DE282953C - - Google Patents

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DE282953C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41CPROCESSES FOR THE MANUFACTURE OR REPRODUCTION OF PRINTING SURFACES
    • B41C1/00Forme preparation
    • B41C1/10Forme preparation for lithographic printing; Master sheets for transferring a lithographic image to the forme

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Printing Methods (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Umdrucken auf Papier, die an Stelle der Lithographiesteine oder Metallplatten zu beliebig späteren Umdrucken aufgehoben werden können. Das Wesen der Erfindung liegt in der Benutzung einer besonders hergestellten Farbe und Auswaschtinktur auf einem. geeigneten Papiere. Mit diesen Mitteln wird erreicht, daß man noch nach
ίο sehr langen Zeiträumen originalscharfe und für Auflagendruck geeignete Umdrucke auf Stein oder Metall herstellen kann, was bisher nicht mit Sicherheit möglich war.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist die folgende Arbeitsweise:
Man verwendet drei Arten des Papieres, die eine Präparierung erhalten, welche das Aufsaugen der Farbe verhindert, so daß letztere auf der Oberfläche stehen bleibt. Die erste Art, die namentlich für Chromö-, Kreide-/ Feder-, photolitographischen Flachdruck bestimmt ist, wird hergestellt aus schwach geleimtem Chromorohst off papier, welches drei Aufstriche erhält. Der erste besteht aus 1 Teil Lederleim, 1 Teil reinem Chlorkalzium, 1 Teil Glyzerin, 7 Teilen Wasser. Alles wird kalt zusammengesetzt, 24 Stunden stehen und durchweichen gelassen, dann auf 50 ° C erwärmt und unter stetigem Rühren zum völligen Erkalten gebracht. Es ist dann eine flüssige, leicht klebrige Masse. Der zweite Aufstrich, welcher nach dem Trocknen des ersten erfolgt, besteht aus 1 Teil Blankfixe, 2 Teilen Stärke, 1Z2 Teil Chlorkalzium, 1Za Teil Glyzerin, 6 Teilen Wasser. Die Stärke wird gallertartig gekocht und die anderen Teile hinzugegeben, dann unter ständigem Umrühren völlig zum Erkalten gebracht, so daß ein butterweicher Brei entsteht. Der dritte Aufstrich enthält ι Teil Albumin, 1 Teil französische Gelatine, V2 Teil Chlorkalzium, V10 Teil absoluten Alkohol, V20 Teil Salizylsäure, 7 Teile Wasser. Die Stoffe werden in kaltem Zustande zusammengesetzt und zum völligen Auflösen gebracht; alsdann bringt man die Lösung bis auf 500C, filtriert und hält das Filtrat unter ständigem Umrühren bis zur Erkaltung, wonach sich eine streichfähige klebrige Flüssigkeit ergibt.
Die zweite Art Papier, namentlich für Buntdruckarbeiten bestimmt, besteht aus schwach geleimtem, durchsichtigem Leinenflorpost mit zwei Aufstrichen. Der erste besteht aus ι Teil Gelatine, 6 Teilen Wasser, V2 Teil Chlorkalzium, 3V2 Teilen Albumin; alles wird kalt gelöst, nach dem Lösen auf 350C erwärmt, unter stetigem Umrühren zum Erkalten gebracht. Der zweite besteht aus 3 Teilen Gelatine, 2 Teilen Albumin, 1 Teil Alkohol, kalt gelöst, filtriert. Nach dem Trocknen werden zwei Papierbahnen gegeneinander gegautscht und dann kalt satiniert. Ohne das Zusammenlegen wäre keine Satinierung möglich.
Zur dritten Papierart nimmt man als Rohstoff holzfreies Chromoumdruckpapier mit zwei Aufstrichen. Das Umdruckpapier bleibt ganz wenig feucht. Der erste Aufstrich besteht aus ι Teil Lederleim, 1 Teil Chlorkalzium, beides mit kaltem Wasser erweicht, 2 Teilen Glyzerin, 6 Teilen Wasser, zusammen bis 60 ° erwärmt; die Mischung wird unter Verrühren erkalten gelassen und in strichfähiger Konsistenz kalt

Claims (1)

  1. aufgetragen. Der zweite Aufstrich besteht aus ι Teil Albumin, ι Teil Gelatine, 4 Teilen Wasser, 1Z10 Teil Chlorkalzium, ferner Y10 Teil Glyzerin, für sich kalt gelöst, dazu 2 Teile absoluten Alkohol, alles auch kalt gelöst. Dieses Papier ist· zu wählen für Gravur- und Federarbeiten (Tiefdruck) und photolithographische Umdrucke. Die Aufstriche werden für jede Sorte nacheinander (der vorhergehende muß immer erst trocken sein) auf das Papier gebracht. Der Streichraum soll während der Arbeit eine Temperatur von 48 ° haben.
    Zur Herstellung der Umdruckfarbe werden gemischt: 35 Teile gelbes Wachs, 35 Teile flüssiger Storax, 25 Teile venetianische Seife, 25 Teile Walrat, 35 Teile Elemigummi, 10 Teile Vaselin, 35 Teile Hirschtalg, 200 Teile Perubalsam. Die ersten sieben Stoffe werden bei mäßiger Hitze unter tüchtigem Rühren langsam geschmolzen, und dann wird der achte Stoff zugesetzt. Nachdem diese Mischung unter ständigem Umrühren zwei Stunden auf dem Wasser- (Dampf-) Bade gekocht hat, wird sie filtriert und unter stetem Umrühren langsam zum Erstarren gebracht. Von diesem Produkt nimmt man 1 Teil, mischt dazu 1 Teil Steindruckkreidefederfarbe, und damit ist die Umdruckfarbe fertig.
    Die Auswaschtinktur wird folgendermaßen hergestellt: 5 Teile französischer Terpentin, 2 Teile Lavendelöl, 3/4 Teil syrischer Asphalt, 3/4 Teil gelbes Wachs, bis auf 70 ° erhitzt, im Wasserbad oder im Dampf gekocht und geschmolzen, die Masse bis auf 40 ° abgekühlt und dann I1Z2 Teile Perubalsam zugesetzt. Das Ganze wird durch Umrühren innig verbunden und erkaltet zu einer öligen Flüssigkeit.
    Das Arbeitsverfahren ist im allgemeinen das übliche, wie man es für die Herstellung von Umdrucken schon kennt. Es bedarf deshalb an dieser Stelle keiner besonderen Erläuterung. Es ist nur zu beachten, daß der Lithographiestein, auf den ein solcher Umdruck neu umgedruckt werden soll, beim Auflegen des Umdruckabzuges und Überziehen desselben nur einen ganz geringen Grad Feuchtigkeit haben darf, da bei größerer Feuchtigkeit das Fett der Umdruckfarbe abgestoßen wird und sich nicht mit der Steinschicht verbindet. Der auf den Lithographiestein aufgebrachte Umdruckabzug ist, selbst wenn er lange Zeit aufbewahrt wurde, noch so frisch, daß er die Umdruckfarbe auf den Stein abläßt und diese vermöge ihrer Zusammensetzung die Kraft besitzt, ihren Fettgehalt der Steinschicht mitzuteilen, um für die neu erfolgende Präparation, die erforderlich ist, um den Umdruck für große Auflagen widerstandsfähig zu machen, vorbereitet zu sein.
    P λ tent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Umdrukken, wobei die Umdruckabdrucke an Stelle der Lithographiesteine oder Metallplatten zu beliebig späteren Umdrucken aufgehoben werden können, gekennzeichnet durch die vereinigte Verwendung folgender Mittel: a) eines Umdruckpapieres, dessen Aufstrich im wesentlichen aus einer Mischung von Albumin und Klebstoffen, Chlorkalzium und Glyzerin besteht; b) einer Umdruckfarbe, welche etwa zur Hälfte aus Seife, Wachs- und Fettstoffen und zur anderen aus Perubalsam besteht; c) einer Auswaschtinktur, welche in der Hauptsache aus Terpentinöl, Asphalt, Wachs und Perubalsam besteht.
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