DE59192C - Vorrichtung zur selbstthätigen Ausschaltung galvanischer Batterieen beim Auftreten von Leitungsstörungen - Google Patents

Vorrichtung zur selbstthätigen Ausschaltung galvanischer Batterieen beim Auftreten von Leitungsstörungen

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DE59192C
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DENDAT59192D
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G. DEDREUX in München, Brunnstr. 9
Publication of DE59192C publication Critical patent/DE59192C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H71/00Details of the protective switches or relays covered by groups H01H73/00 - H01H83/00
    • H01H71/10Operating or release mechanisms
    • H01H71/12Automatic release mechanisms with or without manual release
    • H01H71/44Automatic release mechanisms with or without manual release having means for introducing a predetermined time delay

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
G. DEDREUX in MÜNCHEN.
Leitungsstörungen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4^ März 1891 ab.
Die in der Zeichnung dargestellte Vorrichtung hat den Zweck, galvanische Batterien vor unnöthiger Stromabgabe zu bewahren, d. h. eine Thätigkeit der Apparate zu ungewünschter Zeit zu verhindern.
Dieser Uebelstand, welcher z. B. bei Haustelegraphen infolge Festklemmens der Druckknöpfe oder Züge ■ in Druck- oder Zugstromschliefsern, bei elektrischen ThUr- und Fenstersicherungen, sei es durch muthwilliges Einzwängen von Holzklötzchen oder auf irgend eine Art, oder bei Fernsprechanlagen durch häufiges Herabfallen der Anzeigeklappen u. s. w. herbeigeführt wird, ist nicht nur eine lästige Störung, insbesondere zur Nachtzeit, sondern hat den grofsen Nachtheil, dafs sich die galvanischen Elemente bis zur vollständigen Polarisation ausnutzen und gebrauchsunfähig werden, nach Reinigung, und Wiederherstellung der Batterien die elektromotorische Kraft jedoch in keinem Verhältnifs mehr zu den die Wiederherstellung verursachenden Kosten steht.
In der Zeichnung ist Fig. 1 eine Vorderansicht der Vorrichtung, Fig. 2 zeigt die Laufrinne von oben gesehen, Fig. 3 und 3a sind Einzeldarstellungen.
Ueber dem Elektromagneten E, Fig. 1, ist der um Achse α drehbare Doppelhebel b mit dem Anker c angebracht, der für gewöhnlich, d. h. im Ruhezustande, wenn kein Strom mehr kreist, von Feder f nach abwärts gezogen wird, welche Bewegung mit den beiden Schrauben s und s J geregelt werden kann.
Auf der oberen Seite des Doppelhebelarmes b befindet sich die Hälfte eines Zahnrades ^ mit der Achse α als Mittelpunkt. Die Zähne dieses Zahnrades \ stehen mit denjenigen eines zweiten Zahnrades \Λ in Eingriff.
Auf der Welle α ist ferner eine schlangenförmige Laufrinne d, Fig. 2, angeordnet. Diese Laufrinne d ist aus vier Drähten 1,2,3 un^ 4 gefertigt und. giebt einer zweckmäfsig aus Elfenbein hergestellten Kugel g die Laufrichtung, indem diese auf den beiden Drähten 1 und 2 läuft, durch Drähte 3 und 4 am Ausspringen gehindert wird. Die vier Drähte werden in ihrer Lage durch Querringe h, Fig. 3, gehalten, welche der Rinne eine gewisse Steifigkeit verleihen. Um alle Reibung zu vermeiden, wurde eine Rinne mit Drähten als Wandung gewählt, natürlich kann jede anders ausgeführte ebenfalls verwendet werden. Das eine Ende der Laufrinne d ist verschlossen und dient der Kugel g im Ruhezustand als Anlagepunkt, das andere Ende trägt eine Vertiefung i, in welche die Kugel g bei Beendigung ihres Laufes einfällt und hierbei die von den übrigen Theilen isolirte Feder k abwärts drückt.
Die in einem Kasten B verschlossene Vorrichtung ist an der Batterie in den einen Leitungsdraht geschaltet und hat im Ruhezustand die in Fig. 1 punktirt gezeichnete Stellung. Wird nun auf irgend eine Art der elektrische Strom geschlossen, z. B. durch Drücken auf einen Klingelknopf oder durch Oeffnen oder Offenstehenlassen einer mit elek-
irischer Meldevorrichtung versehenen Thür, so tritt derselbe bei Klemme / in die Vorrichtung ein, geht durch den Elektromagneten E über das Gestell, durch die Platinarmatur m zur Feder Ar, von hier zur Klemme V und in die Leitung zurück.
Hierdurch wird der Stromkreis geschlossen, der Elektromagnet E zieht den Anker c an und diese Bewegung wird vermittelst der Zahnräder \ und ^1 auf die Laufrinne d übertragen , welche dadurch die in der Zeichnung Fig. ι gezeichnete Stellung erhält.
Diese Lagenänderung der Laufrinne d hat zur Folge, dafs die Kugel g zu kufen anfängt und in der Rinne d so lange fortlaufen würde, bis ,sie am anderen Ende angekommen und in die Vertiefung i gefallen ist, Fig. 3a, wo sie die Feder k abdrückt und bei m den elektrischen Stromkreis unterbricht. Dieses ist der Fall, wenn der Strom auf irgend eine Weise langer als gewünscht geschlossen bleibt.
Nach diesem Vorgange kommt die Spiralfeder/ zur Geltung und bringt die Laufrinne wieder in die vorher eingenommene Stellung (Fig. ι punktirt). Die Kugel g bleibt jedoch in der Vertiefung i eingeklemmt, so lange, bis sie herausgenommen wird; die Leitung ist also bis zu letzterem Zeitpunkt fortwährend unterbrochen und ist eine Stromabgabe von Seite der Batterie vollständig ausgeschlossen.
Wird jedoch der Strom für kürzere Zeit, als vorgesehen, geschlossen, wie es unter gewöhnlichen Verhältnissen der Fall ist, so läuft die Kugel g nur bis zu einer gewissen Stelle in der Laufrinne, kehrt jedoch bei Lagenänderung derselben wieder um und zum Ausgangspunkt zurück, um bei wiederholten Stromschlüssen das Spiel von neuem zu beginnen.
Die Zeit des Ablaufes der Kugel g richtet sich nach der Schrägstellung der Laufrinne d. Bei mehr waagrechter Stellung wird ein längerer Zeitraum erforderlich sein, bis die Kugel den vorgeschriebenen Weg durchlaufen hat, als bei schrägerer Richtung und umgekehrt.
Es könnte die Anziehung des Ankers auch unmittelbar auf die.Laufrinne übertragen werden ; um aber bei schon schwachem Strome doch noch eine Anziehung des Ankers zu ermöglichen (welche Regelung, wie schon erwähnt, durch die beiden Schrauben s und sl erfolgt), ist die Zahnräderübersetzung gewählt.
Bei unmittelbarer Uebertragung der Ankerbewegung auf die Laufrinne würde die Stellung der Rinne nur wenig von der Waagrechten abweichen; die Kugel würde sehr langsam laufen, wenn nicht gar stehen bleiben, in letzterem Falle also eher schädlich anstatt nützlich wirken.
Der Umstand, dafs z. B. bei Haustelegraphen fast ausschliefslich Klingeln mit Stromunterbrechung in Verwendung stehen, beeinflufst die Wirkungsweise des Apparates in keiner Weise, wie die Versuche zeigten, indem die Laufrinne, als Doppelhebel wirkend, nicht so schnell von Feder f nach abwärts gezogen werden kann, als die Stromunterbrechung bis zum nächsten Stromschlufs dauert.
Sind in dem Stromkreis sogen. Fortschellklingeln angeordnet, so werden dieselben in eine Zweigleitung geschaltet; es wird dadurch zwar nicht die Batterie ausgeschaltet, jedoch eine nicht gewünschte Thätigkeit der Vorrichtungen vermieden.

Claims (1)

  1. PATENT-Anspruch:
    Eine Vorrichtung zur selbsttätigen Ausschaltung galvanischer Batterien beim Auftreten von Störungen in den Leitungen, gekennzeichnet durch die Anordnung einer schlangenförmig gewundenen, durch eine Feder (f) in schräger Lage gehaltenen Laufrinne (d), welche, sobald der elektrische Stromkreis geschlossen und ein Ankerhebel (a) angezogen ist, durch die Bewegung dieses letzteren mittelst Zahnradsegmente in eine ihrer ursprünglichen entgegengesetzte schräge Lage gebracht wird, so dafs eine Kugel (g) die Rinne durchläuft und in eine, am Ende der Rinne befindliche Vertiefung (i) fällt, gegen eine Feder (k) drückt und so den Stromkreis unterbricht, während bei kürzerer Dauer des Stromschlusses die Kugel das Ende der Laufrinne nicht erreicht und die letztere durch Feder f wieder in ihre Ruhelage zurückgebracht wird und die Kugel an den Ausgangspunkt ihres Laufes zurückkehrt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT59192D Vorrichtung zur selbstthätigen Ausschaltung galvanischer Batterieen beim Auftreten von Leitungsstörungen Expired - Lifetime DE59192C (de)

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