DE66239C - Vorrichtung zum selbstthätigen Ein- und Ausschalten von elektrischen Lampen mit regelbarer Brenndauer - Google Patents

Vorrichtung zum selbstthätigen Ein- und Ausschalten von elektrischen Lampen mit regelbarer Brenndauer

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DE66239C
DE66239C DENDAT66239D DE66239DA DE66239C DE 66239 C DE66239 C DE 66239C DE NDAT66239 D DENDAT66239 D DE NDAT66239D DE 66239D A DE66239D A DE 66239DA DE 66239 C DE66239 C DE 66239C
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electrical circuit
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DENDAT66239D
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W. WlLDT in Berlin N., Antonstr. 3
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    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04FTIME-INTERVAL MEASURING
    • G04F3/00Apparatus which can be set and started to measure-off predetermined or adjustably-fixed time intervals with driving mechanisms, e.g. dosimeters with clockwork
    • G04F3/02Apparatus which can be set and started to measure-off predetermined or adjustably-fixed time intervals with driving mechanisms, e.g. dosimeters with clockwork with mechanical driving mechanisms
    • G04F3/027Apparatus which can be set and started to measure-off predetermined or adjustably-fixed time intervals with driving mechanisms, e.g. dosimeters with clockwork with mechanical driving mechanisms using electrical contacts, e.g. for actuating electro-acoustic device

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Description

CfI
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Brenndauer.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Vorrichtung zum selbsttätigen Ein- und Ausschalten von elektrischen Lampen mit regelbarer Brenndauer.
Dieselbe dient in erster Reihe dem Zweck der Treppenbeleuchtung. Es bestanden bisher zumeist nur Vorrichtungen, welche in der Weise wirkten, dafs nach Herstellung des Stromschlusses durch eine Stromschlufsvorrichtung die im Hausflur und in den Stockwerken befindlichen elektrischen Lampen selbstthätig nach einander vom unteren Hausflur bis zum obersten Stockwerk oder umgekehrt zum Leuchten gebracht wurden.
5FaIIs daher beispielsweise eine. Person nur nach dem zweiten Stock zu gehen beabsichtigte, brannten nach Einschaltung der Vorrichtung nicht allein die dazu nothwendigen Lampen vom Hausflur, ersten und zweiten Stock, sondern auch die in den darüber befindlichen Stockwerken nutzlos mit.
Dasselbe geschah beim Verlassen der mittleren Stockwerke. Hier mufste die Person so lange warten, bis die Lampe des betreffenden Stockwerkes in Thätigkeit trat, d. h. bis die in den oberen Stockwerken befindlichen Lampen eine bestimmte Zeit gebrannt hatten und das betreffende Stockwerk an die Reihe kam.
Bei der weiter unten beschriebenen Vor-, richtung befinden sich jedoch diese Mängel nicht.
Es brennen nur diejenigen Lampen, deren Licht bei dem Betreten oder Verlassen des. Hausflures oder der Stockwerke wirklich gebraucht wird, und findet auf solche Weise keine nutzlose Kraftverschwendung statt.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende:
Durch Stromschlufsvorrichtungen werden Stromkreise geschlossen, in denen der Elektromagnet E immer, und je einer der Elektromagnete M (deren Anzahl sich nach den Lampen richtet) mit den federnden Ankern F liegen.
Infolge dieses Stromschlusses wird der in a unterstützte zweiarmige Hebelanker A bei A1 von dem Elektromagneten E unter Ueberwindung der Feder i angezogen. Der Zahn % des Hebels A, Fig. 2, wird hierdurch ausgelöst und gestattet nun dem um e drehbaren Stromschlufshebel C mit der schleifenden Stromschlufsfeder T, eine senkrechte Stellung einzunehmen.
Zur Unterstützung dieser Thätigkeit behufs Ueberwindung der Reibung dient das Gegengewicht G. ,
Mit dem Stromschlufshebel C ist das gezahnte Segment R verbunden, welches an seinem äufsersten Ende den Hemmstift s trägt (Fig. 3).
Dieser letztere verhinderte bislang in der Ruhelage die Umdrehung der durch ein Uhrwerk U in Bewegung gesetzten, mit zwei Ansätzen versehenen Scheibe S, welche sich in der für die Brenndauer der einzelnen Lampen bestimmten Zeit einmal dreht.
Auf der unteren Seite dieser Scheibe 5 befindet sich der Stift t, Fig. 4 und 5, welcher
bei jedesmaliger Umdrehung das Zahnradsegment R nach dem Falle des Hebels C um einen Zahn nach links schiebt. Das Zurückgleiten des Hebels C wird durch das Eingreifen des Zahnes ^ verhindert. ..-
Da die Scheibe S mit dem Stift t eine bestimmte Umdrehungszeit durch das Uhrwerk U erhält, so wird, nachdem t das Zahnradsegment R um einen Zahn weiter geschoben hat, der Hebel C mit der, Stromschlufsfeder T während der Zeit der Umdrehung von S auf einem der mit den Lampen und der Stromquelle verbundenen Stromschlufsstücke I bis VI ruhen und dergestalt die Brenndauer der mit den letzteren gleichfalls in Verbindung stehenden Lampen und Lampehreihen bestimmen.
Da ferner nur das Uhrwerk'"so lange in Thätigkeit bleibt, als nicht der Stift s durch Vorlegen vor einen Ansatz der Scheibe S die Bewegung derselben hemmt, so wird auch bei jedem neuen, durch den Stift t, Fig. 5, weitergeschobenen Zahn selbsttätig eine neue Lampe an zu brennen beginnen und die frühere verlöschen, da das Fortschieben eines Zahnes zugleich einen Wechsel der Stromschlufsstücke I bis VI bedingt.
Nach Hemmung des Uhrwerkes berührt die Stromschlufsfeder T keines der Stromschlufsstücke I bis VI und sind sämmtliche Lampen also ausgeschaltet.
Wie aus Obigem hervorgeht, hat der Stromschlufshebel. C, nach. Auslösung des Zahnes %, durch die anziehende Kraft des Elektromagneten E das Bestreben, eine senkrechte Stellung einzunehmen und später durch zeitweises Fortschieben von R die Bewegung, von rechts nach links auszuführen.
In diesem Falle werden daher sämmtliche Stromschlufsstücke I bis VI nach einander durch die Stromschlufsfeder T berührt und alle Lampen nach einander mit der gegebenen Umdrehungszeit von iS1 als Brenndauer zum Leuchten gebracht.
Eine frühere Hemmung des Hebels C während des, Falles wird daher veranlassen, dafs C und mit ihm die Stromschlufsfeder T nicht von der senkrechten. Stellung, wie vorher, sondern bereits von dem Punkt der Hemmung im Fall an seinen Gang von rechts nach links antritt.
In diesem Falle werden daher nur so viel Lampen in einer Reihenfolge brennen, wie die Stromschlufsfeder T Stromschlufsstücke auf dem kürzeren Wege von rechts nach links berühren kann, während die dahinter liegenden ausgeschaltet bleiben. Mithin werden auf solche Weise verschiedene Lampenreihen gebildet, deren Glühlampen in einer gewissen Reihenfolge mit vorher bestimmter Brenndauer für jede einzelne Lampe und Lampenreihe brennen. : Die Hemmung des Stromschlufshebels C während des Falles wird erreicht durch fingerförmige Drahtansätze D auf den federnden Ankern F der Elektromagnete M, welche eben den Zweck verfolgen, den Fall des Hebels C an seinem unteren Ende durch Versperren des Fallweges bei Anziehung des federnden Ankers F aufzuhalten.
Der Hebel wird daher schon von diesem Punkt aus seine linksseitige Bewegung beginnen müssen.
' Selbstverständlich kann auch eine Bewegung von links nach rechts vorgesehen werden.
Im stromlosen Zustand von M kann der Hebel C unter sämmtliche Drahtansätze hindurchfallen.
Zur Erläuterung wird bemerkt, dafs die Entfernung zwischen den federnden Ankern F und den Elektromagneten M genau so viel beträgt, als die fingerförmigen Drahtansätze Raum zur Versperrung des Fallweges für den Hebel C gebrauchen.
Da jeder der Elektromagnete M mit einer besonderen Stromschlufsvorrichtung und immer mit dem Elektromagneten E in einem Stromkreis liegt, so kann von einem beliebigen Punkt aus die Fallthätigkeit des Hebels C und damit die Anzahl der Lampen der betreffenden Lampenreihe, welche in einer gewissen Reihenfolge zu brennen haben, mit vorher bestimmter Brenndauer jeder einzelnen Lampe bestimmt werden.

Claims (1)

  1. Pa t:e nt-Anspruch:
    Eine Vorrichtung zum selbsttätigen Ein- und Ausschalten von elektrischen Lampen mit regelbarer Brenndauer von verschiedenen Punkten aus, bei welcher ein durch Stromschlufs erregter Elektromagnet (E) seinen Anker -(A1) anzieht und dadurch einen schwingenden Stromschlufshebel (C) auslöst, der in seiner Bewegung durch den fingerförmigen Drahtansatz (D)' desjenigen Ankers (F) gehemmt wird, dessen Elektromagnet (M) durch den Stromschlufs gleichzeitig erregt wurde, wobei durch die von einem Uhrwerk (U) bewirkte Umdrehung einer Scheibe (S) der Stromschlufshebel (C) weiter bewegt wird, bis die mit letzterem verbundene Stromschlufsfeder (T) das nächste Stromschlufsstück (I, II, III u. s. w.) berührt und den Stromkreis für die nächstfolgende Lampe schliefst. '
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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