AT129791B - Verfahren zum Aufkleben von Druckplatten, insbesondere Autotypien, auf Unterlagen aus Holz. - Google Patents
Verfahren zum Aufkleben von Druckplatten, insbesondere Autotypien, auf Unterlagen aus Holz.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> EMI1.1 Die moderne Druckteehnik stellt aussergewöhnlich hohe Anforderungen an die Druekstöeke. Es ist nicht nur erforderlich, dass die Druckplatte selbst das Bild in so vollkommener Form zeigt, dass damit ein Druck, welcher dem modernen Geschmack entspricht auch auf einem verhältnismässig minderwertigen Papier überhaupt möglich ist, sondern es sind auch eine Reihe von Zurichtungen erforderlich, um überhaupt drucken zu können. Man hat bisher die Druckplatten zumeist auf eine Unterlage aus Holz aufgenagelt, um eine unver- rückbare Verbindung herzustellen. Anderseits hat man auch vorgeschlagen, Zinkklischees bzw. Galvanos vermittels verschiedener Mittel auf ihre Holzdruckstöcke aufzukleben. Da starke Schattenpartien (Ganztöne) bei Autotypien eine grössere Druckstärke erfordern, um auszudrucken als zarte Halbtöne, war hiebei eine sogenannte Kraftzurichtung erforderlich. Diese wird z. B. in der Weise durchgeführt, dass der Druckkörper mit entsprechend ausgeschnittenen Papierschablonen überklebt wird. Diese überaus mühsame und zeitraubende Arbeit wird durch den Gegenstand der vorliegenden Erfindung erspart. Es wird hiebei die Druckplatte, z. B. eine Autotypie, mit Rückätzung 0-5 mm stark, welche vorher sorgfältig von Fett gereinigt wurde, in warmem Zustand mit einer Gelatineglyzerinmasse bestrichen und unter sehr hohem Druck erkalten gelassen. Es ist hiebei zweckmässig, die Holzunterlage vor dem Aufbringen der mit dem Klebstoff bestrichenen Autotypieplatte mit Essig zu befeuchten. Die Praxis hat gezeigt, dass besonders günstige Erfolge erzielt werden, wenn ein Klebmittel für das Befestigen der Autotypieplatte auf der Unterlage verwendet wird, welches wie folgt hergestellt wird : 10 Teile Gelatine von hoher Viskosität, Druckfestigkeit und hohem Schmelzpunkt werden in 10 Teilen kaltem Wasser so lange quellen gelassen, bis die Gelatine Wasser im Ausmasse des Eigengewichtes aufgenommen hat. Die gequollene Gelatine wird hierauf unter beständigem Rühren in 10 Teilen Glyzerin eingetragen, welches auf 100 C erwärmt wurde. Das überschüssige Wasser wird im Vakuum abgedampft. Es ist zweckmässig, der Mischung von Gelatine und Glyzerin einen Teil Zucker beizumengen. Vor der Verwendung wird die Masse, welche einen Schmelzpunkt von ungefähr 60-70 C aufweist, geschmolzen und auf die gereinigte vorgewärmte Druckplatte (Autotypie) aufgetragen und mit der gleichfalls angewärmten Holzunterlage bei einem Druck von etwa 180-200 kgjcm2 vereinigt. Hiebei kommen zweckmässig Auflagen von Filz od. dgl. zur Verwendung. Während des Erkaltens wird dieser Druck aufrechterhalten. Bei einer längeren praktischen Erprobung hat sich gezeigt, dass nach dem Verfahren gemäss vorliegender Erfindung eine dauernd elastische, festhaltende Verbindung der Druckplatten mit der Unterlage erhalten wird und dass die eingangs erwähnte Kraftzurichtung erspart werden kann. Hiebei wird auch auf gewöhnlichem Zeitungspapier eine plastische Wirkung für den Druck erzielt. Bei der Verbindung der Druckplatte mit der Holzunterlage unter Verwendung der Gelatineglyzerinmasse bei höherer Temperatur und hohem Druck bildet sich eine elastische Zwischenschichte, die bewirkt, dass beim Gegendruck die lichten Stellen des Bildes zart abgedrückt werden, während Schattenpartien voll zur Geltung kommen. Weiters ermöglicht dieses Verfahren die Verwendung besonders dünner Autotypieplatten 0'5 mu, so dass die Rückätzung viel besser zur Auswirkung gelangt und eine Art Relief entsteht, so dass das abgedrückte Bild reliefartig wirkt. Das Verfahren gemäss der Erfindung ist auch mit überraschend günstigem Erfolg bei Druckplatten ohne Rückätzung anwendbar. <Desc/Clms Page number 2> Das vorliegende Verfahren unterscheidet sich grundsätzlich von einem bekannten Verfahren, nach welchem für den Rotationsdruck bestimmte Autotypieplatten unter Verwendung einer Guttapercha- lamelle behufs Vulkanisierung bei einer höheren Temperatur auf die Druckplatte aufgedrückt wird. Derartige hohe Temperaturen kommen für Holzunterlagen nicht in Betracht, da diese hiebei ankohlen würden. Bei dem vorliegenden Verfahren kommen viel niedrigere Temperaturen in Betracht, indem die Autotypieplatte nur so weit angewärmt werden braucht, dass die in Stangen gegossene Gelatineglyzerinmasse bei dem Bestreichen nach Art des Siegellacke schmilzt. Das vorliegende Verfahren ist ohneweiters auch anwendbar, um Druckplatten auf einer Metallunterlage zu befestigen. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Aufkleben von Druckplatten, insbesondere Autotypien, auf Unterlagen aus Holz, dadurch gekennzeichnet, dass die sorgfältig von Fett gereinigte Druckplatte in warmem Zustand bei etwa 60-70 C mit einer Gelatineglyzerinmasse bestrichen und unter hohem Druck von etwa 180 bis 200 kgjem2 erkalten gelassen wird.
Claims (1)
- 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die Holzunterlage vor dem Aufbringen der mit dem Klebstoff bestrichenen Autotypieplatte mit Essig befeuchtet wird.3. Verfahren zur Herstellung des Klebmittels für das Verfahren nach den Ansprüchen 1 bzw. 2, dadurch gekennzeichnet, dass Gelatine von hoher Viskosität, Druckfestigkeit und hohem Schmelzpunkt in kaltem Wasser so lange quellen gelassen wird, bis dieselbe Wasser im Ausmasse des Eigengewichtes aufgenommen hat, worauf die gequollene Gelatine in auf etwa 100 C erwärmtes Glyzerin unter beständigem Rühren und Zusatz von Zucker eingetragen wird, worauf das überschüssige Wasser im Vakuum abgedampft wird.4. Ausführungsfrom des Verfahrens nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass 10 Teile Gelatine mit 10 Teilen Wasser aufgequollen und hierauf mit 10 Teilen Glyzerin unter Zusatz von 1 Teil Zucker unter Rühren innig vermischt werden.
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