DE65402C - Verfahren zur Darstellung gelber Baumwollfarbstoffe aus Dehydrothio - p - toluidin und dessen Homologen - Google Patents

Verfahren zur Darstellung gelber Baumwollfarbstoffe aus Dehydrothio - p - toluidin und dessen Homologen

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DE65402C
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Bayer AG
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Farbenfabriken Vorm Friedr Bayer and Co
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B59/00Artificial dyes of unknown constitution

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die folgenden Schwefelderivate des p-Toluidins, m-Xylidins und ψ-Cumidins:
Dehydrothio-p-toluidin vom Schmelzp. 1910, Dehydrothio-m-xylidin
Dehydrothio-ip-cumidin -
107-,
125°
(Ber. Bd. XXII, S. 585 und 971), welche nach den Untersuchungen von Gattermann und Pfitzinger (Ber. Bd. XXII, S. 1063) als Abkömmlinge des Benzenyl-o-amido-thio-mcresols:
C H3
N'
aufzufassen sind, liefern bekanntlich beim Behandeln mit sulfirenden Mitteln Sulfosäuren, deren Natronsalze ungefärbt sind und sich auf der Pflanzenfaser nicht fixiren lassen. Diese Sulfosäuren unterscheiden sich dadurch wesentlich von den im Handel unter den Namen Primulin, Polychromin u. s. w. bekannten Farbstoffen, welche intensiv gelb gefärbt sind und eine bedeutende Affinität zur Pflanzenfaser bilden.
Nach dem Verfahren des französischen Patentes No. 209519 der Firma Guinon, Picard & Jay werden diese letzteren Farbstoffe mit Hülfe von unterchlorigsauren Salzen in neue Farbkörper übergeführt, welche mit den Ausgangsmaterialien die Eigenschaft theilen, ungeheizte Baumwolle gelb anzufärben.
Es hat sich nun gezeigt, dafs auch die oben genannten ungefärbten Sulfosäuren, bei der Einwirkung von unterchlorigsauren Salzen oder anderen alkalischen Oxydationsmitteln in sehr brauchbare Farbstoffe übergehen, welche sich durch ihre Echtheit gegen Alkalien, Säuren, Chlor und den Einfiufs des Lichtes auszeichnen und die Farbstoffe des erwähnten französischen Patentes noch durch ihre wesentlich gröfsere Farbkraft und die Reinheit der Nuance übertreffen.
Die neuen Producte gehören wahrscheinlich in die Klasse der Azofarbstoffe. Da sie sich nicht mehr diazotiren lassen, also keine freien Amidogruppen mehr enthalten, so sind sie vielleicht aus 2 Molecülen Dehydrothiosulfosäure durch Zusammentreten der Amidoreste zu einer Azo- oder Azoxygruppe entstanden.
Beispiele:
I. Oxydation mit unterchlorigsauren Salzen.
50 kg Dehydrothio-p-toluidinsulfosäure werden unter Zusatz von 8 bis 10 kg Soda in 1000 1 Wasser gelöst. Die Lösung wird bei 10 bis ι 50 mit einer durch Umsetzen von 50 kg Chlorkalk mit der berechneten Menge Soda gewonnenen Lösung von unterchlorigsaurem Natron versetzt. Die zuerst farblose, nur schwach violett fluorescirende Flüssigkeit wird erst schmutzig grau, dann immer tiefer rothstichig gelb gefärbt. Nach 24 Stunden ist die Reaction beendet. Der Farbstoff wird dann durch Zusatz von Kochsalz ausgefällt, abfiltrirt, auf dem Filter mit Kochsalzlösung ausgewaschen, bis im Filtrat keine unterchlorige Säure mehr nachzuweisen ist, und getrocknet. Er stellt ein in
Wasser leicht lösliches braunes Pulver dar, welches ungeheizte Baumwolle lebhaft gelb, in der Nuance des Chrysamins R anfärbt.
II. Oxydation mit Ferricyankalium.
50 kg Dehydrothiotoluidinsulfosäure werden unter Zusatz von 8 bis 10 kg Soda in 1000 1 Wasser gelöst, zu der Lösung 640 kg Ferricyankalium und 75 kg Aetznatron gegeben. Nach 24 Stunden wird der entstandene Farbstoff ausgesalzen und, wie in Beispiel I angegeben, weiter behandelt.
III. Oxydation mit Bleisuperoxyd.
50 kg Dehydrothiotoluidinsulfosäure, 8 bis 10 kg Soda, 1500 kg i5procentige Bleisuperoxydpaste werden zum Sieden erhitzt und 75 kg Aetznatron zugegeben; man kocht, bis das Bleisuperoxyd zersetzt ist, verdünnt mit Wasser, bis der Farbstoff in Lösung ist, filtrirt ab und fällt aus dem Filtrat den Farbstoff wie oben mit Kochsalz.
Verwendet man an Stelle der Dehydrothiotoluidinsulfosäure in obigen Beispielen eine entsprechende Menge Dehydrothio-m-xylidinsäure oder Dehydrothio-i^-cumidinsulfosäure, so erhält man ganz ähnliche Farbstoffe, welche braune, in Wasser sehr leicht mit rothgelber Farbe lösliche Pulver bilden und ungeheizte Baumwolle im neutralen oder schwach alkalischen Bade rothgelb anfärben.
Die so erhaltenen drei Farbstoffe sind in concentrirter Natronlauge unlöslich. In concentrirter Schwefelsäure oder Salpetersäure lösen sie sich mit rothbrauner Farbe, die durch Zusatz von Wasser in braungelb umschlägt. In concentrirter Salzsäure sind diese Farbstoffe mit brauner Farbe löslich; beim Verdünnen der salzsauren Lösung werden sie wieder ausgeschieden. Durch Erwärmen mit Zinnchlorürlösung und Salzsäure werden sie zerstört. Die mit ihnen hergestellten Ausfärbungen sind um so rothstichiger, je höher molecular die verwendete Dehydrothiosulfosäure ist; sie zeichnen sich durch ihre absolute Echtheit gegen Alkalien und Chlor aus.
An Stelle der unterchlorigsauren Salze lassen sich auch unterbromigsaure Salze als Oxydationsmittel benutzen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung gelber, Baumwolle direct anfärbender Farbstoffe aus Dehydrothiotoluidin und seinen Homologen, darin bestehend , dafs man alkalische Oxydationsmittel auf die Sulfosäuren des Dehydrothio-p-toluidins vom Schmelzpunkt 191 °, Dehydrothio-mxylidins (Schmelzpunkt 1070) und Dehydrothio-ψ-cümidins (Schmelzpunkt 12 5 °) einwirken läfst.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2732221A1 (de) * 1977-07-16 1979-02-01 Basf Ag Organische verbindungen

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