DE617665C - Verfahren zur Herstellung von Monoazofarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Monoazofarbstoffen

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DE617665C DEI47543D DEI0047543D DE617665C DE 617665 C DE617665 C DE 617665C DE I47543 D DEI47543 D DE I47543D DE I0047543 D DEI0047543 D DE I0047543D DE 617665 C DE617665 C DE 617665C
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    • C09B45/00Complex metal compounds of azo dyes
    • C09B45/02Preparation from dyes containing in o-position a hydroxy group and in o'-position hydroxy, alkoxy, carboxyl, amino or keto groups
    • C09B45/14Monoazo compounds
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Monoazofarbstoffen Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von neuen Monoazofarbstoffen. Als Kupplungskomponenten werden die Kondensationsprodukte verwendet, die durch Umsetzen von Aminooxynaphthalinsulfonsäuren mit Äthylenchlorhydrin bei Anwesenheit eines säurebindenden Mittels erhalten werden. Die so erhaltenen Oxäthylaminooxynaphthalinsulfonsäuren scheinen Mischungen aus Mono- und Dioxäthylaminooxynaphthalinsulfonsäuren zu sein. Sie sind nicht diazotierbar und kuppeln mit Diazo- oder Tetrazo-, verbindungen in alkalischer, saurer oder neutraler Lösung. Soweit bekannt ist, wurden sie bis jetzt noch nicht zur Herstellung von Azofarbstoffen verwendet.
  • Besonders .geeignet sind N-Oxäthylderivate der folgenden Aminooxynaphthalinsulfonsäuren: i-Amino-5-oxynaphthalin-7-sulfonsäure, i-Amino-8-oxynaphthalin-q.-sulfOnsäure, 2 - Amino - 3 - oxynaphthalin - 6 - sulfonsäure, 2 - Amino - 5 - oxynaphthalin - 7 - sulf onsäure, 2 - Amino - 8 -.oxynaphthalin - 6 - sulfonsäure, i - Amino.- 8 - oxynaphthalin - 2, q; - disulfonsäure, i-Amino-8-oxynaphthalin-3, 5-disulfonsäure, i-Amino-8-oxynaphthalin-3, 6-disulfonsäure, ' i-Amino-8-öxynaphthalin-3, 6-disulfonsäure, 2-Amino-g-oxynaphthalin-3, 6-disulfonsäure und 2-Amino-8-oxynaphthalin-3; 6-disulfonsäure.
  • Als Diazokomponenten _ werden o-Oxy-, o-Carboxy- und o-Alkoxymonoamine verwendet, die mit den erwähnten Azokomponenten Monoazofarbstoffe liefern, welche entweder in Substanz oder auf der Faser durch Behandeln mit metallabgebenden Mitteln in Metallkomplexverbindungen übergeführt werden können, und zwar können beispielsweise Kupfer-, Chrom-, Nickel-, Kobalt-, Eisen-, Vanadin- und Titanverbindungen verwendet werden.
  • Im allgemeinen färben die so erhaltenen Farbstoffe Wolle und Seide in helleren und blaueren Tönen als die durch Kuppeln gleicher Diäzoverbindungen mit der entsprechenden Aminooxynaphthalinsulfonsäure erhältlichen bekannten Farbstoffe. Die Färbungen können nachchromiert oder auf vorgebeizten Fasern hergestellt werden.
  • Die folgenden Beispiele i bis 3 erläutern die Herstellung von N-Oxäthylaminooxynaphthalinsulfonsäuren und die Beispiele 4. bis 9 die Herstellung von Farbstoffen nach der Erfindung. . Beispiel i 239 Teile .2-Arnino-8-oxynaphthahn-6-sulfonsäure werden in 2ooo Teilen Wasser, das genügend Natriumcarbonat enthält, um die Lösung gegen Läkmus neutral zu machen, gelöst. Dann werden »16o Teile kristallisiertes Natriumacetat und schließlich 646 Teile einer 33 %igen wässerigen Lösung von Äthylenchlorhydrin hinzugefügt. Die Mischung wird umgerührt und am Rückfiußkühler ungefähr i 8 Stunden lang sclitväch-'zum Sieden erhitzt, worauf keine -primäre aromatische Aminogruppe mehr- üa:chvve'isbär ist. Die Lösung wird abgekühlt und kann sogleich zur Herstellung von Azofarbstoffen verwendet werden.
  • Wenn i-Amino-8-oxynaphthalin-4-sulf6nsäure in ähnlicher Weise behandelt wird, so zerfällt das Kondensationsprodukt teilweise beim Abkühlen. Beispiel 2 341 Teile des Mononatriumsalzes der i-Amnno-8-oxynaphthalin-3, 6-d:isulfonsäure werden in 2ooo Teilen Wasser, das genügend Natriumcarbonat zur Neutralisation enthält, gelöst. Nach Zusatz von 16o Teilen kristallisiertem Natriumacetat und darauf 775 Teilen Äthylenchlorhydrin (33 %ige wässerige Lösung) wird das Gemisch, wie im Beispiel i, ungefähr 15 bis 30 Stunden lang gekocht, bis keine primäre aromatische Aminogruppe mehr nachweisbar ist. Die abgekühlte Lösung kann dann unmittelbar zur Herstellung von Azofarbstoffen verwendet werden. Beispiel 3 239 Teile 2-Amino-5-oxynaphthalin-7-sulfonsäure werden in 2ooo Teilen Wasser, das genügend Nätriumcarbonat zur Neutralisation enthält, gelöst. Nach Zusatz von 16o Teilen Kreide und io3o Teilen einer 33%igen wässerigen Lösung von Äthylenchlorhydrin wird das Gemisch wie im Beispiel i 15 bis 2o Stunden lang gekocht. Man erhält eine fast klare Lösung, die kein primäres Amin mehr enthält. Dann werden 17o Teile wasserfreies Natriumcarbonat hinzugefügt. Das gefällte Calciumcarbonat wird abfiltriert und das klare Filtrat unmittelbar zur Herstellung der Azofarbstoffe verwendet. Beispiel 4 15,4 Teile 4-Nitro-2-amino-i-oxybenzolwerden in i 5o Teilen Wasser gelöst, das 7,5 Teile Chlorwasserstoffsäure enthält, und die erhaltene Lösung wird auf unter io° C abgekühlt. Dann werden 3,6 Teile Natriumnitrit in 2o%iger wässeriger Lösung hinzugefügt. Nach beendeter Dianotierung wild die Diazoverbindung abfiltriert und mit, einer nach Beispiele aus 36 Teilen des Mononatriumsalzes der i-Amino-8-oxynaphthalin-3; 6-disulfonsäure erhältlichen Lösung verrührt, zu der nach dem Neutralisieren 4o Teile wasserfreies Natriumcarbonat hinzugefügt wurden. Sobald die Kupplung beendet ist, wird die Lösung mineralsauer gemacht, und der Farbstoff wird durch Hinzufügen von Natriumchlorid -ausgeschieden. Er färbt Wolle aus saurem Bade in marineblauen Tönen, die beim Nachbromieren dunkelgrün werden. Ähnliche Farbtöne erhält man beim Färben nach dem. Metachromverfahren.
  • Wenn die nach Beispiel i aus 3o Teilen i-Amino-8-oxynaphthalin-4-sulfonsäure erhaltene Lösung zur Kupplung verwendet wird, so erhält man einen Farbstoff, der Wolle in etwas rotstichiger blauen Tönen färbt. bie nachchromier_ten und im Metachromverfahren hergestellten Färbungen sind tiefer grün. Der Farbstoff, der bei Verwendung der Kondensationsflüssigkeit aus 25 Teilen 2-Amino-8-oxynaphthalin-6-sulfonsäure erhalten wird; färbt Wolle in olivbraunem, durch Nachchromieren nach schwarzbraun umschlagendem Farbton. Ein ähnlicher Farbton wird beim Färben nach dem Metachromverfahren erhalten. -Beispiel 5 45 Teile des Farbstoffs, der nach Beispiel 4 durch Kuppeln von dianotiertem 4-Nitro-2-amino-i-oxybenzol mit dem Kondensationsprodukt aus i-Amino-8-oxynaphthalinq.-sulfonsäure erhältlich ist, werden in 400 Teilen Wasser gelöst. Dann werden 12 Teile wasserhaltiges Chromfluorid hinzugefügt, und das Gemisch wird am Rückflußkühler schwach zum Sieden erhitzt, bis keine weitere Veränderung im -Färbton mehr erfolgt, z. B. 4 bis 5 Stunden lang. Die abgekühlte Lösung wird durch Zusatz von Chlorwasserstoffsäure mineralsauer gemacht und der Farbstoff wird ausgesalzen. Er färbt Wolle aus saurem Bade grünlich marineblau. Beispiel 6 53 Teile des Farbstoffs, der nach Beispiel 4 durch Kuppeln von dianotiertem 4-Nitro-2-amino-i-oxybenzol mit dem Kondensationsprodukt aus i-Amino-8-oxynaphthaIin-3, 6-disulfonsäure erhältlich ist, werden in 40o Teilen Wasser gelöst, und die Lösung wird mit i oo Teilen einer 2 5 %igen @ wässerigen Lösung von kristallisiertem Kupfersulfat vermischt. Die Mischung wird unter Rücklußkühlung' 3 bis 4 Stunden lang gekocht. Die Bildung des Kupferkomplexes ist dann beendet. Nach Abfiltrieren geringer Mengen ungelöster Bestandteile wird das klare Filtrat . abKekühlt, mineralsauer gemacht, und der Farbstoff wird durch Zusatz von Natriümchlorid ausgeschieden. Er färbt Wolle tiefblau. $eispie,l 7 44 Teile -des F'arb'stoffs, der durch Kuppeln von dianotiertem 4-Chlor-2-amino-i-oxybenzol mit dem Kondensationsprodukt aus 3o Teilen i-Amino-8-oxynaphthalin-4-sulfonsäure (Beispiel i) erhältlich ist, werden in 40o Teilen Wasser, das 25 Teile kristallisiertes Kupfersulfat enthält, gelöst. Das Gemisch wird mit Ammoniak alkalisch gemacht und am Rückflußkühler gekocht, bis keine weitere Veränderung im Farbton mehr erfolgt. Nach dem Abkühlen wird die Lösung mineralsauer gemacht, und der Farbstoff wird ausgesalzen. Er färbt Wolle aus saurem Bade marineblau: Beispiel 8 45 Teile des Farbstoffs, der gemäß Beispiel 4 durch Kuppeln von diazotiertem 4-Nitro-2-amino-i-oxybenzol mit dem Kondensationsprodukt aus i-Amino-8-oxynaphthalin-4-sulfonsäure erhältlich ist, werden in 400 Teilen Wasser gelöst, und die Lösung wird mit ioo Teilen einer 25%igen wässerigen Lösung von kristallisiertem Kupfersulfat vermischt. Das Gemisch wird am Rückflußkühler 3 bis 4 Stunden lang gekocht, worauf die Bildung der Kupferverbindung vollständig ist. Nach dem Abfiltrieren geringer Mengen ungelöster Bestandteile wird die Lösung abgekühlt und mineralsauer -gemacht, und der Farbstoff wird ausgesalzen. Er färbt Wolle aus saurem Bade in gut alkaliechten blauen Tönen. Beispiel 9 Die in der üblichen. Weise aus-Fi9,9 Teilen 4, 6-Dinitro-2-anino-i-oxybenzol erhältliche Diazosuspension wird in alkalischem Medium mit einer Lösung vereinigt, die nach Beispiel i aus 25 Teilen 2-Amino-8-oxynaphthalin-6-sulfonsäure hergestellt wird. Sobald die Kupplung beendet ist, wird der Farbstoff durch Aussalzen abgeschieden.
  • Er - färbt Wolle nach dem Metachromverfahren braun. Der entsprechende, aus i-Amino-8-oxynaphthalin-4-sulfonsäure hergestellte Farbstoff färbt Wolle grün.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Monoazofarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man die durch Diazotieren von o-Oxy-, o-Carboxy- oder o-Alkoxymonoaminen erhältlichen Diazoverbindungen mit den Kondensationsprodukten aus Äthylenchlorhydrin und Aminooxynaphthalinsulfonsäuren kuppelt und die so erhältlichen Farbstoffe gegebenenfalls mit Verbindungen von zwei- oder mehrwertigen Metallen behandelt.
DEI47543D 1932-07-07 1933-07-08 Verfahren zur Herstellung von Monoazofarbstoffen Expired DE617665C (de)

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