DE657240C - Schaltungsanordnung fuer Telegraphenanlagen mit wechselseitigem Verkehr und Doppelstrombetrieb - Google Patents

Schaltungsanordnung fuer Telegraphenanlagen mit wechselseitigem Verkehr und Doppelstrombetrieb

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DE657240C
DE657240C DEL81364D DEL0081364D DE657240C DE 657240 C DE657240 C DE 657240C DE L81364 D DEL81364 D DE L81364D DE L0081364 D DEL0081364 D DE L0081364D DE 657240 C DE657240 C DE 657240C
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Germany
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call
circuit arrangement
relay
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Alcatel Lucent Deutschland AG
C Lorenz AG
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Standard Elektrik Lorenz AG
C Lorenz AG
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L5/00Arrangements affording multiple use of the transmission path
    • H04L5/14Two-way operation using the same type of signal, i.e. duplex
    • H04L5/16Half-duplex systems; Simplex/duplex switching; Transmission of break signals non-automatically inverting the direction of transmission

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Interface Circuits In Exchanges (AREA)

Description

Bei Telegraphenanlagen, die mit absatzweisem .Doppelstrombetrieb arbeiten, sind Schaltungsanordnungen bekannt, bei denen die Leitung im Ruhezustand über die Empfangsrelais beiderseitig geerdet ist. Bei solchen Anordnungen ist es zweckmäßig, vor Beginn des Nachrichtenaustausches von der. sendenden Stelle aus einen Anruf nach der fernen Telegraphenstation zu übermitteln, um dadurch beide Stationen in Betriebszustand zu setzen und die Umschaltung auf Sendebzw. Empfangsbetrieb vorzunehmen. Der Anruf selbst kann dabei durch Anlegen einer besonderen Anrufspannung, die im allgemeinen groß gegenüber der normalen Betriebsspannung gewählt wird, erfolgen. Bei solchen Anlagen tritt jedoch der Nachteil auf, daß bei gleichzeitiger oder annähernd gleichzeitiger Betätigung der Anrufschalter auf beiden Stationen beide Stationen in den Sendezustand umgeschaltet werden und dadurch ein Nachrichtenaustausch unmöglich gemacht wird.
Dieser Nachteil soll durch die Erfindung vermieden werden. Zu diesem Zweck sind besondere Schaltanordnungen vorgesehen, durch die während des Eintreffens des Anrufes von einer Station aus die Aussendung eines Anrufsignals von der eigenen Station unmöglich gemacht wird und durch die weiterhin die Länge der Aussendung eines Anrufes selbsttätig begrenzt wird. Die Anordnung ist dabei so getroffen, daß die Länge des Anrufzeichens auf beiden Stationen eine verschiedene Zeitdauer besitzt. Wenn daher beim annähernd gleichzeitigen Drücken der Anruftasten auf beiden Stationen ein Anruf ausgesendet wird und infolge der- verschiedenen Schaltzeiten der Relais und der Laufzeit des Zeichens auf der Leitung eine Sperrung des Anrufes auf einer der Stationen nicht möglich ist, so wird, da das Anrufzeichen der einen Station länger andauert als das der anderen, diese Station eine Rückschaltung der anderen Station in den Empfangszustand bewirken, so daß nunmehr der normale Nachrichtenaustausch vor sich gehen kann. Die die Zeitdauer des Anrufs begrenzenden Schaltmittel können dabei elektrisch oder mechanisch betätigt werden.
Ein Ausführungsbeispiel einer solchen Anordnung wird nachstehend an Hand der Zeichnungen beschrieben.
Im Ruhezustand befinden sich .alle Kontakte in der dargestellten Stellung, so daß die Telegraphenleitung mit den Empfangsrelais ER und ER' der Stationen A und B beiderseitig an Erde liegt. Wird nun z. B. auf der Station B die Anruftaste AT' betätigt, so spricht das Relais A' von Batterie B2' über Widerstand W/, Kontakt Ji2', Kontakt er' in Stellung t, Kontakt a2, Empfangsmagnet EM', Kontakt //, Wicklung von Relais A' nach Batterie B2' an. Dadurch werden die Kontakte %' und O2' umgelegt. Über den Kontakt a{ wird die Spannung der Bat-
terien B/ und B3' an die Telegraphenleitung angelegt, so daß nunmehr ein Strom über den Kontakt Ct1 der Station A, das Empfangsrelais ER, Kontakt sr I in Stellung z, Kon··. takt ^r II in Stellung f nach Erde fließt. Das., Empfangsrelais ER der Station A legt dalrar^'" seinen Anker er von der Trennseite auf die Zeichenseite um und unterbricht dadurch den Ruhestromkreis für den Empfangsmägneten ίο EM. Durch das Abfallen des Empfangsmagneten wird in bekannter, nicht näher zu beschreibender Weise der Telegraphenapparat in Betrieb gesetzt. Gleichzeitig wird durch das Umlegen des Kontaktes er der zur Erregung des Relais A benötigte Stromkreis unterbrochen. Wird daher während der Aufnahme des Anrufes auf der Station A die Anruftaste AT betätigt, so kann dadurch kein Anruf nach der Station B gesendet werden, ao da das .^-Relais nicht ansprechen kann. Die Aussendung eines Anrufzeichens ist also während des Empfanges des Anrufes von der Station B gesperrt.
Durch den Kontakt α/ der Station B wird ebenfalls der Empfangsmagnet EAF stromlos gemacht, so daß auch der Telegraphenapparat der Station B anläuft. Gleichzeitig werden aber auch die Relais H' und F' eingeschaltet von Batterie B2' über Widerstand W/, Kontakt ha', Kontakt er', Kontakt a2', Wicklung I von Relais H', Wicklung I von Relais F', Kontakt//, Relais Ä, Batterie B3'. Durch den Kontakt h{ wird der Kurzschluß für die eine Wicklung des Senderelais SR Γ auf-' gehoben, so daß dieses seinen Kontakt ir Γ von der Zeichen- auf die Trennseite umlegt und dadurch die Batterie B1' an die Telegraphenleitung anschaltet. Das Relais F' schließt über seinen Kontakt// das Relais^' kurz und schaltet gleichzeitig seine Wicklung II in den Stromkreis ein. Relais A' kann also verzögernd abfallen, so daß dadurch der Kontakt ai wieder den Widerstand W5' aus der Telegraphenleitung ausschaltet und gleichzeitig auch die Anruf spannung B3' von der Leitung abtrennt. Der Widerstand W5 diente dazu, bei Anschaltung der Batterie B3' an die Leitung den Haltestrom für das Relais ER' zu begrenzen. Das Relais H' öffnet weiterhin seinen eigenen Kontakt /i2', so daß nunmehr auch die Wicklung II des Relais H' in den Stromkreis eingeschaltet wird. Das Relais H' bleibt auch während des Nachrichtenaustausches angezogen. Wird nämlich ein Zeichen gesendet, so legen sich die Kontakte der Senderelais SRY und SRlV in die Zeichenstellung s um. Gleichzeitig wird aber auch der Kontakt er' des eigenen Empfangsrelais ER' auf die Zeichenseite umgelegt, um so eine Kontrolle der ausgesendeten Zeichen auf den eigenen Empfangsmagneten EM' zu 1
erzielen. In diesem FaJIe bleibt jedoch das Relais H' von Erde über Kontakt ir II' in Stellung s, Batterie B1', Wicklung III des Relais H', Kontakt er' in Stellung s, Wicklung II 65 '.•des Relais H', Widerstand Wl nach Erde ani gezogen.
Ist der Nachrichtenaustausch beendet, so bleibt das Relais H' über die Wicklung II angesprochen, so daß nunmehr die Batterie B1 dauernd an der Leitung und dem Relais ER' liegt und dadurch ein Umlegen der Empfangsrelais durch in der Leitung auftretende Störungen verhindert wird.
Wird jetzt von der Station A aus die Anruf taste betätigt, so wird, wie vorher besehrieben, das Relais A zum Ansprechen gebracht, da nach Beendigung der Nachrichtenübermittlung von der Station B aus der Kontakt er des Empfangsrelais ER an der Trennseite t liegt. Durch das Relais A wird über seinen Kontakt S1 die Spannung der Batterien B2 und B3 an die Leitung angelegt. Das Empfangsrelais ER' wird dadurch zum Abfallen gebracht und der Stromkreis für die Wicklung II des Relais H' unterbrochen. Da die Anker sr V und jt II' der Senderelais in der Trennstellung liegen, ist auch die Wicklung III des Relais H' stromlos, so daß das Relais zum Abfallen kommt und dadurch die Station B in den Empfangszustand umschaltet. Die Umschaltung der Station .^ auf den Sendebetrieb erfolgt dabei gleichzeitig, wie bereits vorstehend für die Station B beschrieben.
Wird auf beiden Seiten A und B gleichzeitig die Sendetaste AT bzw. AT' betätigt, so muß vermieden werden, daß bei beiden Stationen die Relais H bzw. H' ansprechen und gehalten werden, da sonst ein Nachrichtenaustausch unmöglich wird. Beim Drücken der Tasten AT bzw. AT' werden zunächst auf beiden Stationen A und B die Relais A bzw. A' zum Ansprechen gebracht, die die Anrufspannung an die Telegraphenleitung 10s anschließen. Durch das gleichzeitige Anschließen der Anrufspannung auf beiden Stationen können die Empfangsrelais ER und ER' nicht ansprechen, und die Kontakte er und er'-bleiben in der Stellung t liegen. Es erfolgt also eine Umschaltung beider Stationen auf den Sendebetrieb. Es ist nun Vorsorge getroffen, daß die Abfallzeiten der Relais A bzw. Ä voneinander abweichen.
Es sei angenommen, daß die Abfallzeit des Relais^' der Station B größer ist als die des Relais A der Station A- Da die Kurzschließung der Relais durch die Kontakte Z1 bzw. f{ . automatisch erfolgt, ist diese Abfallzeit nicht von der Betätigungszeit der Taste AT bzw. AT' abhängig. Sobald nun das Relais A abgefallen ist, wird das Relais JSi? durch die
G57240
noch an der Telegraphenleitung liegende Anrufspannung der Station B über den Kontakt C1' zum Ansprechen gebracht und legt dadurch seinen Kontakt er in die Zeichenstellung ζ um. Dadurch wird der Stromkreis für das Relais H unterbrochen und die Station A wieder in den Empfangszustand zurückgeschaltet. Ist die Anruftaste AT' vor der Taste AT betätigt worden, so ist, wie bereits erwähnt, auf der Station A durch den Kontakt er in Stellung s der Stromkreis für das Relais A unterbrochen, so daß nunmehr eine Betätigung der Taste AT keine Wirkung ausüben kann und daher keine Umschaltung in den Sendezustand erfolgt.
An Stelle des die Zeit des Anrufes begrenzenden Relais A und des zusätzlichen Relais F kann erfindungsgemäß auch eine mechanische Zeitverzögerungseinrichtung benutzt werden, die beim Drücken der Anruftaste die für den Anruf benötigten Kontakte umschaltet und unabhängig von der Betätigung der Anruftaste nach einer vorher bestimmten Zeit eine Rückschaltung der Kontakte bewirkt. Die Zeitdauer der Anruf zeichen wird dabei zweckmäßig so gewählt, daß das Anrufzeichen nicht mit einem für den Nachrichtenaustausch benutzten Zeichen übereinstimmt, so daß die Aufnahme eines falschen Zeichens bzw. der Abdruck eines falschen Buchstabens usw. auf der Empfangsseite vermieden wird.
Die erfindungsgemäße Anordnung kann auch in den Fällen Anwendung finden, wo die Telegraphenleitung im Ruhezustand direkt an Erde liegt und nicht eine besondere, die Ruhelage der Empfangsrelais aufrechterhaltende Spannung an die Leitung angeschlossen ist.

Claims (7)

  1. Patentansprüche:
    i. Schaltungsanordnung für Telegraphenanlagen mit wechselseitigem Verkehr und Doppelstrombetrieb, bei der vor Beginn des Nachrichtenaustausches ein besonderes Anrufzeichen ausgesendet wird, das die Anlage in Betriebszustand setzt, gekennzeichnet durch Schaltmittel, die während der Aufnahme des vorzugsweise mit erhöhter Spannung gegebenen Anrufzeichens auf einer Station die Aussendung eines Rufzeichens von dieser Station aus verhindern und außerdem bei gleichzeitiger Betätigung der beiden Anruftasten eine gleichzeitige Aufrechterhaitung des Sendezustandes auf beiden Stationen ausschließen.
  2. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch elektrisch oder mechanisch wirkende Schaltmittel, die die Zeitdauer des Anrufzeichens unabhängig von, der Betätigung der Anruftaste begrenzen.
  3. 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeitbegrenzung durch ein mechanisches Laufwerk erfolgt.
  4. 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeitbegrenzung durch ein verzögernd abfallendes Relais erfolgt.
  5. 5· Schaltungsanordnung nach Anspruch ι bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeitdauer des Anrufzeichens auf beiden Stationen verschieden ist.
  6. 6. Schaltungsanordnung nach Anspruch ι bis 5> dadurch gekennzeichnet, daß die Abweichung der Anrufzeichen der beiden Stationen voneinander so groß ist, daß bei gleichzeitiger Betätigung der So Anruftaste eine Rückschaltung der das kürzere Anrufzeichen besitzenden Station vom Sende- in den Empfangszustand erfolgt.
  7. 7. Schaltungsanordnung nach Anspruch ι bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltzeiten zur Zeitbegrenzung des Anrufes so gewählt sind, daß dadurch ein von den Telegraphenzeichen abweichendes Signal übertragen und die Wiedergabe falscher Zeichen auf der Empfangsstelle verhindert wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEL81364D 1932-06-10 1932-06-10 Schaltungsanordnung fuer Telegraphenanlagen mit wechselseitigem Verkehr und Doppelstrombetrieb Expired DE657240C (de)

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