H](CO[N+]([O-])=O)O[C@@H](O[N+]([O-])=O)[C@H](O[N+]([O-])=O)[C@H]1O[N+]([O-])=O FJWGYAHXMCUOOM-QHOUIDNNSA-N 0.000 description 3
- 238000001035 drying Methods 0.000 description 3
- 229920001220 nitrocellulos Polymers 0.000 description 3
- 108090000623 proteins and genes Proteins 0.000 description 3
- 102000004169 proteins and genes Human genes 0.000 description 3
- 239000002904 solvent Substances 0.000 description 3
- 230000008961 swelling Effects 0.000 description 3
- QCVGEOXPDFCNHA-UHFFFAOYSA-N 5,5-dimethyl-2,4-dioxo-1,3-oxazolidine-3-carboxamide Chemical compound CC1(C)OC(=O)N(C(N)=O)C1=O QCVGEOXPDFCNHA-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- CSCPPACGZOOCGX-UHFFFAOYSA-N Acetone Chemical compound CC(C)=O CSCPPACGZOOCGX-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 102000002322 Egg Proteins Human genes 0.000 description 2
- 108010000912 Egg Proteins Proteins 0.000 description 2
- 229940072049 amyl acetate Drugs 0.000 description 2
- PGMYKACGEOXYJE-UHFFFAOYSA-N anhydrous amyl acetate Natural products CCCCCOC(C)=O PGMYKACGEOXYJE-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 235000014103 egg white Nutrition 0.000 description 2
- 210000000969 egg white Anatomy 0.000 description 2
- 235000013601 eggs Nutrition 0.000 description 2
- MNWFXJYAOYHMED-UHFFFAOYSA-M heptanoate Chemical compound CCCCCCC([O-])=O MNWFXJYAOYHMED-UHFFFAOYSA-M 0.000 description 2
- 206010053567 Coagulopathies Diseases 0.000 description 1
- 102000009123 Fibrin Human genes 0.000 description 1
- 108010073385 Fibrin Proteins 0.000 description 1
- BWGVNKXGVNDBDI-UHFFFAOYSA-N Fibrin monomer Chemical compound CNC(=O)CNC(=O)CN BWGVNKXGVNDBDI-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- GRYLNZFGIOXLOG-UHFFFAOYSA-N Nitric acid Chemical compound O[N+]([O-])=O GRYLNZFGIOXLOG-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 239000004568 cement Substances 0.000 description 1
- 230000035602 clotting Effects 0.000 description 1
- 230000001427 coherent effect Effects 0.000 description 1
- 238000007598 dipping method Methods 0.000 description 1
- 239000012153 distilled water Substances 0.000 description 1
- 229950003499 fibrin Drugs 0.000 description 1
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 1
- 229910017604 nitric acid Inorganic materials 0.000 description 1
- 230000035515 penetration Effects 0.000 description 1
- 230000001681 protective effect Effects 0.000 description 1
- 235000015096 spirit Nutrition 0.000 description 1
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 1
- 239000012780 transparent material Substances 0.000 description 1
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Chemical compound O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
Landscapes
- Laminated Bodies (AREA)
Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung von nicht splitternden Glasscheiben. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von nicht splitternden Glasseheiben. Es ist bekannt, nicht splitterndes oder unzerbrechliches Glas in der Weise herzustellen, dass zwischen zwei Glasscheiben eine Zelluloidplatte eingeschaltet wird, die durch Behandlung mit einem Lösungmittel, z. B. Azeton, an den Glasscheiben befestigt wird. Die Glasscheiben werden zusammen mit der auf diese Weise behandelten und zwischen ihnen befindlichen Zelluloidplatte einem beträchtlichen Druck unterworfen, wodurch das mittels des Lösungsmittels erweichte Zelluloid an den Oberflächen der Glasplatten festhaftet, so dass ein zusammenhängendes Ganzes gebildet wird. Zur Herstellung von Glasscheiben dieser Art ist auch bereits vorgesehlagen worden, je eine Fläche der beiden Glasscheiben mit einer dünnen Schicht Gelatine zu bedecken, die zuerst gebleicht wird. Wegen der Sprödigkeit der Gelatine wurde eine kleine Menge Eiweiss oder Fibrin zu der Gelatine hinzugegeben, damit sie zäher wird. Zwischen den mit diesem Überzug versehenen Glasplatten wird ein durchsichtiger Stoff, z. B. Zelluloid, dadurch befestigt, dass der Gelatineüberzug mit Essigsäure erweicht wird. Das Ganze wird in einer ebenfalls beheizten Presse zusammengedrückt. Die Verwendung von Gelatine bei der Herstellung unzerbrechlicher Glasscheiben weist jedoch beträchtliche Nachteile auf. Einerseits muss die Gelatine wegen ihrer natürlichen Färbung gebleicht werden, damit die mit ihr erzeugte Scheibe farblos ist, anderseits ist Gelatine von Natur aus brüchig und muss daher in manchen Fällen in der oben beschriebenen Weise zur Vergrösserung der Zähigkeit behandelt werden. Ferner erfordert Gelatine eine längere Zeit zur Trocknung, beispielsweise zwölf Stunden. EMI1.1 Gelatine ist ferner ein hygroskopischer Stoff, der trotz der Trocknungsbehandlung Feuchtigkeit zurück- behalten kann, die die Festigkeit und Durchsichtigkeit der erzeugten Glasscheibe beeinträchtigt. Zur EMI1.2 Weiters besteht ein Nachteil darin, dass Gelatine in flüssiger Form auf den Gegenstand aufgetragen werden muss, so dass sie nur in heissem Zustande verwendbar ist und auf eine kalte Glasplatte nicht in befriedigender Weise aufgetragen werden kann. Das Verfahren gemäss der Erfindung zur Herstellung von unzerbrechlichen Glasscheiben lässt diese Nachteile vermeiden und ist rascher und wirtschaftlicher durchfiihrbar als die bisher üblichen Ver- fahren, wobei ein inniger Zusammenhang der Scheiben in dem Masse gesichert ist, dass sie bei normalen Luftverhältnissen unverkittete Kanten aufweisen können. Die Erfindung besteht darin, dass die Platten . anstatt mit einem Überzug aus Gelatine mit einem solchen aus Eiweisslösung versehen werden. Die beiden Glasscheiben werden zunächst durch Eintauchen in eine schwache Salpetersäurelösung EMI1.3 Seite mit Eiweisslösung bestrichen, die aus dem Weissen eines Hiihnereies und destilliertem Wasser in gleichen oder annähernd gleichen Teilen hergestellt ist. Es kann handelsübliches Eiweiss verwendet werden, dass aus dem Weissen von Hühnereiern hergestellt und zur Bildung der Lösung geeignet ist. Eiweiss, das bekanntlich auf Glasplatten sehr fest haftet, weist keinen der vorher erwähnten Nachteile der Gelatine auf. Es kann sogar auf kalte Glasplatten aufgetragen werden und wird beim Auftragen auf die Glasscheibe weniger klebrig als Gelatine. Das Auftragen geschieht vorzugsweise mittels eines Handpinsels. <Desc/Clms Page number 2> Der Überzug ist farblos und nach dem Trocknen für das unbewat'fnete Auge unsichtbar. Das Trocknen geschieht einfach unter Atmosphärendruck und verläuft sehr sehnell, nämlieh in der Zeit von EMI2.1 der Glasplatten, die vorher mit der Eiweisslösung überzogen worden sind, gegossen. Diese Lösung bildet eine dünne, durchsichtige Haut. Die Scheiben werden dann getrocknet, was ebenfalls wieder in sehr kurzer Zeit, ungefähr während einer Minute, vor sich geht. EMI2.2 die Glasscheibe aufgetragene Eiweiss. An Stelle der oben erwähnten Schiessbaumwollelösung kann auch eine andere Lösung, z. B. Amylazetat, verwendet werden. Alsdann wird eine durchsichtige Zelluloidscheibe auf dieselbe Grösse wie die Glasplatten zurecht- EMI2.3 die in die Oberfläche der Zelluloidplatte eindringt und das Zelluloid klebrig macht. Dimethylamin, in handelsüblichen Spirituosen gelöst, ist für diesen Zweck geeignet. Um das Eindringen des Dimethylamins erforderlichenfalls zu erleichtern, kann eine geringe Menge Essigsäure oder ein anderes, in geeigneter Weise wirkendes Mittel noch hinzugefügt werden. Die auf diese Weise behandelte Zelluloidscheibe wird dann sofort zwischen die beiden Glasscheiben derart gelegt, dass die entsprechenden überzogenen Flächen der Scheibe sich unmittelbar berühren. Das Ganze wird dann in eine geeignete Filzpresse gelegt, die auf ungefähr 40-450 C erwärmt wird. In dieser Presse wird das EMI2.4 eines vollkommenen Zusammenhaftens erforderlichen Druckes ändert sich entsprechend der Eigenschaften des zur Herstellung der Scheibe verwendeten Glases. Die zusammengesetzte Scheibe wird dann aus der Presse herausgenommen und abgekiihit. Die Kanten werden gesäubert, wenn die Scheibe gebrauchsfertig sein soll. Es ist hervorzuheben, dass der zweite Überzug der Glasplatten nicht mit irgendeinem Lösungsmittel behandelt wird, wie es bei den bisher verwendeten zweiten Überzügen, die aus Zelluloidkitt bestehen, erforderlich gewesen ist. Die Verwendung von Dimethylamin als Quellmittel hat den Vorteil, dass die Schiessbaumwolle und das Quellmittel ohne Vorbehandlung innig ineinander dringen und in so hohem Masse zusammenziehend wirken, dass die Kanten nicht verkittet zu werden brauchen, es sei denn, dass Glas in heissem Klima Verwendung finden soll. Der durch das Verfahren nach der Erfindung erreichte feste Zusammenhang zwischen den Scheiben ist so innig, dass die Scheibe bei normalen atmosphärischen Verhältnissen nicht an ihren ungeschützten Kanten beschädigt wird. Es besteht jedoch kein Hindernis, die Kanten der zusammengefügten Scheibe zu verkitten, falls dies erforderlich erscheinen sollte. Dies kann durch irgendein geeignetes'Verfahren. z. B. durch Eintauchen der Kanten der Scheibe in eine Zellu- loid-oder Kollodiumlösung, geschehen. Es ist zu beachten, dass die Temperatur der Presse nicht zu hoch sein darf, damit ein Gerinnen des Eiweisses vermieden wird. Das Verfahren nach der Erfindung ist durch einen erfahrenen Arbeiter rasch durchführbar. Die mit dem Verfahren nach der Erfindung hergestellte unzerbrechliche Glasscheibe ist in der üblichen Durch- schnittsgrösse herstellbar und kann beispielsweise für die Fenster oder die Schutzscheiben von Kraftwagen verwendet werden. Die Herstellungsdauer beträgt ungefähr eine halbe Stunde. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von nicht splitternden Glasscheiben, die aus zwei Glasscheiben und einer mit Quellmitteln behandelten Zwischenplatte aus Zelluloid unter Verwendung einer Schiessbaum- wollelösung, Amylazetat od. dgl. als Kitt zusammengefügt sind, dadurch gekennzeichnet, dass jede Glasscheibe vor dem Aufbringen des Kittes auf einer Seite mit einer Eiweisslösung bestrichen wird. EMI2.5
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB117083X | 1927-06-13 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT117083B true AT117083B (de) | 1930-03-25 |
Family
ID=9991218
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT117083D AT117083B (de) | 1927-06-13 | 1928-04-02 | Verfahren zur Herstellung von nicht splitternden Glasscheiben. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT117083B (de) |
-
1928
- 1928-04-02 AT AT117083D patent/AT117083B/de active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2161217B2 (de) | Mit Unter- und Überdruck arbeitendes Verfahren zur Herstellung einer aus einer Silikatglasscheibe, einer thermoplastischen Klebeschicht und einer Kunststoff-Folie bestehenden, optisch hochwertigen Verbundsicherheitsglasscheibe | |
| AT117083B (de) | Verfahren zur Herstellung von nicht splitternden Glasscheiben. | |
| DE907826C (de) | Verfahren zur Herstellung von Sicherheitsglas | |
| DE505862C (de) | Verfahren zur Herstellung von Verbundglas | |
| DE267563C (de) | ||
| AT117031B (de) | Verfahren zum dichten Abschließen der Ränder von nicht splitterndem oder Sicherheits-Glas. | |
| DE1009771B (de) | Verfahren zur Herstellung von Isolierglas | |
| DE597466C (de) | Zusammengesetzte Leichtkautschukplatte | |
| DE566871C (de) | Verfahren zur Herstellung einer schwerzerfallbaren Pastille | |
| AT62521B (de) | Verfahren zur Herstellung von Verbundglas, dessen Seele ganz oder teilweise aus Gelatine besteht. | |
| DE669170C (de) | Verfahren zur Herstellung splittersicherer, beschlagfreier Scheiben fuer Schutzmasken und sonstige Zwecke | |
| AT155971B (de) | Verfahren zur Herstellung hochglänzender Hohlkörper aus Celluloseprodukten vom Charakter der Acetylcellulose. | |
| DE549380C (de) | Verfahren zum Haerten der Gelatineschicht von fuer das Einsaugedruckverfahren (Imbibitionsdruck) bestimmtem Blankfilm | |
| DE535109C (de) | Verfahren zur Herstellung von Sicherheitsglas | |
| DE742283C (de) | Verfahren zur Verminderung der Wasserempfindlichkeit von Folien o. dgl. aus Mischpolyamiden | |
| DE2831462A1 (de) | Verbundmaterial auf der basis von polymethylmethacrylat | |
| DE519958C (de) | Versteifungseinlage fuer Schuhe | |
| DE633337C (de) | Verfahren zur Herstellung von Sicherheitsglas | |
| CH106723A (de) | Verfahren zur Herstellung von doppelten Fensterscheiben. | |
| DE542214C (de) | Verfahren zur Herstellung von Geweben fuer Gaszellen | |
| DE508930C (de) | Verfahren zur Herstellung wasserunloeslicher bzw. schwer quellbarer, durchsichtiger Gebilde, wie Filme, Folien, Faeden, UEberzuege o. dgl., aus Celluloseaethern mittels eiweissfaellender Mittel | |
| DE5557C (de) | Verfahren der Herstellung einer plastischen Masse aus Wasserglas, Knochen, vegetabilischem oder animalischem Elfenbein u. s. w | |
| DE469196C (de) | Verfahren zur Herstellung von keramischen Erzeugnissen mit farbigen Unterglasurdekoren unter Verwendung von Abziehbildern | |
| DE590342C (de) | Verfahren zur Herstellung faserstofffreier Pressglasnachbildungen | |
| DE1596365C (de) | Verfahren zum Behandeln von Glas |