DE658007C - Verfahren und Vorrichtung zum Aufschliessen von Bastfaserstengeln - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Aufschliessen von Bastfaserstengeln

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DE658007C
DE658007C DEW90453D DEW0090453D DE658007C DE 658007 C DE658007 C DE 658007C DE W90453 D DEW90453 D DE W90453D DE W0090453 D DEW0090453 D DE W0090453D DE 658007 C DE658007 C DE 658007C
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WILHELM IMKAMP
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01BMECHANICAL TREATMENT OF NATURAL FIBROUS OR FILAMENTARY MATERIAL TO OBTAIN FIBRES OF FILAMENTS, e.g. FOR SPINNING
    • D01B9/00Other mechanical treatment of natural fibrous or filamentary material to obtain fibres or filaments

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Aufschließen von Bastfaserstengeln Die Erfindung betrifft ein Verfahren und' eine Vorrichtung zum Aufschließen von Bastfaserstengeln, bei dem das Gut hintereinander in Laugen, Säuren und Seifenbädern behandelt wird. Die Nachteile der bekannten Verfahren bestehen darin, daß neben einer zu geringen Ausbeute die Dauer des Aufschließens verhältnismäßig groß ist.
  • Nach der Erfindung werden diese Mängel dadurch vermieden, daß das in dünnen Lagen übereinander geschichtete Gut während der gemeinsamen Umsetzpausen in den hintereinander angeordneten Behandlungsbädern ständig geschüttelt wird, wodurch die Aufschließzeit beträchtlich verkürzt wird. Zweckmäßig arbeitet man daher so, daß die Behandlungsflüssigkeit über Vorratsbehälter während der Behandlungszeit umgepumpt und dabei geheizt wird.
  • Eine zur Durchführung des Verfahrens dienende Vorrichtung besteht darin, daß die in hintereinander angeordneten Behandlungsbehältern vorgesehenen Einsatzgestelle und die in diesen übereinander angeordneten flachen Kästen mit Schüttelvorrichtungen zusammenwirken, die aus auf einer Antriebswelle sitzenden Exzentern mit Schwinghebeln und Schwingwellen bestehen. Die beiderseits der Behälterreihen verlaufenden Schwingwellen wirken dabei mittels Schwinghebeln und Schwingstangen auf Doppelhebel ein, welche unter Anschläge an den Einsatzgestellen greifen und, um Achsen schwingend, diese seitlich heben und senken, wobei die Schwinghebel, die zu den einzelnen Behältern gehören, in der Reihenfolge der Behälter wechselweise um i8o° gegeneinander versetzt sind.
  • Es ist zwar schon bekanntgeworden, an Greifern hängendes Bastfasergut im fortlaufenden Arbeitsgang unter Verwendung selbsttätiger Fördermittel auf dem Förderweg des Gutes liegenden Behandlungsbädern zuzuführen. Die Ausbeute an spinnfähiger Faser ist jedoch bei Durchführung eines solchen Verfahrens gering.
  • Weiterhin ist es nicht neu, Bastfaserstengel zum Aufschließen in dünner Lage in Siebkörbe zu packen.
  • Außerdem ist es bekannt, beim Nachbehandeln fertiger Faserstoffe, insbesondere Kunstseidenfäden, das Gut auf Horden in die Gestelle einzusetzen und hintereinanderliegenden Behandlungsbädern zuzuführen. Dabei kann das Umsetzen des Gutes aus den einzelnen Behandlungsbädern in die folgenden gleichzeitig mittels Hebezeugen erfolgen.
  • Schließlich ist es nicht mehr neu, beim Färben von Textilfasern die benutzte Flotte wieder in den Ausgangsbehälter zurückzupumpen und aufzufrischen. Auch ist es bekannt, beim Färben von Textilgut das Gewebe in der Farbflotte zu schütteln. Während beim Färben auf die reine Faser aber der Farbstoff im Wege einer Anlagerung aufziehen soll, sollen beim Aufschließen von Bastfaserstengeln die die Oberfläche verunreinigenden Stoffe (Schleimstoffe, Lignin u. dgl.), welche teilweise im kolizustande de i5 Stengel die Faser mit dem Holz verbinden; entfernt werden.
  • Gegenüber den bekannten Verfahren und, Vorrichtungen werden die Vorteile der Erfindung darin erblickt, daß sie beim Aufschließen von Bastfaserstengeln neben einer hohen Ausbeute an Fasern eine schnelleres Aufschließen des Gutes und die Erzielung einer hellen Faser ohne besondere Bleiche bei einfacher Behandlung ermöglicht.
  • Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Vorrichtung nach der Erfindung dargestellt.
  • Fig. i zeigt die Vorrichtung nach der Erfindung in Ansicht von der Seite.
  • Fig. 2 zeigt eine Ansicht der Vorrichtung nach der Erfindung von vorn, teilweise im Schnitt.
  • Fig. 3 zeigt eine Draufsicht auf die Vorrichtung nach der Erfindung, teilweise weggebrochen.
  • Fig. d. zeigt einen bei der Vorrichtung nach der Erfindung verwendeten Einsatzkasten in Ansicht von der Bodenseite her, teilweise weggebrochen.
  • Die Anlage besteht aus einer Fördervorrichtung nach Art einer Laufkatze und einer Reihe von hintereinander angeordneten Behältern und Gestellen, welche die Kästen aufnehmen, in denen die Behandlung der Faser durchgeführt wird.
  • Die zu behandelnden Pflanzen werden in dünner Lage von flachen Kästen i aufgenommen. Die Kästen sind herausnehmbar in zwei Reihen nebeneinander und übereinander in einem Gestell :2 untergebracht. Sie haben solche Abmessungen, daß die Pflanzen sich in dünner Lage ausgestreckt in ihnen lagern lassen. Ein einzelner Kasten nimmt bei der Anlage nach der Erfindung etwa d. bis 5 kg Rohstoff auf.' Die Kästen bestehen aus gelochten Blechen oder auch aus Streckmetall und sind am oberen Rande durch Winkeleisen verstärkt. Das Winkeleisen soll zugleich, da die Kästen übereinander angeordnet sind, als Tragfläche dienen. Das Gestell-:2 hat solche Abmessungen, daß etwa zwanzig der beschriebenen Kästen bei der Ausführungsform der Anlage nach der Erfindung übereinander und in zwei Reihen nebeneinander, also zusammen in einer Stückzahl von vierzig, in ihm Platz haben. An der Seite des Gestelles a sind zwei diagonal übereinanderlegbare Flacheisen 3 vorgesehen, welche verhindern, daß die Kästen sich beim Fördern der Gestelle oder beim Schütteln verschieben. Ein einziges Gestell nimmt bei der angegebenen Größe 16o bis Zoo kg des aufzuschließenden Fasergutes auf. Die Gestelle sind zusammen mit den Kästen in Behälter :4, 4', 4", ." . .
  • -versenkbar, in denen die Behandlungsflüssig für für das Pflanzengut enthalten ist. In ..-"den Behältern ist unten am Boden eine Heizrrichtung 5 für die Behandlungsflüssigkeit vorgesehen, außerdem haben die Behälter 4., -f ... Zufluß- und Abflußöffnungen 6 für die Behandlungsflüssigkeit.
  • Die Gestelle 2, welche die Kästen tragen, sind oben mit Aufhängestangen 7 versehen, welche von Haken 8, 8' gefaßt werden. Diese Haken befinden sich an einer Laufkatze: sie sind mittels einer Rolle 9 an Seilen oder Ketten io aufgehängt. Für jedes Gestell sind zwei Haken vorgesehen, die so ausgebildet sind, daß sie stets greifen, auch wenn die Gestelle nicht genau, auf ihrem Platze sich befinden. Je zwei Haken greifen in Ausbiegungen der Trag- oder Aufhängestangen 7 der Gestelle 2 ein.
  • Das Aufhängungsseil oder die Aufhängungskette io für" die Haken 8, 8' ist mit dein einen Ende an einem Laufkatzenbalken i i befestigt, während das andere Ende an dein Rand einer drehbaren Trommel i2 festgemacht ist. Auf diese Weise kann die Kette io auf die Trommel 12 aufgewunden und das Hakenpaar 8, 8' gehoben werden. Die Tromineln 12, von denen für jedes Kastengestell 2 zwei vorgesehen sind, entsprechend (lern Hakenpaar, das zum Hochziehen des Gestelles 2 verwendet wird, sitzen auf zwei Wellen 13 fest aufgekeilt. Die Wellen 13 werden von einem Motor 1.4 mit Zwischengetriebe 15 aus gleichmäßig angetrieben. Da die Trommeln gleichen Umfang haben und die beiden Wellen sich mit gleicher Geschwindigkeit drehen, so werden auch die beiden Haken 8, 8' mit gleicher Geschwindigkeit gehoben und gesenkt, je nachdem, nach welcher Richtung die Wellen 13 sich drehen.
  • Die mit mehreren Einzeltragvorrichtungen Jersehene Laufkatze erhält ihren Antrieb mittels eines Zahnrades 16 und einer Zahnstange 17 von einem nicht dargestellten Motor aus. Die Zahnstange 17 ist mit dein Rahmen der ganzen Anlage fest verbunden. Da die in die Zahnstange 17 eingreifenden Zahnräder an der Laufkatze sitzen, so wird diese beim Einschalten des Antriebsmotors für das Zahnrad 16 bewegt. Auf diese Weise ist es möglich, die Gestelle gemeinsam von einem Behälter in den anderen zu fördern. Wenn die Gestelle über den nächsten Behälter angekommen sind, so sorgt ein nicht dargestellter Ausschalter dafür, daß die Katze nicht zu weit läuft. Beim Herablassen der Gestelle :2 in die Behandlungsflüssigkeit stoßen sie mit Querstangen 27 auf Hebel 18. Diese Hebel tragen die Gestelle :2 während ihrer Aufenthaltszeit in den Behandlungsbehältern 4., .@' . . .. Die Hebel 18 sind um Achsen i9, die längs der Behälterreihe zu beiden Seiten verlaufen, drehbar. An dem freien Hebelarm - es handelt sich hier um Doppelhebel - sind Zugstangen 2o angelenkt, die ihrerseits mit Hebeln 21 gelenkig verbunden sind. Die Hebel 21 sitzen auf Wellen 22, die ebenfalls längs der Behälterreihe zu beiden Seiten sich erstrecken und in der Ausdehnung ihr gleichkommen. Die Hebelei sind paarweise um iso° gegeneinander versetzt angeordnet. Bei einem Behälter sind sie zum Behälter zu-, bei dem folgenden von ihm fortgewendet. Zu-;;runde gelegt ist dabei in beiden Fällen eine gleiche- Lage der Behälter. Die Wellen z2 sind ferner mit Hebeln 23 verbunden. Diese Nebelarme sind an Stangen 24. angelenkt, «-elche durch ein Exzenterpaar 25 gesteuert werden, deren beide Exzenter so zueinander angeordnet sind, daß der Hochlage des einen die Tieflage des anderen entspricht. Die Bewegung des Exzenterpaares 25 erfolgt von einem nicht dargestellten Motor aus. Auf diese Weise können die unter die Gestelle :2 greifenden Hebelarme i8 abwechselnd gehoben und gesenkt werden, wodurch dem Gestell im Behälter eine Schüttelbewegung erteilt und die Behandlungsflüssigkeit in Berührung finit dein zu behandelnden Fasergut gebracht wird. Hierdurch werden Schmutzteile und aufgelöste Stoffe rasch und gründlich entfernt. Die Einwirkung ist weitgehend, da das Fasergut in dünnen Lagen in clie Kästen eingelegt wird.
  • Dadurch, daß bei aufeinanderfolgenden Gestellen die Hebel 21 um iSo° gegeneinander versetzt angeordnet sind, wird das eine Gestell auf der einen Seite gehoben, während das andere auf der gleichen Seite nach unten zieht. Auf diese Weise wird ein Gewichtsausgleich geschaffen, so daß lediglich die Energie zur Überwindung der Reibung erforderlich ist.
  • Ferner muß man beachten, daß die Drahtseile oder Ketten, an denen die Haken angebracht sind, niemals ganz gleich gemacht werden können. Die Haken werden also nieiiials gleichzeitig die Gestelle fassen und ebensowenig - welcher Fall hier interessiert -die Gestelle gleichzeitig auf die Hebel 18 absetzen. Dadurch könnten Stöße hervorgerufen werden, die durch die Anordnung nach der Erfindung vermieden werden, so daß man den Motor unter Vollast anlaufen lassen kann.
  • Die Anzahl der jederzeit auswechselbaren Behälter 4, 4' ... sowie die Zusammensetzung der zu benutzenden Lösungsflüssigkeiten hängt von der Art der aufzuschließenden Fasern ab. Beispielsweise kann man fünf Behälter hintereinanderschalten und diese in fortlaufender Reihe mit verdünnter 1\atronlauge, verdünnter Schwefelsäure, verdünnten fettsauren Alkalien, verdünnter Schwefelsäure, fettsauren Alkalien füllen. Man kann zwischen die einzelnen Behälter mit den Behandlungsflüssigkeiten je einen Behälter mit Spülwasser schalten. Es hat sich als zweckmäßig herausgestellt, dies zu tun, um weniger Flüssigkeitsverluste zu haben.
  • Beim Arbeiten mit der Anlage nach der Erfindung ist es natürlich erforderlich, daß man einen fortlaufenden Betrieb einhält und alle Kastengestelle gleichzeitig anhebt, d. h. die Behandlungszeit in den einzelnen Behältern überall auf eine gleiche Zeitspanne begrenzt. Wenn man eine längere Behandlung mit einer bestimmten Behandlungsflüssigkeit durchführen will, so muß man entsprechend viel Behälter mit dieser Behandlungsflüssigkeit hintereinanderschalten.
  • Die Lösungsflüssigkeiten befinden sich in beständigem Umlauf durch die Behälter .4, :f' . . .. Sie laufen zurück in Keller, aus denen sie durch nicht dargestellte Pumpen oder Strahlapparate in die Behälter 4., .l.' . . . wieder eingeleitet und durch am Boden der Behälter angeordnete Heizschlangen erwärmt werden. Auf diese Weise kann man die Lösungsflüssigkeiten stets auf gleicher Stärke erhalten, da die Flüssigkeiten in den Kellern sehr leicht in ihrer Zusammensetzung überwacht werden können und da man ferner in den Kellern eine größere Menge Flüssigkeit unterbringen kann, als jeweils für die Behandlung gebraucht wird.
  • Die besten Erfolge sind zu erzielen, wenn man die oben beschriebene Behandlungsreihe durchführt. Hierbei muß man allerdings auf die Stärke der Flüssigkeiten achten, die für die verschiedenen Behandlungsmittel verschieden ist. Auch die Temperaturen müssen auf den Ausgangsstoff eingestellt werden, jedoch kommen keine höheren Temperaturen als 9o° C in Frage.
  • Am Ende der Behälterreihe werden die mit den Kästen i gefüllten Rahmengestelle 2 auf Wagen 26 gehoben, die z. B. auf Schienen laufen können. Ebenso können auch vor der Reihe die Gestelle 2 auf Schienenfahrzeugen herangefahren werden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Aufschließen von Bastfaserstengeln, bei dem das Gut hintereinander in Laugen, Säuren und Seifenbädern behandelt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das in dünnen Lagen übereinandergeschichtete Gut während der gemeinsamen Umsetzpausen in den hintereinander angeordneten Behandlungsbädern ständig geschüttelt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlungsflüssigkeit über Vorratsbehälter umgepumpt und dabei beheizt wird.
  3. 3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die in hintereinander angeordneten Behandlungsbehältern vorgesehenen Einsatzgestelle (2) und die in diesen übereinander angeordneten flachen Kästen (i) mit Schüttelvorrichtungen zusammenwirken, die aus auf einer Antriebswelle sitzenden Exzentern (25) mit Schwinghebeln (18, 2o, 21, 23, 24) und Schwingwellen (22) bestehen. q.. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiderseits der Behälterreihen verlaufenden Schwingwellen (22) mittels Schwinghebel (21) und Schwingstangen (2o) auf Doppelhebel (18) wirken, welche unter Anschläge (2T) an den Einsatzgestellen (2) greifen und, um Achsen (i9) schwingend, diese seitlich heben und senken, wobei die Schwinghebel (21), die zu den einzelnen Behältern gehören, in der Reihenfolge der Behälter wechselweise um i8o° gegeneinander versetzt sind.
DEW90453D 1932-11-24 1932-11-24 Verfahren und Vorrichtung zum Aufschliessen von Bastfaserstengeln Expired DE658007C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6614856B1 (en) * 1998-06-29 2003-09-02 Stmicroelectronics S.A. Intermediary frequency input QPSK demodulator

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US6614856B1 (en) * 1998-06-29 2003-09-02 Stmicroelectronics S.A. Intermediary frequency input QPSK demodulator

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