DE76127C - Verfahren zur Darstellung brauner Baumwollfarbstoffe aus Diazobenzoesäure und Bismarckbraun - Google Patents

Verfahren zur Darstellung brauner Baumwollfarbstoffe aus Diazobenzoesäure und Bismarckbraun

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DE76127C
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bismarck
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B37/00Azo dyes prepared by coupling the diazotised amine with itself

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Die Diazobenzoesäuren sind bis jetzt zur Darstellung von direct färbenden Azofarbstoffen nicht verwendet worden.
Das vorliegende Verfahren gründet sich auf die Beobachtung, dafs die bei der Combination der m- und p-Diazobenzoesäure mit Bismarckbraun und verwandten Farbstoffen entstehenden, in Wasser unlöslichen Producte durch Behandlung mit Pottasche oder Soda in leicht lösliche Natronsalze übergeführt werden, welche technisch sehr werthvolle Baumwollfarbstoffe darstellen. Dieselben färben ungeheizte Baumwolle sowohl in neutralem, als in alkalischem Bade in satten Tönen braun und besitzen gegenüber den Farbstoffen des Patentes Nr. 46804 und der Zusatz-Patente Nr. 47066, 47067, 49950 den Vorzug größerer Waschechtheit und einer um 25 bis 30 pCt. gröfseren Intensität.
Die Farbstoffe lassen sich auf der Baumwollfaser weiter diazotiren und mit Aminen und Phenolen zu sehr waschechten, braunen Tönen entwickeln. Ebenso läfst sich die Waschechtheit noch bedeutend erhöhen durch Behandlung der Färbungen mit Metallsalzlösungen, wie z. B. mit Kupfervitriol etc.
Als Farbstoffcomponenten lassen sich an Stelle des Bismarckbraun mit demselben Erfolge alle basischen braunen Farbstoffe verwenden, welche durch Einwirkung der salpetrigen Säure auf salzsaures m-Phenylendiamin oder m-Toluylendiamin oder durch die Combination der Tetrazoverbindungen der letzteren Diamine mit m-Phenylendiamin und m-Toluylendiamin erhalten werden.
Von den Diazobenzoesäuren eignen sich nur die m- und p-Diazobenzoesäure, während die Farbstoffe aus o-Diazobenzoesäure, sowie diejenigen aus Diazooxybenzoesäuren wegen ihrer ungenügenden Löslichkeit kein technisches Interesse besitzen.
Beispiel:
Farbstoff aus m-Diazobenzoe'säure und Bismarckbraun J (Einwirkungsproduct von 2 Mol. salpetriger Säure auf 3 Mol.
salzsaur. m-Phenylendiamin).
10,5 Theile Bismarckbraun J werden in 50 Theilen Wasser gelöst und die mit Eis gekühlte Lösung mit einer kalten Auflösung von m-Diazobenzoesäure, erhalten aus 5,2 Theilen m-Amidobenzoesäure, 2,6 Theilen Natriumnitrit und 18 Theilen Salzsäure, versetzt.
Es findet sofort Abscheidung eines braunen Niederschlages statt, welche vervollständigt wird durch Zusatz von circa 20 Theilen krystallisirtem Natriumacetat.
Nach zwölfstündigem Rühren wird abfiltrirt, gewaschen und geprefst. Durch Eintragen des Niederschlages in eine warme, verdünnte Auflösung von Pottasche oder Soda geht der Farbstoff mit gelbbrauner Farbe in Lösung und fällt auf Zusatz von Kochsalz in braunen Flocken aus. Man filtrirt, preist und trocknet.
Der Farbstoff färbt ungeheizte Baumwolle in satten, gelbbraunen Tönen an.
Ganz ähnliche Farbstoffe, jedoch von etwas rötherer Nuance, werden erhalten, wenn in dem obigen Beispiele an Stelle von Bismarckbraun J Bismarckbraun R (erhalten durch die Einwirkung von 2 Mol. salpetriger Säure auf 3 Mol. salzsaur. m-Toluylendiamin) angewendet wird, oder wenn

Claims (1)

  1. die m-Diazobenzoesäure durch die p-Diazobenzoesä'ure ersetzt wird.
    Patent-AnsρRuCH:
    Abänderung des durch Patent Nr. 46804 geschützten Verfahrens zur Darstellung brauner Baumwollfarbstoffe, darin bestehend, dafs die m- und ρ-Diazobenzoesäure an Stelle der m- und p-Diazobenzolsulfosä'ure mit Bismarckbraun J und R vereinigt und die erhaltenen Producte in ihre wasserlöslichen Kali- oder Natronsalze übergeführt werden.
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