DE662935C - Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen auf der Faser unter Verwendung alkalischer Loesungen von alkaliempfindlichen Diazoniumverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen auf der Faser unter Verwendung alkalischer Loesungen von alkaliempfindlichen Diazoniumverbindungen

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DE662935C
DE662935C DEI54287D DEI0054287D DE662935C DE 662935 C DE662935 C DE 662935C DE I54287 D DEI54287 D DE I54287D DE I0054287 D DEI0054287 D DE I0054287D DE 662935 C DE662935 C DE 662935C
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Dr Wilhelm Tischbein
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  • Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen auf der Faser unter Verwendung alkalischer Lösungen von alkaliempfindlichen Diazoniumverbindungen Zur Herstellung von Azofarbstoffen auf der Faser werden u. a. Diazoverbindungen benutzt, die zwecks Erzielung einer genügend großen Kupplungsgeschwindigkeit in alkalischem * Medium gekuppelt werden. Solche Diazoverbindungen zeigen andererseits oft den Nachteil, daß sie gegen starke Alkalien, wie Natriumhydroxyd, empfindlich sind und sich in deren Gegenwart rasch zersetzen. Diese Verhältnisse treffen z. B. insbesondere bei der Kupplung mit diazotiertem 4#-Methoxy-4-aniinodiphenylamin, 4-Aminodiphenylamin, i-Ainin0-4-benzoylamino-2,5-diäthoxybenzol oder 4,.4-Diamino-3,3'-dimethoxydiphenyl zu.
  • Da andererseits durch die der Kupplung vorausgehende Grundierung stets Alkali in die Entwicklungsflotte, welche die Diazoverbindung enthält, gelangt, ist es üblich, den Entwicklungsflotten geeignete Puffersubstan-7en zuzusetzen. Als Verbindungen, die durch Umsetzung mit dem aus dem Grundierungsbade stammenden Alkali dem Bad eine gewisse Alkalität geben, wurden beispielsweise schon Ammoniumsulfat, Natriumbicarbonat oder Magnesiumsulfat vorgeschlagen. Diese Zusätze vermögen zwar die Beständigkeit der Färbebäder zu erhöhen. Auch hier tritt aber infolge der noch zu stark alkalischen Reaktion des Bades Zersetzung der Diazoniumverbindung oder bei Verwendung von Magnesiumsulfat infolge der Bildung des schwer löslichen Magnesiumhydroxyds ein störender Niederschlag auf.
  • Es würde nun gefunden, daß sich diese Nachteile vermeiden lassen, wenn man die Kupplung von alkaliempfindlichen Diazoverbindungen in. Gegenwart von Salzen von Aminen oder organischen Ammoniumverbindungen vornimmt. Insbesondere haben sich für den genannten Zweck die Sulfate, Chloride, Formiate oder Acetate von Pyridin, Triäthanolamin, Diäthanolamin, Piperidin, Stearylpyridiniumhydroxyd, Trimethyldodecylammoniumhydroxyd als geeignet erwiesen.
  • Die Salze der genannten Art können dabei den Entwicklungsbädern in der für den Zusatz der sogenannten Alkalibindemittel üblichen Menge zugesetzt werden. Sie können auch schon zuvor der für die Kupplung bestimmten Diazoverbindung einverleibt werden. Zwecks Erzielung einer ständigen alkalischen Reaktion von ausreichender Stärke kann es in manchen Fällen zweckmäßig sein, den Fürbebädern außer den Salzen der Basen auch eine ausreichende Menge der diesen Salzen zugrunde liegenden Basen zuzusetzen. Bei der Umsetzung mit dem- aus dem Grundierungsbade staminenden All-ali werden zwar auch im vorliegenden Fall aus den erfindungsgemäß zu verwendenden Salzen die entsprechenden Basen freigemacht. Diese Basen wirken jedoch überraschenderweise während der für den Entwicklungsvorgang notwendigen Einwirkungsdauer nicht zerstörend auf die Diazoniumverbindung und liefern auch keine unlöslichen Niederschläge, Daher läßt sich durch diesen Zusatz di6 Lebensdauer der Kupplungsbäder um ein Vielfaches verlängern, ohne daß schädliche Abscheidtingen in den Flotten auftreten. Beispiel i Baumwollstückware wird mit einer in üb- licher Weise bereiteten wässerig-alkalischen Lösung von 15 g 2', 3'-Oxynaphthoylaminobenzol je Liter foulardiert. Nach dem Trocknen wird mit einer Lösung entwickelt, die je Liter 30 9 des Salzes von diazotiertem 4!-Methoxy-4-aminodiphenylamin, 2 g eines Kondensationsprodukts von Oleylalkohol mit Äthylenoxyd oder eines ähnliih wirkenden Schutzkolloids und etwa 30 9 Piperidinchlorid oder Triäthanolaminsulfat enthält. Ebenso läßt sich das essigsaure Salz des Triäthanolamins oder Salze von anderen Basen, z. B. von Piperidin, Stearylpyridiniumhydroxyd, peralkyliertem Dodecylamin, verwenden. Die günstige Wirkung dieser Salze macht sich auch bei Verwendung anderer Diazokomponenten, z. B. von diazotiertern i-Amino-4-benzoylamino-->, 5-diäthokybenzol, bemerkbar. Beispiel 2 5o Teile Baumwollstränge oder Mischespinste aus Baumwolle und Kunstseide #whrden in üblicher Weise in einer Lösung #,iundiert, die je Liter 4,5Teile 2',3'-Oxv naphthoylaminobenzol enthält, abgequetsAt und in ein Entwicklungsbad gegeben, welches je Liter 3,5 Teile diazotiertes i-Amino-4-benzoylainino-2, 5-diäthoxybetizol, :2 Teile eines Kondensationsprodukts aus Oleylalkohol und Äthylenoxyd und ungefähr 15 Teile des Diäthanolaminsalzes der Aminosulfonsälire (N 1-12 - S 03 H) enthält.
  • Gibt man in den Beispielen i und :2 zu den Entwicklungsbädern die gleiche Menge Stearylpyridilliumacetat an Stelle der erwähnten Salze der Basen, so erhält man ähnliche Ergebnisse. Beispiel 3 Baumwollware wird grundiert und, wie in Beispiel i beschrieben, entwickelt. Dem Entwicklungsbad werden außer dem Triäthanolaminsalz ungefähr 5Teile freies Triäthanolamin zugegeben, um von Anfang an einen bestimmten alkalischen pH-Wert einzustellen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCII: Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen auf der Faser unter Verwendung alkalischer Lösungen von alkaliempfindlichenDiazoniumverbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß man die Entwicklung der Färbung in Gegenwart von Salzen von Aminen oder organischen Ammoniumverbindungen vornimmt.
DEI54287D 1936-02-09 1936-02-09 Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen auf der Faser unter Verwendung alkalischer Loesungen von alkaliempfindlichen Diazoniumverbindungen Expired DE662935C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1202412B (de) * 1963-09-21 1965-10-07 Aeg Verfahren zum gleichmaessigen Erwaermen von elektrisch leitendem Band

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